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Max Bentow: Puppenherz

Goldmann

Ein Fall für Nils Trojan und Carlotta Weiss

Nach den Thrillern „Eulenschrei“ und „Rabenland“ startet nun Puppenherz“ und somit der dritte gemeinsame Fall für Trojan und Weiss! 
Und der hat es mal wieder in sich und man braucht starke Nerven für die Szenerien, die sich der Autor hier hat einfallen lassen.
Bereits im Prolog stehen einem die Nackenhaare hoch und die legen sich auch erst langsam wieder, wenn man diesen Thriller zu Ende gelesen hat!

Und darum geht es diesmal:

Nils Trojan und Carlotta Weiss werden zu einem Einfamilienhaus in Berlin-Zehlendorf gerufen. Dort hatte die 14-jährige Lucy am Morgen ihre Mutter blutüberströmt tot im Schlafzimmer gefunden…
Vor Ort weist der kupfrige Blutgeruch den beiden Ermittlern den Weg zum Ort des Geschehens und was sie dort erblicken, lässt sie Zurückweichen und Innehalten. Die Szenerie ist überaus verstörend und grauenvoll; überall Blut und die im Bett liegende Frau wurde auf brutalste Weise getötet.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, hinterlässt nicht nur einen Ort des Grauens, sondern auch noch zusätzlich ein abscheuliches „Geschenk“ in Form einer Puppe aus menschlichen Knochen….
Wenn dieser Mordfall nicht schon alles von den Ermittlern abverlangt, wird er durch das Untersuchungsergebnis der „Knochenpuppe“ noch komplizierter, denn das weist auf einen zehn Jahre alten Mordfall hin, der nie gelöst wurde! 
Als sich weitere ähnlich gelagerte grausame Mordfälle ereignen, suchen Trojan und Weiss händeringend nach einer Spur um diese brutale Mordserie zu stoppen…
Ich lese die Thriller von Max Bentow sehr gerne. Auch diesmal beschert er seiner Leserschaft den einen oder anderen Gänsehauteffekt, denn die Handlung an sich ist schon nervenaufreibend und die bildhaft geschilderten Szenerien unterstreichen dies noch zusätzlich. Der Erzählstil ist fesselnd und einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum zur Seite legen.
Einige Zeit habe ich hin- und her geraten, wer hier „das Böse“ verkörpert. Man hat ja reichlich Auswahl, denn den einen oder anderen Verdächtigen lernt man ja kennen und da bleibt auch das persönliche Umfeld der Ermittler nicht außen vor.
Dann kam es im Verlauf – ich nenne es mal „zu einer Schlüsselszene“ -, die mich aufhorchen lassen hat und zu einer Person führte, die mich zwar überrascht hat, ich sie aber fortan im Hinterkopf behalten habe und letztendlich auch richtig lag. Dafür gibt es keinen Punktabzug, denn es schmälert keinesfalls das nervenaufreibende Lesevergnügen.
Das oben erwähnte Privatleben der Ermittler ist wohldosiert in die Gesamthandlung eingewoben, was gut passt. Dort ist im Geschehen kriminelle Energie aufgetaucht und untersucht worden, allerdings fehlte mir hier die „Auflösung“, was es damit auf sich hat. 
Insgesamt vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und spreche meine Lese-Empfehlung aus!
Fazit: Nervenstarke Thriller-Fans kommen hier sicherlich auf ihre Kosten!
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Max Bentow: Rabenland

Goldmann Verlag  Ebook

Fall Nr. 2 für Nils Trojan und Carlotta Weiss

Mit „Eulenschrei“ startete Max Bentow eine neue Thriller-Reihe, wo sein bekannter, zuvor in mehr als zehn Bänden agierender Berliner Kommissar Nils Trojan nun mit der Kriminalpsychologin Carlotta Weiss ein Ermittler-Duo bildet. 
Die Zusammenarbeit der beiden fand ich gelungen, genau wie den nervenaufreibenden Thriller, der die Höchstpunktzahl von mir erhielt.
Jetzt ist „Rabenland“ erschienen, dessen Coverbild sehr gut widerspiegelt, welche Szenerien in der aktuellen Handlung immer wieder auftauchen und für eine angstschürende und düstere Stimmung sorgen.
333 Tage sind vergangen, seit Lilly Steiner wie vom Erdboden verschluckt ist. Ihr Zwillingsbruder Daniel sitzt mit seinen Eltern am Kaffeetisch, denn es ist sein 18. Geburtstag. Die Stimmung ist gedrückt, denn Lillys Stuhl ist immer noch leer. Es herrscht in der Familie große Ratlosigkeit, wenn es darum geht, was mit Lilly geschehen sein könnte.
Auf einer Landstraße, die an ein großes Waldgebiet grenzt, läuft unvermittelt ein junges Mädchen vor ein vorbeifahrendes Auto. Der Autofahrer hilft ihr aufzustehen, doch sie wirkt völlig panisch und verwirrt, er fährt sie vor ein Krankenhaus.
Dort erzählt das Mädchen, dass sie Lilly Steiner heiße, sich aber sonst an nichts mehr erinnern könne..
Nils Trojan und Carlotta Weiss eilen ins Krankenhaus, doch um herauszufinden, was Lilly in der Zwischenzeit durchmachen musste, braucht es viel Geduld und Zeit. Sie ist völlig traumatisiert und erinnert sich nicht daran, was mit ihr geschehen ist. 
Einige Zeit vergeht und sie darf nach Hause gehen. Alles fühlt sich für sie fremd an, auch die Menschen, die sie umgeben.  Nur ihren Zwillingsbruder zieht sie später ins Vertrauen und erzählt von einem Wald, von Raben und dass sie deren Sprache verstehe und sich mit ihnen verständigen könne..
Ab hier wird es gruselig, unheimlich und düster.
Das an die Landstraße grenzende schwer zugängliche Waldgebiet, wo Lilly aufgefunden wurde, wird von einem Suchteam nebst Nils und Carlotta erkundet, wo sie auf erschreckende Dinge stoßen und lautstark von einer großen Schar Raben in Augenschein genommen werden….
Mehr über den Inhalt möchte ich nicht verraten, denn was sich Max Bentow wieder hat einfallen lassen, liest sich flüssig. Die Seiten fliegen nur so dahin und es gibt reichlich Gänsehautmomente, wo nicht nur Nils und Carlotta die Nackenhaare hochstehen. Durch die bildhafte Sprache wird eine unheilvolle Atmosphäre heraufbeschworen, die bis ganz zum Schluss anhält.
Mir hat der aktuelle Thriller gut gefallen, der Inhalt reicht aber insgesamt an den Vorgängerband nicht heran. Besonders ungewohnt, war für mich, dass ich recht schnell ahnte, wer hier sein Unwesen treibt und auch richtig lag. Die Figur fand ich zu „überzeichnet“ und das ganze Benehmen merkwürdig. Zwar konnte ich den genauen Ausgang der Geschichte nicht erahnen, fand aber die Auflösung auch nicht so gut gelungen und etwas „unrund“, was schade ich, denn das Thema selbst fand ich interessant und spannend. 
Dennoch vergebe vier von fünf möglichen Punkten und hoffe, dass die Reihe weiter fortgeführt wird.
Fazit: Etwas schwächer als der Vorgängerband, aber auf jeden Fall nervenaufreibend und lesenswert!
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Max Bentow: Eulenschrei

Goldmann

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich „Der Mondscheinmann“, – das achte Buch aus der „Nils-Trojan-Thriller-Reihe“ – gelesen habe.
Durch das tolle Coverbild bin ich auf den in diesem Jahr erschienen Psychothriller „Eulenschrei“ aufmerksam geworden, wo die mir bekannte Reihe um den Berliner Kommissar Trojan fortgesetzt wird. Auf Trojans Wunsch hin wurde das Team um die Kriminalpsychologin Carlotta Weiss erweitert, sodass dieses Buch auch der Auftakt der neuen Thriller-Reihe von Max Bentow ist, wo nun diese beiden „Figuren“ als Duo in Berlin ermitteln.
Trojan konnte sich im Vorfeld bei einer Ermittlung von Carlottas Feinfühligkeit und ihrer besonderen „Gabe“ in Menschen „zu lesen“ überzeugen. Zwar sind ihre Methoden eher ungewöhnlich und eigenwillig, aber durchaus von Erfolg gekrönt.
Ohne Schwierigkeiten fand ich mich nach der langen Abstinenz sofort wieder in der Rahmenhandlung zurecht und konnte der von Anfang an fesselnden Handlung gut folgen.
Der Schauplatz eines grausamen Verbrechens führt das Duo zu einem Leichenfund in einem Baumhaus. Dort hatte die 12-jährige Katrina ihre Mutter blutüberströmt auf dem Boden liegend vorgefunden. Jemand hatte sie auf bestialische Weise ermordet. Dies ist der Beginn einer Serie von grausamen Morden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Dann fällt den Ermittlern eine merkwürdige Gemeinsamkeit auf:
Jeweils in der Nähe der Mordopfer wird ein Lebkuchenmann gefunden…
Was es damit auf sich hat, bleibt hier natürlich unerwähnt. Stück für Stück setzt sich aus kleinen „Sequenzen“ –  z. B. dem Fund eines geheimnisvollen Porträtbilds oder die Begegnung mit einer Eule – die Gesamthandlung zusammen. Von Beginn an schwebt über dem Geschehen eine unheilvolle Atmosphäre, die für Spannung sorgt und fesselt. Wer sich hier letztendlich hinter der Maske des Bösen versteckt, erfährt man erst ganz am Schluss, was mir gut gefallen hat. Das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren ist gelungen und ich habe ihnen beim Ermitteln gern über die Schulter geschaut und kann mir durchaus vorstellen, bei ihrem nächsten Einsatz wieder mit dabei zu sein.
Einmal mehr hat Max Bentow bewiesen, dass er ein Meister seines Fachs und mittlerweile ein Garant für nervenaufreibende Thriller ist!
Fazit: Für fesselnde, nervenaufreibende Spannung gibt es hier die Höchstpunktzahl und meine Lese-Empfehlung!
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