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Kristina Ohlsson: Spätsommertod

Der-Audio-Verlag VÖ 10.07.25

Schon nach den ersten Worten von Uve Teschner – der mit seiner markanten Stimme den Zuhörer sofort „einfängt“, um zu einem mehrstündigen Ausflug ins schwedische Hovenäset zu starten – geht bei mir das Kopfkino an. Ich befinde sogleich mittendrin im aktuellen Geschehen des neuen Krimi-Hörbuchs „Spätsommertod“ von Kristina Ohlsson:
Es ist August und trotz der ungewöhnlich hohen Temperaturen sind die Bewohner des beschaulichen Ortes an der schwedischen Westküste emsig mit den Vorbereitungen für das traditionelle Krebsfest beschäftigt.
Für August Strindberg und Maria Martinsson hat sich das gemeinsame Leben durch die Geburt ihrer Tochter Sofia verändert, aber mittlerweile gut eingespielt, weswegen Maria auch gerade wieder ihren Dienst als Polizistin angetreten hat.
Ein neuer Kriminalfall lässt auch nicht lange auf sich warten:
Ein älteres Ehepaar – Uwe und Irma Dahlmann –  hatte es ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit versäumt, die kleine Enkeltochter aus dem Kindergarten abzuholen und wurde auch sonst nirgends im Ort gesehen. Auf Anrufe reagieren sie nicht und als kurze Zeit später Maria Martinsson und Magnus, der Sohn des vermissten Paares, mit dem Ersatzschlüssel das Wohnhaus der Dahlmanns betreten, finden sie Irma tot auf und Uwe ist in einem lebensbedrohlichen Zustand…..
Maria informiert das Team und die Ermittlungen laufen bald auf Hochtouren, denn es wird vermutet, dass man das Ehepaar Dahlmann vergiftet hat….
Wer diese Krimi-Reihe kennt, der weiß, die Autorin hat einen sehr angenehmen bildhaften Erzählstil und man findet sich in der Handlung gut zurecht, genau wie bei „Die Frau im Eishaus“.
Der Kriminalfall ist nur ein Teil der Gesamthandlung. Er wird nach und nach durch die Nebenschauplätze, wie z. B. Strindbergs Second-Hand-Laden, wo er von dem etwas grummeligen Gunnar immer mal wieder vertreten wird, weitererzählt.  Auch das Privatleben von August und Maria oder einigen Mitwirkenden wird thematisiert bzw. weitererzählt:
Aktuell trägt August seit einiger Zeit einen ganz besonderen Ring mit sich herum, den er unbedingt an Marias Finger stecken möchte, aber entweder kommt etwas dazwischen oder er verliert den Mut…..
Diese besondere Mischung aus Kleinstadtleben, Lokalkolorit, Tradition und schöner Landschaftskulisse bildet mit einer guten Prise Humor die Rahmenhandlung.
Mir gefällt aber ganz besonders der Blick der Autorin hinter die gutbürgerlichen Fassaden, wo es dann thematisch – fein nuanciert – auch mal schwer verdauliche Kost gibt, wenn es um die Aufklärung  des aktuellen spannenden Kriminalfalls geht. 
Das i-Tüpfelchen bei dieser schwedischen Krimi-Reihe ist für mich die Lesung durch Uve Teschner und ein  „Must hear“ auf meiner bevorzugten Hörbuch-Liste!
Fazit: Die Kombination aus exzellentem Vorleser – nämlich Uve Teschner – und Kristina Ohlssons wunderbarer Erzählkunst macht aus diesem spannenden Kriminalroman etwas Besonderes und Hörenswertes!

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