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Arne Dahl & Jonas Moström: Doppelspiel

 

Lübbe   NetGalleyDE

Arne Dahls spannende Bücher sind mir bestens bekannt, zuletzt habe ich „Kaltes Fieber“ aus der Eva-Nyman-Reihe gelesen.
Nun hat er sich mit seinem schwedischen Schriftsteller-Kollegen Jonas Moström (dessen Bücher ich bisher noch nicht kenne) zusammengetan und sie haben gemeinsam den Kriminalroman „Doppelspiel“ geschrieben.
Das Buch startet mit einer nervenaufreibenden Szene!
Dann lernt man den Krimiautor Tom Berg kennen, den nach seinem großen Erfolg jetzt eine quälende Schreibblockade ausbremst. Es geistert ihm zwar eine Idee im Kopf herum, wo es im Stockholmer Nachtleben zu einem Mord kommt, aber richtig ausgearbeitet hat er dies noch nicht und kaum etwas zu Papier gebracht.
Aber seine Verlegerin sitzt im Nacken, sie will endlich über sein neues Buchprojekt sprechen und seinen Entwurf dazu lesen.
Toms guter Freund Lennart rät ihm: „Du musst mal raus!“ Geh und lass Dich im Nachtleben treiben…
Gesagt, getan! Tom begibt sich auf Brainstorming und landet in einem Nachtclub. Was ihm dort widerfährt, kann er selbst kaum glauben:
Es kommt ihn vor, als befände er sich in seiner eigenen Buch-Idee, denn vor seinen Augen passiert ein Mord, dann ist er plötzlich mitten im weiteren Geschehen, das ihn zur Flucht drängt…
Die herbeigerufene Polizei ermittelt, vernimmt Tom später auch als Zeugen, bis sich das Blatt für ihn wendet und er zum Hauptverdächtigen avanciert.
Ab hier heißt es für Tom Borg „wie komme ich aus diesem Schlamassel wieder heraus, schaffe ich es meine Unschuld zu beweisen?“
Teilweise weiß man nicht so recht in welcher „Parallelwelt“ man sich befindet, denn Gut und Böse oder Realität und Fiktion verschwimmen hier ineinander. Man bekommt Einblick in Toms Gedankengänge oder man ist dabei als er auf der Flucht durch Stockholm hetzt. 
Es gibt einige Mitwirkende, die man erst einmal nicht richtig einordnen kann bzw. nicht auf den ersten Blick erkennt, ob sie Tom zugetan oder gar die Strippenzieher in diesem Verwirrspiel sind.
Ober gibt es gar noch eine höhere Macht, die hier ihre Finger im Spiel hat?
Dem Autoren-Duo ist es gelungen, ihre Leserschaft gut zu unterhalten und haben gemeinsam mal einen etwas anderen Kriminalroman geschrieben. Das Buch liest sich gut und flüssig. Auch wenn die Handlungsstränge sich vermengen kann man dem Geschehen letztendlich folgen und wird mit einem unvorhersehbaren Ende konfrontiert.
Für mich ist die Gesamthandlung irgendwie noch nicht ganz zu Ende erzählt, was mich vermuten lässt, es gibt vielleicht noch eine Fortsetzung?
Insgesamt vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und spreche meine Lese-Empfehlung aus.
Fazit: Mal ein etwas anders aufgemachter, lesenswerter Kriminalroman, wo am Ende noch Luft für eine Fortsetzung ist?!
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