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Sandrone Dazieri: Das Gesetz der Elite

Harper Collins

Colomba Caselli und Dante Torre sind wieder da!
Nach fünfjähriger Pause musste ich den Inhalt, der zuvor erschienene Thriller-Trilogie erst noch einmal Revue passieren lassen, weswegen ich noch einmal kurz zurückblicke: 
Im Jahr 2015 erschien „In der Finsternis“, wo die beiden markanten Hauptakteure ihren ersten Auftritt hatten. Damals war die toughe Colomba Caselli vom Polizeidienst beurlaubt, da sie nach einem traumatischen Einsatz unter schweren Panikattacken litt. Doch durch das spurlose Verschwinden des kleinen Maurizio beorderte ihr Vorgesetzter sie wieder in den aktiven Dienst, denn er sah Parallelen zu einem alten Kriminalfall, wo ebenfalls ein kleiner Junge verschwand. Diesem Jungen war es gelungen nach elf Jahren in absoluter Isolation seinem Entführer zu entkommen.
Im Zuge der Ermittlungen kontaktierte Colomba den Jungen, dem die Flucht gelang. Es heißt Dante Torre. Das jahrelange Martyrium hat aus ihm ein psychisches Wrack gemacht. Nur mithilfe von Psychopharmaka und viel exquisitem Kaffee kann er den Alltag bewältigen und sich seinen Dämonen stellen. 
Im weiteren Verlauf bilden Colomba und Dante ein ungleiches, aber erfolgreiches „Ermittler-Duo“, was man in „Schwarzer Engel“ und in „Opferstille“ nachverfolgen kann.
Zu meiner großen Freude ist jetzt ein weiterer Thriller mit Colomba Caselli und Dante Torre mit dem Titel „Das Gesetz der Elite“ erschienen:
Mir wurde netterweise über NetGalleyDE die Hörbuch-Fassung zur Verfügung gestellt. Die mehr als elfstündige ungekürzte Lesung hat Patrick Imhof übernommen. Mir war dieser Sprecher bisher nicht bekannt. Er ist eine gute Wahl, denn durch seine angenehme Stimme und seinen Vortrag ist es ganz einfach ins spannende Geschehen abzutauchen und der Handlung zu folgen:
Colomba Caselli hat nach den traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit den Polizeidienst quittiert und arbeitet jetzt als Privatdetektivin.
Ein aufsehenerregender Todesfall beherrscht die Medien, denn in einem luxuriösen Mailänder Hochhaus wird der hochkarätige, ehemaliger Fußballstar Jesús Martinez tot in seiner Kryosauna aufgefunden. Er gehörte zu den Superreichen Italiens und bewegte sich in elitären Kreisen. Die polizeilichen Ermittlungen zu seinem Tod sind nicht schlüssig, weswegen sein Bruder die Ergebnisse hinterfragt und Colomba engagiert, die sich der Sache annimmt.
Unterstützung bekommt sie von ihrem guten Freund Dante Torre, der immer noch mit seinen Dämonen kämpft und weiterhin mit Psychopharmaka „jongliert“ und auch sein Kaffeegeschmack hat sich nicht verändert.
Die beiden ermitteln bald in einer Welt, wo man mit Geld und Macht alles kaufen und erreichen kann. Die strahlende Kulisse der Superreichen wird von unzähligen Kameras überwacht, aber auch der, der sich der High Society nähert, wird unauffällig „durchleuchtet“ und auf Schritt und Tritt von vielen „Augen“  begleitet.
Bei ihren Recherchen in dieser unwirklichen Welt ist es schwer an aussagekräftige Informationen zu kommen, denn niemand will sich hier in die Karten schauen lassen. Im Verlauf stellt sich heraus, dass Martinez nicht das einzige millionenschwere Opfer ist, denn ein raffinierter Mörder treibt hier sein Unwesen…. 
Dieses fesselnde Hörbuch hat es wirklich in sich! Sandrone Dazieri eröffnet hier seinen Fans eine kaum vorstellbare Welt aus glitzerndem Luxus, Macht und einem Universum, wo man für Geld alles kaufen kann.
Die elfstündige Lesung verging wie im Flug, da sie von Patrick Imhof sehr gut vorgetragen wird. Das spannende „Wiedersehen“ mit Colomba und Dante hat mir sehr gut gefallen, weswegen ich hier die volle Punktzahl vergebe und meine Hör-Empfehlung ausspreche.
Fazit: Volle Punkt für diesen spannenden Thriller und meine Hörbuch-Empfehlung!
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Sandrone Dazieri: All das Böse, das wir tun

HarperCollins    NetGalley

Den ersten Thriller von Sandrone Dazieri habe ich 2015 gelesen. Damals startete mit „In der Finsternis“ die Trilogie um Colomba Caselli und Dante Torre. Dieses spezielle Ermittler-Duo und die bewegende, „unter die Haut“ gehende Rahmenhandlung der spannenden Reihe sind mir noch gut im Gedächtnis geblieben.
Zu meiner großen Freunde ist nun ein neuer Thriller des italienischen Autors mit dem Titel „All das Böse, das wir tun“ erschienen:
Die Gesamthandlung wird in zwei Zeitebenen und aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, was aber keine Probleme bereitet, denn durch den angenehmen Erzählstil findet man sich gut zurecht.
Vor 30 verschwinden im italienischen Cremona hintereinander drei junge Frauen. Sie werden ermordet und ihre Leichen tauchen einige Zeit später im nahegelegenen Fluss wieder auf.
Die Ermittlerin Itala Caruso wird mit dem Fall betraut. Als mutmaßlicher Täter wird der Tankwart Giuseppe Contini verhaftet. Obwohl hieb- und stichfeste Beweise fehlen, wird „der Perser“ vor Gericht gestellt und verurteilt.
Dann stirbt Contini unter fragwürdigen Umständen bei einem Brand im Gefängnis und Itala wird von Gewissensbissen geplagt…
In der Jetztzeit wird die Schülerin Amala Cavalcante gekidnappt, körperlich misshandelt und gefangen gehalten. Als Leser wird man Zeuge, welches Martyrium Amala erleiden muss. Grrrh!
Die Anwältin Francesca Cavalcante ist Amalas Tante. Vor 30 Jahren war Giuseppe Contini ihr Mandant. Ihr war es damals nicht gelungen, ihn vor dem Gefängnis zu bewahren, was immer noch an ihr nagt.
Bei dem Verschwinden ihrer Nichte sieht sie nun Parallelen zu dem alten Fall und sie mutmaßt, dass der eigentliche „Perser“ nie gefasst wurde und nun bei Amalas Verschwinden seine Hände im Spiel hat.
Sie fängt an, auf eigene Faust nach ihrer Nichte zu suchen. Ein Mann, der sich Gerry nennt und sich mit einem Rudel Hunde umgibt, taucht wie aus dem Nichts auf und bietet der Anwältin seine Hilfe bei der Suche nach Amala an…
Dies sind nur kleine Teilchen der Gesamthandlung, die mich übrigens von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Viele Mitwirkende kann man anfangs nicht so richtig einordnen, es sind teils undurchsichtige Charaktere, deren wahres Gesicht sich erst viel später zeigt. Diese Ungewissheit erzeugt zusätzlich Spannung, was bis ganz zum Schluss anhält. Toll!
Bei der Suche nach Amalas Entführer hatte ich irgendwann einen leisen Verdacht und lag damit tatsächlich richtig. Dafür gibt es aber keinen Punktabzug, denn das Motiv bzw. den Ausgang der Geschichte konnte ich nicht vorhersehen, sodass ich für diesen spannungsgeladen Thriller die volle Punktzahl vergebe!
Ich lese grundsätzlich Bücher immer bis zur letzten Seite. In diesen bin ich dabei auf ein kleines „Extra“ gestoßen, sodass ich mir sogar noch eine Fortsetzung vorstellen könnte.
Fazit: Insgesamt bekommt dieser nervenaufreibende Thriller die volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung!
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