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Val McDermid: Die Straße der Knochen

Droemer

Der 8. Fall für Karen Pirie

Seit 2013 befindet sich das Hörbuch  „Echo einer Winternacht“ – dem Start dieser Krimi-Reihe – in meiner Sammlung. Als dann 2023 die ersten Bücher verfilmt wurden und unter dem Titel „Echo einer Mordnacht“ fürs Heimkino erschienen, nahm die schottische Polizistin auch visuell Gestalt an. Lauren Lyle schlüpfte in die Rolle der (damals noch DS) Karen Pirie und Chris Jenks in die von DC Jason Murray, was gut passt. Mit jugendlichem Enthusiasmus und Engagement lösten sie damals ihre ersten gemeinsamen Cold Cases bzw. alten ungelösten Kriminalfälle.
Inzwischen ist einige Zeit vergangen, Karen ist mittlerweile DCI und Leiterin der HCU (Historic Case Unit – Abteilung für alte ungelöste Kriminalfälle) – der schottischen Polizei. Ihr kleines aber feines Team besteht u.a. aus DS Daisy Mortimer und natürlich DC Jason Murray. 
Im aktuellen, bereits 8. Fall dieser Reihe mit dem Titel „Die Straße der Knochen“ wird das Team regelrecht mit Arbeit „überschwemmt“:
Silvester 2013: Auf einer Party der High Society, wo sich illustre Gäste zusammenfinden und das bevorstehende Referendum um die Unabhängigkeit Schottlands in aller Munde ist, kommt es zu einem einschneidenden Ereignis bzw. einem kriminellen Geschehen, das zwar im Verborgenen geschieht und dort auch für lange Zeit schlummert, aber nicht unbeobachtet bleibt…
2025: Widrige Witterungsbedingungen mit sintflutartigem Regen führen zu Sturzbächen und großen Überschwemmungen. Durch die gewaltigen Wassermassen wird ein Stück Autobahn weggespült und dabei ein menschliches Skelett freigelegt. Später werden die Überreste Sam Nimmo, einem Investigativjournalisten zugeordnet, der vor mehr als zehn Jahren unter fragwürdigen Umständen verschwand.
Nachdem bekannt wird, wen man gefunden hat, ist das mediale Interesse groß, denn Sam Nimmo wurde vor seinem Verschwinden verdächtigt seine schwangere Verlobte getötet zu haben. Die damaligen Ermittlungen deuteten alle in diese Richtung und man vermutete, dass Nimmo sich abgesetzt habe und untergetaucht sei. Ein Trugschluss wie es sich nun herausgestellt hat…
Das Team um Karen Pirie zeigt hier ihr kriminalistisches Gespür und Können, was aber auf eine harte Probe gestellt wird, denn nicht nur Nimmos Tod muss untersucht werden, sondern auch der seiner Verlobten muss neu aufgerollt werden. 
Im Verlauf der Gesamthandlung „stolpern“ die Ermittler über immer mehr kriminelle Energie, die geahndet werden muss, auch kristallisiert sich ein anderer Fragen aufwerfender Todesfall heraus. Besonders die Mitglieder eines obskuren Buchclubs haben es Pirie und Co. angetan. Ob es ihnen gelingt, einen Blick hinter die Fassaden dieser „Bücherwürmer“ zu werfen, bleibt hier unerzählt…
Für diesen seitenstarken Kriminalroman braucht man schon ein etwas Zeit und ich für meinen Teil eine ruhige Umgebung, denn Ablenken darf man sich hier nicht lassen, denn die Autorin hat hier für reichlich „Input“ gesorgt. Es dreht sich nicht nur um die Aufarbeitung der Kriminalfälle, sondern man bekommt auch Einblick ins politische Geschehen bzw. in die Zeitgeschichte, was zwar interessant ist, aber auch immer mal wieder den Spannungsbogen absinken lässt, was schade ist.
Das gut gehütete Geheimnis aus 2013 tangiert die aktuellen Ermittlungen und sorgt für eine unvorhersehbare Wendung im Geschehen, nur den Ausgang der ganzen Ermittlungsarbeit fand ich etwas „unrund“, da hatte ich nach den vielen Seiten etwas anderes erwartet.
Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen, ziehe aber einen Punkt ab, da man beim Einordnen der unterschiedlichen Ereignisse und der Vielzahl an Mitwirkenden nicht so flüssig vorankam, zumal die Autorin neben der Kriminalhandlung auch noch politische Ereignisse bzw. Zeitgeschichte in die Gesamthandlung hat einfließen lassen, was dann die Spannung abflachen ließ. Daher insgesamt vier von fünf möglichen Punkten.
Fazit: Lesenswert, aber durch zu viel Input wird die Spannung etwas ausgebremst, daher vier von fünf möglichen Punkten
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Camilla Läckberg: Revenge

List   NetGalley

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich etwas von Camilla Läckberg gelesen habe; genauer gesagt war es 2023, wo ich das bisher letzte Buch aus der spannenden und mittlerweile auch verfilmten Falck/Hedström-Reihe  Kuckuckskinder“ hier vorgestellt habe. Tatsächlich habe ich die Autorin auch einmal live bei einer Lesung erleben dürfen, was mir in guter Erinnerung geblieben ist.
Eher durch Zufall bin ich auf den dritten und wohl auch letzten Teil der „FAYE-Reihe“ mit dem Titel „Revenge“ aufmerksam geworden. Da ich den angenehmen Schreibstil der Autorin gut kenne, habe ich es gewagt, dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse zu lesen. Und darum geht es inhaltlich:
Faye, die Hauptfigur dieses Buches lernt man sprichwörtlich „hinter schwedischen Gardinen“ kennen. Wie es dazu gekommen ist, erzählt die Autorin geschickt in Zeitsprüngen und aus unterschiedlichen Perspektiven, sodass das Einordnen keinerlei Schwierigkeiten bereitet.
Teil 1 der Gesamthandlung ist mit „Acht Monate zuvor“ betitelt:
Die erfolgreiche Unternehmerin Faye Adelheim hat privat schwierige Zeiten durchlebt. Sie hofft, diese nun endlich hinter sich zu haben und blickt daher vorsichtig optimistisch in die Zukunft.
Während eines Restaurantbesuchs kommt es dann für sie zu einer dramatischen Wende in ihrem Leben, denn sie sieht durch eine Fensterscheibe in die furchteinflößenden, stechenden Augen ihres Vaters! Dieser ist offenbar aus dem Gefängnis geflohen und jetzt auf einem Rachefeldzug, wobei Faye an oberster Stelle steht!
Da ihr Vater seit jeher ein gefährlicher, brutaler und unberechenbarer Mann ist, stellt sein Auftauchen nicht nur für Faye allein eine ernstzunehmende Bedrohung dar, sondern dies gilt auch für ihre Familie.
Faye nimmt allen Mut zusammen, denn sie will sich ihrem Vater nicht kampflos ergeben, daher versammelt sie ihre Vertrauenspersonen um sich und sie offenbart ihnen ihren Plan, denn sie ist fest entschlossen, sich ein für alle Mal dieser Bedrohung zu entledigen…
Ob ihr Plan aufgeht, wird hier nicht verraten…
Ich hatte keine Schwierigkeiten, dem Inhalt dieses Romans (?) – ich finde Thriller trifft es besser! –  ohne Vorkenntnisse zu folgen. Einmal mehr hat Camilla Läckberg bewiesen, was für eine tolle Geschichtenerzählerin sie ist!
Die Szenerien werden bildhaft beschrieben, sodass man sie direkt vor Augen hat. Auch die mitwirkenden Figuren sind gut gezeichnet und wiedererkennbar.
Besonders der Balance-Akt zwischen „gut und böse“ ist der Autorin gut gelungen, denn manch eine mitwirkende Figur kommt auf den ersten Blick nett und sympathisch rüber, obwohl man dann auch von einer dunklen Seite erfährt, wo es zu kriminellen, mörderischen Handlungen kommt.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, nur an manchen Stellen fand ich die Handlung etwas „unrund“ bzw. vorhersehbar, sodass ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe und meine Lese-Empfehlung ausspreche, da Spannung von Anfang an vorhanden ist und man selbst ohne Vorkenntnisse der fesselnden Handlung folgen kann.
Fazit: Camilla Läckberg beweist einmal mehr was für eine tolle Geschichtenerzählerin sie ist! Sie kann auch diesmal mit spannender und fesselnder Unterhaltung punkten!
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Åsa Hellberg: Vega Varg – Das Schweigen der Insel

Heyne

Die schwedische Autorin war mir bisher nicht bekannt. Mit „Vega Varg – Das Schweigen der Insel“ startet sie ihre Krimi-Reihe und führt die Leserschaft auf die schwedische Schäreninsel Südkoster, die an der Westküste liegt und sich unweit der norwegischen Grenze befindet.
Eine vierköpfige Gruppe von norwegischen Kajakfahrern entdeckt in der Nähe der Bootsschuppen auf dem steinigen Ufer einen toten Mann liegen, dessen Kopf merkwürdig verdreht ist….
Die herbeigerufene Polizei besteht anfangs aus der auf der Nachbarinsel wohnenden Vera Varg, die als erfahren gilt. Auch ihr Vater war einst als Polizist auf demselben Revier tätig, genau wie jetzt Vera gemeinsam mit ihren beiden Söhnen Hugo und Linus, sodass zwar jeder andere Aufgaben hat, sie aber auch als Team in Erscheinung treten.
Nachdem Vera den Toten in Augenschein genommen hat, erkennt sie, dass es sich um Fredde handelt, der ihr seit seiner Kindheit bestens bekannt ist. Damals hatte er viele Stunden in ihrem Haus verbracht, denn es handelt sich um den besten Freund ihres Sohnes Hugo.
Ein Unfallgeschehen kann bald ausgeschlossen werden und Freddes Tod wird als Tötungsdelikt behandelt.
Die vier Kajakfahrer rücken in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen. Es sind zwei Frauen und Männer, die zu einem Makler-Team gehören, die sich wegen eines Arbeit-Retreats auf der Insel befinden. Im Verlauf ihres Hotelaufenthaltes verbrachten die beiden Maklerinnen Meja und Bente einen feuchtfröhlichen Abend in der Hotelbar, wo Fredde als Barkeeper für ihre Drinks zuständig war…
Keiner des Makler-Teams macht während der polizeilichen Befragungen einen guten Eindruck, niemand scheint mit offenen Karten zu spielen, sei es nun beruflich oder privat.
Als Leser bekommt man hier ein Tohuwabohu präsentiert, wo es zwischenmenschlich turbulent wird und man aufpassen muss, dass man nicht den Überblick verliert. 
Dann überschlagen sich die Ereignisse auf der kleinen Insel: Plötzlich ist die Norwegerin Meja nicht mehr erreichbar und gilt kurze Zeit später als vermisst. Durch eine aufziehende Schlechtwetterfront und weiteren kriminellen Vorkommnissen hat Vega Varg kaum noch eine freie Minute..
Ich brauchte schon etwas Zeit um durch diese komplexe Kriminalgeschichte zu kommen. Da hier nicht nur die polizeilichen Ermittlungen im Fokus stehen, sondern man auch viele Einblicke ins Privatleben der Mitwirkenden bekommt, trat der rote Faden immer mal wieder in den Hintergrund und es ging z.B. in die Vergangenheit, wo Vega Varg mit einem ganz persönlichen Kriminalfall konfrontiert wurde, der noch bis in die Jetztzeit nachwirkt. 
Der Erzählstil ist gut, aber etwas „weitschweifig“, weswegen ich nicht unbedingt von fesselnder Spannung sprechen möchte. Doch irgendetwas hält einen am Lesen, vielleicht die große Ungewissheit, was sich auf der kleinen Insel für eine kriminelle Energie entladen hat. Bis kurz vorm Ende wollte ich drei Punkte vergeben, aber die unvorhersehbare Auflösung, wo dann alle Puzzleteile an ihren Platz fallen, bekommt einen Extrapunkt und eine Fortsetzung würde ich durchaus lesen wollen. 
Fazit: Der rote Faden muss sich durch eine komplexe Handlung schlängeln, was etwas dauert, aber letztendlich mit einem unvorhersehbaren Ende überrascht, daher vier von fünf möglichen Punkten!
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Michael Hjorth/ Bjarni Thorsson: Schlafende Vulkane

Rowohlt   NetGalley

Als Fan nordischer Spannungsliteratur wurde ich magisch vom Cover dieses Thrillers angezogen.
Michael Hjorth ist mir als Autor der schwedischen Sebastian-Bergman-Reihe, die er mit Hans Rosenfeldt geschrieben hat und die mit „Die Schuld, die man trägt“ endete, bestens bekannt.
Schlafende Vulkane“ ist der Beginn der Thriller-Reihe die Michael Horth gemeinsam mit seinem isländischen Kollegen Bjarni Thorsson zu Papier gebracht hat.
Island bildet hier die wunderschöne, raue Landschaftskulisse, wo es zu Hauff schlafende Vulkane gibt. Vielleicht war ja diese Naturgegebenheit Inspiration für den Buchtitel, jedoch auch das im Buch agierende „Böse“ wurde rückblickend zu einem schlummernden Vulkan geformt, der dann allerdings mehrfach ausbricht und eine Spur des Grauens hinterlässt:
Die beiden Autoren fackeln nicht lange und lenken die Leserschaft gleich mal in eine unbenutzte Pferdebox, wo eine tote unbekleidete junge Frau entdeckt wurde, die – wie sich später herausstellt – Opfer eines brutalen Sexualverbrechens ist.
Bei der Kriminalpolizei bzw. im Dezernat für Gewaltverbrechen herrscht Personalmangel, daher bekommt die junge engagierte Helga Póra Jónsdóttir, die gerade ihre Ausbildung an der Polizeihochschule abgeschlossen hat, den Fall zugewiesen.
Die ersten Erkenntnisse zu der Toten ergeben, dass die Frau geschieden und alleinerziehende Mutter des zehnjährigen Kristófer ist. Ihr Ex-Mann ist bei der Polizei aktenkundig und mehrfach wegen Gewalttätigkeit verurteilt worden und kommt als Tatverdächtiger durchaus infrage.
Helga macht sich auf den Weg zur Wohnung der Verstorbenen. Von außen erkennt sie schon, dass hier irgendetwas vorgefallen ist, denn ein kleines Fenster steht offen und ein dort offenbar zuvor verankertes Gitter liegt herausgebrochen im platt getretenen Blumenbeet. Geschah der Übergriff auf die Frau hier im Haus? Konnte der Junge durch das Fenster fliehen?
Helga schlägt Alarm, Haus und Grundstück werden abgesucht, aber von Kristófer fehlt jede Spur.
Bei der Suche nach dem Zehnjährigen bekommt Helga Unterstützung von Bjarki Guðmundsson einem großgewachsenen Kollegen von der Verkehrspolizei. Er gilt zwar als etwas eigenwillig, auch Vorschriften sind nicht so sein Ding, aber er hat ein gutes Gespür, wenn es um vermisste Personen geht, denn er kennt sich in der unwegsamen isländischen Natur gut aus.
Im Verlauf geschehen weitere ähnlich gelagerte Morde, der Erfolgsdruck lastet schwer auf Helga, aber sie ist taff und arbeitet unermüdlich, bis sie dem „Bösen“ immer näher kommt…
Mehr möchte ich gar nicht von diesem spannenden Thriller preisgeben. Das Buch liest sich gut und die Handlung fesselt von Beginn an. Die charakterlich sehr unterschiedlichen Figuren Helga und Bjarki und auch die anderen Mitwirkenden sind gut gezeichnet, sodass man sie gut vor Augen hat. Gerade weil die beiden Hauptfiguren so unterschiedlich sind, bilden sie ein durchaus effektives Team, wo es im Verlauf sogar zwischenmenschlich zart anfängt zu knistern. Dies lenkt aber keinesfalls vom roten Faden ab, erinnerte mich eher an „Scully und Mulder“ aus Akte X.
Auch das Profil des Bösen ist so klar und deutlich herausgearbeitet, dass man sich wünscht dieser Person niemals zu begegnen.
Ich habe den fesselnden Thriller gern gelesen, hätte auch die volle Punktzahl vergeben, wenn da nicht ein paar „Unebenheiten“ wären, wie z.B. Telefonieren, wenn man eigentlich nicht aufgespürt werden soll o.ä., was mich dann doch etwas irritiert hat. Daher vergebe ich vier von fünf Punkten (mit der Tendenz nach oben)  und freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung der Reihe, die ich mir nicht entgehen lassen werde!
Fazit: Spannender und fesselnder Auftakt dieser isländischen Thriller-Reihe, auf deren Fortsetzung man gespannt sein darf!
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Mattias Edvardsson: Tatort Trelleborg

blanvalet

Da ich Spannungsliteratur aus dem hohen Norden immer wieder gern lese, war ich auf den Start dieser schwedischen Krimi-Reihe mit dem Titel „Tatort Trelleborg“ gespannt, nicht zuletzt, da mir dieser Autor bisher nicht bekannt war.
Die Handlung führt ins Jahr 1989 in die südschwedische Region Trelleborg. Im eher spärlich besiedelten Gabeljung spielt der achtjährige Robin Falk mit zwei Nachbarsjungen im nahegelegenen Wald. Doch zur verabredeten Zeit kommt er nicht nach Hause und die beiden Nachbarsjungen haben ihn beim „Versteckenspielen“ aus den Augen verloren….
Die herbeigerufene Polizei zu der auch die Hauptfigur dieses Krimis, die junge Streifenpolizistin Gunni Hilding gehört, hilft bei der Suche nach Robin. Sie ist es auch die ihn dann leblos im Morast entdeckt…
Zu Gunnis großer Überraschung wird sie vom Dezernatsleiter der Abteilung für Gewaltverbrechen um Verstärkung bei den Ermittlungen zum Tod von Robin Falk gebeten. Gunni ist sich nicht sicher, ob sie dieser Aufgabe gewachsen ist, denn es handelt sich laut Obduktion um ein Tötungsdelikt, weswegen ihr dann auch die Befragungen besonders schwerfallen, da es sich ja bei den beiden Hauptzeugen um Kinder handelt….
Bald gilt der Fall als abgeschlossen und Gunni wechselt auf eigenen Wunsch wieder auf ihren einstigen Arbeitsplatz als Streifenpolizistin.
Fünf Jahre vergehen bis ein ähnlich gelagertes Verbrechen an einem achtjährigen Jungen begangen wird.  Die Familie war auf der Durchreise und hatte für kurze Zeit auf einem Campingplatz pausieren wollen.
Gunni und ihr Kollege werden zur Verstärkung für die Befragungen auf den Campingplatz abkommandiert. Recht schnell wird sie an den Fall Robin Falk erinnert und sie sieht Parallelen. Auch kommen ihre Bedenken wieder hoch, die sie beim Abschluss des damaligen Falls geäußert hatte, diese wurden aber von ihren Vorgesetzten für nicht besonders relevant eingestuft. Nun lässt Gunni sich aber nicht beirren und unternimmt erst auf eigene Faust Nachforschungen und dann gemeinsam mit ihrer ehemaligen Kollegin vom Dezernat für Gewaltverbrechen, denn diese sieht auch Klärungsbedarf bei den Parallelen zum aktuellen Fall und dem Tod von Robin Falk…..
Das Buch liest sich gut und gibt Einblick in die umfangreichen polizeilichen Ermittlungen, wo jedes Fitzelchen umgedreht und ausgewertet werden muss. Einfühlsam wird dargelegt, was es mit einem Menschen macht, der einer Straftat verdächtigt wird oder auch welche seelischen Qualen die Angehörigen von Gewaltopfern durchmachen.
Zu Beginn fand ich es noch spannend die teils etwas zwielichtigen Mitwirkenden kennenzulernen, die in den Fokus der Ermittlungen gerieten. Allerdings war mir schnell klar und wird auch durch die Überschrift des Klappentextes suggeriert, dass beim Abschluss der Ermittlungen im Fall Robin, irgendwie noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Da überraschte dann auch nicht, dass fünf Jahre später von einem ähnlich gelagerten Fall berichtet wird.
Insgesamt fand ich die weit gefächerten Recherchen nach dem „Bösen“ etwas zäh, ganz im Gegensatz zur Auflösung, wer sich nun dahinter verbirgt. Zuwenig erfährt man meiner Meinung nach über das Warum all diese Verbrechen geschahen, das blitzt eher wie eine Randbemerkungen am Ende auf, was schade ist, da wäre noch Raum für mehr gewesen.
Auch Gunnis private Situation fand ich zu umfangreich thematisiert, teils rückt dabei der rote Faden in den Hintergrund, was den Spannungsbogen abflachen lässt. 
Alles in allem vergebe ich hier drei von fünf Punkten, da das vorhandene Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist, sodass die Fortsetzung der Reihe noch abgewartet werden sollte.
Fazit: Guter Start der Reihe, aber stellenweise wurde das Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft, daher 3 von 5 Punkten, da die Fortsetzung noch abgewartet werden sollte.
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Catherine Shepherd: Meine tote Schwester

Kafel Verlag

Mir sind die unterschiedlichen BuchReihen von Catherine Shepherd seit vielen Jahren bestens bekannt. Sie waren und sind für mich ein Garant für fesselnde und spannende Unterhaltung.
Nun ist ihr Psychothriller „Meine tote Schwester“ erschienen, der optisch schon mal mit einem in blau/orange gestalteten Cover punkten kann.
In der Handlung lernt man die 16-jährige Schülerin Mia kennen, die mit ihrer Mutter zusammenlebt. Neben ihrem Zuhause liegt ein weitläufiges Grundstück mit einer seit Jahren leerstehende Villa, die Mia nicht betreten darf, denn dort fand ihre Schwester Jasmin den Tod.
Auch sonst umweht seit jeher dieses alte Gebäude und seinen einstigen Besitzer, dem Psychiater Dr. Schenkenberg etwas Düsteres und Geheimnisvolles. Dies wiederum lockt ungebetene Gäste an, die in die Villa eindringen, um dort Partys zu feiern. Den neuesten Trend findet man in den sozialen Medien, wo gruselige Videos von diesem Lost Place für Aufsehen sorgen und diejenigen, die diese Videos produzieren und online stellen, konkurrieren um die meisten „Likes, Klicks oder Follower“.
Mia schaut täglich rüber zu den verwaisten Fenstern, wo sie dann und wann eine Bewegung hinter einer Gardine erhascht oder eine Silhouette wahrnimmt, die sie an ihre tote Schwester erinnert..
Doch von einem Tag auf den anderen verändert sich die Situation, denn die alte Villa wurde günstig verkauft und nun ziehen dort Nora Hoppe und ihr Teenager Sohn Lukas ein…
Man sollte meinen, nun würde die Gerüchteküche verstummen, dem ist aber nicht so, denn anstatt der Villa rückt nun Lukas Hoppe in den Fokus, denn der Neuling soll jemanden getötet haben…
Im weiteren Verlauf stirbt jemand aus Mias Freundeskreis und recht schnell wird Lukas dafür verantwortlich gemacht…..
Mehr darf man nicht von der weiteren Handlung preisgeben, denn dazu ist sie zu spannend und packend geschrieben. 
Ich habe diesen Thriller „verschlungen“, denn er hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Mitwirkenden sind gut gezeichnet und bei der düsteren verlassenen Villa braucht es nicht viel Fantasie um hier unheimliche Szenen heraufzubeschwören, was der Autorin wieder einmal sehr gut gelungen ist. Obwohl hier eher die jüngere Generation die Handlung bestimmt, hat es mir große Freude bereitet diese fesselnd erzählte Geschichte zu lesen und kann mir durchaus eine Fortsetzung vorstellen.
Insgesamt vergebe ich für fesselnde Spannung, tolles Setting und unheimliche Szenerien die volle Punktzahl und spreche meine Lese-Empfehlung aus!
Fazit: Dieser Psychothriller punktet auf der ganzen Linie und bekommt die volle Punktzahl und meine Lese-Empfehlung!
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Kicki Sehlstedt: Mittsommergrab

Goldmann

Mittsommergrabist der Start der schwedischen Krimi-Reihe um die Journalistin Julia Järvskog.
Die Handlung ist an der schwedischen Westküste angesiedelt, wo auch die mir bisher unbekannte Autorin geboren und aufgewachsen ist. Sie kennt die Gegend gut, die sie als Kulisse für ihren Kriminalroman auserkoren hat, was sich in der bildhaften Sprache widerspiegelt, sodass und man die Szenerie direkt vor Augen hat.
Im Prolog spürt man bereits die unheilvolle Atmosphäre, die sich dann durch das ganze Buch schlängelt.
Die Handlung spielt im Jahr 2024, wo man Julia Järvskog kennenlernt. Sie hat gerade privat eine unschöne Trennung hinter sich, was auch noch in den Medien ausgeschlachtet wurde, denn als Journalistin und durch ihren erfolgreichen True-Crime-Postcast, ist sie in Schweden keine Unbekannte.
Während zwei Taucher vor Hunnebostrand im Skagerrak nach Hummerfallen Ausschau halten, machen sie eine gruselige Entdeckung. Sie finden auf dem Meeresboden einen Koffer mit menschlichen Knochen!
Julia bekommt den Auftrag an den Ort des Geschehens zu fahren, um dort Informationen zu sammeln, was es mit diesem aufsehenerregenden Fund auf sich hat.
Für Julia ist es eine Reise an den Ort ihrer Kindheit, wo sie bei ihren Großeltern immer die Sommerferien verbrachte. Sie hat schöne Erinnerungen an die Zeit mit ihren Freunden und an ihre Jugendliebe Kalle. Auf der Fahrt nach Hunnebostrand denkt sie die Ereignisse rund um das Mittsommerfest und ihren letzten Sommer, den sie im Jahr 1994 dort verbrachte. Nach 30 Jahren sind es eher Erinnerungsfetzen, die sich in ihrem Gedächtnis verankert haben, zumal sie damals mit ihren Freunden feuchtfröhlich im Bootshaus ihres Großvaters gefeiert hatte und sie mit einem schweren Kopf am nächsten Morgen aufgewacht war.
Nachdem sie nun von diesem Knochenfund gehört hatte, kam aber auch eine Erinnerung wieder hoch, denn kurz nach den Mittsommerfeierlichkeiten verschwand der wohlhabende Peppe Johansson spurlos und die polizeilichen Ermittlungen verliefen ohne Erfolg. Könnten dies seine sterblichen Überreste sein?
Im Verlauf holt Julia die Vergangenheit ein, sie trifft ihre alten Freunde und zu ihrer großen Überraschung ist ihre einstige Jugendliebe Kalle jetzt Polizist und der leitende Ermittler im Knochenfund-Fall.
Anfangs konnte mich die Handlung noch einfangen. Durch die flüssige Erzählweise gelang das Vorankommen im Geschehen problemlos. Auch das Knistern zwischen Julia und Kalle, genau wie die düstere Ungewissheit hinsichtlich des Knochenfundes sind spürbar und gut gelungen.
Doch dann wurde das Geschehen für mich vorhersehbar, weswegen der Spannungsbogen abflachte und die Auflösung für mich dann auch keine Überraschung mehr bot.
Da dies aber erst der Beginn einer Buch-Reihe ist, möchte ich gern noch abwarten, wie es weitergeht und vergebe daher drei Punkte mit der Tendenz nach oben.
Fazit: Drei (mit der Tendenz nach oben) von fünf Punkten, da noch nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft wurde, sollte die Fortsetzung abgewartet werden!
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Arne Dahl & Jonas Moström: Doppelspiel

 

Lübbe   NetGalleyDE

Arne Dahls spannende Bücher sind mir bestens bekannt, zuletzt habe ich „Kaltes Fieber“ aus der Eva-Nyman-Reihe gelesen.
Nun hat er sich mit seinem schwedischen Schriftsteller-Kollegen Jonas Moström (dessen Bücher ich bisher noch nicht kenne) zusammengetan und sie haben gemeinsam den Kriminalroman „Doppelspiel“ geschrieben.
Das Buch startet mit einer nervenaufreibenden Szene!
Dann lernt man den Krimiautor Tom Berg kennen, den nach seinem großen Erfolg jetzt eine quälende Schreibblockade ausbremst. Es geistert ihm zwar eine Idee im Kopf herum, wo es im Stockholmer Nachtleben zu einem Mord kommt, aber richtig ausgearbeitet hat er dies noch nicht und kaum etwas zu Papier gebracht.
Aber seine Verlegerin sitzt im Nacken, sie will endlich über sein neues Buchprojekt sprechen und seinen Entwurf dazu lesen.
Toms guter Freund Lennart rät ihm: „Du musst mal raus!“ Geh und lass Dich im Nachtleben treiben…
Gesagt, getan! Tom begibt sich auf Brainstorming und landet in einem Nachtclub. Was ihm dort widerfährt, kann er selbst kaum glauben:
Es kommt ihn vor, als befände er sich in seiner eigenen Buch-Idee, denn vor seinen Augen passiert ein Mord, dann ist er plötzlich mitten im weiteren Geschehen, das ihn zur Flucht drängt…
Die herbeigerufene Polizei ermittelt, vernimmt Tom später auch als Zeugen, bis sich das Blatt für ihn wendet und er zum Hauptverdächtigen avanciert.
Ab hier heißt es für Tom Borg „wie komme ich aus diesem Schlamassel wieder heraus, schaffe ich es meine Unschuld zu beweisen?“
Teilweise weiß man nicht so recht in welcher „Parallelwelt“ man sich befindet, denn Gut und Böse oder Realität und Fiktion verschwimmen hier ineinander. Man bekommt Einblick in Toms Gedankengänge oder man ist dabei als er auf der Flucht durch Stockholm hetzt. 
Es gibt einige Mitwirkende, die man erst einmal nicht richtig einordnen kann bzw. nicht auf den ersten Blick erkennt, ob sie Tom zugetan oder gar die Strippenzieher in diesem Verwirrspiel sind.
Ober gibt es gar noch eine höhere Macht, die hier ihre Finger im Spiel hat?
Dem Autoren-Duo ist es gelungen, ihre Leserschaft gut zu unterhalten und haben gemeinsam mal einen etwas anderen Kriminalroman geschrieben. Das Buch liest sich gut und flüssig. Auch wenn die Handlungsstränge sich vermengen kann man dem Geschehen letztendlich folgen und wird mit einem unvorhersehbaren Ende konfrontiert.
Für mich ist die Gesamthandlung irgendwie noch nicht ganz zu Ende erzählt, was mich vermuten lässt, es gibt vielleicht noch eine Fortsetzung?
Insgesamt vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und spreche meine Lese-Empfehlung aus.
Fazit: Mal ein etwas anders aufgemachter, lesenswerter Kriminalroman, wo am Ende noch Luft für eine Fortsetzung ist?!
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Romy Fölck: Fünf Fremde

 

Lübbe  NetGalley

Endlich ein neuer Thriller aus der Feder von Romy Fölck!
Es geht handlungsmäßig an die Nordsee, genauer gesagt auf die Insel Neuwerk, wo sich im Verlauf „Fünf Fremde“ begegnen, die nicht nur wettermäßig stürmische und lebensbedrohliche Zeiten erleben:
Dabei handelt es sich um:
Annika Lundt, Kriminalkommissarin, sie lebt und arbeitet in Hamburg,  ist aber auf Neuwerk aufgewachsen. Ihre Mutter Hedda, die noch auf der kleinen Insel lebt, wird immer tütteliger. Eine berufliche Auszeit ist bei Annika angesagt und sie macht sich auf den Weg nach Neuwerk, um bei ihrer Mutter nach dem Rechten zu sehen..
Michele Welm, die einen Neuanfang in ihrem Leben plant, hat sich auf die frei werdende Stelle als Vogelwartin auf der Schutzinsel Scharhörn beworben…
Sinje Bianchi lebte bis vor kurzem in Rom, von wo aus sie als Journalistin arbeitete. Jetzt möchte sie ein Buch über einen alten Vermisstenfall schreiben, weswegen auch sie in Richtung Neuwerk unterwegs ist..
Charlotte Hahnel, einst Lehrerin hat vor Jahren ihrem Beruf den Rücken gekehrt und lebt seitdem als Nonne in einem Kloster. Sie reist nach Neuwerk, um eine alte Freundin zu besuchen.
Mats Nilsson ist Meteorologe. Durch seine berufliche Tätigkeit weiß er natürlich von dem herannahenden Orkantief, das sich immer dichter an die Insel Neuwerk heranschiebt und bald bedrohliche Ausmaße annehmen soll. Nicht nur das Wetter drängt ihn zu einem Aufenthalt auf dem Nordsee-Eiland, sondern noch ganz andere Kräfte spielen hier eine Rolle..
Die Gesamthandlung wird in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, was der Autorin gut gelungen ist und man sich im Geschehen problemlos zurechtfindet.
Ohne groß auf weitere Details der Handlung einzugehen, nur noch diese Infos:
Einige Mitwirkende kennen sich von früher, wo sie 1995 als Teenager eine schöne Zeit verbracht haben. Sie haben geflirtet, es gab Eifersüchteleien. Eine kleine Gruppe schmiedete damals einen Pakt, der sie für immer verbinden sollte. Doch schon kurze Zeit nach ihrem Schwur verschwinden zwei dieser Teenager und es fehlt bis heute jede Spur von ihnen…
Als sich die fünf Fremden auf der Insel eingefunden haben, dauert es nicht lange und es werden menschliche Überreste entdeckt, die für lange Zeit verborgen waren…
Mehr möchte ich von diesem sehr spannend geschriebenen Thriller nicht verraten. Romy Fölck ist es gelungen von Beginn an eine unheilvolle und angespannte Atmosphäre heraufzubeschwören, die einem in manchen Szenen einen Schauer über den Rücken laufen lässt und man regelrecht das aufziehende Orkantief spüren kann.
Nach und nach fallen alle Puzzle-Teile an ihren Platz und wer hier letztendlich auf der Insel sein Unwesen treibt, bleibt bis zum Schluss verborgen, was mir gut gefallen hat.
Ich vergebe hier die volle Punktzahl und kann für diesen spannungsgeladenen Thriller nur meine unbedingte Lese-Empfehlung aussprechen.
Fazit: Die spannungsgeladene Szenerie wird beim Lesen spürbar, Gänsehautmomente gibt es hier reichlich und von mir die volle Punktzahl und meine unbedingte Lese-Empfehlung!
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Susanne Mischke: Du musst mir glauben

 

Piper 

Ein neuer Fall für Bodo Völxen und sein Team

Ein Jahr ist vergangen und nach „Wehe, Du irrst Dich“ ermittelt Hauptkommissar Völxen mit seinem Team in und um Hannover in „Du musst mir glauben“ und mittlerweile im 15. Fall!

Darum geht es diesmal:

Vor geraumer Zeit recherchierte das Völxen-Team in einem Fragen aufwerfenden Reitunfall, wobei Gustav von Rath, der Eigentümer/Gutsherr des alteingesessenen, renommierten Gestüts „Sieben Eichen“ so schwer verletzt wurde, dass er seitdem im Koma liegt. Ohne Zeugen, wurde dieser Fall als tragischer Unfall eingestuft.
Man munkelt inzwischen, dass die Angehörigen vor der schweren Entscheidung stehen, ob man die „Maschinen abstellen soll“. Da Gustavs Sohn und Tochter sich nicht gut mit Greta, der zweiten Ehefrau ihres Vaters verstehen und es um ein beträchtliches Erbe geht, steht die Entscheidung wohl noch aus…
Seitdem Gustav nicht mehr die Geschäfte führt, steht es nicht sonderlich gut um die Finanzen der Familie Rath, weswegen man sich durchgerungen hat, das Gestüt für einen „Tag der offenen Tür“ zu öffnen, um sich mal wieder ins Gespräch zu bringen.
Während sich langsam auf dem Gutshof Besucher einfinden, ertönt aus dem Inneren des Hauses plötzlich ein Schrei und der Ruf nach einem Arzt, doch der kann nur noch wenig ausrichten, denn Greta von Rath liegt blutüberströmt tot im Kaminzimmer, offenbar erschlagen mit einem Schürhaken….
Ab hier übernehmen Völxen und sein Team:
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, besonders die umfangreichen Befragungen der Landfrauen, die an mehreren Ständen ihre selbstgefertigten Produkte feilboten, sind ein Quell an Informationen, die einer der Teammitglieder aufschreiben soll. Da heißt es dann die Spreu vom Weizen zu trennen bzw. was sind wichtige Informationen oder einfach nur Klatsch und Tratsch.
Wie und ob Oda Kristensen sich in die Kriminalhandlung einbringt, denn sie ermittelt ja nicht mehr im Völxen-Team, sondern hat sich ja als Psychotherapeutin niedergelassen, bleibt abzuwarten.
Erneut beweist Susanne Mischke, dass das Team um Bodo Völxen einen Platz im Krimi-Universum verdient bzw. für mich schon lange hat.
Die Mitwirkenden sind mir beim Aufschlagen der ersten Seite sofort wieder präsent und durch die bildhaften Beschreibungen direkt vor Augen. Humor, viel Lokalkolorit und einem auf den ersten Blick nicht zu lösender, spannender Kriminalfall, das sind die Bestandteile dieses 15. Falls, den ich wieder gerne gelesen habe und meine Leseempfehlung dafür ausspreche.  
Fazit: Das ländliche Idyll trügt, auch Fall Nr. 15 hat es in sich und bietet in Gänze einen spannenden Kriminalfall, der nicht auf den ersten Blick zu lösen ist, humorvolle Szenerien und ein Ermittler-Team, dass aus der Krimi-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist. Gerne mehr davon!
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