Polyband, VÖ 28.08.26
2015 startete die erste Staffel der britischen Krimi-Reihe „Happy Valley“ wo Sarah Lancashire in die Rolle der Catherine Cawood schlüpft, die „in einer kleinen Stadt“ in Yorkshire ihren Dienst als Streifenpolizistin ausübt. Im Verlauf hörte man sie öfters sagen: Hi, ich bin Catherine, geschieden, zwei Kinder, wovon eins tot ist und das andere nicht mehr mit mir spricht.
In ihrem Privatleben gibt es überall kritische Punkte, denn nach der Scheidung lebt sie mit ihrer ehemals drogensüchtigen Schwester und ihrem Enkel Ryan zusammen, was kein Zuckerschlecken ist, denn Ryan eckt in der Schule oft an, egal wie viel Liebe und Geduld sie für ihn aufbringt.
Auch ihr Beruf verlangt ihr einiges ab, aber sie ist gut in ihrem Job und taff im Umgang mit Kriminellen. Nur ein Name, nämlich Tommy Lee Royce (James Norton) ist wie ein rotes Tuch für sie, denn sie ist davon überzeugt das dieser Mann für den Tod ihrer Tochter, der Mutter von Ryan, mitverantwortlich ist und sie will ihn unbedingt dingfest machen!
Düstere Spannung durchzog die erste Staffel und kombinierte das nicht einfache Privatleben der Polizistin Catherine Cawood mit dem teils rauen und brutalen Einsätzen in ihrem Berufsleben und punktete auf der ganzen Linie mit einem hervorragenden Schauspielensemble, sodass sofort bei mir der Wunsch nach einer Fortsetzung aufkam.
Die folgte dann 2016 mit Staffel 2, die inhaltlich direkt an die vorherigen Ereignisse anschloss, wo Catherine nach einer Auszeit wieder im Dienst ist und Tommy Lee Royce lebenslang hinter Gittern sitzt.
Spannung auf hohem Niveau gab es hier zu sehen und schon damals hoffte ich, dass es noch eine Fortsetzung gibt.
Nachdem einige Jahre ins Land gezogen sind, ist nun die dritte und damit auch finale Staffel von Happy Valley für das Heimkino erschienen!
Die Zeit hat hier im Geschehen nicht stillgestanden. Catherine Cawood zwar ist immer noch als Streifenpolizistin im Dienst, aber ihr Ruhestand steht kurz bevor. Ihr Enkel Ryan ist mittlerweile 16 Jahre alt und macht ihr nicht immer Freude. Besonders Bauchschmerzen bereitet ihr, dass er sich offenbar in kriminellen Kreisen bewegt.
Beruflich wird Catherine durch das Auftauchen von menschlichen Überresten erneut mit ihrem schlimmsten Feind konfrontiert, denn eine Spur führt direkt zu dem lebenslang verurteilten, inhaftierten Mörder/Vergewaltiger Tommy Lee Royce!
Mehr möchte ich vom Inhalt der finalen Staffel nicht preisgeben, denn einmal mehr ist es den Machern gelungen, die Zuschauer gleich zu Beginn ans Geschehen zu fesseln. Spannende, teils nervenaufreibende Szenen verlangen der Hauptfigur erneut einiges ab, sodass man als Zuschauer mitfiebert, wie wohl die Auswirkungen des Kriminalfalls, die Catherines Privatleben tangieren, letztendlich ausgehen.
Die erneute Konfrontation zwischen Catherine Cawood und Tommy Lee Royce ist hochemotional, berührend und die Geschehnisse hallen noch lange nach und bleiben im Gedächtnis.
Neben den spannenden Kriminalfällen zeigen die drei Staffeln aber auch ein Spiegelbild der Gesellschaft mit seinen sozialen Höhen und Tiefen. Außerdem blickt man als Zuschauer immer wieder aufs Neue in menschliche Abgründe, sodass einem die Nackenhaare hochstehen.
Ich kann nur sagen, dass mir diese britische Krimi-Serie schon nach der ersten Staffel sehr gut gefallen hatte, da sie authentisch herüberkam, was sich bis in die aktuelle Handlung fortgesetzt hat.
Die Finale Staffel von Happy Valley ist wunderbar gelungen! Die Handlung ist düster, wurde spannend und fesselnd in Szene gesetzt und punktet mit einem ausgezeichneten Darsteller-Ensemble. Für mich ist dies eine der Krimi-Reihen, die aus der großen Menge an Serien deutlich herausragt. Ich vergebe die volle Punktzahl, denn nervenaufreibende Unterhaltung ist hier garantiert!
Fazit: Meisterhaft gelungene und schauspielerisch hervorragend besetzte britische Krimi-Reihe, die auch nach mehrjähriger Pause an den vorherigen Erfolg anknüpft und aus der Vielzahl der Serien weit hinausragt! Unbedingt ansehen!