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Lisa Regan: Ihre letzte Beichte

Bookuture VÖ 15.06.22

Detective Josie Quinn 4
Letzten Monat erschien hier in Deutschland mit „Das Grab ihrer Mutter“ der dritte Fall für Detective Josie Quinn, wo man als Leser etwas mehr über ihre traumatische Kindheit erfährt. Josie durchläuft eine Achterbahn der Gefühle, die sie von ihrer bösartigen kriminellen Mutter zu einer liebenswerten Familie führt, die sie mit offenen Armen aufnimmt, was im aktuellen Buch „Ihre letzte Beichte“ fortbesteht und für sie eine ganz neue zwischenmenschliche Erfahrung darstellt. Und nicht nur dieser Teil ihres Privatlebens entwickelt sich positiv, sondern es knistert auch immer heftiger zwischen ihr und ihrem Kollegen Noah Fraley, wie auch gerade eben, als in ihrer freien Dienstzeit der Anruf von ihrem Chef sie ereilt und beide zu einem Mordfall gerufen werden. Da hilft auch der Einwand nichts: „Gretchen Palmer ist heute im Dienst, sie ist eine erfahrene Ermittlerin der Polizei von Denton, sie kriegt das hin….“ Doch die Stimme ihres Chefs ist gnadenlos, denn Josies geschätzte Kollegin hat nach einem Anruf ihren Arbeitsplatz verlassen und seitdem ist sie nicht mehr erreichbar…..
Als Noah und sie sich auf den Weg zum Leichenfundort machen, steigt in Josies Magen ein mulmiges Gefühl auf, denn sie nähern sich der Privatadresse von Gretchen Palmer und in deren Einfahrt liegt ein hinterrücks erschossener junger Mann und von ihrer Kollegin/Freundin fehlt jede Spur….
Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen und Josie nicht glauben kann, dass Gretchen etwas mit dem Tod des jungen Mannes zu tun hat, taucht diese nach einiger Zeit wieder auf und will ein Geständnis ablegen…
Von Anfang an hält einen die Handlung in Atem. Neben der Frage, was Gretchen dazu veranlasst hat, ein Geständnis abzulegen, führt die Gesamthandlung zu einigen alten ungelösten Kriminalfällen, die die beiden Detectives ganz schön auf Trapp halten und in deren Verlauf sie in höchste Lebensgefahr geraten….
Wie durch einen Sog wird man gleich zu Beginn in die Handlung hineingezogen und es ist mir schwergefallen, mich davon zu lösen, weswegen ich in Null-Komma-Nichts diesen spannungsgeladenen Thriller gelesen habe und mich schon auf die nächste Fortsetzung freue.
Fazit: Meine unbedingte Leseempfehlung gibt es hier und die volle Punktzahl für diesen unvorhersehbaren, wendungsreichen und sehr fesselnd erzählten Thriller. So darf es gern weitergehen!
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Lisa Regan: Das Grab ihrer Mutter

Bookouture

Detective Josie Quinn 3
Gerade noch hatte Josie Quinn in „Das Mädchen ohne Namen“ durch einen mutigen Sprung ins Flusswasser einem Säugling das Leben gerettet, bereichert dieser kleine Kerl namens Harris mittlerweile ihr Leben, denn wenn seine Mutter Misty mal jemanden zum Babysitten braucht, springt Josie gerne ein. Kaum hatte sie Harris seiner Mutter übergeben, muss sie auch schon wieder in den Einsatz:
Im Wald hinter der Wohnwagensiedlung Moss Gardens finden zwei Jungen beim Spielen menschliche Überreste.
Schon bei der Fahrt zur Fundstelle bekommt Detective Quinn Bauchschmerzen, denn sie kennt die Siedlung gut, ist sie doch dort aufgewachsen und der Wald, wo man die Überreste fand, war ihre Zuflucht, wenn es mal wieder zuhause unerträglich wurde. Ihre Kindheit war alles andere als glücklich, denn ihre Mutter schikanierte sie, wo sie nur konnte, was nach dem Tod ihres geliebten Vaters noch um einiges schlimmer wurde….
Bei der genauen Untersuchung der Überreste wird deutlich, dass die Knochen ca. 30 – 40 Jahre im Wald verborgen lagen. Sie gehören zu einem Mädchen im Teenageralter, das einen seltenen Zahnbefund aufweist. Durch diese Besonderheit kann sie identifiziert werden und ihr Name lautet Belinda Rose.
Als Josie diesen Namen hört, fühlt sie sich in ihre unschöne Kindheit zurückversetzt, denn der Name ihrer Mutter lautet ebenfalls Belinda Rose! Aber eins weis Josie ganz genau, ihre bösartige Mutter ist nicht schon seit über 30 Jahren tot, sie lebt noch irgendwo da draußen…
In zeitlichen Rückblicken wird Josies traumatische Kindheit erzählt.  Diese Informationen fügen sich gut in die aktuellen Geschehnisse ein und dienen dem besseren Verständnis der Gesamthandlung.
Je weiter im Leben der toten Belinda Rose recherchiert wird, um so deutlicher wird der Bezug zu Josies Leben, so dass diese sich gezwungen sieht, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen und sich ihren Dämonen von damals zu stellen….
Seit dem ersten Buch „Die verlorenen Mädchen“ bin ich Fan der Reihe. Lisa Regan fängt ihre Leserschaft schon auf der ersten Seite ein mit ihrem fesselnden Erzählstil. Die Szenerien werden bildhaft geschildert, so dass einem schon mal die Nackenhaare hochstehen. Man findet sich im Geschehen gut zurecht, auch wenn man die Vorgeschichte nicht kennt (was ich aber nur empfehlen kann, denn es lohnt sich auf jeden Fall diese spannungsgeladene Thriller-Reihe von Beginn an zu lesen!).
Auch dieses Mal in „Das Grab ihrer Mutter“ geht es handlungsmäßig richtig hart zur Sache, Josies Leben ist wie eine Achterbahn der Gefühle und je weiter sich der Kriminalfall entwickelt, umso mehr „Unschönes“ kommt ans Tageslicht und führt zu einem netzartigen Gebilde aus „böser Energie“, das es zu entwirren und ganz besonders zu stoppen gilt. Ich freue mich schon auf den nächsten Thriller um Josie Quinn, der demnächst in Deutschland erscheint!
Fazit: Fesselt von der ersten Seite an, zieht einen sogartig ins Geschehen und ist ein gelungener spannungsgeladener Page-Turner, den man nicht verpassen sollte!
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Lisa Regan: Das Mädchen ohne Namen

Bookouture

Detective Josie Quinn 2
Im September letzten Jahres war ich auf „NetGalley“ auf den ersten Fall von Detective Josie Quinn mit dem Titel „Die verlorenen Mädchen“ aufmerksam geworden. Der Thriller hatte mich von der ersten Seite an „gefesselt“, die Handlung war spannungsgeladen, thematisch aber „hard stuff“ und nicht nur für den Leser nervenaufreibend, sondern für die Hauptfigur Josie Quinn im Verlauf ein sehr persönlicher Fall, der ihr einiges abverlangte…
Nun ist mit „Das Mädchen ohne Namen“ die Fortsetzung der Reihe erschienen. Josie Quinn ist mittlerweile die Polizeichefin von Denton im ländlichen Pennsylvania. Auch wenn man der Gesamthandlung dieses Thrillers ohne weiteres folgen kann, würde ich trotzdem jedem Thriller-Fan empfehlen, auch den ersten Einsatz von Detective Quinn zu lesen, es sind zwar alle wichtigen Fakten der Vorgeschichte hier eingewoben, aber zum noch besseren Verständnis lohnt sich auf  jeden Fall, die Reihe von Beginn an zu verfolgen.
Privat schmiedet Josie mit ihrem Verlobten Luke Heiratspläne. Doch die müssen erst einmal warten, denn durch einen Telefonanruf ihres Stellvertreters Noah Fraley wird sie an einen Tatort gerufen, dessen Adresse Josie irgendwie bekannt vorkommt, sie aber noch nicht gleich drauf kommt, warum das so ist: Dort angekommen, wird ihr sehr schnell klar, wer die junge Frau ist, die hier brutal überfallen wurde und jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus mit dem Überleben kämpft. Am Ort des Geschehens liegt überall kaputtes Glas, Möbel sind umgestoßen und zersplittert und es gibt reichlich Blutspuren, die nur erahnen lassen, welche Brutalität hier vorgeherrscht hat. Wäre dies alles nicht schon schlimm genug, kommt es noch schlimmer, denn recht schnell stellt sich heraus, dass der kürzlich geborene Säugling der Überfallenen nirgends zu finden ist und man von einer Entführung ausgehen muss…
Während alles Maßnahmen anlaufen um den Säugling zu finden, ahnt Detective Quinn noch nicht, was für ein weitreichender Fall sich hier entwickelt. Recht bald führen Hinweise zu einflussreichen Personen, die mit aller Macht versuchen, ihr Gesicht zu wahren, komme was da wolle und sie schrecken auch vor Mord nicht zurück, weswegen im Verlauf es zu einigen Todesfällen kommt. Es wird angedroht, Josie Quinn den Chefposten zu entziehen und während die Uhr tickt und der Säugling immer noch nicht gefunden wurde, verschwindet Josies Lebensgefährte Luke spurlos….
Genau wie der Beginn der Reihe, hat sich die Autorin hier wieder eine komplexe Handlung einfallen lassen, die nichts für schwache Nerven ist. Ich habe diesen Thriller wieder gern gelesen und freue mich auf den nächsten Fall, der hoffentlich bald in Deutschland veröffentlich wird, denn die Reihe an sich umfasst bereits mehr als zehn Bücher!
Nur etwas möchte ich hier noch anmerken: Etwas unrealistisch fand ich, dass Josie, die ja mittlerweile Polizeichefin ist, selbst so aktiv ermittelt, obwohl sie ein gutes Ermittler-Team zur Verfügung hat, ganz besonders als der Fall dann persönlich wird. Aber dies kann ich noch unter „schriftstellerischer Freiheit“ verbuchen, denn nichtsdestotrotz ist dieser Thriller wieder ein Page-Turner, der von der ersten Seite an fesselt, wendungsreich ist und unvorhersehbar bis zum Schluss bleibt, was mir sehr gut gefallen hat.
Fazit: Fesselnder Page-Turner, der wendungsreich und unvorhersehbar ist!
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