Die sechs Episoden umfassende britische Krimi-Reihe „Bookish“ – Staffel 1 – “ ist gerade für das Heimkino erschienen.
Der Zuschauer begibt sich damit auf eine Zeitreise, die nach London ins Nachkriegsjahr 1946 führt. Anfangs lernt man einen jungen Mann namens Jack kennen, der gerade aus der Haft entlassen wurde und sich mit einem Zettel in der Hand auf die Suche nach einer Adresse in der Archangel Lane macht. Dort hat man Arbeit für ihn. Zu Jacks Erstaunen gehört die Adresse zum Buchladen von Gabriel Book (Mark Gatiss), der, wie sich gleich herausstellt, auf der Suche nach einer Hilfe in seinem Laden ist. Als Jack noch etwas skeptisch fragt, ob er für diese Arbeit auch der Richtige sei, wischt Mr. Book diese Bedenken beiseite und ruft auch gleich seine Ehefrau Trotti (Polly Walker) herbei, die nebenan einen Tapetenladen betreibt. Jack wird herzlich bei den beiden aufgenommen und bekommt auch noch ein kleines Zimmer zur Verfügung gestellt. Jack kann seinem Glück noch nicht so recht trauen, denn das Ehepaar Book umweht eine etwas geheimnisvolle Aura und auch Mr. Books Hobby „Berater für die Polizei“, lässt bei ihm die Frage aufkommen, was es damit auf sich hat…
Diese Frage wird hinreichend in der Gesamthandlung der ersten Staffel beantwortet:
Gabriel Book steht hier im Mittelpunkt, er hat einen scharfen Verstand, taucht immer wieder an Orten auf, wo die Polizei – gemeint ist hier Inspector Bliss -, sich gerade ein Bild der aktuellen Lage macht, sei es auf einem Trümmerfeld, wo man mehrere Skelette gefunden hat, augenscheinlich Opfer eines Bombenangriffs oder in der Wohnung des örtlichen Apothekers, der offenbar Selbstmord begangen hat. Book beobachtet, untersucht und stellt Fragen und verschafft sich so einen Überblick und kommt meist zu einem anderen Ergebnis als die Polizei…
Neben ihres kriminalistischen Gespürs umweht das Ehepaars Book aber auch etwas Geheimnisvolles. Was es damit auf sich hat, kann man gut als Spiegelbild der damaligen Weltanschauung einordnen, was hier sehr feinfühlig in die Rahmenhandlung eingewoben wurde.
Mehr darf man nicht vom Geschehen verraten, denn diese Krimi-Reihe hat Charme und verfügt über feinen Humor, der den Unterhaltungswert noch unterstreicht. Schauspielerisch besonders treffend ist die Rolle des Gabriel Book mit Mark Gattis besetzt, der vielen sicherlich noch als Mycroft Holmes aus der BBC-Serie „Sherlock“ bekannt ist. Aber auch das restliche Darsteller-Ensemble ist gut und passend mit „bekannten Gesichtern“ besetzt.
Die oben bereits erwähnte Zeitreise, die man hier unternimmt, wird durch die passende Ausstattung wie Mode, Autos und andere Accessoires unterstrichen, sodass man gut in diese Epoche eintauchen kann.
Ich wäre gern mal bei Mr. Book durch den Laden geschlendert und hätte mich gern in Sachen Lesestoff von ihm beraten lassen.
Fazit: Charmante, mit feinem Humor angereicherte, sehenswerte britische Krimi-Reihe
Im März 2024 erschien die erste Staffel von „Black Snow“, eine nach „Down Under“ führende Krimi-Reihe, wo es um das Verschwinden der 17-jährigen Isabel Baker ging, die 1994 im australischen Queensland spurlos verschwand. 25 Jahre später rollt der psychisch angeschlagene Ermittler James Cormack den Fall wieder auf. Die ganze Aufmachung der Gesamthandlung hatte mich irrtümlich glauben lassen, dass es sich um einen wahren Kriminalfall handelt – dem war nicht so, was ich aber erst durch das Bonus-Material erfuhr. Was aber im Nachhinein keine Rolle spielte, denn spannend und sehenswert war die erste Staffel auf jeden Fall.
Nun ist „Black Snow – Staffel 2″ für das Heimkino erschienen. Erneut schlüpft Travis Fimmel in die Rolle des Ermittlers James Cormack, der weiterhin mit seinen Dämonen kämpft.
Während eines Polizei-Einsatzes in einem heruntergekommenen Haus, wird zufällig Zoes Jacobs Rucksack gefunden, mit dem sie 2003 von der Feier ihres 21. Geburtstags aus dem australischen Moorevale spurlos verschwand. Anfänglich machte sich niemand von ihrer Familie Sorgen, denn Zoe hinterließ eine Nachricht, worin sie von „Zeit für sich“ sprach.
Der Fund des Rucksacks ruft jetzt James Cormack auf den Plan, der beruflich eine neue Chance und den Auftrag bekommt, sich mit dem bisher im Sande verlaufenden Fall Zoe Jacobs zu beschäftigen.
Er rollt den alten Fall wieder auf:
Da mittlerweile viele Jahre vergangen sind und es kein Lebenszeichen von Zoe gibt, vermutet ihr Vater, dass seine Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Ihre Mutter ist aber fest davon überzeugt, dass sie noch lebt und irgendwo ein neues Leben begonnen hat…
James Cormack hat den schmerzlichen Verlust seiner Mutter und das spurlose Verschwinden seines jüngeren Bruders Ritchie – den er seit vielen Jahren sucht – immer noch nicht verwunden. Da taucht plötzlich sein Vater bei ihm auf und erzählt, dass er neue Informationen zu Ritchie habe..
Wiederum aufgemacht wie ein „wahrer Kriminalfall“ schwebt von Beginn an eine düstere Atmosphäre über dem Geschehen. Die sechs Episoden der zweiten Staffel werden fesselnd und spannend erzählt, weswegen ich mir eine lange „Fernsehnacht“ gegönnt habe.
Erneut hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Rolle/Figur des psychisch angeschlagenen Ermittlers Cormack, doch durch den Unterhaltungswert dieses spannenden Kriminalfalls, kann man diesen Part ausklammern.
Fazit: Sehenswerte, fesselnde 2. Staffel der spannenden australischen Krimi-Reihe!
Britische Krimi/Thriller-Serien konnten mich schon immer begeistern und viele davon schaue ich auch gern immer mal wieder an.
Nun gibt es mit der ersten Staffel der Serie „Ellis“ Nachschub für das Heimkino:
Aus der Vielzahl der bisher bekannten/erfolgreichen Krimi-Serien sticht diese gleich mal sehr positiv hervor, denn die namengebende Titelfigur DCI Ellis ist eine farbige Polizistin, wunderbar besetzt mit der gebürtigen Londonerin mit jamaikanischen Wurzeln, Sharon D Clarke.
Angesiedelt ist die drei Episoden á 90 Minuten umfassende Handlung im Peak District, einer eher ländlichen Gegend im Norden Englands.
Ohne groß auf die einzelnen Kriminalfälle einzugehen, nur ein orientierender Blick auf die Rahmenhandlung:
Aus einem See ragt halb ein Auto heraus als es entdeckt wird. Im Inneren wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Brisant wird es, als feststeht, dass es sich bei dem Toten um den Sohn einer ehemaligen Abgeordneten handelt. Diese hatte schon früher große Ressentiments gegen die örtliche Polizei, der sie nicht vertraut, weswegen sie ihren Einfluss gelten macht und man DCI Ellis aus London abkommandiert, um die örtliche Polizei, sprich DCI James Belmont und sein Team zu unterstützen.
Bei dem kommt diese „Hilfe“ nicht gut an, denn von Einmischung von „außen“ hält er nichts. Aber um den Schein zu wahren, stellt man der unbeirrbaren DCI den etwas schüchtern wirkenden, aber durchaus cleveren
Die beiden bilden recht schnell ein zwar ungleiches, aber effektives und erfolgreiches Ermittler-Team, dem man gern über die Schulter schaut, wenn sie zu kniffligen, bisher ungelösten Fällen gerufen werden, wo die örtlichen Reviere nicht weitergekommen sind. Dies ist auch eine Besonderheit der Serie, denn ein eigenes Büro bzw. eine feste Einsatzstelle hat das Duo nicht, weswegen sie sich immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen müssen.
Man spürt von Anfang an, dass die Chemie zwischen dem neuen Ermittler-Duo nicht nur vor der Kamera stimmt, sondern auch dahinter – wie man es auch im Bonus-Material von den Schauspielern selbst hören kann.
Ich für meinen Teil kann diese neue britische Krimi-Serie nur empfehlen und würde mich über eine baldige Fortsetzung freuen!
Fazit: Die neue sehenswerte britische Krimi-Serie punktet mit spannenden Fällen und einem ungleichen, aber Köpfchen habenden Ermittler-Duo! Gern mehr davon!
Fünf lange Jahre mussten die Fans von „Grantchester“ warten, bis nun endlich Staffel 5 der britischen Krimi-Reihe für das Heimkino erschienen ist!
Kurzer Rückblick, worum es in der Serie geht:
Die erste Staffel führt ins Jahr 1953, wo in der englischen Grafschaft Cambridgeshire ein Dorf mit Namen Grantchester zum Leben erwacht und die Kulisse für diese Krimi-Reihe bildet.
Die beiden Hauptfiguren zieren das DVD-Cover. Es handelt sich dabei um Geordie Keating (Robson Green), den ortsansässigen Detective Inspector und Sidney Chambers (James Norton), den charismatischen Geistlichen/Vikar der Gemeinde. Diese beiden bilden ein etwas ungewöhnliches, aber effektives Ermittler-Team.
Anfang der vierten Staffel hieß es Abschied nehmen von Sidney Chambers bzw. von James Norton. Wie es dazu kommt, wird hier aber nicht verraten, dazu ist diese Serie einfach zu unterhaltsam, spannend und sehenswert.
Obwohl ich mir kaum vorstellen konnte, wie es ohne James Norton weitergehen könnte, muss ich sagen, dass den Machern dieser Serie ein toller Clou gelungen ist, indem sie Tom Brittney als Pfarrer Will Davenport besetzt haben!
Schon nach der ersten Szene, wo Will Davenport mit seinem Motorrad ganz lässig in Grantchester auftaucht und sich dann als neuer Pfarrer der Gemeinde entpuppt, war mir klar, das passt! Mit seiner charmanten Art fängt er nicht nur die Zuschauer ein, sondern man merkt auch, dass die Chemie zwischen ihm und dem ganzen Schauspiel-Ensemble stimmt, wovon man sich beim „Blick hinter die Kulissen“ im Bonus-Material selbst überzeugen kann.
Nur bei der Zusammenarbeit als „Ermittler-Duo“ sind noch ein paar Steine aus dem Weg zu rollen. Was sich dann in heftigen Wortgefechten zwischen den beiden Hauptfiguren widerspiegelt, aber mittlerweile augenzwinkernd auch Ausdruck ihrer besonderen Freundschaft vor und hinter der Kamera ist.
In „Grantchester – Staffel 5“ ist man mittlerweile im Jahr 1957 angekommen, was sich wunderbar in der modischen Ausstattung und dem ganzen Flair ringsherum widerspiegelt. Der idyllische Schauplatz trügt allerdings mal wieder, denn die Kriminalfälle haben es in sich und lassen sich auf den ersten Blick nicht lösen.
Da kommen die beiden „Spürnasen“ ins Spiel, denn durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen ändert sich so mancher Blickwinkel auf das Geschehen und nach erfolgreichem Abschluss eines Falls wird dies meist mit einem Pint im Pub besiegelt.
Hier gibt es noch einen kleinen Einblick ins weitere aktuelle Geschehen: Trailer













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