Penguin
Im letzten Jahr startete mit „DORN – Zimmer 103“ die neue Thriller-Reihe des Autors um den gesundheitlich angeschlagenen Kriminalpsychologen Simon Dorn und die junge, engagierte Kriminalpolizistin Lea Wagner vom Bundeskriminalamt in Wien.
Der fesselnde Triller hatte mir sehr gut gefallen und auf die weitere „Zusammenarbeit“ des ungleichen Ermittler-Duos war ich gespannt.
Nach den nervenaufreibenden Ereignissen des ersten Buches öffnet sich nun im heruntergekommenen Hotel Dornwald in Bad Gastein eine weitere Tür. Doch was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt, möchte ich eigentlich gar nicht preisgeben, da ich niemandem das Lese-Vergnügen nehmen möchte.
Mich hat die aktuelle Handlung von der ersten Seite an „eingefangen“, weswegen ich diesen Page-Turner kaum aus den Händen legen konnte.
Daher gibt es auch nur einen kleinen Einblick in die Gesamthandlung, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und sich nach und nach zu einem großen Ganzen zusammensetzt. Durch den angenehmen und flüssigen Erzählstil des Autors hat man keine Schwierigkeiten sich im Geschehen zurechtzufinden. Durch die bildhafte Sprache hat man die Szenerien direkt vor Augen, sodass es passieren kann, dass einem der eine oder andere Schauer über den Rücken läuft und somit fesselnde Spannung von Anfang bis Ende gegeben ist.
Simon Dorn ist nach dem Versiegen seiner bisherigen „Geldquelle“ finanziell am Ende und durch den damit verbundenen Verlust einer ihm zugetanen Bezugsperson auch seelisch am unteren Level angekommen, nur sein tierischer Mitbewohner Buddy (ein weißer Schäferhund) hält ihn noch etwas aufrecht. Dann erhält er eine ungeahnte Geldspritze, die seinem mehr als überzogenen Bankkonto zu einem Guthaben verhilft, die mit einer geheimnisvollen Nachricht verbunden ist und zu einer Person führt, die Dorn um Hilfe bittet…
Lea Wagner wird beruflich durch ihre manchmal unkonventionelle Arbeitsweise von ihrem Chef beim BKA Wien an der kurzen Leine gehalten, weswegen sie an keinen aktuellen Fall arbeitet. Daher hat sie etwas Zeit sich um ein familiäres „Problem“ zu kümmern. Ihr älterer Bruder Karl, der sich gut in Unterweltkreisen auskennt, muss dringend untertauchen, denn er hat sich mit einem mächtigen Gegner angelegt. Kurzerhand bringt Lea Karl im Hotel Dornwald unter…
Simon Dorns Gedanken kreisen um die kurze Kommunikation mit der Hilfe suchenden Person, denn der Kontakt wurde abgebrochen. Dorn bittet Lea Wagner um Unterstützung bei der Recherche, ob es der Person gut geht. Die macht sich schnurstracks an die Arbeit und steht bald vor einer Person, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr am Leben ist und daher auch nicht mit Dorn kommuniziert haben kann. Wer war es dann?
Bei all dem kriminellen Geschehen in der Handlung mündet das Zusammentreffen von Karl Wagner und Simon Dorn in einem erfrischenden Handlungsstrang, der wohl dosiert eingewoben wurde und die spannungsgeladene Handlung belebt.
Wer so geheimnisvoll Kontakt mit Simon Dorn aufgenommen hat, bleibt hier natürlich unerwähnt und wird vom Autor auch erst ganz zum Schluss preisgegeben, was mir gut gefallen hat.
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass man sich diesen geschickt geschriebenen und sich handlungsmäßig nach und nach entwickelnden fesselnden Thriller nicht entgehen lassen sollte!
Fazit: Fortsetzung gelungen! Volle Punktzahl und unbedingte Lese-Empfehlung für diesen spannenden Page-Turner!