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Ellis – Staffel 1

Edel Motion VÖ 29.08.25

Britische Krimi/Thriller-Serien konnten mich schon immer begeistern und viele davon schaue ich auch gern immer mal wieder an.
Nun gibt es mit der ersten Staffel der Serie „Ellis“ Nachschub für das Heimkino:
Aus der Vielzahl der bisher bekannten/erfolgreichen Krimi-Serien sticht diese gleich mal sehr positiv hervor, denn die namengebende Titelfigur DCI Ellis ist eine farbige Polizistin, wunderbar besetzt mit der gebürtigen Londonerin mit jamaikanischen Wurzeln, Sharon D Clarke.
Angesiedelt ist die drei Episoden á 90 Minuten umfassende Handlung  im Peak District, einer eher ländlichen Gegend im Norden Englands.
Ohne groß auf die einzelnen Kriminalfälle einzugehen, nur ein orientierender Blick auf die Rahmenhandlung:
Aus einem See ragt halb ein Auto heraus als es entdeckt wird. Im Inneren wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Brisant wird es, als feststeht, dass es sich bei dem Toten um den Sohn einer ehemaligen Abgeordneten handelt. Diese hatte schon früher große Ressentiments gegen die örtliche Polizei, der sie nicht vertraut, weswegen sie ihren Einfluss gelten macht und man DCI Ellis aus London abkommandiert, um die örtliche Polizei, sprich DCI James Belmont und sein Team zu unterstützen.
Bei dem kommt diese „Hilfe“ nicht gut an, denn von Einmischung von „außen“ hält er nichts. Aber um den Schein zu wahren, stellt man der unbeirrbaren DCI den etwas schüchtern wirkenden, aber durchaus cleveren DS Chet Harper (Andrew Gower) zur Seite. Eigentlich soll er seinen Vorgesetzten über jeden Schritt informieren, den DCI Ellis tut, da er aber schnell erkennt, was für eine gut beobachtende und ganz besonders toughe Ermittlerin sie ist, muss er sich bald entscheiden, wem seine Loyalität gehört. 
Die beiden bilden recht schnell ein zwar ungleiches, aber effektives und erfolgreiches Ermittler-Team, dem man gern über die Schulter schaut, wenn sie zu kniffligen, bisher ungelösten Fällen gerufen werden, wo die örtlichen Reviere nicht weitergekommen sind. Dies ist auch eine Besonderheit der Serie, denn ein eigenes Büro bzw. eine feste Einsatzstelle hat das Duo nicht, weswegen sie sich immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen müssen.
Man spürt von Anfang an, dass die Chemie zwischen dem neuen Ermittler-Duo nicht nur vor der Kamera stimmt, sondern auch dahinter – wie man es auch im Bonus-Material von den Schauspielern selbst hören kann.
Ich für meinen Teil kann diese neue britische Krimi-Serie nur empfehlen und würde mich über eine baldige Fortsetzung freuen!
Fazit: Die neue sehenswerte britische Krimi-Serie punktet mit spannenden Fällen und einem ungleichen, aber Köpfchen habenden Ermittler-Duo! Gern mehr davon!
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Grantchester – Staffel 5 –

Edel Motion VÖ 04.04.25

Fünf lange Jahre mussten die Fans von „Grantchester“ warten, bis nun endlich Staffel 5 der britischen Krimi-Reihe für das Heimkino erschienen ist!

Kurzer Rückblick, worum es in der Serie geht:

Die erste Staffel führt ins Jahr 1953, wo in der englischen Grafschaft Cambridgeshire  ein Dorf mit Namen Grantchester zum Leben erwacht und die Kulisse für diese Krimi-Reihe bildet.
Die beiden Hauptfiguren zieren das DVD-Cover. Es handelt sich dabei um Geordie Keating (Robson Green), den ortsansässigen Detective Inspector und Sidney Chambers (James Norton), den charismatischen Geistlichen/Vikar der Gemeinde. Diese beiden bilden ein etwas ungewöhnliches, aber effektives Ermittler-Team.
Anfang der vierten Staffel hieß es Abschied nehmen von Sidney Chambers bzw. von James Norton. Wie es dazu kommt, wird hier aber nicht verraten, dazu ist diese Serie einfach zu unterhaltsam, spannend und sehenswert.
Obwohl ich mir kaum vorstellen konnte, wie es ohne James Norton weitergehen könnte, muss ich sagen, dass den Machern dieser Serie ein toller Clou gelungen ist, indem sie Tom Brittney als Pfarrer Will Davenport besetzt haben!
Schon nach der ersten Szene, wo Will Davenport mit seinem Motorrad ganz lässig in Grantchester  auftaucht und sich dann als neuer Pfarrer der Gemeinde entpuppt, war mir klar, das passt! Mit seiner charmanten Art fängt er nicht nur die Zuschauer ein, sondern man merkt auch, dass die Chemie zwischen ihm und dem ganzen Schauspiel-Ensemble stimmt, wovon man sich beim „Blick hinter die Kulissen“ im Bonus-Material selbst überzeugen kann.
Nur bei der Zusammenarbeit als „Ermittler-Duo“ sind noch ein paar Steine aus dem Weg zu rollen. Was sich dann in heftigen Wortgefechten zwischen den beiden Hauptfiguren widerspiegelt, aber mittlerweile augenzwinkernd auch Ausdruck ihrer besonderen Freundschaft vor und hinter der Kamera ist.
In  „Grantchester – Staffel 5“ ist man mittlerweile im Jahr 1957 angekommen, was sich wunderbar in der modischen Ausstattung und dem ganzen Flair ringsherum widerspiegelt. Der idyllische Schauplatz trügt allerdings mal wieder, denn die Kriminalfälle haben es in sich und lassen sich auf den ersten Blick nicht lösen.
Da kommen die beiden „Spürnasen“ ins Spiel, denn durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen ändert sich so mancher Blickwinkel auf das Geschehen und nach erfolgreichem Abschluss eines Falls wird dies meist mit einem Pint im Pub besiegelt.

Hier gibt es noch einen kleinen Einblick ins weitere aktuelle Geschehen: Trailer

Immer mit feinem Humor angereichert, kommt es hier und da zu zwischenmenschlichen Turbulenzen wie z.B. im Pfarrhaus. Dort hält der technische Fortschritt in Form eines Fernsehapparates Einzug, was nicht jedermann anfänglich begeistert. Auch der Besuch von Geordies Schwiegermutter bringt das Familienleben der Keatings ins Wanken, sodass es auch in der Rahmenhandlung niemals langweilig wird und ich gern noch viele weitere Folgen dieser spannenden Ausnahme-Serie sehen würde.
Fazit: Daumen hoch für dieses Serien-Highlight, dessen 5. Staffel viel zu schnell vorbei ist und man wunderbar mit feinem Humor, einem tollen Schauspiel-Ensemble und sehr spannenden Kriminalfällen unterhalten wird! Gern noch lange weiter so!
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The Responder – Staffel 2

Polyband VÖ 30.09.24

Zwei Jahre hat es gedauert, aber nun ist für das Heimkino Staffel 2  der britischen Ausnahme-Serie „The Responder“ erschienen. Martin Freeman schlüpft erneut in Rolle des Emergency Response Police Officers Chris Carson. Für diese herausragende schauspielerische Leistung wurde er 2023 mit dem International EMMY als bester Schauspieler ausgezeichnet.
Nach den nervenaufreibenden Ereignissen der 1. Staffel beginnt die aktuelle Handlung nach einem kurzen „was bisher geschah“ und man ist gleich wieder mitten drin im Geschehen:
Es sind sechs Monate vergangen…
Chris Carsons Privatleben ist immer noch in Schieflage, aber er hat den starken Vorsatz, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Psychisch ist er immer noch angeschlagen, weswegen er an Therapiesitzungen teilnimmt. Außerdem verbringt er Zeit mit seiner Tochter und der Kontakt zu seinem Vater nimmt wieder Raum in seinem Leben ein.
Chris größtes berufliches Bestreben ist in die Tagesschicht zu wechseln, aber ob ihn das gelingt? Bisher fährt er immer noch nachts allein durch die Liverpooler Straßen, wo „Krieg herrscht“. Leider dauert es nicht lange und er gerät durch äußere Umstände wieder in den Dunstkreis krimineller Machenschaften…
Auch Chris Kollegin Rachel Hargreaves (Adelayo Adedayo) ist weiterhin im Dienst und fährt nun mit einem anderen Kollegen nachts durch die Problemviertel der Stadt. Obwohl sie ihr Privatleben umgekrempelt hat, nagt die Gewalterfahrung immer noch an ihr, was im Verlauf der Handlung dann unschön eskaliert…..
Auch aus dem Bereich des kriminellen Milieus begegnen einem „alte Bekannte“, die das Eintauchen in die aktuelle, sehr lebensecht wirkende Handlung „erleichtern“, denn sie sind immer noch im Geschäft und versuchen sich irgendwie über Wasser zu halten. Drogen, Alkohol, Gewalt und krumme Geschäfte sind an der Tagesordnung und bilden hier die zumeist nächtliche Kulisse.
Einmal angefangen, habe ich die sechs Episoden in einem Rutsch angesehen und mich wieder sehr gut und spannend unterhalten gefühlt. Die real wirkenden Geschehnisse und das ganz exzellente Schauspiel-Ensemble machen einfach „Lust auf mehr“, wobei ich auf eine weitere Staffel hoffe, wo erneut Tony Schumacher das Drehbuch verfasst und seine eigenen Erfahrungen als ehemaliger Polizist in Liverpool einfließen lässt.
Fazit: Rundum gelungene nervenaufreibende Fortsetzung, die gern noch „Nachschlag“ verträgt!
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London Kills – Staffel 1

Edel Motion VÖ 06.09.2024

In dieser neuen englischen Krimi-Serie bildet die Millionen-Metropole London die quirlige Kulisse.
Obwohl die Hauptstadt Großbritanniens durch so manch berühmt-berüchtigten Kriminalfall oftmals in den Medien präsent war, gilt sie mittlerweile in dieser Hinsicht als sehr sicher. In den fünf Episoden „London Kills 1“ ereignen sich sehr vielschichtige Kriminalfälle, sodass die besten Ermittler Londons auf den Plan gerufen werden:
DI David Bradford (Hugo Speer) leitet die Elite-Mordkommission und ist gerade zurück an der Spitze des Teams, da er durch das Fragen aufwerfende Verschwinden seiner Ehefrau beurlaubt wurde. Die engagierte DS Vivienne Cole (Sharon Small) hatte ihn während dieser Zeit vertreten und muss sich jetzt erst einmal wieder mit seiner ganz anderen Art und Weise, die Ermittlungen zu führen, anfreunden. Der kompetente DC Rob Brady (BaileyPatrick) und der Neuzugang im Team Trainee DC Billie Fitzgerald (Tori Allen-Martin) komplettieren das Team.
Jede Episode beinhaltet einen zu lösenden „Fall“, wie z. B. einen zweifelhaften Selbstmord oder den Fund einer Frauenleiche am Themseufer.
Der roten Faden, der sich durch die gesamte erste Staffel zieht, ist aber das spurlose Verschwinden von DI Bradfords Ehefrau. Diesbezüglich gibt es immer mal wieder hoffnungsvolle Hinweise in der Gesamthandlung, die aber alle ins Leere führen…
Ganz besonders eine Person irritiere mich gleich zu Anfang. Das merkwürdige Verhalten und „zufälliges“ Auftauchen die ganze Staffel hindurch, ließ mich kriminelle Energie vermuten, womit ich dann auch richtig lag. Nur leider erfährt man als Zuschauer nichts über die Beweggründe bzw. das eigenwillige Handeln dieser Person, was schade ist.
Da ich Hugo Speer und Sharon Small aus spannenden Kriminal-Serien wie z. B. McCallum oder Inspector Lynley kenne und sehr schätze, hatte ich mir von dieser neuen Serie tatsächlich mehr erhofft und von einer polizeilichen Elite-Einheit was anderes erwartet. Mich konnte die Art der „schnellen Erzählweise“ bedauerlicherweise nicht „einfangen“. Wie bereits oben erwähnt, war mir die Handlung zu vorhersehbar, sodass kaum Spannung aufkam.
Fazit: Schade, trotz guter Darsteller konnte mich diese Krimi-Serie nicht begeistern, es fehlte mir hier an Spannung und die Gesamthandlung war mir zu vorhersehbar.
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Devils – Staffel 2 –

Polyband VÖ 28.06.24

Bereits im März des Jahres, als ich die erste spannende Staffel von „Devils“ hier vorgestellt habe, mutmaßte ich, dass es noch Stoff für eine Fortsetzung gibt.
Da lag ich wohl richtig, denn nun ist „Devils 2“ für das Heimkino erschienen. In acht Episoden geht es handlungsmäßig wieder in die Londoner Hochfinanz, oder besser gesagt in die NYL- Bank, die dort ihren Sitz hat.
Nach dem ersten Kräftemessen zwischen Massimo Ruggero und seinem früheren Protegé/Freund Dominic Morgan (Patrick Dempsey) sind ein paar Jahre vergangen. Für Ruggero waren sie nicht leicht, besonders zugesetzt hatte ihm auch, dass aus einstigen Freunden Feinde wurden und er letztendlich niemandem mehr trauen konnte.
In der aktuellen Handlung im Jahr 2016 ist Massimo Ruggero (Alessandro Borghi) wieder an seinem Platz als CEO und gemeinsam mit seinem engagierten Trader-Team will er es noch mal wissen. Allerdings muss er auf Druck von oben, seine Blickrichtung neu justieren, weswegen jetzt auch chinesische Mitarbeiter für die Bank tätig sind und Investoren aus diesem Land ins Geschehen eingreifen.
Ein Fragen aufwerfender Todesfall erschüttert die Belegschaft der NYL-Bank und ganz besonders Ruggeros Trader-Team.
Die politischen Veränderungen, die sich weltweit anbahnen wie z. B. der Brexit oder auch der Machtkampf um das Präsidentenamt in den USA sind nur einige Themen, die in die Handlung mit einfließen, genau wie die weltweite Corona-Pandemie.
Die vergangenen Jahre hat Dominic Morgan offenbar gut überstanden und sein Einfluss in der Finanzwelt ist weiterhin machtvoll und skrupellos. Als neuestes Protegé hat er die junge Nadya Wojcik auserkoren, denn sie besitzt einen brillanten Verstand.
Im Verlauf der Handlung treffen die beiden Kontrahenten von einst wieder aufeinander, doch worum es diesmal geht, verrate ich hier nicht, denn genau wie Staffel 1 ist Staffel 2 spannungsgeladen und sehenswert.
Fazit: Das bekannte, gut besetzte Schauspiel-Ensemble ist um tolle Darsteller erweitert worden und die Handlung hat es wieder in sich, ist spannend, unterhaltsam und sehenswert!
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Black Snow

Polyband VÖ 28.03.24

Ein 25 Jahre alter ungeklärter Mordfall wird inBlack Snow neu aufgerollt.
Die aus sechs Episoden bestehende Gesamthandlung führt den Zuschauer ins australische Queensland. Dort lebt im Jahr 1994 die 17-jährige Isabel Baker, genannt Izzy, mit ihrer Familie, die zu einer Gemeinschaft gehört, die einst aus dem Südpazifik eingewandert ist. Isabel ist ein fröhliches und intelligentes junges Mädchen. Für ein gemeinsames Schulprojekt schreibt sie einen Brief, der über ihr Leben in 1994 erzählt und wie sie sich ihre Zukunft in 25 Jahren vorstellt. Die Briefe und besondere Gegenstände werden von den Schülern in eine Zeitkapsel gelegt und auf dem Schulgelände vergraben.
Nach der Entlassung aus der Schule plant Izzy gemeinsam mit ihrer besten Freundin zu verreisen. Doch dazu kommt es nicht, denn am Tag nach ihrer Schulentlassungsfeier wird Isabel ermordet aufgefunden.
Für die örtliche Polizei ist der Fall recht schnell klar, denn da andere Beweise fehlen, wird vermutet, dass das Verbrechen von irgendeinem durchziehenden Saison-Arbeiter, der von einem Zuckerrohrfeld zum nächsten wandert, begangen wurde.
Die Zeit vergeht und 25 Jahre später kommen alle ehemaligen Schüler zu einer feierlichen Zeremonie zusammen, um die Zeitkapsel zu öffnen. Die hinterlegten Briefe werden von ihren einstigen Verfassern vorgelesen, was für die verstorbene Izzy, ihre Nichte Kalana übernimmt. Ein besonderer Moment für die ganze Familie Baker, der alle tief bewegt, aber auch plötzlich aufhorchen lässt, denn Izzys Brief ist so ganz anders als erwartet. Darin erhebt sie schwere Vorwürfe gegen einflussreiche Bewohner des Ortes, denen sie vertraut hat und deren wahres Gesicht sie nun erkannt habe. Ihr Blick in die Zukunft fällt düster aus und sie hat eine schreckliche Vorahnung, denn sie vermutet, dass man sie ermorden könnte…
Da der Mordfall Isabel Baker immer noch als ungeklärt gilt, macht sich 2019 Detective James Cormack aus Brisbane auf den Weg nach Ashford und rollt den Fall neu auf. Der Hauptermittler von einst ist immer noch im Dienst, weswegen Cormack nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Auch die ehemaligen Mitschüler von Izzy und die Bewohner von Ashford hüllen sich ihm gegenüber lieber in Schweigen. Unterstützung bekommt Cormack nur von Izzy`s mittlerweile erwachsener Schwester Hazel, die allerdings auch einige Geheimnisse verbirgt…
Erst beim Anschauen des Bonus-Materials wurde mir klar, dass es sich bei „Black Snow“ nicht um eine True-Crime-Verfilmung handelt. Ich kann nur sagen, den Machern dieser Serie ist es gelungen, jedoch diesen Eindruck zu erwecken. Die Handlung fesselt von Beginn an und durch die Rückblicke in die Zeit als Isabel noch am Leben ist, lernt man sie als fröhliche, aber auch engagiert auftretende junge Frau kennen, die gegen die schlechten Arbeitsbedingungen der Einwanderer protestiert.
Nur mit der Figur des James Cormack hatte ich so meine Schwierigkeiten, denn hier hätte mir einfach ein „Ermittler“ gereicht, der den Fall wieder aufrollt, anstatt jemand, der selbst mit schwerwiegendem Ballast behaftet ist. Diese „Beigabe“ lenkt eher von der Aufarbeitung des Kriminalfalls ab.
Alles in allem vergebe ich vier von fünf möglichen Punkten, da die Serie spannend gelungen ist und mit einem unvorhersehbaren Ende überrascht!
Fazit: Sehenswerter, spannender „Kriminalfall“, der mit einem unvorhersehbaren Ende noch zusätzlich punkten kann!
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Devils – Staffel 1

Polyband VÖ 28.03.24

Die zehnteilige Serie „Devils“ führt in die Finanzwelt, genauer gesagt in die Londoner NYL Bank, wo im Jahr 2011 Dominic Morgan (Patrick Dempsey) auf dem Chefposten sitzt. Der aufstrebende Trader Massimo Ruggero (Alessandro Borghi) hat ein „Händchen“ für gute Geschäftsabschlüsse und dadurch der Bank bereits zu hohen Gewinnen verholfen. Was natürlich von seinem Chef mit Wohlwollen gesehen wird und er ihn auf „väterliche Weise“ protegiert.
Eine Beförderung wäre auf Ruggeros Erfolgsleiter der nächste Schritt, doch ein „dunkler Fleck“ aus seinem früheren Privatleben lässt diesbezüglich dunkle Wolken aufziehen. Domenic Morgan sieht keine andere Möglichkeit, Ruggeros Konkurrenten Edward Stuart an seiner statt, zu befördern.
Dieser Tiefschlag setzt Ruggero sehr zu, da er auch nicht versteht, warum sein väterlicher Freund sich von ihm plötzlich abwendet.
Kurze Zeit später kommt Edward Stuart auf fragwürdige Weise ums Leben. Massimo Ruggero gerät schnell in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen und die Gerüchteküche brodelt und es wird munkelt, dass er etwas mit dem Tod seines einstigen Konkurrenten zu tun haben könnte…
Dieser Verdacht nagt an ihm, weswegen Ruggero das Verhalten seines Chefs hinterfragt. Er findet heraus, dass Dominic Morgan in großem Stil in kriminelle Machenschaften verwickelt ist, die in den höchsten Kreisen des Bankenwesens, der Wirtschaft und der Politik stattfinden.
Nun muss Ruggero sich entscheiden, auf welcher Seite er mitmischen will und er entscheidet sich für…?
Abgesehen davon, dass diese sehr spannend aufgemachte und darstellerisch sehr gut besetzte Serie in der Finanzwelt spielt – wo mit Unmengen von Geld spekuliert und jongliert wird und kriminelle Energie in Erscheinung tritt, dass einem schwindelig wird – geht es um einen unerbittlichen Kampf zweier zielstrebiger, machthungriger Männer.
Der Titel „Devils“ ist gut gewählt, denn im realen Leben möchte ich diesen beiden „Teufeln“ nicht begegnen.
Fazit: Sehenswerter, spannender, aber auch nachdenklich machender Blick in die Hochfinanz, der darstellerisch gut besetzt ist und durchaus noch Stoff eine weitere Staffel birgt!
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The long shadow

polyband VÖ 28.03.24

True-Crime-Serie!
Ich hatte zuletzt aus diesem Genre „Manhunt I“ und „Manhunt II“ mit Martin Clunes in der Rolle des DCI Colin Sutton hier vorgestellt.
In der aktuellen siebenteiligen True-Crime-Verfilmung „The long shadow“ geht es handlungsmäßig nach Yorkshire, genauer gesagt in die nordenglische Stadt Leeds:
Am Abend des 30.10.1975 bringt Wilma McCann ihre vier Kinder ins Bett, verlässt dann das Haus und kommt nie wieder zurück. Ihre Leiche findet man am nächsten Tag. Nicht nur für den leitenden Ermittler Dennis Hoban (Tobey Jones) ein schwer zu verdauender Anblick, denn die Frau wurde auf brutale Weise getötet.
Engagiert und mit festem Vorsatz, den Mörder zur Strecke zu bringen, stößt Hoban aber immer wieder auf Hindernisse in den eigenen Reihen. In seinem Ermittler-Team kursiert recht schnell die Annahme, dass Wilma McCann sich prostituiert habe und man in dieser Richtung nach dem Mörder suchen solle. Dennis Hoban kämpft vehement gegen dieses Vorurteil an, doch auch sein Vorgesetzter sitzt ihm nach kurzer Zeit im Nacken und will schnell den Fall aufgeklärt wissen. Obwohl in großem Umfang ermittelt wird, ist ein Verdächtiger nicht in Sicht und dann geschieht der nächste Mord….
Im Verlauf der Jahre kommen weitere weibliche Opfer hinzu, die auf entsetzliche Weise getötet wurden oder schwerverletzt überlebt haben. Die leitenden Ermittler wechseln, es wird mit neuen Ansätzen ermittelt und recherchiert, aber es fehlen weiterhin hieb- und stichfeste Beweise, um einen Täter zu benennen.
Fünf lange zermürbende Jahre dauert es, bis dann durch „Kommissar Zufall“ der Täter verhaftet werden kann!
Die Macher der Serie haben diesen realen Kriminalfall sehr geschickt in Szene gesetzt, denn auch als Zuschauer erfährt man erst ganz zum Schluss, wer hier sein Unwesen getrieben hat.
Bei dem Täter handelt es sich um „Großbritanniens berüchtigtsten Serienkiller“ Peter Sutcliffe, der von 1975 bis 1980 mindestens 13 Frauen ermordete und acht weitere teils lebensgefährlich verletzte. In den Medien wurde er auch der  „Yorkshire-Ripper“ genannt.
Schauspielerisch ist die Serie hochkarätig u.a. mit Katherine Kelly, Liz White, Toby Jones, David Morrissey, Lee Ingleby und weiteren bekannten Darstellern besetzt.
In dieser Verfilmung stehen die Opfer, deren Angehörige und die frustrierende Suche nach dem brutalen Serienmörder im Mittelpunkt; dem Täter selbst wird kaum Raum geben. Es schwebt von Anfang an eine unheimlich, düstere und angespannte Atmosphäre über dem Geschehen. Ohne den eigentlichen Tathergang zu zeigen, wird hier mit der Fantasie des Zuschauers gespielt, was aber ausreicht, um eine Gänsehaut zu erzeugen.
Ich kann verstehen, dass man einem Serienmörder kein „Denkmal“ setzen möchte, aber vielleicht hätte man wenigstens im „Abspann“ noch etwas über das Motiv schreiben können, warum es zu diesen vielen Morden überhaupt gekommen ist.
Fazit: Sehenswerte spannende True-Crime-Serie, die dem Täter keinen Raum gibt, sondern den Fokus auf die Opfer, deren Angehörige und die zermürbenden jahrelangen polizeilichen Ermittlungen legt!
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Manhunt II: Auf der Jagd nach dem Night Stalker

EdelMotion  VÖ 08.12.23

Im September letzten Jahres erschien das sehenswerte, leise erzählte, aber nicht weniger spannende britische True-Crime-Drama „Manhunt I – Auf der Jagd nach dem Hammermörder“. Die Geschehnisse basieren auf wahren Ereignissen und den Memoiren des realen Ermittlers DCI Colin Sutton, dem es 2009 gelang, den Einbrecher, Vergewaltiger und Serienmörder Levi Bellfield festzunehmen.
Nun ist „Manhunt II – Auf der Jagd nach dem Night Stalker“ für das Heimkino erschienen. Auch dies ist ein True-Crime-Drama, das auf den Memoiren von Colin Sutton basiert, den man zu dem Fall hinzugezogen hatte:
Martin Clunes schlüpft zu meiner großen Freude auch diesmal in die Rolle des DCI Sutton, was wirklich eine sehr gute Wahl ist.
Die Gesamthandlung ist in 4 × 45 Minuten aufgeteilt und beginnt mit dieser Einblendung:
Diese Geschichte basiert auf einer wahren polizeilichen Ermittlung zu einer Reihe von Vergewaltigungen, sexuellen Übergriffen und Einbrüchen, die sich zwischen 1992 und 2009 im Südosten Londons ereignet haben.
Da man von dem Täter, der viele Jahre unerkannt nachts sein Unwesen treibt, keine Spur hat, ruft man die Sondereinheit „Operation Minstead“ ins Leben. Der ist es aber, trotz umfangreicher Fahndung, bisher nicht gelungen, den Night Stalker aufzuspüren.
Die Lage spitzt sich zu, denn der Täter agiert in immer kürzeren Abständen. Dabei bricht er in Häuser von zumeist alleinlebenden, älteren Frauen ein. Er durchwühlt das Haus und überfällt brutal die Frauen. Diese sind anschließend schwer traumatisiert und berichten u.a. von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung.
2009 bekommt DCI Sutten von seinem Vorgesetzten den Auftrag, sich mal den „Night-Stalker-Fall“ anzusehen. Gleichzeitig soll er dabei die Vorgehensweise der Sondereinheit überprüfen.
Anfangs noch gegen Widerstände kämpfend, aber zielstrebig und hartnäckig setzt Sutton auf eine andere Herangehensweise bei den Ermittlungen. Wie schon beim Fall „Bellfield“ zeigt sich auch diesmal, dass es oftmals die Suche nach der „Nadel im Heuhaufen“ ist, weswegen akribisch erst viele Puzzlesteinchen umgedreht werden müssen, ehe man dem Täter auf die Spur kommt.
Sutton gelingt es, eine großangelegte Überwachungsaktion bei den zuständigen Stellen „durchzuboxen“, denn sein Plan ist, den Täter auf frischer Tat zu ertappen.
Mehr möchte ich über dieses spannend erzählte und schauspielerisch sehr gut besetztes True-Crime-Drama nicht erzählen, aber anschauen sollte man es auf jeden Fall!
Den Machern der „Manhunt“-Reihe ist es sehr gut gelungen, auf ruhige, respektvolle Weise von den schrecklichen Verbrechen zu berichten und sie in Szene zu setzen. Aber auch die akribische Polizeiarbeit, die oftmals kräftezehrend und frustran verläuft, wurde hier gut eingefangen.
Bereits nach den ersten Bildern hatte mich das Geschehen in den Bann gezogen, weswegen ich mir gleich alle vier Teile „gegönnt“ habe. Allerdings war ich erstaunt und erschüttert zugleich, als sichtbar wurde, wer jahrelang unentdeckt diese grausamen Verbrechen gegangen hat.
Fazit: Ohne Effekthascherei, aber spannend erzähltes True-Crime-Drama, das man sich nicht entgehen lassen sollte!
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Adam Dalgliesh – Scotland Yard – Staffel 2

EdelMotion VÖ o1.12.23

Im Mai 2022 hatte ich hier Staffel 1 der britischen Krimi-Serie „Adam Dalgliesh – Scotland Yard“ vorgestellt.  Die Reihe basiert auf den preisgekrönten Romanen der bereits verstorbenen britischen Schriftstellerin P.D. James. Ihre Bücher wurden bereits mehrfach verfilmt und auch in die Rolle des DCI Adam Dalgliesh sind bereits zuvor Roy Marsden oder auch Martin Shaw „geschlüpft“.
Die aktuelle Serie spielt in den 1970er Jahren, was sich im ganzen Ambiente widerspiegelt und besonders Notizblock und Bleistift unverzichtbare Dinge sind, die zur Ausstattung von Ermittlern gehören.
Adam Dalgliesh – darstellerisch gelungen besetzt mit Bertie Carvel – ist DCI bei Scotland Yard, wo ihn Fingerspitzengefühl, gute Beobachtungsgabe und ein kluger Verstand ausmachen. Allerdings ist er auch ein sehr nachdenklicher Mensch, was sich in seinem Hobby widerspiegelt, in dem er mittlerweile auch äußerst erfolgreich ist, denn er verfasst poetische Verse, die es mittlerweile auch in Buchform gibt. Seine Verlegerin möchte seinen Erfolg noch weiter fördern und ihn dazu auf eine ausgedehnte Lesereise nach Übersee schicken.
Es stellt sich nun für Adam Dalgliesh die Frage, ob er bereit ist seinen Beruf an den Nagel zu hängen, um seinem Hobby nachzugehen. Doch bevor er sich mit diesem Thema auseinandersetzt, heißt es noch drei recht knifflige Fälle zu lösen:  
Ein nicht sonderlich beliebter Mitarbeiter eines forensischen Labors wird ermordet aufgefunden. In dem recht verzwickten Fall gibt es so einige Verdächtige, die zum beruflichen Umfeld des Toten gehören, aber auch sein Privatleben wirft Fragen auf, bis es ein weiteres Mordopfer gibt…
Der Mord an einer recht ehrgeizigen und erbarmungslos agierenden Anwältin sorgt für Aufsehen, denn ihr letzter Mandant, der wegen Mordes vor Gericht stand und für den sie einen Freispruch erwirkte, gerät schnell in den Verdacht, ihr Mörder zu sein…
Zu guter Letzt müssen Dalgliesh und sein Team den Tod eines Arztes aufklären. Gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern besitzt und betreibt er ein Kriminalmuseum. Dessen Fortbestand führte kurz vorher zu einem heftigen Streit zwischen den dreien, denn der Doktor hatte andere Pläne mit seinem Anteil!
Fehlte mir bei der 1. Staffel dieser britischen Retro-Serie noch „das gewisse Etwas“ und spannender hätte sie für meinen Geschmack auch sein dürfen, kann ich nun sagen, dass mir „Staffel 2 Adam Dalgliesh – Scotland Yard“ sehr viel besser gefallen hat.
Alle drei „Fälle“ sind sehr spannend, auf den ersten Blick nicht durchschaubar und schauspielerisch bis in die Nebenrollen gut besetzt. Es liegt teils eine düstere, angespannte Atmosphäre über dem Geschehen. Nervenkitzel gab es aus meiner Sicht ganz besonders in Fall Nr. 2, weil mir die Nackenhaare hoch standen. 
Insgesamt habe ich mich sehr gut und spannend unterhalten gefühlt, weswegen es hier die volle Punktzahl gibt und ich mir durchaus eine Fortsetzung der Reihe wünschen würde.
Fazit: Staffel 2 punktet auf der ganzen Linie, denn spannende Unterhaltung ist hier garantiert!
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