TOP

Lisa Regan: Ihre stumme Bitte

Bookuture

Ein paar Monate sind vergangen seit Detective Josie Quinn in „Ihre begrabenen Geheimnisse“ im Mordfall Colette Fraley, der Mutter ihres geliebten Freundes und Kollegen Noah, ermittelte.
In der aktuellen Handlung ist Josie mit dem kleinen Harris auf dem Spielplatz im Stadtpark, wo seit einiger Zeit auch ein Karussell mit Pferdefiguren bei den Kindern für große Freude sorgt.
Gerade tollte das Mädchen mit den blonden Zöpfen noch lachend über den Spielplatz, dann sieht man sie auf einem der Pferde des Karussells platznehmen und die Fahrt beginnt, doch kurz nachdem sie beendet ist, ist das Kind verschwunden….
Das Mädchen heißt Lucy Ross, ist sieben Jahre alt und in Begleitung ihrer Eltern auf dem Spielplatz. Josie ist gerade mit Harris in Richtung Ausgang unterwegs als sie auf die verzweifelten Rufe nach Lucy aufmerksam wird. Sie bietet ihre Hilfe bei der Suche nach ihr an…
Einige Zeit später wird Lucys Rucksack und eine darin befindliche Notiz gefunden, aus der hervorgeht, dass Lucy entführt wurde…
Kaum hat man die ersten Sätze dieses Buchs gelesen, fliegen alle weiteren nur so dahin. Seit dem Verschwinden des Kindes schwebt eine unheilvolle, angespannte Atmosphäre über dem Geschehen.
Lange Zeit rätselt man, warum Lucy entführt wurde und was mit ihr geschehen ist. Und genau diese Ungewissheit bzw. „Unvorhersehbarkeit“ hält so lange an, bis die Autorin ganz zum Schluss das Rätsel löst…
Ich frage mich immer, wie Lisa Regan ihre Themen findet, die sie dann im Buch verwendet. Sie hat wirklich „ein Händchen“ dafür die Szenerien anschaulich zu skizzieren und die Leserschaft immer wieder spannend und fesselnd zu unterhalten, was mir sehr gut gefällt!
“Ihre stumme Bitte“ ist mittlerweile das sechste Buch der Josie-Quinn-Thriller-Reihe, das nicht nur mit einem unvorhersehbaren Kriminalfall unterhält, sondern auch in menschliche Abgründe blicken lässt und Schicksale aufdeckt, die berühren.
Fazit: Unbedingte Leseempfehlung der gelungenen nervenaufreibenden Fortsetzung der Josie-Quinn-Reihe!
Read More
TOP

Yrsa Sigurdardóttir: Schnee

btb

2011 habe ich das erste Mal ein Buch von der isländischen Autorin gelesen, es war „Das letzte Ritual“. Seitdem bin ich ein großer Fan von Yrsa Sigurdardóttirs Thrillern und kann sagen, dass ich alle bisher in Deutschland erschienen Bücher von ihr gelesen habe. Im Verlauf der Jahre waren es eine ganze Menge, wovon mir ganz besonders „Geisterfjord“ noch in Erinnerung geblieben ist, denn die erzählte Geschichte war nicht nur spannend, sondern auch nervenaufreibend und gruselig…
Nun ist ihr neuer Thriller „Schnee“ erschienen und etwas hat die aktuelle Handlung mit dem zuletzt erwähnten Buch gemeinsam: es wird nervenaufreibend und gruselig:
Eine fünfköpfige Gruppe junger Leute macht sich bei strengen winterlichen Temperaturen zu einer Wanderung ins schneebedeckte isländische Hochland auf. Dort werden sie von einem Unwetter überrascht….
Nach einer Woche gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihnen, so dass sie als vermisst gelten. Anhand ihrer Handydaten, kann man ihren Weg bis in ein weitläufiges Naturschutzgebiet verfolgen, bis der Kontakt abreißt. Suchtrupps machen sich auf den Weg, denn es besteht immer noch die die Hoffnung, dass die Gruppe in einer der verstreut liegenden Hütten Unterschlupf gefunden hat. Doch dann macht einer der Suchmannschaften eine schreckliche Entdeckung…
Während die Gruppe bereits handlungsmäßig als vermisst gilt, „wandert“ man als Leser mit den „Fünf“ bei widrigen Wetterbedingungen weiter voran, gerät in nervenaufreibende Situationen, wo einem beim Lesen die Nackenhaare hochstehen und  die Kälte den Rücken hochkriecht, denn die Autorin hat ein ganz besonderes „Händchen“ wenn es darum geht, anschaulich und bildhaft Szenerien zu beschreiben, so dass man das Gefühl hat, mitten drin im Geschehen zu sein….brrrrrh!
Ein weiterer Handlungsteil führt zu einer abgelegenen Radarstation, wo es zu seltsamen Ereignissen kommt und im Verlauf ein Mitarbeiter psychisch an seine Grenzen gerät….
Der Autorin ist es mal wieder meisterhaft gelungen, einen sehr nervenaufreibenden Thriller zu schreiben. Von Anfang an schwebt eine angespannte und nichts Gutes verheißende Atmosphäre über dem Geschehen.
Ganz besonders gut hat mir gefallen, wie ein „kleines Fundstück“ aus dem Prolog, dann den Weg in die Gesamthandlung findet und sich als ganz besonderes Puzzlesteinchen entpuppt. Während nach und nach sich Fragen aufklären, Geschehnisse nachvollziehbar werden und auch Ereignisse aus der Vergangenheit hier ihren Abschluss finden, hat mich allerdings die „Demaskierung“ des Bösen völlig überrascht, denn damit hätte ich nicht gerechnet! Echt klasse!
Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, weswegen er von mir volle Punktzahl bekommt und ich meine unbedingte Lese-Empfehlung ausspreche!
Ich gebe aber zu bedenken, dass man hier starke Nerven braucht, da man aus der schönen Landschaftsidylle von jetzt auf gleich in einen Alptraum katapultiert wird!
Fazit: Volle Punktzahl für diesen meisterhaft erzählten, fesselnden und nervenaufreibenden Thriller!
Read More
TOP

Harlan Coben: Was im Dunkeln liegt – Paperback und Hörbuch

Goldmann       Hörverlag

Vor zwei Jahren habe ich „Der Junge aus dem Wald“ von Harlan Coben gelesen. Handlungsmäßig ging es darum, dass man einen ca. fünfjährigen Jungen „entdeckt“ hatte, der allein für längere Zeit im Wald gelebt hat. Er erinnerte sich nicht an seinen Namen, konnte keine Angaben machen, woher er kam und wie er in den Wald gekommen ist. Man nimmt sich seiner an, er lebt fortan in einer Pflegefamilie und wird „Wilde“ genannt. Als Erwachsener ist er ein erfolgreicher Privatdetektiv…
Ich muss gestehen, das Buch hatte mich etwas enttäuscht, denn den sonst so fesselnden Erzählstil des Autors, den ich aus vielen seiner Bücher kenne und sehr schätze, habe ich damals vermisst, genau wie die Klärung der Fragen zu Wildes Identität und Vergangenheit.
Nun ist der neue Thriller des Autors mit dem Titel „Was im Dunkeln liegt“ erschienen und zu meiner großen Überraschung ist es die Fortsetzung des oben erwähnten Buches:
Wilde ist immer noch ein Einzelgänger und mittlerweile um die 40 Jahre alt. An seiner Vorliebe für das Leben im Wald hat sich nichts geändert.
Was ich im ersten Buch inhaltlich vermisst hatte, nimmt diesmal Formen an, denn Wilde beschäftigt sich mit seiner Vergangenheit und der Frage wer seine Eltern sind.
Durch eine Internet-Website, die anhand von „DNA-Abgleichen“ familiäre Verbindungen aufzeigt, gibt es einen vielversprechenden Treffer, der auf ein nahes Verwandtschaftsverhältnis zu Wilde hindeutet. Eine erste Kontaktaufnahme verläuft dann aber ganz anders als erwartet und wirft mehr Fragen auf, als dass Wilde welche beantwortet bekommt. Dann bricht der Kontakt ab, weswegen Wilde anfängt zu recherchieren und sich dann auf die Suche nach dieser Person macht. Dabei gerät er mit dem Gesetz in Konflikt, weswegen sogar das FBI auf ihn aufmerksam wird…
Die Handlung führt in die Welt der Reality-Shows, den dort agierenden Menschen und die dazugehörige Social-Media-Welt, wo mit Klatsch, Tratsch oder auch Fake-News völlig unbekümmert umgegangen wird, man über daraus resultierende Konsequenzen nicht nachdenkt, auch wenn dabei ein“Menschenleben“ auf der Strecke bleibt…
Beim Eintauchen in diese „Scheinwelt“ muss man ganz genau aufpassen, damit man nicht den roten Faden verliert, denn was hier wahr oder falsch ist, kann man bald nicht mehr unterscheiden…
Wenn dies nicht schon genug „Input“ für den Leser ist, dem sei gesagt, es kommt noch mehr dazu, was ich aber nicht im Einzelnen aufzählen möchte…
Alles in allem kann man sagen, dass diesmal tatsächlich viele offene Fragen beantwortet werden, es aber immer noch ein paar Lücken gibt.
Der Spannungsbogen schankt auf und ab durch das Gros an Informationen, den vielen Mitwirkenden und der ständigen Frage, bekommt man hier die Wahrheit oder eine Lüge präsentiert…
Insgesamt hat mir dies Buch auf jeden Fall besser gefallen, als das vorherige. Was man hier letztendlich über Wildes Vergangenheit und die Suche nach seiner Identität erfährt, ist interessant, bewegend und spannend aufgeschrieben, auch wenn noch ein paar Lücken geschlossen werden könnten.
Doch die oben aufgeführten „Unebenheiten“ sind doch etwas störend und sie behindern den Lesefluss, weswegen ich hier drei von fünf möglichen Punkten vergebe.
Da mir auch die gekürzte Hörbuch-Version von „Was im Dunklen liegt“ vorliegt, muss ich sagen, die bekommt noch einen Punkt dazu, denn mit Detlef Bierstedt, der seine markante Stimme u.a. ja auch George Clooney „leiht“ und Gabriele Blum ist hier eine tolle und passende Sprecherauswahl getroffen worden.
Durch ihre gekonnte Vortragsweise lassen diese beiden Sprech-Profis hier die Handlung lebendig werden und sie schaffen es tatsächlich, dass man der wendungs- und inhaltsreichen Geschichte gut folgen und die unterschiedlichen Handlungsstränge besser einordnen kann, was ein großer Pluspunkt ist, weshalb ich die Hörbuch-Version bevorzuge und mir in dieser Form auch noch eine weitere Fortsetzung mit „Wilde“ vorstellen könnte.
Fazit: Die Fortsetzung der Reihe ist wesentlich interessanter und spannender geraten, hat aber zu viel „Input“, worunter der Spannungsbogen leidet.
Die Hörbuch-Version mit Detlef Bierstedt und Gabriele Blum als Sprecher-Duo ist eine sehr gute Wahl, denn durch ihr stimmliches Knowhow wird der Inhalt klarer, verständlicher und das richtige Einordnen gelingt leichter, was ein großer Pluspunkt ist, weshalb ich diese „Buch-Form“ priorisiere und vier von fünf möglichen Punkten vergebe!
Read More
TOP

Elisabeth Herrmann: Düstersee

Goldmann

Rechtsanwalt Vernau „ermittelt“ in seinem 7. Fall!
2020 erschien aus dieser Reihe der sechste Kriminalroman „Requiem für einem Freund“, wo der Berliner Rechtsanwalt Joachim Vernau einsatzmäßig etwas auf den Pfaden von „James Bond“ wandeln durfte. Da ist es auch nicht ganz verwunderlich, dass Elisabeth Herrmann ihren „Hauptdarsteller“ erst einmal in den verdienten Urlaub schickt, den der dann in einem Bootshaus am „Düstersee“ in der Uckermark antritt.
Im Prolog geht es zeitlich erst einmal zehn Jahre zurück, wo ein junges Pärchen in eine baufällige, mit Brettern vernagelte Villa eindringt um ein paar lauschige Stunden zu verbringen. Nach kurzer Zeit bricht dort ein verheerendes Feuer aus, das nur einer von beiden überlebt…
Das Bootshaus hatte Joachim Vernau nach einem feucht-fröhlichen Abend eher zufällig von seinem zielstrebigen und ambitionierten Kollegen Christian Steinhoff zur Verfügung gestellt bekommen.
Allerdings hatten Vernau und seine langjährige gute Freundin und Kollegin Marie-Luise – die ihn netterweise zu seinem Feriendomizil chauffierte – sich unter dem Begriff „Ferien in der Uckermark“ etwas anderes vorgestellt. Marie-Luise bringt es dann auf den Punkt: „…jedenfalls nicht so etwas Protziges“ und lässt ihn dann inmitten einer illustren Gesellschaft stehen, die den Begrüßungsworten ihres Gastgebers Steinhoff lauschend, sich im Garten des weitläufigen Anwesens und auf der großzügigen Terrasse der prächtigen Villa verteilt hat.
Doch Ruhe und Entspannung ist Joachim Vernau in seinem Urlaub nicht beschieden, denn er entdeckt kurze Zeit später Steinhoff tot auf einer Bank sitzend und bald darauf sieht er am Straßenrand eine blutüberströmte junge Frau liegen, über die gebeugt eine ältere steht, die einen schweren Bolzenschneider in der Hand hält…
Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, denn einmal angefangen, ist man schnell mitten im Geschehen und das „Kopfkino“ beginnt. Elisabeth Herrmann nimmt ihre Leserschaft mit zu einer kleinen Dorfgemeinschaft, die mit den Machenschaften eines dubiosen Investors zu kämpfen hat. Joachim Vernau wiederum gerät in den Strudel von Ereignissen, wo er plötzlich einer Person gegenübersteht, die er an seinem Urlaubsort definitiv nicht erwartet hatte, die aber seinen juristischen Beistand braucht, was ihm widerstrebt, er aber keinesfalls ablehnen kann, da diese Person seiner Mutter sehr nahesteht…
Verdächtige Personen gibt es zu Hauff, doch wer letztendlich hier sein Unwesen treibt, war nicht vorhersehbar, was schon ein großer Pluspunkt ist. Feiner Humor durchzieht diesen gelungenen spannenenden Kriminalroman und lockert die düsteren und teilweise beklemmenden Szenerien etwas auf. Ich habe dieses Buch gern gelesen, vor meinem „inneren Auge“ Jan Josef Liefers erneut in die Rolle des Rechtsanwalts Vernau schlüpfen sehen und mich gut unterhalten gefühlt, weswegen ich hier meine Leseempfehlung ausspreche und mich auf die „echte“ Verfilmung freue!
Fazit: Fortsetzung gelungen! Unterhaltsam, spannend, unvorhersehbar und mit einer Prise Humor angereichert! Gern weiter so!
Read More
TOP

Catherine Shepherd: Der Bewunderer

Kafel Verlag

Im Jahr 2016 hatte das Berliner Ermittler-Duo des LKA Laura Kern und Max Hartung in „Krähenmutter“ ihren ersten Einsatz und durch diesen Thriller bin ich auf die mir bis dato unbekannte Autorin aufmerksam geworden. Mein Fazit damals war, dass mir der fesselnde und rundum gelungene Thriller sehr gut gefallen hat und ich mir den Namen der Autorin unbedingt merken wollte!
Nun sind einige Jahre ins Land gegangen und ja, die Autorin ist mir im Gedächtnis geblieben und auch ganz besonders ihre Thriller aus der „Laura-Kern-Reihe“. Gelesen bzw. „verschlungen“ habe ich alle davon, wie z.B. im letzten Jahr „Der böse Mann“ und nun frisch erschienen „Der Bewunderer“, über dessen Inhalt ich hier einen kleinen Einblick geben möchte:
Die Gedankengänge im Prolog klingen schwärmerisch und „liebestrunken“ und lassen noch nicht erahnen, was den bewunderten Personen im Verlauf der Handlung für ein schreckliches Schicksal ereilt….
Laura Kern und Max Hartung werden zu einem Leichenfund in einer Industriebrache im Norden Berlins gerufen. Als sie vor Ort ankommen, können sie ihren Augen kaum trauen, was sie dort in einer Halle erblicken:
Mit weit aufgerissenen Augen liegt eine tote Frau, die mit einem Abendkleid, einer Rettungsweste und roten High Heels bekleidet ist, mitten auf einer überdimensionalen bemalten Leinwand. Ein Blumenstrauß rundet dieses bizarre Bild ab…
Kaum haben sie die Identität der Toten herausbekommen, wird ein weiteres „morbides Kunstwerk“ entdeckt und auch bei diesem bleibt es nicht….
Durch die anschaulichen geschilderten Szenerien,  können einem auch schon mal die Nackenhaare hochstehen!
Neben der Kriminalhandlung ist auch wieder ein kleiner Einblick ins Privatleben der beiden Hauptermittler in die Gesamthandlung eingewoben, was gut passt und keineswegs vom „roten Faden“ ablenkt.
Ganz besonders mag ich den flüssigen, von der ersten Seite an fesselnden Erzählstil der Autorin, der es mal wieder gelungen ist, hier die eine oder andere „Brotkrume“ auszulegen um die Leserschaft zum „Mitermitteln“ anzuregen.
Da im privaten Umfeld der Toten auch der eine oder andere Verdächtige auftaucht, bekommt nicht nur das Ermittler-Team hier einiges zu tun, sondern auch der Leser wird auf Spurensuche. aber auch auf falsche Fährten geschickt. Doch ich muss zugeben, diesmal hatte ich im Hinterkopf eine kaum sichtbare Figur in den Kreis der Verdächtigen mit aufgenommen und lag tatsächlich richtig. Aber dies nur am Rande, denn wie sich alles zusammensetzt und das Wie und Warum, habe nicht vorhersehen können, denn das wird zu guter Letzt nachvollziehbar und schlüssig von der Autorin als Auflösung präsentiert, so dass ich meinen Verdächtigen eher als „Glückstreffer“ abspeichern möchte, denn nichtsdestotrotz ist dieser Thriller wieder wunderbar gelungen und unbedingt lesenswert.
Nach dem siebten Band der Reihe ist hoffentlich nicht Schluss, so spannend und fesselnd darf es gern noch viele Bände weitergehen.
Fazit: Auch das siebte Band der Reihe überzeugt mit fesselnder Spannung, bildhaften Szenerien und einem tollen Ermittler-Team, weswegen es die volle Punktzahl für diesen lesenswerten Thriller gibt!
Read More
TOP

Lisa Regan: Ihre begrabenen Geheimnisse

Bookouture VÖ 15.07.22

Gerade hatte sich die amerikanische Ermittlerin Detective Josie Quinn noch mit ihrer eigenen traumatischen Kindheit in Das Grab ihrer Mutter“ auseinandersetzen müssen, verschwindet ein wenig später ihre geschätzte Kollegin Gretchen Palmer, weswegen Josie inIhre letzte Beichte“ erst nach ihr als Vermisste fahnden, später dann als Verdächtige ermitteln musste.
Da ich mich dieser Thriller-Reihe nicht entziehen kann, möchte ich nun auch das gerade erschienene fünfte Buch mit dem Titel „Ihre begrabenen Geheimnisse“ hier vorstellen:
Seit einem Jahr sind Josie Quinn und ihr Kollege Noah Fraley nun schon ein Paar.  Aber so ganz „warm“ sind Noahs Mutter Colette und Josie noch nicht geworden, weswegen ihr die monatlichen Treffen immer etwas Bauchweh bereiten und nun sind auch noch alle ihre Versuche schiefgegangen ein leckeres Dessert mitzubringen, weswegen eine Schachtel gekauftes Gebäck im Wagen liegt, als sie vor Colettes Haus parken…
….doch etwas ist merkwürdig, denn die Eingangstür steht weit offen und auf mehrmaliges Rufen bekommen sie keine Antwort. Als sie das Haus betreten ist alles dunkel, der Tisch nicht wie sonst gedeckt, zwei Schubladen sind aufgerissen und ihr Inhalt davor verteilt, aber von Colette keine Spur….
…bis Josie sie mit dem Gesicht nach unten, leblos in einem Blumenbeet liegend, entdeckt. Ihr Mund ist voller Erde und ihr Körper kalt. Alle Wiederbelegungsversuche scheitern und der Notarzt kann nur noch ihren Tod bestätigen. Wäre das nicht schon schlimm genug, stellt sich im Verlauf heraus, dass Colette keines natürlichen Todes gestorben ist…
Noah steht völlig neben sich, ist schockiert und wie paralysiert, weswegen es an Josie und dem Rest des Ermittler-Teams ist, sich mit der Aufklärung des –  bei genauerem Betrachten immer mehr Fragen aufwerfenden – Todes von Collette Fraley zu beschäftigen. Obwohl sie eine geachtete und beliebte Person gewesen ist, hütete sie auch gut verborgene Geheimnisse, die es nun aufzudecken gilt….
Mehr möchte ich von diesem von Beginn an fesselnden, spannenden und wendungsreichen Thriller nicht verraten.
Lisa Regan hat einen ganz besonderen Erzähl-Stil, der einen von Anfang an in seinen Bann zieht. Obwohl hier nicht nur der Tod von Noahs Mutter untersucht wird, sondern auch noch alte ungelöste Fälle mit in die Handlung eingewoben sind, verliert man nie den Überblick, sondern kann sich den weiteren Ereignissen nicht entziehen und Seite um Seite fliegt nur so dahin!
Ich kann nur jedem Thriller-Fan raten, sich diese vom ersten Buch der Reihe an, fesselnden, spannungsgeladenen und wendungsreichen Geschichten um Detective Josie Quinn, nicht entgehen zu lassen!
Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und kann nur die Höchstpunktzahl für diesen Page-Turner vergeben!
Fazit: Wiederum sehr gut gelungene Fortsetzung der spannungsgeladenen Thriller-Reihe, die erneut die Höchstpunktzahl verdient und bekommt!
Read More
TOP

Chevy Stevens: Tief in den Wäldern

FischerVerlage/Scherz      NetGalleyDE

Seit Jahren begeistern mich die Thriller der kanadischen Autorin, wie auch zuletzt „Ich beobachte Dich“.
Nun ist ihr neuer Thriller „Tief in den Wäldern“ erschienen, wo es in den Nordwesten von Kanada geht: Auf dem Cold Creek Highway verschwinden seit vielen Jahren junge Frauen. In den nahegelegenen Waldgebieten sind immer mal wieder Überreste gefunden worden, doch vom Mörder keine Spur. Auch in naher Vergangenheit gab es  wieder ein Opfer…..
Das Buch beginnt mit einem Prolog, der einen schon mal die Nackenhaare hochstehen lässt….
Es ist Juni 2018: Als Leser lernt man die 17jährige Hailey kennen, die nach dem Unfalltod ihres Vaters nun bei ihrer Tante Lana, deren sechsjährigen Sohn Cash und deren Ehemann (Erik) Vaughn lebt.
Hailey, die gemeinsam mit ihrem Vater viel Zeit in den Wäldern verbracht hat, ist sehr naturverbunden. Sie hat von ihm Fischen gelernt und viele nützliche Dinge, um in der Wildnis zu überleben. Das ist nun alles vorbei und wäre der Verlust ihres geliebten Vaters nicht schon schlimm genug, kämpft sie nun mit ihrer neuen Lebenssituation, denn Vaughn ist ein kontrollierender, gerissener Polizist und kein netter Mensch, was Hailey schon recht schnell erfahren muss. Immer wieder geraten sie wegen Nichtigkeiten aneinander und während wieder eine junge Frau vermisst wird, spitzt sich die häusliche Situation zu, bis dann auch Hailey spurlos verschwindet…..
Im Juli 2019 kommt Beth nach Cold Creek um an der Gedenkfeier für die „Opfer des Highways“ teilzunehmen, wo sie dann neben den Bildern der unzähligen vermissten und toten Frauen, auch das Foto ihrer ermordeten Schwester entdeckt….
Aus Beth Sicht wird die Handlung weitererzählt, die sich im Verlauf auf Spurensuche macht, was mit ihrer Schwester geschehen ist….
Wie die Autorin in einem Schlusswort erzählt, ist sie diesmal von ihrer üblichen Vorgehensweise abgewichen und hat sich von realen Ereignissen zu diesem Buch inspirieren lassen, denn tatsächlich gibt es den sogenannten „Highway der Tränen“ in der kanadischen Provinz Britisch Columbia, wo seit den 1970iger Jahren Frauen ermordet aufgefunden wurden oder spurlos verschwanden – ein Täter konnte bisher nicht ermittelt werden!
Über der ganzen Handlung schwebt eine angespannte, düstere Atmosphäre und da die Szenerien anschaulich beschrieben sind, kann man schon eine Gänsehaut bekommen…
Die Geschichte spielt an fiktiven Orten, setzt sich aus unterschiedlichen Kapiteln und Sichtweisen zusammen, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammensetzen, aber sie, „zieht sich an manchen Stellen“ genau wie die recht ausführlich geschilderten „Kampfszenen“, wo dann für mich gefühlt so manche Figur „übermenschliche“ Fähigkeiten entwickelt, um im Kampf zu bestehen, was ich etwas unrealistisch fand.  Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch wieder gern gelesen,  ziehe für die erwähnten „Unbebenheiten“ einen Punkt ab und vergebe insgesamt vier von fünf möglichen Punkten.
Empfehlen würde ich diesen spannenden Thriller ganz besonders auch der jüngeren Generation, denn zum Nachdenken regt hier sicherlich auch der reale Hintergrund an, wo der Täter bisher nie dingfest gemacht werden konnte!
Fazit: Vier von fünf möglichen Punkten, für spannende Unterhaltung, die von realen Ereignissen inspiriert ist, was einen zusätzlich die Nackenhaare hochstehen lässt!
Read More
TOP

Tove Alsterdal:  Sturmrot

rowohlt

Mit „Sturmrotstartet die Trilogie um die schwedische Polizistin Eira Sjödin, die aus familiären Gründen ihre Arbeitsstelle von Stockholm zurück in die nordschwedische Region Ådalen verlegt, wo sie aufgewachsen ist.
Man feiert Mittsommer und Olaf Hagström ist aus beruflichen Gründen gerade in der Nähe seines Elternhauses, das er vor langer Zeit verlassen musste und nun spontan einen Abstecher macht, um Sven, seinen alten Vater zu besuchen. Doch irgendetwas scheint nicht in Ordnung zu sein, denn während er das Haus betritt, hört er den Hund hinter der verschlossenen Küchentür winseln, auf sein Rufen erhält er keine Antwort und dann bemerkt er den Gestank, der sich im ganzen Haus ausgebreitet hat. Langsam öffnet er die Badezimmertür unter der Wasser hervorquillt und macht eine grausige Entdeckung: Sein Vater liegt schrecklich zugerichtet, tot in der Badewanne…
Olaf will nur noch eins, so schnell wie möglich weg von hier, wäre er doch nie wieder nach Hause gekommen! Doch ein aufmerksamer Nachbar sieht ihn aus dem Haus stürmen und dann gibt es kein Entkommen mehr, die herbeigerufene Polizei rückt an und er muss Rede und Antwort stehen….
Hier kommt Kommissarin Eira Sjödin ins Spiel. Sie wird zur Unterstützung der örtlichen Polizei abkommandiert um im Ermittler-Team zu arbeiten, das den Mord an Sven Hagström untersucht. Da sie ja in dieser Gegend aufgewachsen ist, kennt sie natürlich auch Olaf Hagström aus ihrer Kindheit und weiß von seinem Geständnis, im Alter von 14 Jahren ein Mädchen vergewaltigt und ermordet zu haben….
In einem Nachwort berichtet die Autorin, dass sich dieser sehr komplexe Kriminalroman aus Fiction und realen Ereignissen inspiriert, zusammensetzt.
Etwas Schwierigkeiten hatte ich mit ihrem Erzählstil, denn sie schwenkt von der Jetztzeit plötzlich gedanklich in die Vergangenheit und wieder zurück oder beleuchtet weitere kriminelle Aktivitäten, örtliche und landestypische Gegebenheiten, so dass man sehr aufpassen muss um den roten Faden nicht zu verlieren.
Schon recht schnell hatte ich eine Vermutung, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt und lag richtig. Obwohl einige Verdächtige in den Fokus der Ermittler rücken, war dann die Auflösung, wer Sven Hagström getötet hat, keine so große Überraschung mehr. Allerdings fand ich die Erklärung für das Warum, etwas dürftig im Gegensatz zu den ausführlich geschilderten Recherchen.
Für mich verliert sich die teilweise recht vorhersehbare Kriminalhandlung in Nebensächlichkeiten und wird auch noch durch das Privatleben der Ermittlerin verkompliziert, weswegen für mich die Spannung etwas auf der Strecke geblieben ist.
Da dies aber der Beginn der Trilogie ist, möchte ich vorerst noch über die erwähnten „Unebenheiten“ hinwegsehen, vergebe drei von fünf Punkten und möchte erst noch abwarten, wie sie sich die Fortsetzungen gestalten und sich die Rahmenhandlung weiterentwickelt.
Fazit: Noch etwas „unrunder“ Start der Trilogie, deren weiterer Verlauf aber erst noch abgewartet werden sollte
Read More
TOP

Andreas Winkelmann: Das Letzte, was du hörst

Rowohlt Verlag   NetGalley

Seit vielen Jahren bin ich Fan dieses Schriftstellers. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich durch Zufall 2011 auf das Hörbuch „Bleicher Tod“ gestoßen bin. Da mir der Name des Autors damals nicht bekannt war, habe ich es mir gekauft, weil ich Simon Jäger als Vorleser sehr schätze. Ja, und was soll ich sagen, der mir unbekannte Autor war natürlich Andreas Winkelmann und mir war damals ganz schnell klar, es ist nicht das letzte Buch, was ich von ihm gehört oder gelesen habe.
Tatsächlich ist es bis jetzt eine ganze Menge gewesen, wovon mir die sehr spannende Reihe um „Kerner und Oswald“, aber auch ganz besonders der „unter die Haut“ gehende Thriller „Die Zucht“ in Erinnerung geblieben ist.
So, jetzt aber genug mit dem Vorgeplänkel, nun geht es um den neuen Thriller von Andreas Winkelmann mit dem Titel: „Das Letzte, was Du hörst“.
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich etwas gezögert habe, dieses Buch zu lesen, denn auf der Coverrückseite steht u.a. dies:
Lehn dich zurück. Höre diese Stimme. Vergiss deinen Alltag, den Job, den Ärger, die Sorgen. Vertrau dich den Worten an. Sie sind nur für dich
und
Sarah ist süchtig nach dem Podcast „Hörgefühlt“. Die Stimme von Podcaster Marc Maria Hagen ist wie ein seidiges Kissen, seine Worte sind Trost für die Seele
Diese Inhaltsangabe ließ mich vermuten, dass es thematisch Richtung Esoterik o.ä. geht und das ist nun gar nicht mein Ding.
Tatsächlich kreist die Handlung dann im ersten Drittel auch um verschiedene Frauen, für die besagter Marc Maria Hagen schon so eine Art Guru ist. Sie vergessen alles um sich herum, wenn ein neuer Podcast von ihm gesendet wird und dann lauschen sie seiner charismatischen Stimme und seinen Worten, die sie dann ihren stressigen Alltag vergessen lassen….
Doch so richtig vorstellen konnte ich mir dann doch nicht, dass Andreas Winkelmann thematisch in diese Richtung „abdriftet“ und das erste Kapitel des Buches, das mit „Damals“ betitelt ist, ließ mich hoffen, dass es doch noch um etwas anderes geht:
Aus unterschiedlichen Perspektiven, Erzählsträngen und Zeitebenen setzt sich die Gesamthandlung zusammen. Durch den angenehmen Erzählstil findet man sich dabei gut zurecht und hat keine Schwierigkeiten die verschiedenen Personen und Geschehnisse zuzuordnen.
Kommisarin Carola Barreis bekommt es in kürzester Zeit mit Fragen aufwerfenden Todesfällen zweier junger Frauen zu tun, die während ihres Ablebens Kopfhörer trugen. Bei genauem Hinhören fällt der Kommissarin auf, dass beide Frauen dem Podcast „Hörgefühlt“ von Marc Maria Hagen lauschten und bei den weiteren Recherchen gibt es Hinweise, dass sie auch mit ihm in persönlichem Kontakt standen…
Nun ist das Interesse der Kommissarin geweckt und sie macht sich auf den Weg, um sich von „der Stimme“ des verehrten Marc Maria Hagen ein Bild zu machen, welches zu ihrem großen Erstaunen, dann ganz anders ausfällt, als vermutet….
Meine anfänglichen Bedenken waren dann bald vergessen und Andreas Winkelmann hat es mal wieder geschafft, seine Leserschaft durch geschicktes Manövrieren von einem Verdacht zum anderen zu lenken, ohne dass man hinter die Maske des Bösen schauen kann. Bis zu Letzt war ich mir sicher, das Böse entlarvt zu haben …..war ich doch den Worten des Autors gefolgt…..doch es ist ihm mal wieder gelungen, noch einen „drauf“ zu setzen und mit etwas Unvorhersehbaren zu punkten um diesen durchaus nervenaufreibenden, aber auch in menschliche Abgründe blickenden Thriller, zu beenden. Dafür vergebe ich die Höchstpunktzahl und meine unbedingte Lese-Empfehlung mit der Bitte um weitere spannende Thriller aus seiner Feder!
Fazit: Wenn man den Worten dieses Autors folgt, bekommt man Nervenkitzel und einen Blick in menschliche Abgründe geboten, wo das gut versteckte „Böse“ erst ganz zum Schluss demaskiert wird! Dafür gibt es die volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung!
Read More
TOP

Ben Tomasson: Forsberg und der Tote von Asperö

Droemer VerlagNetGalley  VÖ 01.07.22

Der in Schweden ermittelnde Kommissar Frederik Forsberg hatte in  „Forsberg und das verschwundene Mädchen“ im letzten Jahr seinen ersten „Auftritt“ hier in Deutschland.
Die  kleine Insel Asperö, die idyllisch im Göteburger Schärengarten liegt, wird nun in „Forsberg und der Tote von Asperö“ zum Schauplatz des Verbrechens:
Es sollte ein Überraschungsurlaub werden, den Jessica für ihren Mann Julius, seinen besten Freund Kai, dessen Frau Daniela sowie Steffen und Pia, zwei weitere gute Bekannte von Deutschland aus organisiert hatte. Doch als die Gruppe, die aus unterschiedlichen Richtungen angereist war, vor dem Ferienhaus auf Asperö aufeinandertrifft, wird ihr schnell klar, niemand freut sich wirklich über ihre Einladung um hier in Schweden eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen……
…. warum das so ist, bleibt erst einmal unklar…
Es liegt eine angespannte Atmosphäre über dem Zusammentreffen und so gut es geht, vermeidet man ein gemeinsames Beisammensein, weswegen jeder für sich den Tag gestaltet.
Dieses „Ausweichen“ gelingt nur kurz, denn recht bald wird Julius blutüberströmt und durch unzählige Messerstiche getötet, aufgefunden….
Ab jetzt kommt Kommissar Forsberg ins Spiel, der mit seinem Team den Mord aufklären soll. Kein einfaches Unterfangen, denn offenbar hatte jeder in der Freundesgruppe so sein Problem mit dem Mordopfer, der aber wiederum auch kein so netter Mensch gewesen zu sein scheint….
Neben der Suche nach Julius Mörder, ist in die Gesamthandlung immer mal wieder ein Erzählstrang eingewoben, der vom kleinen Edvin berichtet, der es in seinem Leben nicht ganz leicht hat…
Außerdem gibt es noch wohldosiert einen kleinen Einblick in Kommissar Forsbergs Privatleben, wo die kleine Emma einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, genau wie ihre Mutter Lea…
Aus diesen drei „Teilen“ hat der Autor einen sehr spannenden, bis zum Schluss nicht vorhersehbaren Kriminalroman geschrieben.
Zwar gibt es Verdächtige zu Hauff in der Handlung, aber durch geschickte Wendungen und einem gelungenen Erzählstil, gelingt es Ben Tomasson jedoch, erst ganz am Schluss die Frage zu beantworten, wer für den Mord an Julius verantwortlich ist! Das hat mir gut gefallen und ist meiner Ansicht nach ein großer Pluspunkt und spricht für einen gelungenen Kriminalroman. Das Buch liest sich gut und fesselt von der ersten Seite an, so dass ich gern noch weitere Fälle mit Kommissar Forsberg lesen würde und meine Leseempfehlung ausspreche sowie die volle Punktzahl vergebe!
Fazit: Fesselnd, wendungsreich und unvorhersehbar! So darf die Reihe gern weitergehen!
Read More