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Thomas Durchschlag: Finsterland

Piper

Mit „Finsterland“ startet die neue Thriller-Reihe um die beiden Polizeischüler Mila Elias und Tom Schmidt, die im Gebiet Frankfurt/Main angesiedelt ist. Für Thomas Durchschlag ist dieser Thriller sein Debüt als Buchautor. Geschichten erzählen bzw. Drehbücher schreiben und Spielfilme drehen, da ist er firm drin, denn er arbeitet bereits seit geraumer Zeit in diesem Metier für ARD und ZDF und hat für seine erfolgreiche Arbeit schon einige Preise verliehen bekommen.

Zum Inhalt des Buches:

Noch kurz vorweg, Thomas Durchschlag hat sich von wahren, immer noch Fragen aufwerfenden Kriminalfällen bei diesem Thriller inspirieren lassen, aber sonst ist die Handlung fiktiv. Allerdings braucht man beim Lesen schon starke Nerven, was sich bereits im Prolog ankündigt, denn da standen mir schon das erste Mal die Nackenhaare hoch!
Die beiden oben erwähnten Polizeischüler Mila und Tom treten ihren ersten Tag als Praktikanten beim Kriminalkommissariat 11 in Frankfurt an. Ohne Vorwarnung lernen sie den harten Berufsalltag kennen: 
Eine Anruferin hat der Polizei gemeldet, dass sie bei der Haushaltsauflösung ihres verstorbenen Vaters Markus Biehl in der Gefriertruhe eine gruselige Entdeckung gemacht hat. Dort habe sie menschliche Überreste gefunden…
Die „Ermittlungsmaschinerie“ läuft an und Mila und Tom befinden sich mittendrin. Beide sind engagiert und „hängen sich voll rein“, sie sind zielstrebig und hoffen beide nach Beendigung ihres Praktikums auf eine feste Stelle beim K11.
Bereits der Fund in der Gefriertruhe ist kein schöner Anblick, dann die Leichenschau und die Teilnahme an einer Obduktion, all das müssen die Neulinge erst einmal verkraften.
Aber auch als Leser hat man das Gefühl vor Ort zu sein, denn die Szenerien hat der Autor sehr bildhaft geschildert, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist.
Im Verlauf weisen die Untersuchungsergebnisse der Fundstücke auf zwei alte ungelöste Kriminalfälle hin, wovon einer ins Rotlichtmilieu führt und der andere zu einem Vermisstenfall passt.
Da der mutmaßliche Täter tot ist, steht im Raum, dass nicht weiter ermittelt wird, sondern „die Akte“ geschlossen wird.
Nicht nur bei Mila grummelt der Bauch, denn sie würde gern noch etwas weiterermitteln, da sie vermutet, dass der verstorbene Markus Biehl einen Helfershelfer gehabt hat, den es aufzuspüren gilt..
Tatsächlich geht ab hier die Handlung erst richtig los, denn Mila wird von jemanden kontaktiert, dem sehr an weiteren Ermittlungen gelegen ist. Nur dürften ihre Vorgesetzten auf keinen Fall davon erfahren. Mila gerät in einen Gewissenskonflikt, aber ihr Baugefühl ist stärker und „im Verborgenen“ ermittelt sie bald mit Toms Unterstützung weiter…
Wie bereits oben erwähnt, hat es schon der Prolog in sich und auch die sehr bildhaft geschilderten Szenerien in der Gesamthandlung sind nichts für schwache Nerven. Die Figuren sind gut gezeichnet, nur die Nebenhandlung mit Blick ins Privatleben wäre für mich entbehrlich gewesen, da die Mordermittlungen schon sehr viel Raum einnehmen.
Im Großen und Ganzen liest sich das Buch gut, hat aber für meinen Geschmack stellenweise Längen, da der Autor offenbar alle Bereiche einer Mordermittlung aufzeigen wollte, was dann ab und an zu ausführlich geraten ist, sodass der Spannungsbogen etwas abflacht. Auch hatte ich bei der Suche nach dem „zweiten Mann“ schon recht bald eine Idee, wer sich dahinter verbirgt und lag richtig, auch wenn der Autor hier geschickt einige falsche Fährten ausgelegt hat. Aber dies nur am Rande und dafür gibt es auch keinen Punktabzug.
Insgesamt fand ich dieses Thriller-Debüt gelungen und lesenswert, sodass ich hier 4,5 Punkte von 5 vergebe und meine Lese-Empfehlung ausspreche.
Fazit: Nervenaufreibendes gelungenes Thriller-Debüt
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