Der 10. Fall für Julia Schwarz!
Bereits der Prolog von „Verstummte Narben“ startet mit einer Gänsehaut-Szenerie, wovon es im aktuellen Geschehen noch reichlich gibt:
Gerade noch als Sachverständige vor Gericht, bekommt die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz kurze Zeit später einen Anruf von Kommissar Florian Kessler, der zu einem Leichenfund gerufen wurde. Er bittet Julia darum, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen. Schon der Fundort des weiblichen Leichnams ist bizarr, denn die Verstorbene liegt nur mit einem Nachthemd bekleidet vor einem Grab auf einem Friedhof…
Nachdem Julia am Fundort angekommen ist, betrachtet sie die Tote näher: rings um den Hals sieht sie einen schmalen verfärbten Streifen, der sie vermuten lässt, dass das Opfer erdrosselt wurde. Unter der Toten entdeckt sie ein Foto, das Datum von in drei Tagen ist darauf vermerkt und zeigt eine andere Frau mit weit aufgerissenem Auge. Das nächste Opfer?
Als Julia sich die nähere Umgebung anschaut, erstarrt sie, denn der Name, der auf dem Grabstein steht, katapultiert sie viele Jahre in die Vergangenheit und sie wird an ihren Bruder erinnert, der viel zu früh eines gewaltsamen Todes starb….
Während Kommissar Kessler und sein Team sich an die Arbeit machen, um die Tote zu identifizieren, entdeckt Julia Schwarz bei der Obduktion dann ein ihr aus einem anderen Mordfall bekanntes Merkmal an der Toten. Doch der Fall ist abgeschlossen und der Täter sitzt seit vielen Jahren im Gefängnis. Da die Ermittlungen aber in alle Richtungen gehen, sucht Kommissar Kessler, den damaligen Täter im Gefängnis auf, doch der zeigt sich wenig kooperativ, Informationen will er nur an Julia Schwarz geben……
Für Julia wird es diesmal ein sehr persönlicher Fall und wie auch schon in „Der Nachtschattenmann“ gerät sie in die eine oder andere lebensbedrohliche Situation, sodass die Spannung von Anfang bis Ende auf einem hohen Level liegt.
Dies sind nur kleine Puzzleteile der aktuellen spannenden und nervenaufreibenden Gesamthandlung, denn es gibt weitere Opfer zu beklagen und eine Vielzahl an verdächtigen Personen erschweren den Ermittlern die Arbeit.
Es ist Catherine Shepherd wieder einmal wunderbar gelungen, die Leserschaft von einem Verdachtsmoment zum anderen zu schicken, falsche Fährten auszulegen und erst ganz am Ende das „Böse“ zu präsentieren. Herrlich!
Ich liebe es – ganz besonders bei den Julia-Schwarz-Thrillern – mitzuraten, wer hier sein Unwesen treibt. Es ist mir nicht wirklich gelungen, dazu war die Person zu gut versteckt.
Dieser Thriller ist rundum gelungen, ganz besonders für nervenstarke Leser geeignet, denn wie oben bereits erwähnt gibt es reichlich Nervenkitzel und Gänsehautmomente, die ich wieder genossen habe und ich daher meine unbedingte Leseempfehlung aussprechen möchte und die volle Punktzahl vergebe. Man darf gespannt sein, wie es in dieser Reihe weiter geht.
Fazit: Nervenkitzel und Gänsehautmomente auf hohem Niveau sind hier garantiert, weswegen es die volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung für diesen Thriller gibt! Gern mehr davon!
Bereits zum fünften Mal geht es handlungsmäßig nach Finnland, in die Küstenstadt Pori, wo das Ermittler-Team um Jari Paloviita es diesmal mit einer Reihe von schrecklichen Verbrechen zu tun bekommt. Anfänglich sind es übermütige Jugendliche, die sich um den Rädelsführer Ilkka Rajala scharen. Seine Anhängerschar wird immer gewaltbereiter, zerstört unter Einfluss von Drogen fremdes Eigentum, es wird herumgepöbelt, randaliert und schikaniert, besonders angetan haben es den Jugendlichen, obdachlose Menschen….
In den frühen Morgenstunden wird Jari Paloviita zu einem Tatort in einem Waldgebiet gerufen. Dort angekommen liegt eine Dunstwolke von Benzin in der Luft und es bietet sich ihm ein schauriger Anblick: Ein bis zu Unkenntlichkeit verbrannter Leichnam liegt am Boden.
Die ersten Ermittlungen ergeben, dass es sich offenbar um einen obdachlosen Mann handelt, den man mit Benzin übergossen und angezündet hat.
Der Verdacht liegt nahe, dass die Bande um Ilkka etwas mit dem Mord zu tun hat und sie damit die rote Linie überschritten haben und nun in die schwere Kriminalität abgerutscht sind….
Es bleibt nicht bei dem einen Brandopfer im Obdachlosenmilieu und die Ermittler bekommen alle Hände voll zu tun, denn ihr Augenmerk liegt nicht nur bei der jugendlichen Bande, sondern auch ein aufstrebender Drogenboss könnte seine Finger im Spiel haben..
Überraschenderweise engagiert sich die Kommissariatsleiterin Susanna Manner bei der Aufklärung der Brandmorde und taucht sogar an den Tatorten auf, so ganz gegen ihre sonstige Arbeitsweise. Was sich hinter ihrem Engagement verbirgt, ist ein Handlungsstrang, der mit reichlich krimineller Energie angereichert ist.
Der Titel „Was wir nicht sehen wollen„, ist gut gewählt und passt zum Inhalt. Die bekannten Mitwirkenden dieser Krimi-Reihe haben sich weiterentwickelt und es gibt wie bisher einen wohl dosierten Einblick in ihr Privatleben.
Ich habe diese Kriminalgeschichte wieder gern gelesen, die Figuren sind mir seit dem ersten Band dieser Reihe bekannt und ich hatte keine Probleme mich im Geschehen zurechtzufinden. Etwas Schwierigkeiten dagegen hatte ich mit dem Thema „Hypnose“ und wie es sich auf einen Teil der Mitwirkenden ausübt. Es klärt sich zwar zum Schluss alles nachvollziehbar auf, aber bis es so weit ist, dauert es diesmal etwas, weswegen der Spannungsbogen etwas abflacht, was schade ist. An das vorherige Buch „Was wir ihnen antun“ kommt das aktuelle inhaltlich nicht ganz heran, weswegen ich diesmal vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Reicht inhaltlich nicht ganz an die vorherigen Bücher heran, ist aber lesenswert und für Fans der Reihe unabdingbar.
Gerade hatte ich die lesenswerte Kurzgeschichte „Der Wendepunkt“ beendet, die zur Einstimmung des lange erwarteten, neuen Einsatzes von Dr. David Hunter kürzlich erschienen war, wo es schon mal einen „Vorgeschmack“ auf den siebten Thriller um den forensischen Anthropologen gab.
Nachdem ich nun „Knochenkälte“ in Gänze genossen habe, gibt es hier einen kleinen Einblick, worum es aktuell geht:
Ein „Auftrag“ bzw. ein Hilfeersuchen die Cumbria Police bei einem Fall zu unterstützen, führt David Hunter von London aus in eine ihm unbekannte Gegend. Er gerät bei eisigen Temperaturen in einen Sturm, der nicht nur seine Sicht beeinträchtigt, sondern sein Navi ausfallen lässt und nur ein schmaler Weg ihn immer weiter höher in eine Gebirgslandschaft führt. Umdrehen ist keine Option und nach einer Irrfahrt durch Sturm und Regen landet er in dem kleinen Ort Edendale, wo die Bewohner ihn nicht unbedingt mit offen Armen empfangen, Fremde mag man hier offenbar nicht. Auf der Suche nach einer Unterkunft landet er dann in dem heruntergekommenen Hillside House, einem ehemaligen Hotel, dessen Bewohner ihn mitten in der Nacht auch nicht besonders herzlich empfangen, ihm aber ein Zimmer zur Verfügung stellen.
Am nächsten Morgen ist zwar das Unwetter abgezogen, aber die Schäden, die es hinterlassen hat, zwingen David Hunter dazu für unbestimmte Zeit vor Ort zu bleiben, denn die einzige Straße, die rein oder raus aus dem Ort führt, ist von den Regenmassen weggespült worden…
Um den Kopf etwas frei zu bekommen, macht Dr. Hunter einem Spaziergang in dem nahegelegenen Wald. Der Sturm hat hier eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, wobei selbst riesige Bäume entwurzelt wurden und schon allein der Anblick dieser Zerstörung lässt den Spaziergänger innehalten. Als er sich dabei ein wenig umschaut, entdeckt er im Wurzelwerk eines alten Baumes ein menschliches Skelett. Bei genauem Betrachten, erkennt er, dass die Wurzeln des Baumes schon durch die Knochen hindurchgewachsen sind, was ihn vermuten lässt, dass dieser Körper hier bereits viele Jahre verborgen lag, bis das Unwetter ihn freigelegt hat….
Oben am Fundort gibt es kein Handynetz und auch im Hotel oder im Ort selbst scheitert der Versuch die Polizei zu alarmieren bzw. überhaupt jemanden auf seinen unfreiwilligen Aufenthalt aufmerksam zu machen, denn die Strom-/Telefonverbindungen in Edendale sind unterbrochen.
Was sich nach dem Bekanntwerden des Skelettfundes im Wald alles weiter ereignet und mit was für ungehobelten, aufbrausenden, undurchsichtigen und zur Gewalt bereiten Dorfbewohnern es David Hunter hier zu tun bekommt, werde ich nicht verraten.
Einmal mehr beweist Simon Beckett, wie er seine Leserschaft einfangen kann.
Er schwört eine unheimliche Atmosphäre herauf, die sich langsam steigert und durch seine bildhafte Beschreibung der Szenerien, kann ich mir vorstellen, dass bei dem einen oder anderen in Erinnerung an das Gelesene, Spaziergänge im Wald mit einer Gänsehaut behaftet sind.
Die Personen, die einem in diesem Ort begegnen, sind gut beschrieben, man kann sie sich vor Augen führen, wobei ich keinem wirklich begegnen würde wollen.
Unheimliche, düstere und ganz besonders lebensbedrohliche Situationen verlangen von David Hunter wieder mal alles ab und man kann nur den Hut ziehen, dass er mit soviel Leidenschaft immer noch für seinen Beruf brennt.
Fazit: Alles in allem bekommt der aktuelle „Hunter“ von mir die volle Punktzahl für unheimliche Spannung, die einen von Anfang bis Ende in den Bann zieht und Gänsehautmomente garantiert, aber auch Lust auf mehr macht.
Ein neuer Fall für Cormoran Strike und Robin Ellacott
Bisher habe ich immer die Hörbuchfassung dieser britischen Buchreihe genossen, – zuletzt „Das strömende Grab“ – . Diesmal habe ich mich an die eBook-Ausgabe von „Der Tote mit dem Silberzeichen“ gewagt, die über 1300 Seiten umfasst!
Ich gehe mal davon aus, dass der Leserschaft mittlerweile bekannt ist, dass sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith die bekannte britische Schriftstellerin J.K. Rowling verbirgt.
Dies ist bereits der achte Fall für die beiden Privatdetektive Cormoran Strike und Robin Ellacott, die gemeinsam in London erfolgreich eine Detektei betreiben.
Die spannende Buchreihe ist auch bereits erfolgreich unter dem Titel „Strike“ schauspielerisch toll besetzt und sehenswert verfilmt worden. Außerdem es gibt sie mittlerweile auf DVD für das Heimkino!
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins aktuelle Geschehen:
Seit dem ersten Buch knistert es zwischen Robin und Cormoran. Aber sie sind kein Liebespaar, was sich – wenn es nach Strike ginge – gern bald mal ändern dürfte, doch da gibt es einige Hürden zu meistern, was kein einfaches Unterfangen ist. Wie man es im aktuellen Geschehen ausführlich nachlesen kann, durchleben die beiden ein turbulentes Gefühls-Chaos, das durch private Sorgen und Nöte noch verkompliziert wird.
Robin hat sich nach ihrem schwierigen und besonders psychisch herausfordernden Undercover-Einsatz bei einer kriminellen Sekte immer noch nicht ganz erholt, aber sie will unbedingt wieder arbeiten.
Ein neuer Auftrag lässt auch nicht lange auf sich warten:
Ein schlagzeilenträchtiger Leichenfund im Tresorraum eines Silberhändlers beherrscht die Medien. Die Identifizierung des Toten ist zwar durch gewisse Umstände erschwert, aber die Polizei gibt nach kurzer Zeit bekannt, dass es sich um einen vorbestraften Mann handelt.
Decima Mullins engagiert die Detektei, weil sie die Identifizierung des Leichnams durch die Polizei anzweifelt, da sie felsenfest davon überzeugt ist, dass es sich dabei um ihren seit einiger Zeit wie vom Erdboden verschluckten Freund handelt. Auch als Strike anfänglich seine Zweifel äußert und unschlüssig ist, den Fall überhaupt zu anzunehmen, beharrt Decima darauf, dass sie unbedingt wissen muss, wer der Tote ist…
Tatsächlich ergeben sich bei genauerem Hinsehen dann doch noch einige Fragen aufwerfende Unstimmigkeiten, so dass Strike und Robin sich der Sache annehmen.
Allerdings ahnen sie nicht, in was für einem Wespennest sie da herumstochern. Mehrfach werden sie anonym bedroht und aufgefordert, doch „die Finger von dem Fall“ zu lassen. Was die beiden ignorieren, bis dann Robin in angsteinflößende und im weiteren Verlauf auch in lebensbedrohliche Situationen gerät…
Thematisch führt die Suche nach der Identität des Toten u.a. in die Welt der Freimaurer, was dem Geschehen ein etwas mystisches/geheimnisvolles Flair beschert.
Dies ist aber nur ein Teil der Gesamthandlung, welcher sich aber durch das ganz Buch hindurchschlängelt und den roten Faden bildet. Es gibt reichlich Nebenschauplätze und umfangreiche Einblicke in die Arbeit der Privatdetektive, sodass man das Geschehen immer genau im Auge behalten muss, denn es wimmelt von Mitwirkenden, die ich im Verlauf nur durch Zuhilfenahme von Farbmarkierungen habe richtig einordnen können, was den Spannungsbogen zeitweise abflachen lässt.
Bevor sich alles am Ende nachvollziehbar erklärt, stellten sich bei mir dann doch bei manchen Szenen die Nackenhaare hoch, denn Robert Galbraith lässt hier die Leserschaft tief in menschliche Abgründe blicken.
Obwohl das Knistern zwischen Robin und Cormoran ein nicht wegzudenkender Bestandteil dieser Krimi-Reihe ist, war es diesmal für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.
Alles in allem habe ich dies Buch wieder gern gelesen, nur für die volle Punktzahl reicht es nicht aus, dazu war das Lesen des Buches zu „anstrengend“, da man sich immer wieder aufs Neue orientieren musste, wer oder was hier gerade im Fokus des Geschehens steht. Auch wie bereits oben erwähnt, gab es diesmal ein bißchen zu viel Gefühlsduselei zwischen Robin und Cormoran, sodass ich vier von fünf möglichen Punkten vergebe, aber auch gespannt bin, wie es weitergeht.
Fazit: Unverzichtbar für die Fans der Reihe, aber durch zu viel Input, reicht es nicht für die volle Punktzahl!
Der zweite Fall für Eva Nyman
Mit „Stummer Schrei“ startete im letzten Jahr der schwedische Autor Arne Dahl seine neue Krimi-Reihe um die Ermittlerin Eva Nyman.
Bevor ich zum aktuellen Buch mit dem Titel „Kaltes Fieber“ komme, nur noch kurz der Hinweis: Zwar kann man Band 2 der Reihe ohne Vorkenntnisse lesen, ich empfehle aber trotzdem bei Band 1 zu beginnen – zumal ich den Auftakt spannend und fesselnd fand – und damit man die feinen Nuancen in der aktuellen Rahmenhandlung noch besser einordnen kann.
Das Ermittler-Team um Eva Nyman bekommt es diesmal mit einer Reihe aufsehenerregender Morde zu tun:
Auf dem Skinnarviksberg in Stockholm hat jemand eine große weiße Statue platziert, die man schon von weiten sehen kann. Erst einmal wird dies nicht beanstandet und als Kunstobjekt eingeordnet, das an die einstige Zeus-Statue aus Olympia erinnert, die zu den sieben Weltwundern der Antike gehörte. Doch dann fängt es an zu regnen und die Statue fängt an zu bröckeln und man kann ins Innere sehen:
Darin befindet sich die Leiche eines Mannes. Unter seiner Oberlippe verbirgt sich ein aufgerolltes Stückchen Papier, auf dem geschrieben steht:
„Du weißt, was Du getan hast“…
Nun, um herauszufinden, was dieser kryptische Satz zu bedeuten hat, braucht es einige Zeit, denn für das Ermittler-Team gibt es einiges zu tun. Wer auch immer hier sein Unwesen treibt, belässt es nicht bei diesem einen Mord, sondern „drapiert“ weitere seiner Opfer in Anlehnung an die antiken Weltwunder medienwirksam in der Öffentlichkeit.
Das bekannte Ermittler-Team aus Band 1 bekommt noch Zuwachs. Die weitgefächerten Recherchen führen u. a. in die Drogenszene, kriminelle Banden werden ins Visier genommen und in unterschiedlichen Bereichen der Kunstszene wird nach der mordenden Person gesucht. Hier wimmelt es von Mitwirkenden, die oftmals (Künstler-) Namen haben, die mich etwas verwirrt haben, weswegen ich mich mit der Einordnung etwas schwergetan habe.
Im Verlauf war mir eine Person im Gedächtnis geblieben. Warum kann ich gar nicht genau sagen, lag aber richtig, dass sich hier „das Böse“ verbirgt.
Arne Dahl hat einen angenehmen Erzählstil, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Auch wenn die Künstlernamen mich etwas verwirrt haben und ich eine Ahnung hatte, wem hier das Böse innewohnt, gibt es dafür keinen Punktabzug. Am Ende erklärt sich alles nachvollziehbar und ist schlüssig, weswegen dieser Kriminalroman meine Lese-Empfehlung bekommt.
Auf den nächsten Band kann man sicherlich schon gespannt sein, da ein am Ende aufblitzender Cliffhanger, diesen in Aussicht stellt und den ich gern wieder lesen würde.
Fazit: Band 2 ist lesenswert, spannend und gelungen, sodass man gespannt sein darf, wie es weitergeht
Bereits zum vierten Mal geht es in den hohen Norden, genauer gesagt nach Island, wo die Kriminalpolizistin – und Titelfigur dieser Krimi-Reihe – Hildur Rúnarsdóttir in Ísafjörður arbeitet. Um ihre privaten Probleme und den Berufsalltag für einige Zeit aus dem Kopf zu bekommen, greift sie sich gern ihr Surfbrett und fährt ans Meer.
Doch so richtig viel Zeit dafür hat sie im aktuellen Buch „Die Toten am Meer“ nicht, da ihr kriminalistisches Feingefühl gefragt ist, wie auch zuletzt in „Schatten des Nordlichts“. Gemeinsam mit ihrem aus Finnland stammenden Kollegen Jakob bekommt sie eine Vielzahl an Fällen „auf den Tisch“:
Ganz besonders gefällt mir an dieser Reihe, die angenehme und bildhafte Erzählweise der Autorin und wie sich aus vielen Teilchen nach und nach die Gesamthandlung zusammensetzt. Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack:
Hildurs Schwester Rosa ist ins leer stehende Elternhaus gezogen und renoviert es eigenständig. Bei notwendigen Erdarbeiten entdeckt man vier menschliche Skelette. Von den polizeilichen Ermittlungen ist Hildur ist zwar ausgeschlossen, trotzdem recherchiert sie in der Vergangenheit ihrer Familie, des Ortes und der näheren Umgebung, um herauszubekommen, was auf dem elterlichen Grundstück geschehen ist.
Island wird besonders in den Sommermonaten von vielen Kreuzfahrtschiffen angesteuert, sodass immer mehr Touristen ins Land kommen. Während gerade eines dieser Schiffe im Hafen liegt, taumelt blutüberströmt ein Mann mit schweren Gesichtsverletzungen in Richtung Innenstadt. Man nimmt sich seiner an und bringt ihn ins nahegelegene Krankenhaus. Auf Hildur wirkt der Mann verängstigt, doch ihre Fragen will/kann er nicht beantworten. Nur auf das Kreuzfahrschiff will er auf gar keinen Fall …
Diebstähle in Sommerhäusern und im Seniorenheim des Ortes beschäftigen die Ermittler. Hildur verbindet ihre Recherchen im Heim mit einem ihrer regelmäßigen Besuche bei Helga, einer alten, aber geistig noch recht regen Freundin ihrer Mutter. Von einem Tag auf den anderen ist Helga tot. Bei Hildur kommen Zweifel an einer natürlichen Todesursache auf und sie sollte recht behalten.
Wer die Reihe wie ich von Anfang an kennt, wird keine Mühe haben, sich im Geschehen zurechtzufinden. Anderen Lesern kann ich nur empfehlen, diese lesenswerte, besondere Krimi-Reihe von Beginn an zu genießen, um so die Feinheiten der Rahmenhandlung richtig einordnen zu können.
Mir gefällt diese etwas andere, leise erzählte Krimi-Reihe aus Island sehr gut. Neben den polizeilichen Ermittlungen erfährt man viel über das Land und seine Bewohner. Die beiden (Haupt)-Figuren Hildur und Jakob, ihr Privatleben und ihre Sorgen und Nöte sind einem mittlerweile gut bekannt, was auch in der aktuellen Rahmenhandlung weitererzählt wird und keinesfalls fehlen darf.
Auch wenn knisternde Spannung hier nicht wirklich greifbar ist, konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen. Seite um Seite flog nur so dahin, weswegen ich die volle Punktzahl vergebe und gespannt bin, wie es im Leben von Hildur und Co. weitergeht.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen leise erzählten Kriminalroman, der einen von der ersten Seite einfängt und festhält, weswegen die Reihe gern noch lange weitergehen darf!
Fall Nr. 2 für Nils Trojan und Carlotta Weiss














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