Polyband VÖ 31.07.26
Lange brauchten die Fans der britischen Krimi-Reihe „Ridley“ nicht warten, denn gerade ist „Staffel 2“ für das Heimkino erschienen, die acht Episoden und reichlich Bonus-Material umfasst.
Ich habe mir Staffel 2 an einem langen „Krimi-Wochenende“ angesehen und kann schon mal vorweg verraten, dass mir diese Staffel noch besser gefallen hat, als die vorherige!
Adrian Dundar schlüpft erneut in die Rolle des ehemaligen DI Alex Ridley, der seinen Ruhestand gern abends in (s)einer Bar verbringt und ab und an zum Mikrofon greift, um das Publikum mit seinen Sangeskünsten zu unterhalten. Mit Anni, der besten Freundin seiner verstorbenen Ehefrau, verbindet ihn eine sehr tiefe Freundschaft. Ihr gehört die Bar und sie steht allabendlich hinter dem Tresen.
Auch in der aktuellen Handlung ist Ridleys scharfer Verstand und sein Einfühlungsvermögen gefragt und er agiert erneut als Berater für die Polizei bzw. wird von DI Carol Farman (Bronagh Waugh) zu einigen komplizierten Fällen hinzugezogen:
Zu Beginn der neuen Staffel beschäftigt sich die Polizei mit einer Diebesbande, die es auf Juwelierläden abgesehen hat. Farman und Ridley nehmen die „Verfolgung“ auf, doch noch bevor einer der Diebe auspacken kann, wird er getötet und aus „Raub“ wird „Mord“! Ein sehr spannender Fall, der durch einen in die Bande eingeschleusten Undercover-Ermittlers immer nervenaufreibender und durchsichtiger wird.
Zurück in die Vergangenheit führt der Fund einer verwesten Frauenleiche in einem hohlen Baum. Nachdem die Tote identifiziert ist und sich als die Kathy herausstellt, die seit mehr als fünf Jahren aus der Gegend verschwunden ist, muss der damalige Fall neu untersucht werden. Zwingend notwendig ist daher eine Befragung von Ridley’s einstiger Kollegin, bzw. der ehemaligen Polizistin Jean Dixon, die damals in dem Fall ermittelt hat. Doch eine Kontaktaufnahme mit ihr, stellt sich als schwierig heraus….
Ab hier wird es spooky, aber mehr wird nicht verraten.
Emotional gerät DI Farman unter Druck, als sich herausstellt, dass ihr Sohn Jack in kriminellen Kreisen verkehrt. Wenn dieser Umstand nicht schon schwierig genug für sie ist, kommt es noch schlimmer, als ein neuer Fall genau mit Jacks „Freundeskreis“ kollidiert. Carol Farman sitzt in der Zwickmühle, denn Jack blockt alle Gespräche ab. Sie weiß sich keinen anderen Rat, als Ridley um Hilfe zu bitten, denn er hat einen „guten Draht“ zu ihrem Sohn.
Aber auch Ridleys Gefühlsleben wird im Verlauf der Serie tangiert, denn Anni eröffnet ihm, dass die Bar finanziell in Schieflage geraten ist. Außerdem gibt es seit geraumer Zeit einen neuen Mann in ihrem Leben, was Ridley eher mit Sorge wahrnimmt, denn sein „Polizeisinn“ mutmaßt, dass dieser Mann nicht gut für Anni ist, da er in dubiose Geschäfte verwickelt sein könnte…
Mehr darf man vom Inhalt nicht preisgeben, denn Staffel 2 lohnt sich auf jeden Fall anzuschauen, denn spannende und nervenaufreibende Unterhaltung bekommt man hier geboten.
Die neuen Fälle haben es in sich und sind auf den ersten Blick nicht zu durchschauen, was mir gut gefallen hat.
Wie Alex Ridley mit dem schmerzlichen Verlust seiner Frau und Tochter und den aktuellen emotionalen Ereignissen umgeht, ist sehr gut in die Rahmenhandlung eingewoben, ohne von den Recherchen in den Kriminalfällen abzulenken.
Den wohlklingenden Abschluss der Rahmenhandlung durch Adrian Dundars Gesangseinlage würde ich als angenehme Besonderheit dieser Krimi-Reihe einordnen.
Wie bereits erwähnt, hat mir diese Staffel noch besser gefallen, als die vorherige, weswegen ich hier die volle Punktzahl vergebe und nur empfehlen kann, sich diese Staffel bzw. die Krimi-Reihe „Ridley“ von Beginn zu genießen.
Fazit: Volle Punktzahl für Staffel 2 der Reihe, die mit spannenden unvorhersehbaren Kriminalfällen, einem tollen Darsteller-Ensemble und einem singenden, charmanten Adrian Dundar punkten kann! Gern mehr davon!
2015 startete die erste Staffel der britischen Krimi-Reihe „Happy Valley“ wo Sarah Lancashire in die Rolle der Catherine Cawood schlüpft, die „in einer kleinen Stadt“ in Yorkshire ihren Dienst als Streifenpolizistin ausübt. Im Verlauf hörte man sie öfters sagen: Hi, ich bin Catherine, geschieden, zwei Kinder, wovon eins tot ist und das andere nicht mehr mit mir spricht.
In ihrem Privatleben gibt es überall kritische Punkte, denn nach der Scheidung lebt sie mit ihrer ehemals drogensüchtigen Schwester und ihrem Enkel Ryan zusammen, was kein Zuckerschlecken ist, denn Ryan eckt in der Schule oft an, egal wie viel Liebe und Geduld sie für ihn aufbringt.
Auch ihr Beruf verlangt ihr einiges ab, aber sie ist gut in ihrem Job und taff im Umgang mit Kriminellen. Nur ein Name, nämlich Tommy Lee Royce (James Norton) ist wie ein rotes Tuch für sie, denn sie ist davon überzeugt das dieser Mann für den Tod ihrer Tochter, der Mutter von Ryan, mitverantwortlich ist und sie will ihn unbedingt dingfest machen!
Düstere Spannung durchzog die erste Staffel und kombinierte das nicht einfache Privatleben der Polizistin Catherine Cawood mit dem teils rauen und brutalen Einsätzen in ihrem Berufsleben und punktete auf der ganzen Linie mit einem hervorragenden Schauspielensemble, sodass sofort bei mir der Wunsch nach einer Fortsetzung aufkam.
Die folgte dann 2016 mit Staffel 2, die inhaltlich direkt an die vorherigen Ereignisse anschloss, wo Catherine nach einer Auszeit wieder im Dienst ist und Tommy Lee Royce lebenslang hinter Gittern sitzt.
Spannung auf hohem Niveau gab es hier zu sehen und schon damals hoffte ich, dass es noch eine Fortsetzung gibt.
Nachdem einige Jahre ins Land gezogen sind, ist nun die dritte und damit auch finale Staffel von Happy Valley für das Heimkino erschienen!
Die Zeit hat hier im Geschehen nicht stillgestanden. Catherine Cawood zwar ist immer noch als Streifenpolizistin im Dienst, aber ihr Ruhestand steht kurz bevor. Ihr Enkel Ryan ist mittlerweile 16 Jahre alt und macht ihr nicht immer Freude. Besonders Bauchschmerzen bereitet ihr, dass er sich offenbar in kriminellen Kreisen bewegt.
Beruflich wird Catherine durch das Auftauchen von menschlichen Überresten erneut mit ihrem schlimmsten Feind konfrontiert, denn eine Spur führt direkt zu dem lebenslang verurteilten, inhaftierten Mörder/Vergewaltiger Tommy Lee Royce!
Mehr möchte ich vom Inhalt der finalen Staffel nicht preisgeben, denn einmal mehr ist es den Machern gelungen, die Zuschauer gleich zu Beginn ans Geschehen zu fesseln. Spannende, teils nervenaufreibende Szenen verlangen der Hauptfigur erneut einiges ab, sodass man als Zuschauer mitfiebert, wie wohl die Auswirkungen des Kriminalfalls, die Catherines Privatleben tangieren, letztendlich ausgehen.
Die erneute Konfrontation zwischen Catherine Cawood und Tommy Lee Royce ist hochemotional, berührend und die Geschehnisse hallen noch lange nach und bleiben im Gedächtnis.
Neben den spannenden Kriminalfällen zeigen die drei Staffeln aber auch ein Spiegelbild der Gesellschaft mit seinen sozialen Höhen und Tiefen. Außerdem blickt man als Zuschauer immer wieder aufs Neue in menschliche Abgründe, sodass einem die Nackenhaare hochstehen.
Ich kann nur sagen, dass mir diese britische Krimi-Serie schon nach der ersten Staffel sehr gut gefallen hatte, da sie authentisch herüberkam, was sich bis in die aktuelle Handlung fortgesetzt hat.
Die Finale Staffel von Happy Valley ist wunderbar gelungen! Die Handlung ist düster, wurde spannend und fesselnd in Szene gesetzt und punktet mit einem ausgezeichneten Darsteller-Ensemble. Für mich ist dies eine der Krimi-Reihen, die aus der großen Menge an Serien deutlich herausragt. Ich vergebe die volle Punktzahl, denn nervenaufreibende Unterhaltung ist hier garantiert!
Fazit: Meisterhaft gelungene und schauspielerisch hervorragend besetzte britische Krimi-Reihe, die auch nach mehrjähriger Pause an den vorherigen Erfolg anknüpft und aus der Vielzahl der Serien weit hinausragt! Unbedingt ansehen!
Der Titel dieser irischen Serie bedeutet Verwandtschaft oder auch Familienverbund und darum geht es auch inhaltlich in „KIN – Staffel 1“.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht die irische Familie Kinsella, die in Dublin ihren kriminellen „(Drogen)Geschäften“ nachgeht. Zu der Familie gehört Amanda. Sie ist mit Jimmy verheiratet und hat mit ihm zwei halbwüchsige Jungen. Sie betreibt ein Autohaus, das vorrangig als Geldwaschanlage für die Familie dient.
Dann ist da noch Michael, der nach einem längeren Gefängnisaufenthalt wieder in der Familie begrüßt wird. Er hat mit dem Geschäftsgebaren seiner Familie abgeschlossen und will sich aus allem heraushalten, denn sonst bleibt ihm der Kontakt zu seiner Tochter Anna verwehrt, das will er auf keinen Fall aufs Spiel setzen.
Die Familie hört, was er sagt, aber akzeptieren kann sie es nicht, denn dazu passiert im Umfeld viel zu viel, als dass man auch nur auf ein Familienmitglied verzichten könnte. Denn obwohl Frank Kinsella, das Oberhaupt der Familie, einen Deal abgeschlossen hat, damit es nicht immer zu Reibereien im Milieu kommt, wird diese Absprache gebrochen. Dabei gerät einer von Amandas Söhnen zwischen die Fronten und stirbt.
Ab hier eskaliert die trügerische Waffenruhe und es wird sehr blutig.…..
Ein bißchen angelockt von den mitwirkenden und auf dem Cover abgebildeten Schauspielern (Clare Dunne, Charlie Cox, Ciaran Hinds und Aidan Gillan) war mir anfangs gar nicht so richtig klar, worauf ich mich hier einlasse. Ehrlich gesagt, habe ich fast die ganze Staffel hindurch gebraucht um die Verwandtschaftsverhältnisse in der Familie Kinsella richtig einzuordnen.
Die Storyline ist nicht neu und auch recht vorhersehbar, denn das Michael nach dem Gefängnisaufenthalt nur noch ein ruhiges normales Leben absolviert, wäre ja schon traumhaft und dass immer alle nach der Pfeife des Clan-Oberhauptes agieren, ist in so einer kriminellen Umgebung ja auch kaum denkbar.
Nun ob man sich solche Serien anschauen möchte, überlasse ich jedem selbst. Ich habe mir letztendlich alle acht Folgen angeschaut, weil die Serie schauspielerisch bzw. die Rollen wirklich toll besetzt sind und insgesamt die düstere, angespannte Atmosphäre gut eingefangen wurde.
Fazit: Schauspielerisch toll besetzte irische Gangster-Serie! Fans dieses Genres werden hier sicherlich gut unterhalten!
Die sechs Episoden umfassende britische Krimi-Reihe „Bookish“ – Staffel 1 – “ ist gerade für das Heimkino erschienen.
Der Zuschauer begibt sich damit auf eine Zeitreise, die nach London ins Nachkriegsjahr 1946 führt. Anfangs lernt man einen jungen Mann namens Jack kennen, der gerade aus der Haft entlassen wurde und sich mit einem Zettel in der Hand auf die Suche nach einer Adresse in der Archangel Lane macht. Dort hat man Arbeit für ihn. Zu Jacks Erstaunen gehört die Adresse zum Buchladen von Gabriel Book (Mark Gatiss), der, wie sich gleich herausstellt, auf der Suche nach einer Hilfe in seinem Laden ist. Als Jack noch etwas skeptisch fragt, ob er für diese Arbeit auch der Richtige sei, wischt Mr. Book diese Bedenken beiseite und ruft auch gleich seine Ehefrau Trotti (Polly Walker) herbei, die nebenan einen Tapetenladen betreibt. Jack wird herzlich bei den beiden aufgenommen und bekommt auch noch ein kleines Zimmer zur Verfügung gestellt. Jack kann seinem Glück noch nicht so recht trauen, denn das Ehepaar Book umweht eine etwas geheimnisvolle Aura und auch Mr. Books Hobby „Berater für die Polizei“, lässt bei ihm die Frage aufkommen, was es damit auf sich hat…
Diese Frage wird hinreichend in der Gesamthandlung der ersten Staffel beantwortet:
Gabriel Book steht hier im Mittelpunkt, er hat einen scharfen Verstand, taucht immer wieder an Orten auf, wo die Polizei – gemeint ist hier Inspector Bliss -, sich gerade ein Bild der aktuellen Lage macht, sei es auf einem Trümmerfeld, wo man mehrere Skelette gefunden hat, augenscheinlich Opfer eines Bombenangriffs oder in der Wohnung des örtlichen Apothekers, der offenbar Selbstmord begangen hat. Book beobachtet, untersucht und stellt Fragen und verschafft sich so einen Überblick und kommt meist zu einem anderen Ergebnis als die Polizei…
Neben ihres kriminalistischen Gespürs umweht das Ehepaars Book aber auch etwas Geheimnisvolles. Was es damit auf sich hat, kann man gut als Spiegelbild der damaligen Weltanschauung einordnen, was hier sehr feinfühlig in die Rahmenhandlung eingewoben wurde.
Mehr darf man nicht vom Geschehen verraten, denn diese Krimi-Reihe hat Charme und verfügt über feinen Humor, der den Unterhaltungswert noch unterstreicht. Schauspielerisch besonders treffend ist die Rolle des Gabriel Book mit Mark Gattis besetzt, der vielen sicherlich noch als Mycroft Holmes aus der BBC-Serie „Sherlock“ bekannt ist. Aber auch das restliche Darsteller-Ensemble ist gut und passend mit „bekannten Gesichtern“ besetzt.
Die oben bereits erwähnte Zeitreise, die man hier unternimmt, wird durch die passende Ausstattung wie Mode, Autos und andere Accessoires unterstrichen, sodass man gut in diese Epoche eintauchen kann.
Ich wäre gern mal bei Mr. Book durch den Laden geschlendert und hätte mich gern in Sachen Lesestoff von ihm beraten lassen.
Fazit: Charmante, mit feinem Humor angereicherte, sehenswerte britische Krimi-Reihe
Im März 2024 erschien die erste Staffel von „Black Snow“, eine nach „Down Under“ führende Krimi-Reihe, wo es um das Verschwinden der 17-jährigen Isabel Baker ging, die 1994 im australischen Queensland spurlos verschwand. 25 Jahre später rollt der psychisch angeschlagene Ermittler James Cormack den Fall wieder auf. Die ganze Aufmachung der Gesamthandlung hatte mich irrtümlich glauben lassen, dass es sich um einen wahren Kriminalfall handelt – dem war nicht so, was ich aber erst durch das Bonus-Material erfuhr. Was aber im Nachhinein keine Rolle spielte, denn spannend und sehenswert war die erste Staffel auf jeden Fall.
Nun ist „Black Snow – Staffel 2″ für das Heimkino erschienen. Erneut schlüpft Travis Fimmel in die Rolle des Ermittlers James Cormack, der weiterhin mit seinen Dämonen kämpft.
Während eines Polizei-Einsatzes in einem heruntergekommenen Haus, wird zufällig Zoes Jacobs Rucksack gefunden, mit dem sie 2003 von der Feier ihres 21. Geburtstags aus dem australischen Moorevale spurlos verschwand. Anfänglich machte sich niemand von ihrer Familie Sorgen, denn Zoe hinterließ eine Nachricht, worin sie von „Zeit für sich“ sprach.
Der Fund des Rucksacks ruft jetzt James Cormack auf den Plan, der beruflich eine neue Chance und den Auftrag bekommt, sich mit dem bisher im Sande verlaufenden Fall Zoe Jacobs zu beschäftigen.
Er rollt den alten Fall wieder auf:
Da mittlerweile viele Jahre vergangen sind und es kein Lebenszeichen von Zoe gibt, vermutet ihr Vater, dass seine Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Ihre Mutter ist aber fest davon überzeugt, dass sie noch lebt und irgendwo ein neues Leben begonnen hat…
James Cormack hat den schmerzlichen Verlust seiner Mutter und das spurlose Verschwinden seines jüngeren Bruders Ritchie – den er seit vielen Jahren sucht – immer noch nicht verwunden. Da taucht plötzlich sein Vater bei ihm auf und erzählt, dass er neue Informationen zu Ritchie habe..
Wiederum aufgemacht wie ein „wahrer Kriminalfall“ schwebt von Beginn an eine düstere Atmosphäre über dem Geschehen. Die sechs Episoden der zweiten Staffel werden fesselnd und spannend erzählt, weswegen ich mir eine lange „Fernsehnacht“ gegönnt habe.
Erneut hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Rolle/Figur des psychisch angeschlagenen Ermittlers Cormack, doch durch den Unterhaltungswert dieses spannenden Kriminalfalls, kann man diesen Part ausklammern.
Fazit: Sehenswerte, fesselnde 2. Staffel der spannenden australischen Krimi-Reihe!
Britische Krimi/Thriller-Serien konnten mich schon immer begeistern und viele davon schaue ich auch gern immer mal wieder an.
Nun gibt es mit der ersten Staffel der Serie „Ellis“ Nachschub für das Heimkino:
Aus der Vielzahl der bisher bekannten/erfolgreichen Krimi-Serien sticht diese gleich mal sehr positiv hervor, denn die namengebende Titelfigur DCI Ellis ist eine farbige Polizistin, wunderbar besetzt mit der gebürtigen Londonerin mit jamaikanischen Wurzeln, Sharon D Clarke.
Angesiedelt ist die drei Episoden á 90 Minuten umfassende Handlung im Peak District, einer eher ländlichen Gegend im Norden Englands.
Ohne groß auf die einzelnen Kriminalfälle einzugehen, nur ein orientierender Blick auf die Rahmenhandlung:
Aus einem See ragt halb ein Auto heraus als es entdeckt wird. Im Inneren wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Brisant wird es, als feststeht, dass es sich bei dem Toten um den Sohn einer ehemaligen Abgeordneten handelt. Diese hatte schon früher große Ressentiments gegen die örtliche Polizei, der sie nicht vertraut, weswegen sie ihren Einfluss gelten macht und man DCI Ellis aus London abkommandiert, um die örtliche Polizei, sprich DCI James Belmont und sein Team zu unterstützen.
Bei dem kommt diese „Hilfe“ nicht gut an, denn von Einmischung von „außen“ hält er nichts. Aber um den Schein zu wahren, stellt man der unbeirrbaren DCI den etwas schüchtern wirkenden, aber durchaus cleveren
Die beiden bilden recht schnell ein zwar ungleiches, aber effektives und erfolgreiches Ermittler-Team, dem man gern über die Schulter schaut, wenn sie zu kniffligen, bisher ungelösten Fällen gerufen werden, wo die örtlichen Reviere nicht weitergekommen sind. Dies ist auch eine Besonderheit der Serie, denn ein eigenes Büro bzw. eine feste Einsatzstelle hat das Duo nicht, weswegen sie sich immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen müssen.
Man spürt von Anfang an, dass die Chemie zwischen dem neuen Ermittler-Duo nicht nur vor der Kamera stimmt, sondern auch dahinter – wie man es auch im Bonus-Material von den Schauspielern selbst hören kann.
Ich für meinen Teil kann diese neue britische Krimi-Serie nur empfehlen und würde mich über eine baldige Fortsetzung freuen!
Fazit: Die neue sehenswerte britische Krimi-Serie punktet mit spannenden Fällen und einem ungleichen, aber Köpfchen habenden Ermittler-Duo! Gern mehr davon!
Fünf lange Jahre mussten die Fans von „Grantchester“ warten, bis nun endlich Staffel 5 der britischen Krimi-Reihe für das Heimkino erschienen ist!
Kurzer Rückblick, worum es in der Serie geht:
Die erste Staffel führt ins Jahr 1953, wo in der englischen Grafschaft Cambridgeshire ein Dorf mit Namen Grantchester zum Leben erwacht und die Kulisse für diese Krimi-Reihe bildet.
Die beiden Hauptfiguren zieren das DVD-Cover. Es handelt sich dabei um Geordie Keating (Robson Green), den ortsansässigen Detective Inspector und Sidney Chambers (James Norton), den charismatischen Geistlichen/Vikar der Gemeinde. Diese beiden bilden ein etwas ungewöhnliches, aber effektives Ermittler-Team.
Anfang der vierten Staffel hieß es Abschied nehmen von Sidney Chambers bzw. von James Norton. Wie es dazu kommt, wird hier aber nicht verraten, dazu ist diese Serie einfach zu unterhaltsam, spannend und sehenswert.
Obwohl ich mir kaum vorstellen konnte, wie es ohne James Norton weitergehen könnte, muss ich sagen, dass den Machern dieser Serie ein toller Clou gelungen ist, indem sie Tom Brittney als Pfarrer Will Davenport besetzt haben!
Schon nach der ersten Szene, wo Will Davenport mit seinem Motorrad ganz lässig in Grantchester auftaucht und sich dann als neuer Pfarrer der Gemeinde entpuppt, war mir klar, das passt! Mit seiner charmanten Art fängt er nicht nur die Zuschauer ein, sondern man merkt auch, dass die Chemie zwischen ihm und dem ganzen Schauspiel-Ensemble stimmt, wovon man sich beim „Blick hinter die Kulissen“ im Bonus-Material selbst überzeugen kann.
Nur bei der Zusammenarbeit als „Ermittler-Duo“ sind noch ein paar Steine aus dem Weg zu rollen. Was sich dann in heftigen Wortgefechten zwischen den beiden Hauptfiguren widerspiegelt, aber mittlerweile augenzwinkernd auch Ausdruck ihrer besonderen Freundschaft vor und hinter der Kamera ist.
In „Grantchester – Staffel 5“ ist man mittlerweile im Jahr 1957 angekommen, was sich wunderbar in der modischen Ausstattung und dem ganzen Flair ringsherum widerspiegelt. Der idyllische Schauplatz trügt allerdings mal wieder, denn die Kriminalfälle haben es in sich und lassen sich auf den ersten Blick nicht lösen.
Da kommen die beiden „Spürnasen“ ins Spiel, denn durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen ändert sich so mancher Blickwinkel auf das Geschehen und nach erfolgreichem Abschluss eines Falls wird dies meist mit einem Pint im Pub besiegelt.
Hier gibt es noch einen kleinen Einblick ins weitere aktuelle Geschehen: Trailer














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