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Alex Finlay: Falls mir etwas zustößt

Goldmann 

Der Autor war mir bisher nicht bekannt. Durch das farblich „anziehende“ Cover und den Klappentext war ich gespannt was mich bei „Falls mir etwas zustößt“ erwartet:
Im Prolog lernt man die verliebten Jugendlichen Alison, kurz Ali, und Ryan kennen, die das Auto auf der versteckt liegenden Lichtung parken, die auch Lover’s Lane genannt wird, der ideale Ort zum Knutschen….
…dann wird plötzlich die Autotür aufgerissen. Es ertönt ein Schrei und Ryan bekommt einen schweren Schlag auf den Kopf. Geraume Zeit später kommt er im Gras liegend wieder zu sich. Das Auto ist weg, genau wie Alison…..
Auch fünf Jahre später träumt Ryan immer noch von dem Überfall, doch was eigentlich geschehen ist, daran kann er sich nicht erinnern. Von Ali fehlt weiterhin jede Spur. Ryan hat seitdem eine schwere Zeit durchgemacht. Die Medien berichteten groß über den Fall und Ryan war in aller Munde, denn man vermutete, dass er etwas mit Alis Verschwinden zu tun habe.
Inzwischen studiert er Jura und hat seinen Nachnamen geändert, damit er endlich mit diesem schrecklichen Ereignis abschließen kann.
Doch so schnell wird es dazu nicht kommen, denn er erhält einen Anruf von seinem Vater, der ihm mitteilt, dass man Alisons Auto in einem See entdeckt habe und sich darin zwei unbekannte Tote befanden sowie eine in Alis Handschrift abgefasste rätselhafte Botschaft.
Bis hier hatte mich die Handlung noch eingefangen und ich hoffte im Verlauf auf eine spannende Auflösung des Falls.
Doch je weiter ich las, umso mehr undurchsichtige, düstere und auch kriminelle Mitwirkende tauchten im Geschehen auf. Bald hatte man viele lose Fäden in der Hand, die sich aus Perspektive- und Ortswechsel sowie unterschiedlichen Zeitebenen zusammensetzen, was dann den anfangs flüssigen Erzählstil verlangsamen ließ. Durch die vielen Personen, die hier mitwirken und die wechselnden Szenen muss man sich schon gut konzentrieren, um alles richtig einzuordnen.
Bald hatte ich eine Ahnung, in welche Richtung sich die Auflösung entwickelt und lag richtig, was aber keinen Punktabzug gibt.
Auch wenn der Autor die Auflösung am Ende nachvollziehbar erklärt, war mir die ganze „Mauschelei im Verborgenen“ und der Grund, weswegen alles passiert ist, dann doch etwas „unrund“, zumal die ganzen Geschehnisse, die hier zwischen Anfang und Ende als „Füllstoff“ fungieren dann doch sehr umfangreich und weitläufig bzw. einfach zu viel des Guten sind. Was schade ist, denn Potenzial ist durchaus vorhanden, welches sich aber durch zu viel Input verflüchtigt und der „Thrill“ hier auf der Strecke bleibt.
Insgesamt vergebe ich drei von fünf Punkten, da anfänglich durchaus Spannung aufgebaut wurde, die sich leider für meinen Geschmack im Verlauf verlor.
Fazit: Guter Start, doch das vorhandene Potenzial wurde leider nicht ganz ausgeschöpft!
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