Fall Nr. 5 für Hildur Rúnarsdóttir
Polyband VÖ 28.08.26
Im April d.J. hatte ich hier die erste Staffel von KIN vorgestellt, wo es um die kriminellen Machenschaften der irischen Familie KINsella geht und Drogenhandel im großen Stil und Geldwäsche an der Tagesordnung sind.
Die verwandtschaftlichen Verhältnisse erschlossen sich mir erst nach und nach, aber eins wurde schnell klar:
Wenn es um die Familie geht, hat alles andere liegenzubleiben und man hat, wenn man „eingeteilt“ wird, seinen Part zu übernehmen, komme was da wolle.
Durch den etwas hitzköpfigen Eric kommt es immer wieder zu Reibereien mit Konkurrenten, sodass reichlich Blut fließt und es zu Todesfällen kommt. Egal welche Seite betroffen ist, es kommt immer wieder zu unschönen Racheakten…
Schlussendlich sorgt Familie Kinsellas für die Beseitigung ihres größten Kontrahenten, damit „endlich ruhige Zeiten beginnen können“..
Jetzt ist mit KIN 2 die Fortsetzung der irischen Serie erschienen, die wiederum in Dublin angesiedelt ist. Sie setzt inhaltlich kurz nach den letzten Ereignissen der ersten Staffel ein und punktet weiterhin mit einer tollen darstellerischen Besetzung.
Und so geht es weiter:
Nachdem Familie Kinsella ihr größtes „Problem“ beseitigen konnten, ist ihr Ansehen in ihren Kreisen zwar gestiegen, doch die erhoffte Ruhe will nicht eintreten, denn obwohl sie ihren Erzfeind Eamon besiegt haben, stehen sie von jetzt auf gleich vor viel größeren Problemen als zuvor:
Eamon hatte hohe Schulden bei einem türkischen Familienverband. Dieser Clan kennt kein Pardon und will nun die ausstehenden Millionen von den Kinsellas, da diese den Tod von Eamon verschuldet haben…
Den Kinsella steht das Wasser bis zum Halse und vorrangig Amanda sucht nach möglichen Lösungen um den „Untergang“ irgendwie abzuwenden…
Dann gibt es durch ihre Verhandlungen einen klitzekleinen Hoffnungsschimmer, doch dann kommen zwei Kinsellas aus dem Gefängnis und mischen all die guten Vorsätze wieder vom Tisch und nicht nur von außen wird es bedrohlich, auch der innere Kreis der Familie droht zu zerbrechen…
Die Handlung ist bedrohlich, die Spannung flirrt und man darf nicht zimperlich sein, um das Geschehen hier zu verfolgen. Einmal mehr ist es den Machern gelungen, für fesselnde Spannung zu sorgen. Wie bereits erwähnt, ist die Besetzung darstellerisch hervorragend und man bekommt viele Fassetten ihres Könnens zu sehen, somit ist gute Unterhaltung für nervenstarke Zuschauer garantiert.
Ich würde mir durchaus auch noch eine weitere Staffel ansehen!
Fazit: Gelungene, toll besetzte nervenaufreibende Fortsetzung der irischen (Gangster)-Serie
Bisher habe ich von der Autorin alle erschienen Bücher der sehr spannenden „Grenzfall-Krimi-Reihe“ gelesen oder wie zuletzt, „Ihr Grab in den Fluten“ angehört.
Nun war ich gespannt, was mich bei „Blut für Blut“, einem eigenständigen Roman von Anna Schneider erwartet:
Der Prolog spielt in der Vergangenheit und beschert einem schon mal eine Gänsehaut.
In der Gegenwart lernt man Sophie Roth kennen, die in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus einer ungesunden Beziehung flieht. Trotz ihrer Angespanntheit und Angst vor Entdeckung, findet sie den alten, abseitsstehenden Bauwagen wieder, den sie durch Zufall vor geraumer Zeit entdeckt hatte. Hier richtet sie sich notdürftig ein und hofft darauf, dass sie bald einen guten Job als Fotografin findet.
Ein Mitglied der wohlhabenden Familie Grafinger macht ihr ein hoch dotiertes Angebot. Sie soll analoge Porträts von der gesamten Familie anfertigen.
Zwar freut sich Sophie über diesen anspruchsvollen Auftrag, aber die anberaumten Termine auf dem imposanten Gut erweisen sich dann doch schwieriger als gedacht.
Durch den großzügigen Vorschuss für den Auftrag mietet Sophie sich ein kleines Ladengeschäft, wo sie die Bilder in ihrem eigenen Labor entwickelt und im Hinterzimmer (gut versteckt) ein Schlafsofa aufgestellt hat, um nicht mehr im Bauwagen schlafen zu müssen.
Immer noch sensibilisiert und auf der Hut, dass ihr Ex ihren Aufenthalt herausfindet, zuckt sie bei jedem unbekannten Geräusch zusammen.
Ob es an der besonderen Atmosphäre bei der Familie Grafinger liegt oder die anstrengenden Fototermine sind, vermag Sophie nicht zu sagen, aber sie hat auch seit einiger Zeit das Gefühl verfolgt und beobachtet zu werden.
Dann passieren einige Dinge, die sie noch mehr in Aufruhr versetzen und ihren Verdacht noch befeuern, aber sie kann sich vorerst wieder beruhigen.
Bei der Durchsicht der entwickelten Bilder entdeckt Sophia dann auf einem davon im Hintergrund ein Gesicht, das sie völlig aus der Bahn wirft und sie nichts anderes mehr denken kann als: Hat jemand herausgefunden, wer ich wirklich bin?
Was es damit auf sich hat, verrate ich hier natürlich nicht.
Von Anfang an schwebt eine angespannte, etwas düstere Atmosphäre über dem Geschehen und man merkt bald, dass etwas Unheilvolles unter der Oberfläche brodelt, das nur auf den richtigen Moment wartet, um aus der Deckung zu kommen.
Das Buch liest sich gut und die Seiten fliegen nur so dahin. Das Schwenken von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück ist der Autorin gut gelungen, sodass man keine Schwierigkeiten beim Einordnen des Geschehens hat.
Allerdings tue ich mich immer etwas schwer mit Begriffen wie „Zeitverlust“, Erinnerungslücken oder „Blackouts“, die benutzt werden, um den seelischen Zustand einer Person zu beschreiben. Ich finde, solche Dinge gehören in den Bereich der Medizin und nicht in spannende Bücher. Aber dies nur am Rande.
Bis zum letzten Drittel der Handlung fand ich die Geschichte fesselnd und spannend. Als es dann in Richtung „Auflösung“ ging, wurde es vorhersehbar und es war keine Überraschung mehr für mich in welche Richtung sich das „Blatt“ wendet, was aber noch keinen Punktabzug gibt.
Aber die Erklärung was es mit „Blut für Blut“ auf sich hat, fand ich dann im Gegensatz zum Rest des Buches weniger gut gelungen, da hätte ich mehr bzw. etwas anderes erwartet. Auch der Teil, wo es um die Strafverfolgung geht, war für mich nicht ganz nachvollziehbar, wenn man mal bedenkt um welche Altersgruppe es hier geht.
Alles in allem habe ich den spannenden Roman aber gern gelesen. Nur wie oben ausgeführt, wurde es für mich zum Ende hin etwas „unrund“ und holprig, sodass ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Anna Schneiders neuer Roman ist anders als gewohnt, dennoch wird man spannend unterhalten
Die Autorin lebt in Wien und dort ist auch ihr Debütthriller „Totensee“ angesiedelt:
Bevor ich einen kleinen Einblick ins Geschehen gebe, möchte ich anmerken, dass die Thematik und auch die bildhaft geschilderten Szenerien nichts für Zartbesaitete sind, denn was man hier zu lesen bekommt ist echt „hard stuff“.
Ada Sabel ist Kommissarin beim LKA Wien und seit geraumer Zeit vom Dienst suspendiert. Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und total verzweifelt, denn seit 145 Tagen sucht sie unablässig nach ihrer 14 Jahre alten Tochter, doch niemand glaubt ihr, dass Mara nicht wegen des heftigen Streits den sie beide hatten, einfach weggelaufen ist, sondern entführt wurde.
So wie die Dinge bei ihr beruflich gerade liegen, kann sie kaum auf Hilfe bei der Suche nach Mara hoffen, daher beginnt Ada auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei läuft sie in einem recht auffälligen Outfit durch Wien, treibt sich in verruchten Bars herum und fährt in der Dunkelheit im Prater bis zur Erschöpfung Hochschaubahn (Achterbahn).
Dann wird im Donaukanal eine Leiche entdeckt, der zwar der Kopf fehlt, dafür aber drei eingeritzte Buchstaben auf dem Rücken trägt: ADA
Ada interpretiert dies als Botschaft von Maras Entführer…
Durch die durchwachten Nächte – immer in der Hoffnung auf ein Lebenszeichen von ihrer geliebten Tochter – ist sie nach fünf Monaten seelisch und körperlich total am Ende. Sie ist selbstzerstörerisch, was sich in den teils noch blutenden Verletzungen und Narben an ihrem Körper widerspiegelt. Doch es sind nicht nur die aktuellen Wunden, die ihr zu schaffen machen. Im Verlauf muss sie sich ihrer traumatischen, tief vergrabenen und verdrängten Vergangenheit stellen.
Die Gesamthandlung setzt sich wie aus Puzzleteilchen zusammen, die man nach und nach richtig einordnen kann, was mir keine Mühe bereitete. Nur mit der Hauptfigur Ada Sabel habe ich mich schwergetan. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie jemand mit so einer traumatischen Vergangenheit, die sie offenbar bis zum Verschwinden ihrer Tochter verdrängt hat, als Ermittlerin bei der Polizei arbeiten konnte. Aber das verbuche ich mal unter schriftstellerischer Freiheit.
Alles in allem liest sich der Thriller gut, nur die Thematik ist schwer verdaubar und sicherlich nur für nervenstarke Thriller-Fans geeignet. Der Autorin ist es gut gelungen, den Spannungsbogen von Anfang bis Ende zu halten, lässt dabei aber die Leserschaft tief in menschliche Abgründe schauen.
Die Figuren sind gut gezeichnet und die Szenerien bildhaft und nervenaufreibend, sodass einem dann und wann die Nackenhaare hochstehen. Inhaltlich fanden sich für meinen Geschmack noch ein paar „Wackler“, doch da dies ein Debüt ist, möchte ich noch abwarten, wie die Reihe sich weiterentwickelt und vergebe insgesamt vier von fünf möglichen Punkten.
Fazit: Hier braucht man starke Nerven, doch alles in allem ist das Debüt gelungen und man darf gespannt sein, wie es weitergeht!
Polyband VÖ 31.07.26
Lange brauchten die Fans der britischen Krimi-Reihe „Ridley“ nicht warten, denn gerade ist „Staffel 2“ für das Heimkino erschienen, die acht Episoden und reichlich Bonus-Material umfasst.
Ich habe mir Staffel 2 an einem langen „Krimi-Wochenende“ angesehen und kann schon mal vorweg verraten, dass mir diese Staffel noch besser gefallen hat, als die vorherige!
Adrian Dundar schlüpft erneut in die Rolle des ehemaligen DI Alex Ridley, der seinen Ruhestand gern abends in (s)einer Bar verbringt und ab und an zum Mikrofon greift, um das Publikum mit seinen Sangeskünsten zu unterhalten. Mit Anni, der besten Freundin seiner verstorbenen Ehefrau, verbindet ihn eine sehr tiefe Freundschaft. Ihr gehört die Bar und sie steht allabendlich hinter dem Tresen.
Auch in der aktuellen Handlung ist Ridleys scharfer Verstand und sein Einfühlungsvermögen gefragt und er agiert erneut als Berater für die Polizei bzw. wird von DI Carol Farman (Bronagh Waugh) zu einigen komplizierten Fällen hinzugezogen:
Zu Beginn der neuen Staffel beschäftigt sich die Polizei mit einer Diebesbande, die es auf Juwelierläden abgesehen hat. Farman und Ridley nehmen die „Verfolgung“ auf, doch noch bevor einer der Diebe auspacken kann, wird er getötet und aus „Raub“ wird „Mord“! Ein sehr spannender Fall, der durch einen in die Bande eingeschleusten Undercover-Ermittlers immer nervenaufreibender und durchsichtiger wird.
Zurück in die Vergangenheit führt der Fund einer verwesten Frauenleiche in einem hohlen Baum. Nachdem die Tote identifiziert ist und sich als die Kathy herausstellt, die seit mehr als fünf Jahren aus der Gegend verschwunden ist, muss der damalige Fall neu untersucht werden. Zwingend notwendig ist daher eine Befragung von Ridley’s einstiger Kollegin, bzw. der ehemaligen Polizistin Jean Dixon, die damals in dem Fall ermittelt hat. Doch eine Kontaktaufnahme mit ihr, stellt sich als schwierig heraus….
Ab hier wird es spooky, aber mehr wird nicht verraten.
Emotional gerät DI Farman unter Druck, als sich herausstellt, dass ihr Sohn Jack in kriminellen Kreisen verkehrt. Wenn dieser Umstand nicht schon schwierig genug für sie ist, kommt es noch schlimmer, als ein neuer Fall genau mit Jacks „Freundeskreis“ kollidiert. Carol Farman sitzt in der Zwickmühle, denn Jack blockt alle Gespräche ab. Sie weiß sich keinen anderen Rat, als Ridley um Hilfe zu bitten, denn er hat einen „guten Draht“ zu ihrem Sohn.
Aber auch Ridleys Gefühlsleben wird im Verlauf der Serie tangiert, denn Anni eröffnet ihm, dass die Bar finanziell in Schieflage geraten ist. Außerdem gibt es seit geraumer Zeit einen neuen Mann in ihrem Leben, was Ridley eher mit Sorge wahrnimmt, denn sein „Polizeisinn“ mutmaßt, dass dieser Mann nicht gut für Anni ist, da er in dubiose Geschäfte verwickelt sein könnte…
Mehr darf man vom Inhalt nicht preisgeben, denn Staffel 2 lohnt sich auf jeden Fall anzuschauen, denn spannende und nervenaufreibende Unterhaltung bekommt man hier geboten.
Die neuen Fälle haben es in sich und sind auf den ersten Blick nicht zu durchschauen, was mir gut gefallen hat.
Wie Alex Ridley mit dem schmerzlichen Verlust seiner Frau und Tochter und den aktuellen emotionalen Ereignissen umgeht, ist sehr gut in die Rahmenhandlung eingewoben, ohne von den Recherchen in den Kriminalfällen abzulenken.
Den wohlklingenden Abschluss der Rahmenhandlung durch Adrian Dundars Gesangseinlage würde ich als angenehme Besonderheit dieser Krimi-Reihe einordnen.
Wie bereits erwähnt, hat mir diese Staffel noch besser gefallen, als die vorherige, weswegen ich hier die volle Punktzahl vergebe und nur empfehlen kann, sich diese Staffel bzw. die Krimi-Reihe „Ridley“ von Beginn zu genießen.
Fazit: Volle Punktzahl für Staffel 2 der Reihe, die mit spannenden unvorhersehbaren Kriminalfällen, einem tollen Darsteller-Ensemble und einem singenden, charmanten Adrian Dundar punkten kann! Gern mehr davon!
2015 startete die erste Staffel der britischen Krimi-Reihe „Happy Valley“ wo Sarah Lancashire in die Rolle der Catherine Cawood schlüpft, die „in einer kleinen Stadt“ in Yorkshire ihren Dienst als Streifenpolizistin ausübt. Im Verlauf hörte man sie öfters sagen: Hi, ich bin Catherine, geschieden, zwei Kinder, wovon eins tot ist und das andere nicht mehr mit mir spricht.
In ihrem Privatleben gibt es überall kritische Punkte, denn nach der Scheidung lebt sie mit ihrer ehemals drogensüchtigen Schwester und ihrem Enkel Ryan zusammen, was kein Zuckerschlecken ist, denn Ryan eckt in der Schule oft an, egal wie viel Liebe und Geduld sie für ihn aufbringt.
Auch ihr Beruf verlangt ihr einiges ab, aber sie ist gut in ihrem Job und taff im Umgang mit Kriminellen. Nur ein Name, nämlich Tommy Lee Royce (James Norton) ist wie ein rotes Tuch für sie, denn sie ist davon überzeugt das dieser Mann für den Tod ihrer Tochter, der Mutter von Ryan, mitverantwortlich ist und sie will ihn unbedingt dingfest machen!
Düstere Spannung durchzog die erste Staffel und kombinierte das nicht einfache Privatleben der Polizistin Catherine Cawood mit dem teils rauen und brutalen Einsätzen in ihrem Berufsleben und punktete auf der ganzen Linie mit einem hervorragenden Schauspielensemble, sodass sofort bei mir der Wunsch nach einer Fortsetzung aufkam.
Die folgte dann 2016 mit Staffel 2, die inhaltlich direkt an die vorherigen Ereignisse anschloss, wo Catherine nach einer Auszeit wieder im Dienst ist und Tommy Lee Royce lebenslang hinter Gittern sitzt.
Spannung auf hohem Niveau gab es hier zu sehen und schon damals hoffte ich, dass es noch eine Fortsetzung gibt.
Nachdem einige Jahre ins Land gezogen sind, ist nun die dritte und damit auch finale Staffel von Happy Valley für das Heimkino erschienen!
Die Zeit hat hier im Geschehen nicht stillgestanden. Catherine Cawood zwar ist immer noch als Streifenpolizistin im Dienst, aber ihr Ruhestand steht kurz bevor. Ihr Enkel Ryan ist mittlerweile 16 Jahre alt und macht ihr nicht immer Freude. Besonders Bauchschmerzen bereitet ihr, dass er sich offenbar in kriminellen Kreisen bewegt.
Beruflich wird Catherine durch das Auftauchen von menschlichen Überresten erneut mit ihrem schlimmsten Feind konfrontiert, denn eine Spur führt direkt zu dem lebenslang verurteilten, inhaftierten Mörder/Vergewaltiger Tommy Lee Royce!
Mehr möchte ich vom Inhalt der finalen Staffel nicht preisgeben, denn einmal mehr ist es den Machern gelungen, die Zuschauer gleich zu Beginn ans Geschehen zu fesseln. Spannende, teils nervenaufreibende Szenen verlangen der Hauptfigur erneut einiges ab, sodass man als Zuschauer mitfiebert, wie wohl die Auswirkungen des Kriminalfalls, die Catherines Privatleben tangieren, letztendlich ausgehen.
Die erneute Konfrontation zwischen Catherine Cawood und Tommy Lee Royce ist hochemotional, berührend und die Geschehnisse hallen noch lange nach und bleiben im Gedächtnis.
Neben den spannenden Kriminalfällen zeigen die drei Staffeln aber auch ein Spiegelbild der Gesellschaft mit seinen sozialen Höhen und Tiefen. Außerdem blickt man als Zuschauer immer wieder aufs Neue in menschliche Abgründe, sodass einem die Nackenhaare hochstehen.
Ich kann nur sagen, dass mir diese britische Krimi-Serie schon nach der ersten Staffel sehr gut gefallen hatte, da sie authentisch herüberkam, was sich bis in die aktuelle Handlung fortgesetzt hat.
Die Finale Staffel von Happy Valley ist wunderbar gelungen! Die Handlung ist düster, wurde spannend und fesselnd in Szene gesetzt und punktet mit einem ausgezeichneten Darsteller-Ensemble. Für mich ist dies eine der Krimi-Reihen, die aus der großen Menge an Serien deutlich herausragt. Ich vergebe die volle Punktzahl, denn nervenaufreibende Unterhaltung ist hier garantiert!
Fazit: Meisterhaft gelungene und schauspielerisch hervorragend besetzte britische Krimi-Reihe, die auch nach mehrjähriger Pause an den vorherigen Erfolg anknüpft und aus der Vielzahl der Serien weit hinausragt! Unbedingt ansehen!
Ein Fall für Nils Trojan und Carlotta Weiss
Nach den Thrillern „Eulenschrei“ und „Rabenland“ startet nun „Puppenherz“ und somit der dritte gemeinsame Fall für Trojan und Weiss!
Und der hat es mal wieder in sich und man braucht starke Nerven für die Szenerien, die sich der Autor hier hat einfallen lassen.
Bereits im Prolog stehen einem die Nackenhaare hoch und die legen sich auch erst langsam wieder, wenn man diesen Thriller zu Ende gelesen hat!
Und darum geht es diesmal:
Nils Trojan und Carlotta Weiss werden zu einem Einfamilienhaus in Berlin-Zehlendorf gerufen. Dort hatte die 14-jährige Lucy am Morgen ihre Mutter blutüberströmt tot im Schlafzimmer gefunden…
Vor Ort weist der kupfrige Blutgeruch den beiden Ermittlern den Weg zum Ort des Geschehens und was sie dort erblicken, lässt sie Zurückweichen und Innehalten. Die Szenerie ist überaus verstörend und grauenvoll; überall Blut und die im Bett liegende Frau wurde auf brutalste Weise getötet.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, hinterlässt nicht nur einen Ort des Grauens, sondern auch noch zusätzlich ein abscheuliches „Geschenk“ in Form einer Puppe aus menschlichen Knochen….
Wenn dieser Mordfall nicht schon alles von den Ermittlern abverlangt, wird er durch das Untersuchungsergebnis der „Knochenpuppe“ noch komplizierter, denn das weist auf einen zehn Jahre alten Mordfall hin, der nie gelöst wurde!
Als sich weitere ähnlich gelagerte grausame Mordfälle ereignen, suchen Trojan und Weiss händeringend nach einer Spur um diese brutale Mordserie zu stoppen…
Ich lese die Thriller von Max Bentow sehr gerne. Auch diesmal beschert er seiner Leserschaft den einen oder anderen Gänsehauteffekt, denn die Handlung an sich ist schon nervenaufreibend und die bildhaft geschilderten Szenerien unterstreichen dies noch zusätzlich. Der Erzählstil ist fesselnd und einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum zur Seite legen.
Einige Zeit habe ich hin- und her geraten, wer hier „das Böse“ verkörpert. Man hat ja reichlich Auswahl, denn den einen oder anderen Verdächtigen lernt man ja kennen und da bleibt auch das persönliche Umfeld der Ermittler nicht außen vor.
Dann kam es im Verlauf – ich nenne es mal „zu einer Schlüsselszene“ -, die mich aufhorchen lassen hat und zu einer Person führte, die mich zwar überrascht hat, ich sie aber fortan im Hinterkopf behalten habe und letztendlich auch richtig lag. Dafür gibt es keinen Punktabzug, denn es schmälert keinesfalls das nervenaufreibende Lesevergnügen.
Das oben erwähnte Privatleben der Ermittler ist wohldosiert in die Gesamthandlung eingewoben, was gut passt. Dort ist im Geschehen kriminelle Energie aufgetaucht und untersucht worden, allerdings fehlte mir hier die „Auflösung“, was es damit auf sich hat.
Insgesamt vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und spreche meine Lese-Empfehlung aus!
Fazit: Nervenstarke Thriller-Fans kommen hier sicherlich auf ihre Kosten!
Die irische Autorin war mir bisher nicht bekannt. Die Inhaltsangabe auf der Coverrückseite von „Alles ihre Schuld“ klang interessant und ich war gespannt, was mich hier erwartet.
Zum Inhalt:
Marissa Irvine und Jenny Kennedy sind zwei Mütter, die sich bei einem Schulempfang kennenlernen, gut verstehen und besprechen, dass sich ihre beiden kleinen Jungs mal zum Spielen verabreden könnten.
Von so einem „Playdate“ will Marissa ihren vierjährigen Sohn Milo nun abholen und ist erstaunt, als die Frau, die ihr öffnet nicht Jenny oder Jacobs Kindermädchen ist, sondern freundlich erwidert, dass Marissa sich wohl in der Adresse geirrt habe, denn sie kenne keinen Milo und er wäre auch nicht hier.
Marissa holt ihr Handy raus und zeigt der Frau Jennys Nachricht:
»Die Adresse ist Tudor Grove 14 – sollte ich noch nicht zu Hause sein, wenn du Milo abholst, passt unsere Nanny auf ihn und Jacob auf.«














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