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Camilla Läckberg: Revenge

List   NetGalley

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich etwas von Camilla Läckberg gelesen habe; genauer gesagt war es 2023, wo ich das bisher letzte Buch aus der spannenden und mittlerweile auch verfilmten Falck/Hedström-Reihe  Kuckuckskinder“ hier vorgestellt habe. Tatsächlich habe ich die Autorin auch einmal live bei einer Lesung erleben dürfen, was mir in guter Erinnerung geblieben ist.
Eher durch Zufall bin ich auf den dritten und wohl auch letzten Teil der „FAYE-Reihe“ mit dem Titel „Revenge“ aufmerksam geworden. Da ich den angenehmen Schreibstil der Autorin gut kenne, habe ich es gewagt, dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse zu lesen. Und darum geht es inhaltlich:
Faye, die Hauptfigur dieses Buches lernt man sprichwörtlich „hinter schwedischen Gardinen“ kennen. Wie es dazu gekommen ist, erzählt die Autorin geschickt in Zeitsprüngen und aus unterschiedlichen Perspektiven, sodass das Einordnen keinerlei Schwierigkeiten bereitet.
Teil 1 der Gesamthandlung ist mit „Acht Monate zuvor“ betitelt:
Die erfolgreiche Unternehmerin Faye Adelheim hat privat schwierige Zeiten durchlebt. Sie hofft, diese nun endlich hinter sich zu haben und blickt daher vorsichtig optimistisch in die Zukunft.
Während eines Restaurantbesuchs kommt es dann für sie zu einer dramatischen Wende in ihrem Leben, denn sie sieht durch eine Fensterscheibe in die furchteinflößenden, stechenden Augen ihres Vaters! Dieser ist offenbar aus dem Gefängnis geflohen und jetzt auf einem Rachefeldzug, wobei Faye an oberster Stelle steht!
Da ihr Vater seit jeher ein gefährlicher, brutaler und unberechenbarer Mann ist, stellt sein Auftauchen nicht nur für Faye allein eine ernstzunehmende Bedrohung dar, sondern dies gilt auch für ihre Familie.
Faye nimmt allen Mut zusammen, denn sie will sich ihrem Vater nicht kampflos ergeben, daher versammelt sie ihre Vertrauenspersonen um sich und sie offenbart ihnen ihren Plan, denn sie ist fest entschlossen, sich ein für alle Mal dieser Bedrohung zu entledigen…
Ob ihr Plan aufgeht, wird hier nicht verraten…
Ich hatte keine Schwierigkeiten, dem Inhalt dieses Romans (?) – ich finde Thriller trifft es besser! –  ohne Vorkenntnisse zu folgen. Einmal mehr hat Camilla Läckberg bewiesen, was für eine tolle Geschichtenerzählerin sie ist!
Die Szenerien werden bildhaft beschrieben, sodass man sie direkt vor Augen hat. Auch die mitwirkenden Figuren sind gut gezeichnet und wiedererkennbar.
Besonders der Balance-Akt zwischen „gut und böse“ ist der Autorin gut gelungen, denn manch eine mitwirkende Figur kommt auf den ersten Blick nett und sympathisch rüber, obwohl man dann auch von einer dunklen Seite erfährt, wo es zu kriminellen, mörderischen Handlungen kommt.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, nur an manchen Stellen fand ich die Handlung etwas „unrund“ bzw. vorhersehbar, sodass ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe und meine Lese-Empfehlung ausspreche, da Spannung von Anfang an vorhanden ist und man selbst ohne Vorkenntnisse der fesselnden Handlung folgen kann.
Fazit: Camilla Läckberg beweist einmal mehr was für eine tolle Geschichtenerzählerin sie ist! Sie kann auch diesmal mit spannender und fesselnder Unterhaltung punkten!
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Åsa Hellberg: Vega Varg – Das Schweigen der Insel

Heyne

Die schwedische Autorin war mir bisher nicht bekannt. Mit „Vega Varg – Das Schweigen der Insel“ startet sie ihre Krimi-Reihe und führt die Leserschaft auf die schwedische Schäreninsel Südkoster, die an der Westküste liegt und sich unweit der norwegischen Grenze befindet.
Eine vierköpfige Gruppe von norwegischen Kajakfahrern entdeckt in der Nähe der Bootsschuppen auf dem steinigen Ufer einen toten Mann liegen, dessen Kopf merkwürdig verdreht ist….
Die herbeigerufene Polizei besteht anfangs aus der auf der Nachbarinsel wohnenden Vera Varg, die als erfahren gilt. Auch ihr Vater war einst als Polizist auf demselben Revier tätig, genau wie jetzt Vera gemeinsam mit ihren beiden Söhnen Hugo und Linus, sodass zwar jeder andere Aufgaben hat, sie aber auch als Team in Erscheinung treten.
Nachdem Vera den Toten in Augenschein genommen hat, erkennt sie, dass es sich um Fredde handelt, der ihr seit seiner Kindheit bestens bekannt ist. Damals hatte er viele Stunden in ihrem Haus verbracht, denn es handelt sich um den besten Freund ihres Sohnes Hugo.
Ein Unfallgeschehen kann bald ausgeschlossen werden und Freddes Tod wird als Tötungsdelikt behandelt.
Die vier Kajakfahrer rücken in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen. Es sind zwei Frauen und Männer, die zu einem Makler-Team gehören, die sich wegen eines Arbeit-Retreats auf der Insel befinden. Im Verlauf ihres Hotelaufenthaltes verbrachten die beiden Maklerinnen Meja und Bente einen feuchtfröhlichen Abend in der Hotelbar, wo Fredde als Barkeeper für ihre Drinks zuständig war…
Keiner des Makler-Teams macht während der polizeilichen Befragungen einen guten Eindruck, niemand scheint mit offenen Karten zu spielen, sei es nun beruflich oder privat.
Als Leser bekommt man hier ein Tohuwabohu präsentiert, wo es zwischenmenschlich turbulent wird und man aufpassen muss, dass man nicht den Überblick verliert. 
Dann überschlagen sich die Ereignisse auf der kleinen Insel: Plötzlich ist die Norwegerin Meja nicht mehr erreichbar und gilt kurze Zeit später als vermisst. Durch eine aufziehende Schlechtwetterfront und weiteren kriminellen Vorkommnissen hat Vega Varg kaum noch eine freie Minute..
Ich brauchte schon etwas Zeit um durch diese komplexe Kriminalgeschichte zu kommen. Da hier nicht nur die polizeilichen Ermittlungen im Fokus stehen, sondern man auch viele Einblicke ins Privatleben der Mitwirkenden bekommt, trat der rote Faden immer mal wieder in den Hintergrund und es ging z.B. in die Vergangenheit, wo Vega Varg mit einem ganz persönlichen Kriminalfall konfrontiert wurde, der noch bis in die Jetztzeit nachwirkt. 
Der Erzählstil ist gut, aber etwas „weitschweifig“, weswegen ich nicht unbedingt von fesselnder Spannung sprechen möchte. Doch irgendetwas hält einen am Lesen, vielleicht die große Ungewissheit, was sich auf der kleinen Insel für eine kriminelle Energie entladen hat. Bis kurz vorm Ende wollte ich drei Punkte vergeben, aber die unvorhersehbare Auflösung, wo dann alle Puzzleteile an ihren Platz fallen, bekommt einen Extrapunkt und eine Fortsetzung würde ich durchaus lesen wollen. 
Fazit: Der rote Faden muss sich durch eine komplexe Handlung schlängeln, was etwas dauert, aber letztendlich mit einem unvorhersehbaren Ende überrascht, daher vier von fünf möglichen Punkten!
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Michael Hjorth/ Bjarni Thorsson: Schlafende Vulkane

Rowohlt   NetGalley

Als Fan nordischer Spannungsliteratur wurde ich magisch vom Cover dieses Thrillers angezogen.
Michael Hjorth ist mir als Autor der schwedischen Sebastian-Bergman-Reihe, die er mit Hans Rosenfeldt geschrieben hat und die mit „Die Schuld, die man trägt“ endete, bestens bekannt.
Schlafende Vulkane“ ist der Beginn der Thriller-Reihe die Michael Horth gemeinsam mit seinem isländischen Kollegen Bjarni Thorsson zu Papier gebracht hat.
Island bildet hier die wunderschöne, raue Landschaftskulisse, wo es zu Hauff schlafende Vulkane gibt. Vielleicht war ja diese Naturgegebenheit Inspiration für den Buchtitel, jedoch auch das im Buch agierende „Böse“ wurde rückblickend zu einem schlummernden Vulkan geformt, der dann allerdings mehrfach ausbricht und eine Spur des Grauens hinterlässt:
Die beiden Autoren fackeln nicht lange und lenken die Leserschaft gleich mal in eine unbenutzte Pferdebox, wo eine tote unbekleidete junge Frau entdeckt wurde, die – wie sich später herausstellt – Opfer eines brutalen Sexualverbrechens ist.
Bei der Kriminalpolizei bzw. im Dezernat für Gewaltverbrechen herrscht Personalmangel, daher bekommt die junge engagierte Helga Póra Jónsdóttir, die gerade ihre Ausbildung an der Polizeihochschule abgeschlossen hat, den Fall zugewiesen.
Die ersten Erkenntnisse zu der Toten ergeben, dass die Frau geschieden und alleinerziehende Mutter des zehnjährigen Kristófer ist. Ihr Ex-Mann ist bei der Polizei aktenkundig und mehrfach wegen Gewalttätigkeit verurteilt worden und kommt als Tatverdächtiger durchaus infrage.
Helga macht sich auf den Weg zur Wohnung der Verstorbenen. Von außen erkennt sie schon, dass hier irgendetwas vorgefallen ist, denn ein kleines Fenster steht offen und ein dort offenbar zuvor verankertes Gitter liegt herausgebrochen im platt getretenen Blumenbeet. Geschah der Übergriff auf die Frau hier im Haus? Konnte der Junge durch das Fenster fliehen?
Helga schlägt Alarm, Haus und Grundstück werden abgesucht, aber von Kristófer fehlt jede Spur.
Bei der Suche nach dem Zehnjährigen bekommt Helga Unterstützung von Bjarki Guðmundsson einem großgewachsenen Kollegen von der Verkehrspolizei. Er gilt zwar als etwas eigenwillig, auch Vorschriften sind nicht so sein Ding, aber er hat ein gutes Gespür, wenn es um vermisste Personen geht, denn er kennt sich in der unwegsamen isländischen Natur gut aus.
Im Verlauf geschehen weitere ähnlich gelagerte Morde, der Erfolgsdruck lastet schwer auf Helga, aber sie ist taff und arbeitet unermüdlich, bis sie dem „Bösen“ immer näher kommt…
Mehr möchte ich gar nicht von diesem spannenden Thriller preisgeben. Das Buch liest sich gut und die Handlung fesselt von Beginn an. Die charakterlich sehr unterschiedlichen Figuren Helga und Bjarki und auch die anderen Mitwirkenden sind gut gezeichnet, sodass man sie gut vor Augen hat. Gerade weil die beiden Hauptfiguren so unterschiedlich sind, bilden sie ein durchaus effektives Team, wo es im Verlauf sogar zwischenmenschlich zart anfängt zu knistern. Dies lenkt aber keinesfalls vom roten Faden ab, erinnerte mich eher an „Scully und Mulder“ aus Akte X.
Auch das Profil des Bösen ist so klar und deutlich herausgearbeitet, dass man sich wünscht dieser Person niemals zu begegnen.
Ich habe den fesselnden Thriller gern gelesen, hätte auch die volle Punktzahl vergeben, wenn da nicht ein paar „Unebenheiten“ wären, wie z.B. Telefonieren, wenn man eigentlich nicht aufgespürt werden soll o.ä., was mich dann doch etwas irritiert hat. Daher vergebe ich vier von fünf Punkten (mit der Tendenz nach oben)  und freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung der Reihe, die ich mir nicht entgehen lassen werde!
Fazit: Spannender und fesselnder Auftakt dieser isländischen Thriller-Reihe, auf deren Fortsetzung man gespannt sein darf!
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Sandrone Dazieri: Das Gesetz der Elite

Harper Collins

Colomba Caselli und Dante Torre sind wieder da!
Nach fünfjähriger Pause musste ich den Inhalt, der zuvor erschienene Thriller-Trilogie erst noch einmal Revue passieren lassen, weswegen ich noch einmal kurz zurückblicke: 
Im Jahr 2015 erschien „In der Finsternis“, wo die beiden markanten Hauptakteure ihren ersten Auftritt hatten. Damals war die toughe Colomba Caselli vom Polizeidienst beurlaubt, da sie nach einem traumatischen Einsatz unter schweren Panikattacken litt. Doch durch das spurlose Verschwinden des kleinen Maurizio beorderte ihr Vorgesetzter sie wieder in den aktiven Dienst, denn er sah Parallelen zu einem alten Kriminalfall, wo ebenfalls ein kleiner Junge verschwand. Diesem Jungen war es gelungen nach elf Jahren in absoluter Isolation seinem Entführer zu entkommen.
Im Zuge der Ermittlungen kontaktierte Colomba den Jungen, dem die Flucht gelang. Es heißt Dante Torre. Das jahrelange Martyrium hat aus ihm ein psychisches Wrack gemacht. Nur mithilfe von Psychopharmaka und viel exquisitem Kaffee kann er den Alltag bewältigen und sich seinen Dämonen stellen. 
Im weiteren Verlauf bilden Colomba und Dante ein ungleiches, aber erfolgreiches „Ermittler-Duo“, was man in „Schwarzer Engel“ und in „Opferstille“ nachverfolgen kann.
Zu meiner großen Freude ist jetzt ein weiterer Thriller mit Colomba Caselli und Dante Torre mit dem Titel „Das Gesetz der Elite“ erschienen:
Mir wurde netterweise über NetGalleyDE die Hörbuch-Fassung zur Verfügung gestellt. Die mehr als elfstündige ungekürzte Lesung hat Patrick Imhof übernommen. Mir war dieser Sprecher bisher nicht bekannt. Er ist eine gute Wahl, denn durch seine angenehme Stimme und seinen Vortrag ist es ganz einfach ins spannende Geschehen abzutauchen und der Handlung zu folgen:
Colomba Caselli hat nach den traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit den Polizeidienst quittiert und arbeitet jetzt als Privatdetektivin.
Ein aufsehenerregender Todesfall beherrscht die Medien, denn in einem luxuriösen Mailänder Hochhaus wird der hochkarätige, ehemaliger Fußballstar Jesús Martinez tot in seiner Kryosauna aufgefunden. Er gehörte zu den Superreichen Italiens und bewegte sich in elitären Kreisen. Die polizeilichen Ermittlungen zu seinem Tod sind nicht schlüssig, weswegen sein Bruder die Ergebnisse hinterfragt und Colomba engagiert, die sich der Sache annimmt.
Unterstützung bekommt sie von ihrem guten Freund Dante Torre, der immer noch mit seinen Dämonen kämpft und weiterhin mit Psychopharmaka „jongliert“ und auch sein Kaffeegeschmack hat sich nicht verändert.
Die beiden ermitteln bald in einer Welt, wo man mit Geld und Macht alles kaufen und erreichen kann. Die strahlende Kulisse der Superreichen wird von unzähligen Kameras überwacht, aber auch der, der sich der High Society nähert, wird unauffällig „durchleuchtet“ und auf Schritt und Tritt von vielen „Augen“  begleitet.
Bei ihren Recherchen in dieser unwirklichen Welt ist es schwer an aussagekräftige Informationen zu kommen, denn niemand will sich hier in die Karten schauen lassen. Im Verlauf stellt sich heraus, dass Martinez nicht das einzige millionenschwere Opfer ist, denn ein raffinierter Mörder treibt hier sein Unwesen…. 
Dieses fesselnde Hörbuch hat es wirklich in sich! Sandrone Dazieri eröffnet hier seinen Fans eine kaum vorstellbare Welt aus glitzerndem Luxus, Macht und einem Universum, wo man für Geld alles kaufen kann.
Die elfstündige Lesung verging wie im Flug, da sie von Patrick Imhof sehr gut vorgetragen wird. Das spannende „Wiedersehen“ mit Colomba und Dante hat mir sehr gut gefallen, weswegen ich hier die volle Punktzahl vergebe und meine Hör-Empfehlung ausspreche.
Fazit: Volle Punkt für diesen spannenden Thriller und meine Hörbuch-Empfehlung!
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KIN – Staffel 1

polyband VÖ 24.04.26

Der Titel dieser irischen Serie bedeutet Verwandtschaft oder auch Familienverbund und darum geht es auch inhaltlich in „KIN – Staffel 1“.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht die irische Familie Kinsella, die in Dublin ihren kriminellen „(Drogen)Geschäften“ nachgeht. Zu der Familie gehört Amanda. Sie ist mit Jimmy verheiratet und hat mit ihm zwei halbwüchsige Jungen. Sie betreibt ein Autohaus, das vorrangig als Geldwaschanlage für die Familie dient.
Dann ist da noch Michael, der nach einem längeren Gefängnisaufenthalt wieder in der Familie begrüßt wird. Er hat mit dem Geschäftsgebaren seiner Familie abgeschlossen und will sich aus allem heraushalten, denn sonst bleibt ihm der Kontakt zu seiner Tochter Anna verwehrt, das will er auf keinen Fall aufs Spiel setzen.
Die Familie hört, was er sagt, aber akzeptieren kann sie es nicht, denn dazu passiert im Umfeld viel zu viel, als dass man auch nur auf ein Familienmitglied verzichten könnte. Denn obwohl Frank Kinsella, das Oberhaupt der Familie, einen Deal abgeschlossen hat, damit es nicht immer zu Reibereien im Milieu kommt, wird diese Absprache gebrochen. Dabei gerät einer von Amandas Söhnen zwischen die Fronten und stirbt.
Ab hier eskaliert die trügerische Waffenruhe und es wird sehr blutig.…..
Ein bißchen angelockt von den mitwirkenden und auf dem Cover abgebildeten Schauspielern (Clare Dunne, Charlie Cox, Ciaran Hinds und Aidan Gillan) war mir anfangs gar nicht so richtig klar, worauf ich mich hier einlasse. Ehrlich gesagt, habe ich fast die ganze Staffel hindurch gebraucht um die Verwandtschaftsverhältnisse in der Familie Kinsella richtig einzuordnen.
Die Storyline ist nicht neu und auch recht vorhersehbar, denn das Michael nach dem Gefängnisaufenthalt nur noch ein ruhiges normales Leben absolviert, wäre ja schon traumhaft und dass immer alle nach der Pfeife des Clan-Oberhauptes agieren, ist in so einer kriminellen Umgebung  ja auch kaum denkbar.
Nun ob man sich solche Serien anschauen möchte, überlasse ich jedem selbst. Ich habe mir letztendlich alle acht Folgen angeschaut, weil die Serie schauspielerisch bzw. die Rollen wirklich toll besetzt sind und insgesamt die düstere, angespannte Atmosphäre gut eingefangen wurde.
Fazit: Schauspielerisch toll besetzte irische Gangster-Serie! Fans dieses Genres werden hier sicherlich gut unterhalten!
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Ridley –  Staffel 1

 

Polyband VÖ 24.04.26

Die britische Krimi-Serie „Ridley“ aus dem Jahr 2022 ist nun in Deutschland für das Heimkino erschienen.
Staffel 1 umfasst vier Folgen, die jeweils in zwei Episoden aufgeteilt sind.
Die titelgebende Hauptfigur DI Alex Ridley wird von Adrian Dundar dargestellt. Viele Krimi-Fans werden diesen Schauspieler bestimmt auch aus der erfolgreichen britischen Krimi-Serie „Line of Duty“ kennen.
Die aktuelle Handlung spielt u.a. in Nordwesten Englands in der Grafschaft Lancashire. Die raue Landschaftskulisse stimmt die Zuschauer schon mal in die recht düsteren Fälle ein. Darstellerisch ist die Serie wunderbar mit bekannten „Gesichtern“ besetzt, die man aus vielen britischen Filmen/Serien kennt, was gut passt.
Der ehemalige DI Ridley ist nach mehr als 20 Jahren bei der Polizei aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Ganz freiwillig ist er nicht in den Ruhestand gegangen, aber durch den tragischen Tod seiner Ehefrau und Tochter ist er schwer traumatisiert, weswegen er das „Zepter“ an seine ehemalige Kollegin und einstigen Zögling DI Carol Farman (Bronagh Waugh) übergeben hat. Mittlerweile lebt er sehr abgeschieden auf dem Land in einem idyllisch gelegenen Haus und verkriecht sich dort. Ab und zu geht er in seine Bar, wo er sein musikalisches Talent herauskehrt und dort singt.
Der Schafbauer Jesse Halpin wird auf dem Waldweg seines Grundstücks erschossen aufgefunden. Sein Tod ist ausschlaggebend dafür, dass DI Farman ihren einstigen Chef besucht. Ridley hatte vor vielen Jahren Halpin im Zuge der Ermittlungen im Vermisstenfall Zoe Lindsey befragt. Obwohl er immer den Verdacht hatte, Halpin sei irgendwie in das Verschwinden des kleinen Mädchens verwickelt, konnte er ihm nie etwas nachweisen.
Im Verlauf wird Ridley offiziell als Berater beim Mordfall Halpin und den erneut aufgenommenen Ermittlungen im Fall Zoe Lindsey engagiert. Was bei diesen Ermittlungen herauskommt, überrascht und ist nicht vorhersehbar.
Auch bei den weiteren drei Fällen – über dessen Inhalt ich hier nichts verraten möchte – gehört Alex Ridley als Berater zum Ermittler-Team. In der Rahmenhandlung erfährt man dann auch, was es mit dem Tod von Ridleys Frau und Tochter auf sich hat.
Insgesamt vergebe ich hier vier von fünf Punkten und bin gespannt wie es in der angekündigten zweiten Staffel weitergeht.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Als Bonus auf der DVD gibt es noch reichlich Material, wo auch Cast und Crew zu Worte kommen.
Fazit: Gute Unterhaltung und einen singenden Adrian Dunbar bekommt man in dieser Serie geboten und man darf gespannt sein, wie es weitergeht!
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Mattias Edvardsson: Tatort Trelleborg

blanvalet

Da ich Spannungsliteratur aus dem hohen Norden immer wieder gern lese, war ich auf den Start dieser schwedischen Krimi-Reihe mit dem Titel „Tatort Trelleborg“ gespannt, nicht zuletzt, da mir dieser Autor bisher nicht bekannt war.
Die Handlung führt ins Jahr 1989 in die südschwedische Region Trelleborg. Im eher spärlich besiedelten Gabeljung spielt der achtjährige Robin Falk mit zwei Nachbarsjungen im nahegelegenen Wald. Doch zur verabredeten Zeit kommt er nicht nach Hause und die beiden Nachbarsjungen haben ihn beim „Versteckenspielen“ aus den Augen verloren….
Die herbeigerufene Polizei zu der auch die Hauptfigur dieses Krimis, die junge Streifenpolizistin Gunni Hilding gehört, hilft bei der Suche nach Robin. Sie ist es auch die ihn dann leblos im Morast entdeckt…
Zu Gunnis großer Überraschung wird sie vom Dezernatsleiter der Abteilung für Gewaltverbrechen um Verstärkung bei den Ermittlungen zum Tod von Robin Falk gebeten. Gunni ist sich nicht sicher, ob sie dieser Aufgabe gewachsen ist, denn es handelt sich laut Obduktion um ein Tötungsdelikt, weswegen ihr dann auch die Befragungen besonders schwerfallen, da es sich ja bei den beiden Hauptzeugen um Kinder handelt….
Bald gilt der Fall als abgeschlossen und Gunni wechselt auf eigenen Wunsch wieder auf ihren einstigen Arbeitsplatz als Streifenpolizistin.
Fünf Jahre vergehen bis ein ähnlich gelagertes Verbrechen an einem achtjährigen Jungen begangen wird.  Die Familie war auf der Durchreise und hatte für kurze Zeit auf einem Campingplatz pausieren wollen.
Gunni und ihr Kollege werden zur Verstärkung für die Befragungen auf den Campingplatz abkommandiert. Recht schnell wird sie an den Fall Robin Falk erinnert und sie sieht Parallelen. Auch kommen ihre Bedenken wieder hoch, die sie beim Abschluss des damaligen Falls geäußert hatte, diese wurden aber von ihren Vorgesetzten für nicht besonders relevant eingestuft. Nun lässt Gunni sich aber nicht beirren und unternimmt erst auf eigene Faust Nachforschungen und dann gemeinsam mit ihrer ehemaligen Kollegin vom Dezernat für Gewaltverbrechen, denn diese sieht auch Klärungsbedarf bei den Parallelen zum aktuellen Fall und dem Tod von Robin Falk…..
Das Buch liest sich gut und gibt Einblick in die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen, wo jedes Fitzelchen umgedreht und ausgewertet werden muss. Einfühlsam wird dargelegt, was es mit einem Menschen macht, der einer Straftat verdächtigt wird oder auch welche seelischen Qualen die Angehörigen von Gewaltopfern durchmachen.
Zu Beginn fand ich es noch spannend die teils etwas zwielichtigen Mitwirkenden kennenzulernen, die in den Fokus der Ermittlungen gerieten. Allerdings war mir schnell klar und wird auch durch die Überschrift des Klappentextes suggeriert, dass beim Abschluss der Ermittlungen im Fall Robin, irgendwie noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Da überraschte dann auch nicht, dass fünf Jahre später von einem ähnlich gelagerten Fall berichtet wird.
Insgesamt fand ich die weit gefächerten Recherchen nach dem „Bösen“ etwas zäh, ganz im Gegensatz zur Auflösung, wer sich nun dahinter verbirgt. Zuwenig erfährt man meiner Meinung nach über das Warum all diese Verbrechen geschahen, das blitzt eher wie eine Randbemerkungen am Ende auf, was schade ist, da wäre noch Raum für mehr gewesen.
Auch Gunnis private Situation fand ich zu umfangreich thematisiert, teils rückt dabei der rote Faden in den Hintergrund, was den Spannungsbogen abflachen lässt. 
Alles in allem vergebe ich hier drei von fünf Punkten, da das vorhandene Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist, sodass die Fortsetzung der Reihe noch abgewartet werden sollte.
Fazit: Guter Start der Reihe, aber stellenweise wurde das Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft, daher 3 von 5 Punkten, da die Fortsetzung noch abgewartet werden sollte.
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Catherine Shepherd: Meine tote Schwester

Kafel Verlag

Mir sind die unterschiedlichen BuchReihen von Catherine Shepherd seit vielen Jahren bestens bekannt. Sie waren und sind für mich ein Garant für fesselnde und spannende Unterhaltung.
Nun ist ihr Psychothriller „Meine tote Schwester“ erschienen, der optisch schon mal mit einem in blau/orange gestalteten Cover punkten kann.
In der Handlung lernt man die 16-jährige Schülerin Mia kennen, die mit ihrer Mutter zusammenlebt. Neben ihrem Zuhause liegt ein weitläufiges Grundstück mit einer seit Jahren leerstehende Villa, die Mia nicht betreten darf, denn dort fand ihre Schwester Jasmin den Tod.
Auch sonst umweht seit jeher dieses alte Gebäude und seinen einstigen Besitzer, dem Psychiater Dr. Schenkenberg etwas Düsteres und Geheimnisvolles. Dies wiederum lockt ungebetene Gäste an, die in die Villa eindringen, um dort Partys zu feiern. Den neuesten Trend findet man in den sozialen Medien, wo gruselige Videos von diesem Lost Place für Aufsehen sorgen und diejenigen, die diese Videos produzieren und online stellen, konkurrieren um die meisten „Likes, Klicks oder Follower“.
Mia schaut täglich rüber zu den verwaisten Fenstern, wo sie dann und wann eine Bewegung hinter einer Gardine erhascht oder eine Silhouette wahrnimmt, die sie an ihre tote Schwester erinnert..
Doch von einem Tag auf den anderen verändert sich die Situation, denn die alte Villa wurde günstig verkauft und nun ziehen dort Nora Hoppe und ihr Teenager Sohn Lukas ein…
Man sollte meinen, nun würde die Gerüchteküche verstummen, dem ist aber nicht so, denn anstatt der Villa rückt nun Lukas Hoppe in den Fokus, denn der Neuling soll jemanden getötet haben…
Im weiteren Verlauf stirbt jemand aus Mias Freundeskreis und recht schnell wird Lukas dafür verantwortlich gemacht…..
Mehr darf man nicht von der weiteren Handlung preisgeben, denn dazu ist sie zu spannend und packend geschrieben. 
Ich habe diesen Thriller „verschlungen“, denn er hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Mitwirkenden sind gut gezeichnet und bei der düsteren verlassenen Villa braucht es nicht viel Fantasie um hier unheimliche Szenen heraufzubeschwören, was der Autorin wieder einmal sehr gut gelungen ist. Obwohl hier eher die jüngere Generation die Handlung bestimmt, hat es mir große Freude bereitet diese fesselnd erzählte Geschichte zu lesen und kann mir durchaus eine Fortsetzung vorstellen.
Insgesamt vergebe ich für fesselnde Spannung, tolles Setting und unheimliche Szenerien die volle Punktzahl und spreche meine Lese-Empfehlung aus!
Fazit: Dieser Psychothriller punktet auf der ganzen Linie und bekommt die volle Punktzahl und meine Lese-Empfehlung!
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Kicki Sehlstedt: Mittsommergrab

Goldmann

Mittsommergrabist der Start der schwedischen Krimi-Reihe um die Journalistin Julia Järvskog.
Die Handlung ist an der schwedischen Westküste angesiedelt, wo auch die mir bisher unbekannte Autorin geboren und aufgewachsen ist. Sie kennt die Gegend gut, die sie als Kulisse für ihren Kriminalroman auserkoren hat, was sich in der bildhaften Sprache widerspiegelt, sodass und man die Szenerie direkt vor Augen hat.
Im Prolog spürt man bereits die unheilvolle Atmosphäre, die sich dann durch das ganze Buch schlängelt.
Die Handlung spielt im Jahr 2024, wo man Julia Järvskog kennenlernt. Sie hat gerade privat eine unschöne Trennung hinter sich, was auch noch in den Medien ausgeschlachtet wurde, denn als Journalistin und durch ihren erfolgreichen True-Crime-Postcast, ist sie in Schweden keine Unbekannte.
Während zwei Taucher vor Hunnebostrand im Skagerrak nach Hummerfallen Ausschau halten, machen sie eine gruselige Entdeckung. Sie finden auf dem Meeresboden einen Koffer mit menschlichen Knochen!
Julia bekommt den Auftrag an den Ort des Geschehens zu fahren, um dort Informationen zu sammeln, was es mit diesem aufsehenerregenden Fund auf sich hat.
Für Julia ist es eine Reise an den Ort ihrer Kindheit, wo sie bei ihren Großeltern immer die Sommerferien verbrachte. Sie hat schöne Erinnerungen an die Zeit mit ihren Freunden und an ihre Jugendliebe Kalle. Auf der Fahrt nach Hunnebostrand denkt sie die Ereignisse rund um das Mittsommerfest und ihren letzten Sommer, den sie im Jahr 1994 dort verbrachte. Nach 30 Jahren sind es eher Erinnerungsfetzen, die sich in ihrem Gedächtnis verankert haben, zumal sie damals mit ihren Freunden feuchtfröhlich im Bootshaus ihres Großvaters gefeiert hatte und sie mit einem schweren Kopf am nächsten Morgen aufgewacht war.
Nachdem sie nun von diesem Knochenfund gehört hatte, kam aber auch eine Erinnerung wieder hoch, denn kurz nach den Mittsommerfeierlichkeiten verschwand der wohlhabende Peppe Johansson spurlos und die polizeilichen Ermittlungen verliefen ohne Erfolg. Könnten dies seine sterblichen Überreste sein?
Im Verlauf holt Julia die Vergangenheit ein, sie trifft ihre alten Freunde und zu ihrer großen Überraschung ist ihre einstige Jugendliebe Kalle jetzt Polizist und der leitende Ermittler im Knochenfund-Fall.
Anfangs konnte mich die Handlung noch einfangen. Durch die flüssige Erzählweise gelang das Vorankommen im Geschehen problemlos. Auch das Knistern zwischen Julia und Kalle, genau wie die düstere Ungewissheit hinsichtlich des Knochenfundes sind spürbar und gut gelungen.
Doch dann wurde das Geschehen für mich vorhersehbar, weswegen der Spannungsbogen abflachte und die Auflösung für mich dann auch keine Überraschung mehr bot.
Da dies aber erst der Beginn einer Buch-Reihe ist, möchte ich gern noch abwarten, wie es weitergeht und vergebe daher drei Punkte mit der Tendenz nach oben.
Fazit: Drei (mit der Tendenz nach oben) von fünf Punkten, da noch nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft wurde, sollte die Fortsetzung abgewartet werden!
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John Grisham: Das Vermächtnis

Heyne

Das letzte Buch, das ich von John Grisham gelesen habe, hieß „Feinde“, dessen spannende Handlung sich über Generationen erstreckte.
Nun ist sein neuer Roman „Das Vermächtnis“ erschienen und der hat es mal wieder in sich:
Seinen Protagonisten beschreibt John Grisham wie folgt: „Simon F. Latch, Anwalt und Rechtsberater, vor dem Burn-out. Er war die Probleme anderer Leute leid“.
Aus dieser Elegie wird Rechtsanwalt Latch im Verlauf der Handlung herauskatapultiert und sein Leben steht auf einmal auf dem Kopf. Und das kam so:
Eleanor Barnett ist verwitwet und mittlerweile über 80 Jahre alt.  Sie benötigt ein neues Testament, da die beiden erwachsenen, missratenen Söhne ihres Mannes auf keinem Fall etwas erben sollen!
Als die Sprache darauf kommt, was sie denn zu vererben habe, traut Simon seinen Ohren kaum, denn neben einem unbelasteten Eigenheim und einem Auto erzählt sie von Aktien zweier großer Unternehmen, die ihr Mann im Laufe der Zeit gekauft und nie angerührt habe, sodass hier ein schönes Sümmchen zusammengekommen sei. Niemand wusste davon, auch seine Söhne nicht. „Wir lebten bescheiden und abgeschieden in unserem kleinen Haus und niemand ahnte, dass wir Millionen besaßen.“
Nach diesem Gespräch drehen sich Simons Gedanken nur noch darum, wie er das Testament geschickt aufsetzen kann, damit er auch ein Stück vom großen Ganzen abbekommt, denn durch seine bevorstehende Scheidung drücken ihn Geldsorgen, die er zwar durch Glücksspiel versucht zu kompensieren, was ihm aber nicht wirklich gelingt…
Dieser Roman umfasst fast 500 Seiten, die einmal angefangen, nur so dahingeflogen. Man wird sogartig in die Handlung gezogen, da man unbedingt wissen will, ob die charmante alte Dame wirklich so vermögend ist, wie sie hier angibt. Ab und an hat man das Gefühl, sie hält irgendetwas hinter dem Berg, ist schlitzohrig oder will nur in netter Gesellschaft, sprich mit und auf Simons Kosten essen gehen.
Die Szenen mit Netty – so darf Simon die alte Dame bald nennen – sind anfänglich mit humorvollen Ereignissen angereichert, bis sich das Blatt für sie wendet und sie durch einen Autounfall im Krankenhaus landet….
… und wenig später stirbt…
Ab hier fängt die Geschichte erst richtig an, denn Simon findet sich bald auf der Anklagebank wieder, da er verdächtigt wird Netty wegen seiner Geldsorgen ermordet zu haben….
Kann Simon seine Unschuld beweisen oder wird ihm seine Geldgier zum Verhängnis?
Einmal mehr zeigt John Grisham, was für ein toller Geschichtenerzähler ist. Die Charaktere sind hier gut herausgearbeitet und man hat sie direkt vor Augen. Da anfänglich beide Hauptakteure – gemeint sind Netty und Simon – nicht ganz mit offenen Karten spielen, schmunzelt man beim Lesen oftmals und beide sind einem auf die eine oder andere Art sympathisch. Nachdem es für Simon nur noch bergab geht, fiebert man regelrecht mit ihm mit, ob es ihm gelingt seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
Ich habe hier Humor und Spannung in der Gesamthandlung vorgefunden, was gut passt. Alles in allem würde ich sogar von einem gelungenen Page-Turner sprechen, denn unterhalten wird man hier sehr gut und durch den angenehmen Erzähl-Stil des Autors fliegen die Seiten nur so dahin. Auch wenn die Auflösung ganz anders ausfällt als man es erwartet hat, werte ich das nicht als Minuspunkt, sondern verbuche es unter schriftstellerischer Freiheit und spreche hier meine Lese-Empfehlung aus.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden mit humorvollen Passagen angereicherten Page-Turner, den man nicht verpassen sollte!
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