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Jan Beck: DORN – Zimmer 203 – Ruf der Toten

Penguin

Im letzten Jahr startete mit  „DORN – Zimmer 103“ die neue Thriller-Reihe des Autors um den gesundheitlich angeschlagenen Kriminalpsychologen Simon Dorn und die junge, engagierte Kriminalpolizistin Lea Wagner vom Bundeskriminalamt in Wien.
Der fesselnde Triller hatte mir sehr gut gefallen und auf die weitere „Zusammenarbeit“ des ungleichen Ermittler-Duos war ich gespannt.
Nun ist mit „DORN – Zimmer 203 – Ruf der Toten“ das zweite Buch der Reihe erschienen:
Nach den nervenaufreibenden Ereignissen des ersten Buches öffnet sich nun im heruntergekommenen Hotel Dornwald in Bad Gastein eine weitere Tür. Doch was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt, möchte ich eigentlich gar nicht preisgeben, da ich niemandem das Lese-Vergnügen nehmen möchte.
Mich hat die aktuelle Handlung von der ersten Seite an „eingefangen“, weswegen ich diesen Page-Turner kaum aus den Händen legen konnte.
Daher gibt es auch nur einen kleinen Einblick in die Gesamthandlung, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und sich nach und nach zu einem großen Ganzen zusammensetzt. Durch den angenehmen und flüssigen Erzählstil des Autors hat man keine Schwierigkeiten sich im Geschehen zurechtzufinden. Durch die bildhafte Sprache hat man die Szenerien direkt vor Augen, sodass es passieren kann, dass einem der eine oder andere Schauer über den Rücken läuft und somit fesselnde Spannung von Anfang bis Ende gegeben ist.
Simon Dorn ist nach dem Versiegen seiner bisherigen „Geldquelle“ finanziell am Ende und durch den damit verbundenen Verlust einer ihm zugetanen Bezugsperson auch seelisch am unteren Level angekommen, nur sein tierischer Mitbewohner Buddy (ein weißer Schäferhund) hält ihn noch etwas aufrecht.  Dann erhält er eine ungeahnte Geldspritze, die seinem mehr als überzogenen Bankkonto zu einem Guthaben verhilft, die mit einer geheimnisvollen Nachricht verbunden ist und zu einer Person führt, die Dorn um Hilfe bittet…
Lea Wagner wird beruflich durch ihre manchmal unkonventionelle Arbeitsweise von ihrem Chef beim BKA Wien an der kurzen Leine gehalten, weswegen sie an keinen aktuellen Fall arbeitet. Daher hat sie etwas Zeit sich um ein familiäres „Problem“ zu kümmern. Ihr älterer Bruder Karl, der sich gut in Unterweltkreisen auskennt, muss dringend untertauchen, denn er hat sich mit einem mächtigen Gegner angelegt. Kurzerhand bringt Lea Karl im Hotel Dornwald unter…
Simon Dorns Gedanken kreisen um die kurze Kommunikation mit der Hilfe suchenden Person, denn der Kontakt wurde abgebrochen. Dorn bittet Lea Wagner um Unterstützung bei der Recherche, ob es der Person gut geht.  Die macht sich schnurstracks an die Arbeit und steht bald vor einer Person, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr am Leben ist und daher auch nicht mit Dorn kommuniziert haben kann. Wer war es dann?
Bei all dem kriminellen Geschehen in der Handlung mündet das Zusammentreffen von Karl Wagner und Simon Dorn in einem erfrischenden Handlungsstrang, der wohl dosiert eingewoben wurde und die spannungsgeladene Handlung belebt.
Wer so geheimnisvoll Kontakt mit Simon Dorn aufgenommen hat, bleibt hier natürlich unerwähnt und wird vom Autor auch erst ganz zum Schluss preisgegeben, was mir gut gefallen hat. 
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass man sich diesen geschickt geschriebenen und sich handlungsmäßig nach und nach entwickelnden fesselnden Thriller nicht entgehen lassen sollte!
Fazit: Fortsetzung gelungen! Volle Punktzahl und unbedingte Lese-Empfehlung für diesen spannenden Page-Turner!
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Jan Beck: DORN – Zimmer 103

Penguin

Mit „DORN – Zimmer 103“ startet die neue Thriller-Reihe des mir bisher unbekannten Autors Jan Beck.
Die titelgebende Figur dieser Reihe ist der Kriminalpsychologe Simon DORN. Er hat sich aus privaten und gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst zurückgezogen. Seit langer Zeit „logiert“ allein im leer stehenden und mittlerweile auch baufälligen Hotel Dornwald in Bad Gastein. Doch ganz ohne seine berufliche Tätigkeit hält er es dort nicht aus, weswegen er sich heimlich mit alten ungelösten Kriminalfällen beschäftigt. Jedem leeren Gästezimmer hat er eine ganz besondere Tapete verpasst, denn er hat neben vielen Fotos den gesamten „Akteninhalt“ zu jeweils einem ungelösten (Mord)fall an die Wände geklebt. Karla Hofbauer, die im Cold-Case-Management beim Bundeskriminalamt in Wien arbeitet, ist seine einzige Vertrauensperson, die ihn bei seinen verdeckten Ermittlungen immer wieder unterstützt.
Da die Gesamthandlung aus unterschiedlichen Perspektiven bzw. durch verschiedene Personen „erzählt“ wird, lernt man als Leser dann auch Karla Hofbauer kennen. Seit Jahren sucht sie einen perfiden Mörder, weswegen sie nach Hamburg reist, wo sie eine vielversprechende Spur verfolgt. Wenig später wird sie ermordet aufgefunden….
Nun taucht die zweite Hauptfigur, – die junge, engagierte Kriminalpolizistin Lea Wagner aus Wien – auf. Sie kennt Karla Hofbauer und ist bestürzt über ihren schrecklichen Tod, weswegen sie auf eigene Faust anfängt zu ermitteln. Bei ihren grenzwertigen Aktivitäten in Sachen Recherche stößt sie auf Karlas häufige Aufenthalte in Bad Gastein. Kurzerhand reist sie dorthin, wo sie im örtlichen Polizeirevier um Hilfestellung bittet. Nur ihrer Hartnäckigkeit geschuldet, weist man ihr den Weg zum einstigen glanzvollen Hotel Dornwald, wo sie dann wiederum nur durch Ausdauer und Unnachgiebigkeit auf den wenig auskunftsfreudigen Einsiedler und einstigen Kriminalpsychologen Simon Dorn trifft. Ob es Lea gelingt, Dorn in die Recherchen zum Tod von Karla Hofbauer einzubeziehen???
Wie es weitergeht und wer hier sein Unwesen treibt, werde ich hier natürlich nicht verraten, zumal es Jan Beck gelungen ist, einen spannenden Thriller zu schreiben. Die beiden sehr gegensätzlichen Hauptfiguren sind gut gezeichnet, es blitzt ein gewisser Humor bei ihren Begegnungen wider Willen auf, was mir gut gefallen hat. Da dies ja der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe sein soll, darf man gespannt sein, wie sich das Zusammenspiel zwischen Lea und Dorn gestaltet. Zumal ja dieser ein Problem mit der „Welt“ außerhalb des Hotels hat, bin ich sehr gespannt, welche Lösung Jan Beck hierfür auf Lager hat.
Nur eine Kleinigkeit möchte ich noch anmerken:
Auch wenn der Autor hier sehr geschickt „das Böse“ versteckt hat, gab es einen Moment in der Handlung, wo ich eine Idee hatte, wer hinter den ganzen Morden stecken könnte. Ich lag tatsächlich richtig, was aber den Unterhaltungswert dieses Thrillers nicht schmälert, denn den Ausgang des Buches konnte ich natürlich nicht vorhersehen, weswegen es hier vier von fünf möglichen Punkten von mir gibt.
Fazit: Der Start der neuen Thriller-Reihe ist gelungen, birgt fesselnde Unterhaltung und ein Ermittler-Duo, auf dessen weitere Zusammenarbeit man gespannt sein darf!
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