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Romy Fölck: Fünf Fremde

 

Lübbe  NetGalley

Endlich ein neuer Thriller aus der Feder von Romy Fölck!
Es geht handlungsmäßig an die Nordsee, genauer gesagt auf die Insel Neuwerk, wo sich im Verlauf „Fünf Fremde“ begegnen, die nicht nur wettermäßig stürmische und lebensbedrohliche Zeiten erleben:
Dabei handelt es sich um:
Annika Lundt, Kriminalkommissarin, sie lebt und arbeitet in Hamburg,  ist aber auf Neuwerk aufgewachsen. Ihre Mutter Hedda, die noch auf der kleinen Insel lebt, wird immer tütteliger. Eine berufliche Auszeit ist bei Annika angesagt und sie macht sich auf den Weg nach Neuwerk, um bei ihrer Mutter nach dem Rechten zu sehen..
Michele Welm, die einen Neuanfang in ihrem Leben plant, hat sich auf die frei werdende Stelle als Vogelwartin auf der Schutzinsel Scharhörn beworben…
Sinje Bianchi lebte bis vor kurzem in Rom, von wo aus sie als Journalistin arbeitete. Jetzt möchte sie ein Buch über einen alten Vermisstenfall schreiben, weswegen auch sie in Richtung Neuwerk unterwegs ist..
Charlotte Hahnel, einst Lehrerin hat vor Jahren ihrem Beruf den Rücken gekehrt und lebt seitdem als Nonne in einem Kloster. Sie reist nach Neuwerk, um eine alte Freundin zu besuchen.
Mats Nilsson ist Meteorologe. Durch seine berufliche Tätigkeit weiß er natürlich von dem herannahenden Orkantief, das sich immer dichter an die Insel Neuwerk heranschiebt und bald bedrohliche Ausmaße annehmen soll. Nicht nur das Wetter drängt ihn zu einem Aufenthalt auf dem Nordsee-Eiland, sondern noch ganz andere Kräfte spielen hier eine Rolle..
Die Gesamthandlung wird in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, was der Autorin gut gelungen ist und man sich im Geschehen problemlos zurechtfindet.
Ohne groß auf weitere Details der Handlung einzugehen, nur noch diese Infos:
Einige Mitwirkende kennen sich von früher, wo sie 1995 als Teenager eine schöne Zeit verbracht haben. Sie haben geflirtet, es gab Eifersüchteleien. Eine kleine Gruppe schmiedete damals einen Pakt, der sie für immer verbinden sollte. Doch schon kurze Zeit nach ihrem Schwur verschwinden zwei dieser Teenager und es fehlt bis heute jede Spur von ihnen…
Als sich die fünf Fremden auf der Insel eingefunden haben, dauert es nicht lange und es werden menschliche Überreste entdeckt, die für lange Zeit verborgen waren…
Mehr möchte ich von diesem sehr spannend geschriebenen Thriller nicht verraten. Romy Fölck ist es gelungen von Beginn an eine unheilvolle und angespannte Atmosphäre heraufzubeschwören, die einem in manchen Szenen einen Schauer über den Rücken laufen lässt und man regelrecht das aufziehende Orkantief spüren kann.
Nach und nach fallen alle Puzzle-Teile an ihren Platz und wer hier letztendlich auf der Insel sein Unwesen treibt, bleibt bis zum Schluss verborgen, was mir gut gefallen hat.
Ich vergebe hier die volle Punktzahl und kann für diesen spannungsgeladenen Thriller nur meine unbedingte Lese-Empfehlung aussprechen.
Fazit: Die spannungsgeladene Szenerie wird beim Lesen spürbar, Gänsehautmomente gibt es hier reichlich und von mir die volle Punktzahl und meine unbedingte Lese-Empfehlung!
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Eva Almstädt: Akte Nordsee – Am dunklen Wasser

Lübbe

Ich kenne von der Autorin die spannende Krimi-Reihe um Kriminalkommissarin Pia Korittki, die bei der Lübecker Mordkommission arbeitet. Von dort aus an der Ostsee entlang ermittelt sie, was sich auch in den Buchtiteln widerspiegelt wie z. B. „Ostseekreuz“, dem bereits 17. Fall, der dieses Jahr erschienen ist.
Nun hat Eva Almstädt eine neue Krimi-Reihe mit dem Titel „Akte Nordsee – Am dunklen Wasser“ gestartet, die landschaftlich an die Nordseeküste führt, genauer gesagt auf einen Bauernhof in Nordfriesland, wo die Rechtsanwältin Fentje Jacobsen lebt und ihre Kanzlei hat. Der Hof gehört Fentjes betagten und langsam etwas tüttelig werdenden Großeltern. Aus diesem Grunde hilft sie ihnen bei der Bewirtschaftung, wo sie dann auch mal spontan aus den „schnieken Anwaltsklamotten“ rausschlüpfen muss, da Gummistiefel und derbe Kleidung angesagt sind, da die Schafe gefüttert und versorgt werden müssen.
Die Kriminalhandlung beginnt auch auf der Schafweide, die Fentje gerade betritt, um nach den Tieren zu schauen. Dort sieht sie etwas im Gras liegen, was definitiv nicht hierher gehört. Es ist ein junger Mann, der offenbar gerade wieder zu sich kommt und sich stöhnend den blutigen Kopf hält. Nachdem Fentje sich hilfreich seiner angenommen hat, stellt er sich als Tobias Asmus vor. Er kann sich nicht erinnern, was mit ihm passiert ist, geschweige denn, wie er auf der Schafweide landen konnte.
Wie Tobias Asmus dann aus der „Opferrolle“ in die Fänge der Polizei gerät und als Mordverdächtiger in Haft genommen wird, ist Teil der spannenden Handlung.
Fentje wird seine Anwältin. Durch die knappen Informationen, die sie von der ermittelnden Polizei bekommt und die wenig hilfreichen Angaben ihres Mandanten, sieht sie sich in der Pflicht, selbst Recherchen anzustellen, um Licht in den sich immer weiter ausdehnenden Kriminalfall zu bringen.
Eher unfreiwillige Hilfe bekommt Fentje durch den engagierten Journalisten Niklas John, der anfangs immer wieder ihre Wege kreuzt, was zu Reibereien und zu amüsanten Situationen führt. Obwohl sie aus unterschiedlichen „Welten“ kommen, raufen sie sich zusammen und bündeln ihr beiderseitiges Engagement, da sie unbedingt die Wahrheit herausfinden wollen.
Ich habe das neue, charmante Ermittler-Duo gern beim Recherchieren in der anschaulich geschilderten nordfriesischen Landschaftskulisse begleitet. Die ungleichen Charaktere sind gut gezeichnet und „ausbaufähig“, weswegen ich gern lesen würde, wie es weitergeht!
Nur etwas mehr Informationen zu den Todesfällen hätte ich mir gewünscht, z. B. warum aus einem anfänglichen vermuteten Selbstmord und einem Unfall dann doch in Richtung Mord ermittelt wird. Da hätte ein klitzekleiner Blick in den Obduktionsbefund zum besseren Verständnis hilfreich sein können. Aber dies nur am Rande, denn das Buch liest sich gut, ist spannend, wendungsreich und mit einer guten Prise Humor gewürzt, was gut passt!
Fazit: Das neue ungleiche Ermittler-Duo kommt gut an und man darf gespannt sein wie es weitergeht!
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The North Sea

Koch Media VÖ 10.03.22  VoD, Blu-ray/DVD VÖ 24.03.22

Dieser norwegische Spielfilm führt hinaus auf die offene Nordsee, wo sturmerprobte hartgesottene Menschen auf Bohrinseln ihrer Arbeit nachgehen. Mit der Entdeckung des riesigen Erdölvorkommens vor Norwegen boomt seit 1969 die Ölförderung auf hoher See und wurde zu einer lukrativen Ölindustrie ausgebaut. 
Über die Jahre kommen immer mehr Bohrinseln dazu und bieten gut bezahlte Arbeit für die dort beschäftigten Menschen. Das geht eine Weile gut, doch durch die tief im Meeresboden verankerten Bohrinseln ist der Untergrund mittlerweile wie ein löchriger Käse und die rauen Wetterbedingungen fordern ihren Tribut. Der Meeresboden wird instabil und es kommt zu einem großen Riss und infolgedessen kommt es zu einem gewaltigen Erdrutsch mit unermesslichen Folgen für die Natur und Menschheit…..
Man sieht einknickende Fördertürme und eine einstürzende Bohrinsel, auf der sich immer noch Menschen befinden und rings herum brennende Ölteppiche, so dass per Schiff eine Rettung unmöglich ist…
Wer sich in diesen schwierigen Zeiten auf so ein Katastrophen-Spektakel einlassen möchte, bekommt hier reichlich Spezialeffekte zu sehen, die einen die Nackenhaare hochstehen lassen. Wer Spielfilme aus dem hohen Norden liebt, der kennt sicherlich auch die bekannten Darsteller, die hier in der Handlung auftauchen wie z.B.  Bjørn Floberg oder Rolf Kristian Larsen uvm., so dass die schauspielerische Besetzung schon mal punkten kann.
Die Hauptrolle in „The North Sea“ hat Kristine Kujath Thorp übernommen, die eine U-Boot-Ingenieurin spielt, die  ganz besonderen Mut beweist und im Alleingang eine Rettungsaktion auf der einstürzenden Ölpattform unternimmt….
Obwohl schauspielerisch gut besetzt, fand ich die Gesamthandlung etwas flach und auch vorhersehbar. Wer aber sich aber gern mal wieder einen unterhaltsamen Actionfilm ansehen möchte, kommt hier sicherlich auf seine Kosten.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Allerdings rüttelt dieser Film auch etwas auf, denn wenn so ein Szenario wie hier im Film zu sehen ist, in Realität passieren würde, hätte das für Mensch und Tier verheerende Folgen!
Fazit: Trotz eher etwas flacher Gesamthandlung, können hier die Spezialeffekte und die gute schauspielerische Besetzung punkten!

 

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