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Susanne Mischke: Du musst mir glauben

 

Piper 

Ein neuer Fall für Bodo Völxen und sein Team

Ein Jahr ist vergangen und nach „Wehe, Du irrst Dich“ ermittelt Hauptkommissar Völxen mit seinem Team in und um Hannover in „Du musst mir glauben“ und mittlerweile im 15. Fall!

Darum geht es diesmal:

Vor geraumer Zeit recherchierte das Völxen-Team in einem Fragen aufwerfenden Reitunfall, wobei Gustav von Rath, der Eigentümer/Gutsherr des alteingesessenen, renommierten Gestüts „Sieben Eichen“ so schwer verletzt wurde, dass er seitdem im Koma liegt. Ohne Zeugen, wurde dieser Fall als tragischer Unfall eingestuft.
Man munkelt inzwischen, dass die Angehörigen vor der schweren Entscheidung stehen, ob man die „Maschinen abstellen soll“. Da Gustavs Sohn und Tochter sich nicht gut mit Greta, der zweiten Ehefrau ihres Vaters verstehen und es um ein beträchtliches Erbe geht, steht die Entscheidung wohl noch aus…
Seitdem Gustav nicht mehr die Geschäfte führt, steht es nicht sonderlich gut um die Finanzen der Familie Rath, weswegen man sich durchgerungen hat, das Gestüt für einen „Tag der offenen Tür“ zu öffnen, um sich mal wieder ins Gespräch zu bringen.
Während sich langsam auf dem Gutshof Besucher einfinden, ertönt aus dem Inneren des Hauses plötzlich ein Schrei und der Ruf nach einem Arzt, doch der kann nur noch wenig ausrichten, denn Greta von Rath liegt blutüberströmt tot im Kaminzimmer, offenbar erschlagen mit einem Schürhaken….
Ab hier übernehmen Völxen und sein Team:
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, besonders die umfangreichen Befragungen der Landfrauen, die an mehreren Ständen ihre selbstgefertigten Produkte feilboten, sind ein Quell an Informationen, die einer der Teammitglieder aufschreiben soll. Da heißt es dann die Spreu vom Weizen zu trennen bzw. was sind wichtige Informationen oder einfach nur Klatsch und Tratsch.
Wie und ob Oda Kristensen sich in die Kriminalhandlung einbringt, denn sie ermittelt ja nicht mehr im Völxen-Team, sondern hat sich ja als Psychotherapeutin niedergelassen, bleibt abzuwarten.
Erneut beweist Susanne Mischke, dass das Team um Bodo Völxen einen Platz im Krimi-Universum verdient bzw. für mich schon lange hat.
Die Mitwirkenden sind mir beim Aufschlagen der ersten Seite sofort wieder präsent und durch die bildhaften Beschreibungen direkt vor Augen. Humor, viel Lokalkolorit und einem auf den ersten Blick nicht zu lösender, spannender Kriminalfall, das sind die Bestandteile dieses 15. Falls, den ich wieder gerne gelesen habe und meine Leseempfehlung dafür ausspreche.  
Fazit: Das ländliche Idyll trügt, auch Fall Nr. 15 hat es in sich und bietet in Gänze einen spannenden Kriminalfall, der nicht auf den ersten Blick zu lösen ist, humorvolle Szenerien und ein Ermittler-Team, dass aus der Krimi-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist. Gerne mehr davon!
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Susanne Mischke: Alle sehen Dich

Piper Verlag

Anfang Dezember letzten Jahres hatte ich hier „Eiskalt tanzt der Todund somit das 11. Buch der Krimi-Reihe um den hannoverschen Ermittler Bodo Völxen und seinem Team vorgestellt. Schwang damals der Hauptkommissar gemeinsam mit seiner Frau Sabine das Tanzbein, was aber jäh unterbrochen wurde, da man ihren Tanzlehrer ermordete, distanziert sich Bodo Völxen im aktuellen Buch „Alle sehen Dich“ vom neuen Hobby seiner Frau. Die lauscht nämlich mit wachsender Begeisterung den Beiträgen und Videoclips der Bloggerin Charlotte Engelhorst, die Ratschläge rund um den Garten gibt, aber auch andere zwischenmenschliche Themen anspricht, was bei ihren vielen Followern gut ankommt.
Im letzten Buch bahnten sich ja schon die Veränderungen bei Völxens Team an. Oda Kristensen, eine geschätzte, langjährige Kollegin und Mitarbeiterin nimmt sich ein Sabbatjahr und feiert Abschied, weswegen Bodo Völxen auch gleich zu Beginn des aktuellen Geschehens etwas verkatert ist und von Kopfschmerzen geplagt wird. Zum „Durchlüften“ macht er einen Spaziergang, um nach den Schafen zu sehen. Seine Frau beschäftigt sich im Haushalt, als mit einem „Pling“ ein neuer Beitrag ihrer Lieblingsbloggerin angekündigt wird. Doch was sie dort zu sehen bekommt, ist so ganz anders als erwartet und lässt sie erstarren, denn offenbar wird gerade Charlotte Engelhorst vor laufender Kamera ermordet….
Wie es dazu kommen konnte, erzählt die Autorin in datierten Rückblicken. Dabei wird man als Leser Zeuge, als es in der Vergangenheit zu einer unschönen Konfrontation zwischen Bodo Völxen und einer sehr fordernd auftretenden Charlotte Engelhorst kommt. Diese erscheint aufgebracht im Kommissariat und verlangt unverzüglich umfangreiche Ermittlungen, da sie hinter dem Unfalltod ihres Ehemannes einen Mordanschlag vermutet, der aber auch gegen sie gerichtet sein könnte!?
Recht schnell war ich ins Geschehen eingetaucht und fand mich auch bei den Zeitsprüngen gut zurecht. Da Oda Kristensen sich ja (hoffentlich) nur vorübergehend verabschiedet, bekommt das Ermittler-Team Verstärkung durch Polizeianwärter Jordis Tadden, der sich recht gut „schlägt“ und am Ende auch gut ins Team einfügt. Doch kaum hat der „Neue“ seinen Dienst angetreten, wird ein anderes Team-Mitglied für längere Zeit suspendiert…
Was anfangs noch gar nicht wie ein Fall für Völxen und Co. aussieht, zieht im Verlauf weite Kreise. Es tauchen noch mehr Opfer auf, sodass hier reichlich Arbeit auf das verkleinerte Team zukommt, weswegen sie sich etwas „Hilfreiches“ einfallen lassen…
Susanne Mischke ist es erneut gelungen, einen spannenden, unterhaltsamen und mit humorvollen Passagen angereicherten Kriminalroman zu schreiben. Besonders gut hat mir auch die neu erschaffene Figur des Polizeianwärters Jordis Tadden gefallen, passt er doch in dieses bunt gewürfelte Völxen-Team wunderbar hinein. Insgesamt habe ich den zwölften Band der Reihe genossen, weswegen er die Höchstpunktzahl bekommt und ich meine Lese-Empfehlung ausspreche.
Fazit: Ein spannender Kriminalfall und ein Ermittler-Team, das sich umstrukturiert und dabei auch noch erfolgreich Kriminalfälle löst, macht dieses Buch lesens- und empfehlenswert!
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