Durch Zufall habe ich entdeckt, dass der aktuell erschienene Thriller noch einen „Vorgänger“ hat, der bereits 2013 erschienen ist. Da ich gerne Buchreihen von Beginn an lese/höre, bin ich auf die 14-stündige Hörbuchversion von „Herzgrab“ gestoßen, die erfreulicherweise u.a. von Achim Buch vorgetragen wird, den ich stimmlich unverwechselbar mit der Sneijder-Reihe verbinde!
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins aktuelle Geschehen von „Herzfluch“:
Die drei Hauptakteure sind die Wiener Privatdetektivin Elena Gerink und ihr Ehemann Peter, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dino Scatozza für das österreichische BKA als Entführungsspezialisten arbeiten.
Elena bekommt den Auftrag nach Thomas Dannenberg zu suchen, der vor 15 Jahren wegen Mordes an der 16-jährigen Nina Grabowski angeklagt, aber freigesprochen worden war. Nach seinem Freispruch hatte er Österreich verlassen und war ins Ausland verschwunden. Ninas schwerkranker Großvater ist ihr Auftraggeber und er bittet Elena eindringlich darum: „Beweisen Sie, dass Danneberg den Mord begangen hat“….
Die Recherchen sind nach so langer Zeit sehr mühsam, führen Elena dann aber auf die griechische Insel Mykonos und im Verlauf in das Umfeld eines scheuen Künstlers, der für seine ausdrucksstarken Werke bekannt ist…
Die beiden BKA-Ermittler Peter und Dino sollen nach der jungen Österreicherin Anna Klein suchen. Als Rucksack-Touristin in Griechenland unterwegs hatte sie sich zuletzt aus Athen bei ihrer Schwester gemeldet, dann war der Kontakt abgebrochen…Die wenigen Ansatzpunkte führen die beiden Ermittler in Athen zu einer ausgearteten Privatparty, wo Anna Klein zuletzt gesehen wurde…
Im Verlauf kreuzen sich die Recherchen von Elena mit denen ihres Mannes und dessen Kollegen. Die Fälle scheinen irgendwie zusammenzuhängen, sodass alle drei dann aufeinandertreffen und in einen Strudel krimineller Energie geraten, wo Schüsse fallen und man sich in nervenaufreibenden Szenerien wiederfindet, die nichts für schwache Nerven sind.
Auch wenn die sommerliche griechische Kulisse hier für Sonnenschein sorgt, muss ich ehrlich sagen, dass ich mit den drei Hauptfiguren nicht ganz „warm“ geworden bin, kann aber nicht genau benennen, woran es liegt.
Der Thriller liest sich gut. Die Spannung baut sich erst langsam auf, aber die Ermittlungen sind in beiden Fällen etwas langatmig und zäh. Zwar kommt dann im letzten Drittel noch richtig Fahrt ins Geschehen und Horrorszenarien verdunkeln den Horizont, aber zur vollen Punktzahl reicht es diesmal nicht.
Fazit: Nicht ganz der „Gruber“, dessen Thrillerreihen ich bisher genossen habe, da fehlt mir noch das letzte i-Tüpfelchen, weswegen es vier von fünf möglichen Punkten gibt
Der 10. Fall für Julia Schwarz!
Bereits der Prolog von „Verstummte Narben“ startet mit einer Gänsehaut-Szenerie, wovon es im aktuellen Geschehen noch reichlich gibt:
Gerade noch als Sachverständige vor Gericht, bekommt die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz kurze Zeit später einen Anruf von Kommissar Florian Kessler, der zu einem Leichenfund gerufen wurde. Er bittet Julia darum, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen. Schon der Fundort des weiblichen Leichnams ist bizarr, denn die Verstorbene liegt nur mit einem Nachthemd bekleidet vor einem Grab auf einem Friedhof…
Nachdem Julia am Fundort angekommen ist, betrachtet sie die Tote näher: rings um den Hals sieht sie einen schmalen verfärbten Streifen, der sie vermuten lässt, dass das Opfer erdrosselt wurde. Unter der Toten entdeckt sie ein Foto, das Datum von in drei Tagen ist darauf vermerkt und zeigt eine andere Frau mit weit aufgerissenem Auge. Das nächste Opfer?
Als Julia sich die nähere Umgebung anschaut, erstarrt sie, denn der Name, der auf dem Grabstein steht, katapultiert sie viele Jahre in die Vergangenheit und sie wird an ihren Bruder erinnert, der viel zu früh eines gewaltsamen Todes starb….
Während Kommissar Kessler und sein Team sich an die Arbeit machen, um die Tote zu identifizieren, entdeckt Julia Schwarz bei der Obduktion dann ein ihr aus einem anderen Mordfall bekanntes Merkmal an der Toten. Doch der Fall ist abgeschlossen und der Täter sitzt seit vielen Jahren im Gefängnis. Da die Ermittlungen aber in alle Richtungen gehen, sucht Kommissar Kessler, den damaligen Täter im Gefängnis auf, doch der zeigt sich wenig kooperativ, Informationen will er nur an Julia Schwarz geben……
Für Julia wird es diesmal ein sehr persönlicher Fall und wie auch schon in „Der Nachtschattenmann“ gerät sie in die eine oder andere lebensbedrohliche Situation, sodass die Spannung von Anfang bis Ende auf einem hohen Level liegt.
Dies sind nur kleine Puzzleteile der aktuellen spannenden und nervenaufreibenden Gesamthandlung, denn es gibt weitere Opfer zu beklagen und eine Vielzahl an verdächtigen Personen erschweren den Ermittlern die Arbeit.
Es ist Catherine Shepherd wieder einmal wunderbar gelungen, die Leserschaft von einem Verdachtsmoment zum anderen zu schicken, falsche Fährten auszulegen und erst ganz am Ende das „Böse“ zu präsentieren. Herrlich!
Ich liebe es – ganz besonders bei den Julia-Schwarz-Thrillern – mitzuraten, wer hier sein Unwesen treibt. Es ist mir nicht wirklich gelungen, dazu war die Person zu gut versteckt.
Dieser Thriller ist rundum gelungen, ganz besonders für nervenstarke Leser geeignet, denn wie oben bereits erwähnt gibt es reichlich Nervenkitzel und Gänsehautmomente, die ich wieder genossen habe und ich daher meine unbedingte Leseempfehlung aussprechen möchte und die volle Punktzahl vergebe. Man darf gespannt sein, wie es in dieser Reihe weiter geht.
Fazit: Nervenkitzel und Gänsehautmomente auf hohem Niveau sind hier garantiert, weswegen es die volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung für diesen Thriller gibt! Gern mehr davon!
Bereits zum fünften Mal geht es handlungsmäßig nach Finnland, in die Küstenstadt Pori, wo das Ermittler-Team um Jari Paloviita es diesmal mit einer Reihe von schrecklichen Verbrechen zu tun bekommt. Anfänglich sind es übermütige Jugendliche, die sich um den Rädelsführer Ilkka Rajala scharen. Seine Anhängerschar wird immer gewaltbereiter, zerstört unter Einfluss von Drogen fremdes Eigentum, es wird herumgepöbelt, randaliert und schikaniert, besonders angetan haben es den Jugendlichen, obdachlose Menschen….
In den frühen Morgenstunden wird Jari Paloviita zu einem Tatort in einem Waldgebiet gerufen. Dort angekommen liegt eine Dunstwolke von Benzin in der Luft und es bietet sich ihm ein schauriger Anblick: Ein bis zu Unkenntlichkeit verbrannter Leichnam liegt am Boden.
Die ersten Ermittlungen ergeben, dass es sich offenbar um einen obdachlosen Mann handelt, den man mit Benzin übergossen und angezündet hat.
Der Verdacht liegt nahe, dass die Bande um Ilkka etwas mit dem Mord zu tun hat und sie damit die rote Linie überschritten haben und nun in die schwere Kriminalität abgerutscht sind….
Es bleibt nicht bei dem einen Brandopfer im Obdachlosenmilieu und die Ermittler bekommen alle Hände voll zu tun, denn ihr Augenmerk liegt nicht nur bei der jugendlichen Bande, sondern auch ein aufstrebender Drogenboss könnte seine Finger im Spiel haben..
Überraschenderweise engagiert sich die Kommissariatsleiterin Susanna Manner bei der Aufklärung der Brandmorde und taucht sogar an den Tatorten auf, so ganz gegen ihre sonstige Arbeitsweise. Was sich hinter ihrem Engagement verbirgt, ist ein Handlungsstrang, der mit reichlich krimineller Energie angereichert ist.
Der Titel „Was wir nicht sehen wollen„, ist gut gewählt und passt zum Inhalt. Die bekannten Mitwirkenden dieser Krimi-Reihe haben sich weiterentwickelt und es gibt wie bisher einen wohl dosierten Einblick in ihr Privatleben.
Ich habe diese Kriminalgeschichte wieder gern gelesen, die Figuren sind mir seit dem ersten Band dieser Reihe bekannt und ich hatte keine Probleme mich im Geschehen zurechtzufinden. Etwas Schwierigkeiten dagegen hatte ich mit dem Thema „Hypnose“ und wie es sich auf einen Teil der Mitwirkenden ausübt. Es klärt sich zwar zum Schluss alles nachvollziehbar auf, aber bis es so weit ist, dauert es diesmal etwas, weswegen der Spannungsbogen etwas abflacht, was schade ist. An das vorherige Buch „Was wir ihnen antun“ kommt das aktuelle inhaltlich nicht ganz heran, weswegen ich diesmal vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Reicht inhaltlich nicht ganz an die vorherigen Bücher heran, ist aber lesenswert und für Fans der Reihe unabdingbar.
Gerade hatte ich die lesenswerte Kurzgeschichte „Der Wendepunkt“ beendet, die zur Einstimmung des lange erwarteten, neuen Einsatzes von Dr. David Hunter kürzlich erschienen war, wo es schon mal einen „Vorgeschmack“ auf den siebten Thriller um den forensischen Anthropologen gab.
Nachdem ich nun „Knochenkälte“ in Gänze genossen habe, gibt es hier einen kleinen Einblick, worum es aktuell geht:
Ein „Auftrag“ bzw. ein Hilfeersuchen die Cumbria Police bei einem Fall zu unterstützen, führt David Hunter von London aus in eine ihm unbekannte Gegend. Er gerät bei eisigen Temperaturen in einen Sturm, der nicht nur seine Sicht beeinträchtigt, sondern sein Navi ausfallen lässt und nur ein schmaler Weg ihn immer weiter höher in eine Gebirgslandschaft führt. Umdrehen ist keine Option und nach einer Irrfahrt durch Sturm und Regen landet er in dem kleinen Ort Edendale, wo die Bewohner ihn nicht unbedingt mit offen Armen empfangen, Fremde mag man hier offenbar nicht. Auf der Suche nach einer Unterkunft landet er dann in dem heruntergekommenen Hillside House, einem ehemaligen Hotel, dessen Bewohner ihn mitten in der Nacht auch nicht besonders herzlich empfangen, ihm aber ein Zimmer zur Verfügung stellen.
Am nächsten Morgen ist zwar das Unwetter abgezogen, aber die Schäden, die es hinterlassen hat, zwingen David Hunter dazu für unbestimmte Zeit vor Ort zu bleiben, denn die einzige Straße, die rein oder raus aus dem Ort führt, ist von den Regenmassen weggespült worden…
Um den Kopf etwas frei zu bekommen, macht Dr. Hunter einem Spaziergang in dem nahegelegenen Wald. Der Sturm hat hier eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, wobei selbst riesige Bäume entwurzelt wurden und schon allein der Anblick dieser Zerstörung lässt den Spaziergänger innehalten. Als er sich dabei ein wenig umschaut, entdeckt er im Wurzelwerk eines alten Baumes ein menschliches Skelett. Bei genauem Betrachten, erkennt er, dass die Wurzeln des Baumes schon durch die Knochen hindurchgewachsen sind, was ihn vermuten lässt, dass dieser Körper hier bereits viele Jahre verborgen lag, bis das Unwetter ihn freigelegt hat….
Oben am Fundort gibt es kein Handynetz und auch im Hotel oder im Ort selbst scheitert der Versuch die Polizei zu alarmieren bzw. überhaupt jemanden auf seinen unfreiwilligen Aufenthalt aufmerksam zu machen, denn die Strom-/Telefonverbindungen in Edendale sind unterbrochen.
Was sich nach dem Bekanntwerden des Skelettfundes im Wald alles weiter ereignet und mit was für ungehobelten, aufbrausenden, undurchsichtigen und zur Gewalt bereiten Dorfbewohnern es David Hunter hier zu tun bekommt, werde ich nicht verraten.
Einmal mehr beweist Simon Beckett, wie er seine Leserschaft einfangen kann.
Er schwört eine unheimliche Atmosphäre herauf, die sich langsam steigert und durch seine bildhafte Beschreibung der Szenerien, kann ich mir vorstellen, dass bei dem einen oder anderen in Erinnerung an das Gelesene, Spaziergänge im Wald mit einer Gänsehaut behaftet sind.
Die Personen, die einem in diesem Ort begegnen, sind gut beschrieben, man kann sie sich vor Augen führen, wobei ich keinem wirklich begegnen würde wollen.
Unheimliche, düstere und ganz besonders lebensbedrohliche Situationen verlangen von David Hunter wieder mal alles ab und man kann nur den Hut ziehen, dass er mit soviel Leidenschaft immer noch für seinen Beruf brennt.
Fazit: Alles in allem bekommt der aktuelle „Hunter“ von mir die volle Punktzahl für unheimliche Spannung, die einen von Anfang bis Ende in den Bann zieht und Gänsehautmomente garantiert, aber auch Lust auf mehr macht.
Hanna Ahlander ermittelt wieder
Viveca Sten nimmt Krimi-Fans mit in den Hohen Norden, genauer gesagt nach Schweden in den beschaulichen Ort Åre, wohin es eine Gruppe von sechs Studenten gezogen hat, die sich im Januar eine Auszeit gönnen, um Ski zu fahren.
Nachdem sie ihr etwas abgelegenes Domizil bezogen haben, das einen gehobenen Standard bietet, lassen sie es sich gutgehen und nach einem leckeren Essen, ist Partytime angesagt. Es fließt reichlich Alkohol und an manchen Stellen blitzt schneeweißes Pulver hervor, was dazu führt, dass bei sonst eher schüchternen Personen, alle Hemmungen verloren gehen….
Obwohl abgelegen, gibt es aber doch in der näheren Umgebung einen Nachbarn, der sich durch die laute Musik zu später Stunde gestört fühlt und er macht sich auf den Weg um dem Treiben ein Ende zu setzen. Doch was er dort erlebt, irritiert und erzürnt ihn zu tiefst, weswegen er wieder zuhause, nur schwer in den Schlaf findet.
Am nächsten Morgen gibt es für die Studenten ein böses Erwachen, denn eine junge Frau aus ihrem Kreis ist erst wie vom Erdboden verschwunden und wird dann spärlich bekleidet tot im Schnee gefunden…
War es ein Unfall oder gar Mord?
Die Ermittlungen im Todesfall der jungen Studentin übernehmen Hanna Ahlander und Daniel Lindskog. Was die verbliebene Studentenclique zu berichten hat, ist wenig hilfreich, denn niemand kann/will sich nachvollziehbar erinnern, was in der Nacht zuvor geschehen ist, so das der aktuelle Titel „Lügennebel“ gut passt. Im weiteren Verlauf verdichtet sich diese nebulöse Szenerie noch mehr, denn kaum gibt es Verdachtsmomente, werden sie von dem einem oder mehreren aus der Clique widerlegt bzw. jemand anders bezichtigt. Diese harte Nuss bekommt erst ganz langsam Risse bis sich am Schluss alles klärt, sich aber auch Abgründe auftun..
Hanna Ahlanders Gefühlswelt war ja schon im vorherigen Buch „Blutbuße“ durcheinandergeraten. Das hat sich im aktuellen Geschehen immer noch nicht gegeben, sie ist zwar eine neue Partnerschaft eingegangen, doch ihre Gedanken kreisen oftmals um eine ganz andere Person…
Ich mag Viveca Stens „leisen“ Erzählstil, wo sich langsam, aber stetig der Spannungsbogen durch die Handlung schlängelt.
Wer hier letztendlich das Böse verkörpert, erfährt man erst ganz am Schluss, obwohl ich – warum auch immer – eine kleine Ahnung hatte, wer es sein könnte und lag tatsächlich richtig, was aber keinen Minuspunkt gibt, denn den Ausgang der Geschichte konnte ich nicht vorhersehen.
Bis der Kriminalfall geklärt ist, dauert es und die Handlung zieht sich etwas, denn mit offenen Karten spielt keiner der Mitwirkenden, sei es nun bei den Ermittlungen um den Tod der Studentin oder auch im Privatleben der Ermittler, denn da ist immer noch das eine oder andere Gefühlschaos vorhanden, was sich für meinen Teil jetzt lange genug hingezogen hat und etwas vom roten Faden abschweifen lässt, was etwas schade ist.
Seit Beginn der Reihe genieße ich die Hörbuchfassung! Vera Teltz mit ihrer einfühlsamen Vortragsweise lässt die passende Atmosphäre aufkommen und die Figuren (wiedererkennbar) lebendig werden, so dass man mehr als neun Stunden gute Unterhaltung präsentiert bekommt.
Fazit: Hörenswertes aus dem Hohen Norden! Vera Teltz beschwört mit ihrem Vortag die passende Atmosphäre herauf und lässt die Mitwirkenden (wiedererkennbar) lebendig werden!
Ja, wer hätte das im März 2024 gedacht als mit „Verraten“ das 10. und letzte Buch um Carl Mørck und das Sonderdezernat Q erschienen war? Traurig hatte ich Abschied genommen, aber nun gibt es großartige Neuigkeiten:
Juchu! Die dänische Krimi-Kultserie geht auf unbestimmte Zeit in die Verlängerung!
Jussi Adler Olsen und die Autorinnen Line Holm und Stine Bolther haben sich zusammengetan und gemeinsam Band Nr. 11 mit dem Titel „Tote Seelen singen nicht“ geschrieben.
Wie schon zuvor habe ich mich für die ungekürzte Hörbuchversion entschieden. Erfreulicher Weise hat auch Wolfram Koch wieder die Lesung übernommen!
Mit seiner Stimme verbinde ich sofort die Mitwirkenden dieser Krimi-Reihe und Assad und Rose betreten den Raum, nur auf Carl Mørck muss man als Ermittler verzichten. Nach seinem Gefängnisaufenthalt hat er den Polizeidienst quittiert und betätigt sich jetzt als Buchautor. Er hat kleine Gastauftritte in der aktuellen Handlung.
Das Sonderdezernat Q bekommt Verstärkung durch die Französin Helena Henry aus Lyon, die noch etwas an ihrem Dänisch feilen muss. Eigentlich hatte sie ganz andere Pläne als im „Kellerabteil“ zu landen. Sie umweht eine geheimnisvolle Aura, was Assad nicht richtig einordnen kann bzw. ist er eher irritiert vom Auftreten seiner neuen Kollegin. Nur Rose ist von Anfang an auf Konfrontationskurs gegenüber dieser undurchsichtigen, offenbar ein dunkles Geheimnis verbergenden Person. Sie will sie einfach nicht im Team haben!
Assad versucht so gut wie möglich die Wogen zu glätten, was ihm aber nicht wirklich gelingt und er Roses Stacheln zu spüren bekommt. Er macht sich große Sorgen um ihre psychische Verfassung und wendet sich hilfesuchend an Carl Mørck…
Der Kriminalfall, den das „Q-Team“ diesmal unter die Lupe nimmt, lenkt erst einmal von den persönlichen Ressentiments etwas ab und Assad und Helena bilden ein Ermittler-Team als eine explosive Mordserie ihren Anfang nimmt.
Die Ermittlungen führen in die Vergangenheit zu mehreren Todesfällen, die zwar als aufgeklärt gelten, aber bei genauerem Hinsehen sich als etwas ganz anderes herausstellen.
Mehr möchte ich eigentlich vom weiteren Geschehen gar nichts erzählen, denn die spannende, aber auch humorvolle Unterhaltung von mehr als 18 Stunden sollte man sich nicht entgehen lassen, zumal durch Wolfram Kochs gekonnter Lesung ganz schnell das Kopfkino anspringt und der Hörgenuss beginnt.
Die Figuren waren mir sofort wieder präsent und erkennbar: Rose zeigt ihre eine bunte Mischung an Stimmungsschwankungen, die ihr diesmal auch körperlich einiges abverlangen und durch Assads Kamelwitze ist auch der humorvolle unverzichtbare Charme dieser Krimi-Reihe wieder total gelungen.
Wie es mit der geheimnisumwitterten Helena weitergeht, bleibt abzuwarten.
Um es hier nun auf den Punkt zu bringen: Zwar fehlt an manchen Ecken noch der grummelige Carl Mørck (vielleicht bekommt er ja noch etwas mehr Raum beim nächsten Fall?), aber sonst ist die Freude bei mir groß gewesen, als ich von der Existenz des 11. Buchs erfuhr und sie bleibt erhalten, denn die Fortsetzung ist wunderbar gelungen und macht Lust auf mehr!
Fazit: Alle Daumen hoch für diese gelungene, spannende/humorvolle und unbedingt hörenswerte Fortsetzung der Sonderdezernat-Q-Reihe!
Ein neuer Fall für Juncker und Kristiansen














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