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Satu Rämö: HILDUR – Das Tal der Schuld

Heyne Verlag

Fall Nr. 5 für Hildur Rúnarsdóttir

Gut ein Jahr ist vergangen seit mich „Die Toten am Meer“, der vierte Band dieser isländischen Krimi-Reihe begeistert hat.
Das Tal der Schuld“ ist ein gut gewählter Titel für den Inhalt des aktuellen Bandes:
Die Handlung führt gleich zu Beginn mitten ins Geschehen, wo man am Alltag der Menschen in Island teilnimmt. Es ist September 2023 und die Kriminalbeamtin Hildur ermittelt gerade mal nicht in einem Fall. Sie engagiert sich, wie viele andere auch, beim jährlichen Schafabtrieb aus den Bergen.  Eine abwechslungsreiche Arbeit, aber auch kein einfaches Unterfangen.
Doch lange währt ihre „Auszeit“ nicht, denn beim Einsammeln der Schafe wird in einem einsamen, aber sagenumwobenen Tal die Leiche einer Frau gefunden. Hildur wird über den Fund informiert und sie macht sie auf den Weg, um sich vor Ort ein Bild zu machen.
Es ist kein schöner Anblick der sie dort erwartet, denn offenbar haben Krähen mit ihren spitzen Schnäbeln das Gesicht der Frau bis zur Unkenntlichkeit zerstört.
Es dauert etwas bis die Frau identifiziert und aus dem anfänglich vermuteten Unfall eine Mordermittlung wird. 
Wie gewohnt setzt sich die Gesamthandlung aus mehreren Handlungssträngen zusammen und führt in verschiedene Zeitebenen, wo die Autorin dann nach und nach das passende Puzzleteil parat hat, um das Geschehen voranzutreiben.
Das Auftauchen eines ehemaligen Kollegen irritiert Hildur und ihr Privatleben gerät etwas ins Straucheln. Komplizierter wird es dann noch, als ein alter Kriminalfall Parallelen zum aktuellen Leichenfund aufweist und die Ermittlungen weit in Hildurs Vergangenheit bzw. zu ihren beruflichen Anfängen führen.
Nicht nur die Ermittler suchen nach Antworten, auch Hildurs Tante Tinna will endlich herausfinden, was aus ihrer ältesten Schwester Hulda geworden ist. Diese war vor vielen Jahren aus unbekannten Gründen in ein anderes Land gezogen, seitdem hat niemand mehr etwas von ihr gehört oder gesehen. Weswegen Tinna sich auf Spurensuche begibt. 
Über der Gesamthandlung schweben von Beginn an düstere Wolken und auch das Thema hat es in sich weswegen mir auch ab und an die Nackenhaare hoch standen.
Seit dem ersten Buch dieser Krimi-Reihe mag ich den annehmen, gut aufgebauten Erzählstil der Autorin. Auch die gelungene Kombination aus Kriminalhandlung, Privatleben der Hauptfiguren und das Leben an sich in Island einschließlich der Sitten und Gebräuche ist etwas Besonderes und macht mittlerweile für mich diese Reihe aus.
Wer wie ich seit Beginn dabei ist, dem sind die Mitwirkenden mittlerweile gut bekannt. Auch hat man bereits durch die fortlaufende Rahmenhandlung einige Sorgen und Nöte oder auch Schicksalsschläge mit ihnen geteilt, sodass sie mir schon „wie gute alte Bekannte“ vorkommen, die man nicht mehr missen möchte.  
Wieder sind die Seiten nur so dahingeflogen und ich fand es schade, dass man sich schon wieder verabschieden musste. Die Krimi-Reihe darf gern noch lange so weitergehen. Ich bin gern wieder dabei. Auch Band Nr. 5 verdient die volle Punktzahl für fesselnde Spannung und bekommt meine unbedingte Lese-Empfehlung!
Fazit: Band Nr. 5 erhält die volle Punktzahl und meine Lese-Empfehlung, denn Spannung und gute Unterhaltung gehen hier Hand in Hand! Gern weiter so

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