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Arno Strobel: Welcome Home

argon Verlag  NetGalley.de

Von Arno Strobel habe ich in letzter Zeit seine spannende „Mörderfinder-Reihe“ um den Fallanalytiker Max Bischoff gehört oder gelesen, kenne aber auch einige „Outstanding-Thriller“ von ihm.
Bei seinem neuen Werk „Welcome Home“ habe ich mich für die Hörbuch-Version entschieden. Die Lesung hat Sascha Rotermund übernommen, was immer eine gute Wahl ist, denn seine angenehme Stimme/Vortragsweise kenne ich bereits aus vielen anderen Hörbüchern.
Die aktuelle Handlung spielt im Spessart. In der neu entstandenen Siedlung „Auf Mons“ beziehen Ines und Marco Winkler mit ihrer vierjährigen Tochter Emilia und dem Labradoodle James ihr neues Haus. Sie sind überglücklich, dass ihr Traum von einem Eigenheim Realität geworden ist. Die gesamte Nachbarschaft entpuppt sich als freundlich, nett und hilfsbereit.
Doch das Glücksgefühl währt nur kurz, denn bereits in der ersten Nacht wird Marco von Geräuschen im Haus geweckt. Erst schenkt er denen keine große Beachtung, bis dann James anfängt, unaufhörlich zu knurren.
In der nächsten Nacht weckt Ines Marco auf, sie ist völlig verängstigt, denn sie ist aus dem Schlaf aufgeschreckt, weil sie das Gefühl hatte, dass jemand an ihrem Bett steht und sie beobachtet. Marco macht einen Kontrollgang durchs Haus, dort ist aber niemand und es gibt keine weiteren Auffälligkeiten. 
Die Vorkommnisse häufen sich und besonders Ines wird immer ängstlicher, zumal nun auch von dem einen oder anderen Nachbarn ähnliche Dinge berichtet werden und in einem leerstehenden Haus in der unmittelbaren Nähe der Winklers eine schrecklich zugerichtete Frauenleiche entdeckt wird…
Die hier heraufbeschworene Szenerie und den damit verbundenen weiteren Verlauf kennt man schon aus dem einen oder anderen Gruselfilm oder Thriller, sodass die „Gänsehautmomente“ mich nicht unbedingt überrascht haben.
Etwas merkwürdig fand ich, wie das zuständige Ermittler-Team hier agiert. Es hat mich doch sehr überrascht, dass auf Druck von Marco, er Einblick in die polizeilichen Ermittlungen bekommt!
Zwar gibt es die eine oder andere Wendung in der Handlung und auch in Richtung Showdown kommt etwas mehr Spannung auf, doch insgesamt fand ich die hier erzählte Geschichte eher mittelmäßig, da zu vorhersehbar.  
Hervorheben kann ich nur die gekonnte und hörenswerte Lesung von Sascha Rotermund, die mir wieder gut gefallen hat.
Fazit: Eher mittelmäßige Story, der es anfangs auch an Spannung fehlt, was aber durch eine hörenswerte Lesung durch Sascha Rotermund gut aufgefangen wird!
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Satu Rämö: Hildur – Die Toten am Meer

Heyne

Bereits zum vierten Mal geht es in den hohen Norden, genauer gesagt nach Island, wo die Kriminalpolizistin – und Titelfigur dieser Krimi-Reihe – Hildur Rúnarsdóttir in Ísafjörður arbeitet. Um ihre privaten Probleme und den Berufsalltag für einige Zeit aus dem Kopf zu bekommen, greift sie sich gern ihr Surfbrett und fährt ans Meer.
Doch so richtig viel Zeit dafür hat sie im aktuellen Buch „Die Toten am Meer“ nicht, da ihr kriminalistisches Feingefühl gefragt ist, wie auch zuletzt in „Schatten des Nordlichts“. Gemeinsam mit ihrem aus Finnland stammenden Kollegen Jakob bekommt sie eine Vielzahl an Fällen „auf den Tisch“:
Ganz besonders gefällt mir an dieser Reihe, die angenehme und bildhafte Erzählweise der Autorin und wie sich aus vielen Teilchen nach und nach die Gesamthandlung zusammensetzt. Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack: 
Hildurs Schwester Rosa ist ins leer stehende Elternhaus gezogen und renoviert es eigenständig. Bei notwendigen Erdarbeiten entdeckt man vier menschliche Skelette. Von den polizeilichen Ermittlungen ist Hildur ist zwar ausgeschlossen, trotzdem recherchiert sie in der Vergangenheit ihrer Familie, des Ortes und der näheren Umgebung, um herauszubekommen, was auf dem elterlichen Grundstück geschehen ist. 
Island wird besonders in den Sommermonaten von vielen Kreuzfahrtschiffen angesteuert, sodass immer mehr Touristen ins Land kommen. Während gerade eines dieser Schiffe im Hafen liegt, taumelt blutüberströmt ein Mann mit schweren Gesichtsverletzungen in Richtung Innenstadt. Man nimmt sich seiner an und bringt ihn ins nahegelegene Krankenhaus. Auf Hildur wirkt der Mann verängstigt, doch ihre Fragen will/kann er nicht beantworten. Nur auf das Kreuzfahrschiff will er auf gar keinen Fall …
Diebstähle in Sommerhäusern und im Seniorenheim des Ortes beschäftigen die Ermittler. Hildur verbindet ihre Recherchen im Heim mit einem ihrer regelmäßigen Besuche bei Helga, einer alten, aber geistig noch recht regen Freundin ihrer Mutter. Von einem Tag auf den anderen ist Helga tot. Bei Hildur kommen Zweifel an einer natürlichen Todesursache auf und sie sollte recht behalten.
Wer die Reihe wie ich von Anfang an kennt, wird keine Mühe haben, sich im Geschehen zurechtzufinden. Anderen Lesern kann ich nur empfehlen, diese lesenswerte, besondere Krimi-Reihe von Beginn an zu genießen, um so die Feinheiten der Rahmenhandlung richtig einordnen zu können. 
Mir gefällt diese etwas andere, leise erzählte Krimi-Reihe aus Island sehr gut. Neben den polizeilichen Ermittlungen erfährt man viel über das Land und seine Bewohner. Die beiden (Haupt)-Figuren Hildur und Jakob, ihr Privatleben und ihre Sorgen und Nöte sind einem mittlerweile gut bekannt, was auch in der aktuellen Rahmenhandlung weitererzählt wird und keinesfalls fehlen darf. 
Auch wenn knisternde Spannung hier nicht wirklich greifbar ist, konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen. Seite um Seite flog nur so dahin, weswegen ich die volle Punktzahl vergebe und gespannt bin, wie es im Leben von Hildur und Co. weitergeht.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen leise erzählten Kriminalroman, der einen von der ersten Seite einfängt und festhält, weswegen die Reihe gern noch lange weitergehen darf!
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Max Bentow: Rabenland

Goldmann Verlag  Ebook

Fall Nr. 2 für Nils Trojan und Carlotta Weiss

Mit „Eulenschrei“ startete Max Bentow eine neue Thriller-Reihe, wo sein bekannter, zuvor in mehr als zehn Bänden agierender Berliner Kommissar Nils Trojan nun mit der Kriminalpsychologin Carlotta Weiss ein Ermittler-Duo bildet. 
Die Zusammenarbeit der beiden fand ich gelungen, genau wie den nervenaufreibenden Thriller, der die Höchstpunktzahl von mir erhielt.
Jetzt ist „Rabenland“ erschienen, dessen Coverbild sehr gut widerspiegelt, welche Szenerien in der aktuellen Handlung immer wieder auftauchen und für eine angstschürende und düstere Stimmung sorgen.
333 Tage sind vergangen, seit Lilly Steiner wie vom Erdboden verschluckt ist. Ihr Zwillingsbruder Daniel sitzt mit seinen Eltern am Kaffeetisch, denn es ist sein 18. Geburtstag. Die Stimmung ist gedrückt, denn Lillys Stuhl ist immer noch leer. Es herrscht in der Familie große Ratlosigkeit, wenn es darum geht, was mit Lilly geschehen sein könnte.
Auf einer Landstraße, die an ein großes Waldgebiet grenzt, läuft unvermittelt ein junges Mädchen vor ein vorbeifahrendes Auto. Der Autofahrer hilft ihr aufzustehen, doch sie wirkt völlig panisch und verwirrt, er fährt sie vor ein Krankenhaus.
Dort erzählt das Mädchen, dass sie Lilly Steiner heiße, sich aber sonst an nichts mehr erinnern könne..
Nils Trojan und Carlotta Weiss eilen ins Krankenhaus, doch um herauszufinden, was Lilly in der Zwischenzeit durchmachen musste, braucht es viel Geduld und Zeit. Sie ist völlig traumatisiert und erinnert sich nicht daran, was mit ihr geschehen ist. 
Einige Zeit vergeht und sie darf nach Hause gehen. Alles fühlt sich für sie fremd an, auch die Menschen, die sie umgeben.  Nur ihren Zwillingsbruder zieht sie später ins Vertrauen und erzählt von einem Wald, von Raben und dass sie deren Sprache verstehe und sich mit ihnen verständigen könne..
Ab hier wird es gruselig, unheimlich und düster.
Das an die Landstraße grenzende schwer zugängliche Waldgebiet, wo Lilly aufgefunden wurde, wird von einem Suchteam nebst Nils und Carlotta erkundet, wo sie auf erschreckende Dinge stoßen und lautstark von einer großen Schar Raben in Augenschein genommen werden….
Mehr über den Inhalt möchte ich nicht verraten, denn was sich Max Bentow wieder hat einfallen lassen, liest sich flüssig. Die Seiten fliegen nur so dahin und es gibt reichlich Gänsehautmomente, wo nicht nur Nils und Carlotta die Nackenhaare hochstehen. Durch die bildhafte Sprache wird eine unheilvolle Atmosphäre heraufbeschworen, die bis ganz zum Schluss anhält.
Mir hat der aktuelle Thriller gut gefallen, der Inhalt reicht aber insgesamt an den Vorgängerband nicht heran. Besonders ungewohnt, war für mich, dass ich recht schnell ahnte, wer hier sein Unwesen treibt und auch richtig lag. Die Figur fand ich zu „überzeichnet“ und das ganze Benehmen merkwürdig. Zwar konnte ich den genauen Ausgang der Geschichte nicht erahnen, fand aber die Auflösung auch nicht so gut gelungen und etwas „unrund“, was schade ich, denn das Thema selbst fand ich interessant und spannend. 
Dennoch vergebe vier von fünf möglichen Punkten und hoffe, dass die Reihe weiter fortgeführt wird.
Fazit: Etwas schwächer als der Vorgängerband, aber auf jeden Fall nervenaufreibend und lesenswert!
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Danielsson/Voosen: Schwüre, die wir brechen

KiWi-Verlag   NetGalley.de

Im September letzten Jahres startete mit „Tode, die wir sterben“ die neue schwedische Krimi-Reihe um den Malmöer Kommissar Jon Nordh und die aus Nordschweden stammende Ermittlerin Svea Karhuu. Die beiden charakterlich recht unterschiedlichen Hauptfiguren müssen sich erst einmal aneinander gewöhnen, um den recht kniffligen Fall zu lösen. Auch privat hat jeder sein Päckchen zu tragen, was in die Rahmenhandlung eingewoben wurde.
Vom Inhalt des aktuellen Krimis „Schwüre, die wir brechen“ darf man nicht so viel erzählen, damit hier die Lesefreude nicht getrübt und der Nervenkitzel nicht verloren geht, daher gibt es hier nur einen kleinen Einblick:
Es beginnt mit einem bizarren Leichenfund: Der kaum bekleidete männliche Tote liegt auf dem Boden eines Bootes und ihm fehlt sein Kopf bzw. wurde an seiner statt der eines Krokodils angenäht…
Kein alltäglicher Anblick und kein einfach gelagerter Fall für die beiden Ermittler North und Karhuu, die bald mit weiteren „kopflosen“ Leichen, denen ebenfalls Tierköpfe angenäht wurden, konfrontiert werden. Auch tauchen im Zusammenhang mit den Morden im weiteren Verlauf an Hieroglyphen erinnernde Zeichen auf, die erst einmal entschlüsselt werden müssen. Diese aufsehenerregenden Mordfälle bleiben den Medien nicht lange verborgen und werden von einer True-Crime-Podcasterin noch mit immer mehr unschönen Informationen befeuert, was die Bevölkerung in große Aufregung versetzt…
Die Gesamthandlung setzt sich wie ein großes Puzzle aus unterschiedlichen Zeitebenen, Handlungsorten und recht gruseligen Szenerien zusammen. Im Verlauf kristallisieren sich einige „markante“ Personen aus der Vielzahl an Mitwirkenden heraus, aus deren Perspektive fügt sich nach und nach alles zusammen.
Ich muss sagen, diesmal ist es dem Autoren-Duo wesentlich besser gelungen „den roten Faden“ zu markieren, sodass hier von Anfang an Spannung erzeugt wird, die bis zum Schluss anhält, was mir gut gefallen hat. Besonders gelungen ist meiner Ansicht nach auch der Einblick ins Seelenleben der „markanten“ Personen, wo so manche menschliche Tragödie sichtbar wird und nicht nur spannender Nervenkitzel bei der Jagd nach „dem Bösen“ zum Vorschein kommt.
Ich vergebe hier vier von fünf Punkten für diesen thematisch sehr interessanten und spannungsgeladenen Krimi, der Lust auf mehr macht und man gespannt sein darf, wie es weitergeht!
Fazit: Deutliche Steigerung zum Debüt! Hier gibt es Nervenkitzel mit spannend, ausgefeilter Thematik! So darf es gern weitergehen!
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Karen Inge Nielsen: Niemand rettet Dich

Piper

Mit „Niemand rettet Dich“ ist die Trilogie der „Grenzland-Reihe“ jetzt komplett.
Bevor ich auf den Inhalt des Abschlussbandes eingehe, gibt es hier noch mal einen kleinen Rückblick, was zuvor geschah:
Die Gesamthandlung spielt im Grenzland zwischen Dänemark und Deutschland, wo auf „beiden Seiten“ schreckliche Morde geschehen. Um diese aufzuklären sind grenzüberschreitende Ermittlungen notwendig, weswegen Kommissar Thomas Beckmann in Deutschland die „Ermittlungs-Fäden“ in der Hand hält und Kommissar Mads Lindstrøm auf dänischer Seite.
Ihre Aufklärungsquote kann sich sehen lassen, aber Sympathiepunkte bekommt keiner der beiden von mir.
Band 1 „Niemand hört Dich“ hat es handlungsmäßig in sich und man braucht echt starke Nerven, um die recht detaillierten und anschaulich geschilderten Szenerien, wo z. B. wehrlose Personen auf brutalste Weise gequält oder Kinder ermordet werden, zu ertragen.
Deshalb war das Debüt auch nicht ganz nach meinem Geschmack, da ich die Thematik doch recht schwer verdaulich fand. Den nächsten Band wollte ich aber noch abwarten, um zu sehen, wie es weitergeht.
Eingewoben in die Rahmenhandlung ist auch Mads Lindstrøms verbissene Suche nach einer Erklärung, weswegen der Tod seines Vaters, der ebenfalls Mordermittler war, als Selbstmord eingestuft wurde. Er zweifelt stark daran, vermutet eher Zusammenhänge mit einem alten Mordfall aus 1998, mit dem sich sein Vater vor seinem Tod beschäftigt hatte. Weil Mads sich diesbezüglich nicht von seiner Meinung abbringen lässt, kommt es immer wieder zu Streitereien zwischen ihm und seiner Schwester….
In Band 2 „Niemand sieht Dich“ wirken noch die vorherigen Ereignisse nach. Doch das Verbrechen schläft auch diesmal nicht, Mads Lindstrøm wird zu einem brutalen Mord an einer Pastorin beordert. Auf deutscher Seite findet man im Moor eine Männerleiche.
In beiden Fällen gehen die Ermittlungen eher schleppend voran, bis sich dann durch ein altes Foto eine vielversprechende Verbindung zwischen den Morden ergibt, weswegen wieder grenzübergreifend ermittelt wird.
Der zweite Band hat mir wesentlich besser gefallen, wenngleich durch den anschaulichen Erzählstil auch hier starke Nerven erforderlich sind, aber fesselnde, spannende Unterhaltung ist auf jeden Fall gegeben.
Und nun endlich zum aktuellen Geschehen:
Mads hat im einstigen Haus seines Vaters in der Wand des Wintergartens ein Projektil entdeckt. Er lässt es analysieren, denn die Zweifel am Selbstmord seines Vaters nagen immer noch an ihm. Und überraschenderweise gibt es Hinweise auf den alten Mordfall aus dem Jahr 1998, in dem sein Vater ermittelt und sich bis vor seinem Tod beschäftigt hatte. 
Der brutale Mordfall an einer älteren deutschen Frau, führt die beiden Kommissare Beckmann und Lindstrøm ermittlungstechnisch wieder zusammen. Ein Teilabdruck eines Fingers an der Leiche der Frau gehört zu einem verurteilten Mörder und zeigt in Richtung des alten Mordfalls aus dem Jahr 1998…
Bis hier die Lösung präsentiert wird, wie alles zusammenhängt, passiert so einiges und es kommt zu unschönen verbalen Auseinandersetzungen zwischen Mads und seinem Vorgesetzten, der nicht gut auf ihn zu sprechen ist. Doch Mads lässt sich von seinem Instinkt leiten und gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen kommt er dem „Bösen“ immer näher, was dann in einem nervenaufreibenden Showdown mündet.
Die Thriller-Trilogie wird von Band zu Band immer spannender, auch wenn – wie bereits erwähnt – die beiden Hauptermittler von mir keine Sympathiepunkte bekommen. Auch die ständigen Streitereien zwischen Mads, seinem Vorgesetzten und auch seiner Schwester fand ich etwas störend und für die Spannung nicht sonderlich förderlich.
Um die lesenswerte Reihe richtig zu genießen und ganz besonders um im aktuellen Band die Zusammenhänge richtig einordnen zu können, kann ich nur empfehlen bei Band 1 zu starten! Denn in Band 3 schließt sich sozusagen der Kreis und die Fragen, die ich anfangs noch zu Band 1 hatte, werden hier ausreichend erklärt!
Fazit: Der Abschluss der nervenaufreibenden Trilogie ist gelungen und lesenswert!
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Kristina Ohlsson: Spätsommertod

Der-Audio-Verlag VÖ 10.07.25

Schon nach den ersten Worten von Uve Teschner – der mit seiner markanten Stimme den Zuhörer sofort „einfängt“, um zu einem mehrstündigen Ausflug ins schwedische Hovenäset zu starten – geht bei mir das Kopfkino an. Ich befinde sogleich mittendrin im aktuellen Geschehen des neuen Krimi-Hörbuchs „Spätsommertod“ von Kristina Ohlsson:
Es ist August und trotz der ungewöhnlich hohen Temperaturen sind die Bewohner des beschaulichen Ortes an der schwedischen Westküste emsig mit den Vorbereitungen für das traditionelle Krebsfest beschäftigt.
Für August Strindberg und Maria Martinsson hat sich das gemeinsame Leben durch die Geburt ihrer Tochter Sofia verändert, aber mittlerweile gut eingespielt, weswegen Maria auch gerade wieder ihren Dienst als Polizistin angetreten hat.
Ein neuer Kriminalfall lässt auch nicht lange auf sich warten:
Ein älteres Ehepaar – Uwe und Irma Dahlmann –  hatte es ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit versäumt, die kleine Enkeltochter aus dem Kindergarten abzuholen und wurde auch sonst nirgends im Ort gesehen. Auf Anrufe reagieren sie nicht und als kurze Zeit später Maria Martinsson und Magnus, der Sohn des vermissten Paares, mit dem Ersatzschlüssel das Wohnhaus der Dahlmanns betreten, finden sie Irma tot auf und Uwe ist in einem lebensbedrohlichen Zustand…..
Maria informiert das Team und die Ermittlungen laufen bald auf Hochtouren, denn es wird vermutet, dass man das Ehepaar Dahlmann vergiftet hat….
Wer diese Krimi-Reihe kennt, der weiß, die Autorin hat einen sehr angenehmen bildhaften Erzählstil und man findet sich in der Handlung gut zurecht, genau wie bei „Die Frau im Eishaus“.
Der Kriminalfall ist nur ein Teil der Gesamthandlung. Er wird nach und nach durch die Nebenschauplätze, wie z. B. Strindbergs Second-Hand-Laden, wo er von dem etwas grummeligen Gunnar immer mal wieder vertreten wird, weitererzählt.  Auch das Privatleben von August und Maria oder einigen Mitwirkenden wird thematisiert bzw. weitererzählt:
Aktuell trägt August seit einiger Zeit einen ganz besonderen Ring mit sich herum, den er unbedingt an Marias Finger stecken möchte, aber entweder kommt etwas dazwischen oder er verliert den Mut…..
Diese besondere Mischung aus Kleinstadtleben, Lokalkolorit, Tradition und schöner Landschaftskulisse bildet mit einer guten Prise Humor die Rahmenhandlung.
Mir gefällt aber ganz besonders der Blick der Autorin hinter die gutbürgerlichen Fassaden, wo es dann thematisch – fein nuanciert – auch mal schwer verdauliche Kost gibt, wenn es um die Aufklärung  des aktuellen spannenden Kriminalfalls geht. 
Das i-Tüpfelchen bei dieser schwedischen Krimi-Reihe ist für mich die Lesung durch Uve Teschner und ein  „Must hear“ auf meiner bevorzugten Hörbuch-Liste!
Fazit: Die Kombination aus exzellentem Vorleser – nämlich Uve Teschner – und Kristina Ohlssons wunderbarer Erzählkunst macht aus diesem spannenden Kriminalroman etwas Besonderes und Hörenswertes!
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Catherine Sheperd: Das heimliche Zimmer

Kafel Verlag

Fall Nr. 10 für Laura Kern, der Spezialermittlerin des LKA Berlin
Ein Jahr ist vergangen seit „Der Betrachter“, ein Serienmörder, der bei seinen Opfern ein besonderes „Geschenk“ hinterließ, von Laura Kern und ihrem Kollegen Max Hartung entlarvt wurde.
Nun ist mit „Das heimliche Zimmer“ ein neuer Thriller aus der Feder von Catherine Shepherd erschienen und führt das Ermittler-Duo Kern und Hartung in den Berliner Stadtteil Moabit. Dort wurde in einer stillgelegten U-Bahn-Station von einem Drogenabhängigen die Leiche eines Schülers entdeckt.  
Vor Ort angekommen, bietet sich den beiden eine trostlose, düstere und voller Graffiti besprühte Szenerie, die nur so vor Schmutz strotzt und fürchterlich stinkt. Langsam bewegen sie vorwärts und im Schein ihrer Taschenlampen entdecken sie dann, den an einer Säule befestigten ca. 16-jährigen Teenager, dessen T-Shirt voller Blut ist. Aus seiner Brust ragt ein Gegenstand und seine leblosen Augen starren sie an.
Ein Schulkamerad, mit dem der Tote zuvor Streit hatte, rückt in den Fokus der Ermittlungen, doch dessen Erinnerungsvermögen hat durch Drogenkonsum Lücken und die Beweislage gegen ihn ist dürftig, bis dann ein weiterer Mord in seinem Umfeld geschieht…..
Wer die Thriller von Catherine Shepherd kennt und liebt, so wie ich, der stimmt mir sicherlich zu, wenn ich sage, dass die Autorin eine meisterhafte Geschichtenerzählerin ist und sehr geschickt „das Böse“ in ihren Büchern versteckt.  Auch im aktuellen Thriller bleibt der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt und erst dann öffnet sich der Vorhang und man erkennt, wer sein hier Unwesen getrieben hat.
Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die Autorin den Kriminalfall diesmal im Bereich Jugend/Schule etc. hat spielen lassen und wie gut ihr hier die ganze damit verbundene Thematik gelungen ist.
Ach übrigens, noch ein kleiner Hinweis, was es mit dem titelgebenden „heimlichen Zimmer“ auf sich hat, denn das erschließt sich dem Leser erst im Verlauf des Geschehens, was gut passt.
Ich für meinen Teil freue mich immer, wenn es neuen Lesestoff von Catherine Shepherd gibt, denn nervenaufreibende Spannung bis zum Schluss ist immer garantiert und ich kann nur jeden ihrer Thriller – ganz besonders auch diesem – meine unbedingte Leseempfehlung geben!
Fazit: Glückwunsch an die Autorin für den 10. Fall der Thriller-Reihe um Laura Kern, der spannungsgeladen ist und mit einem unvorhersehbaren Ende nochmal extra punkten kann!
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Linus Geschke: Der Trailer – Donkerbloem 1

Piper Verlag

Die vorherigen Bücher des Autors habe ich nicht gelesen. Mit dem ersten Band – der als Trilogie angelegten Thriller-Reihe – „Der Trailer“ starte ich mein Leseabenteuer, das mich im Verlauf zu dem abgelegenen Campingplatz „Donkerbloem“ in den belgischen Ardennen führt.
Auf besagten Campingplatz verschwindet 2011 die 23-jährige Urlauberin Lisa Martin auf ungeklärte Weise. Sämtliche Suchen nach ihr verlaufen erfolglos.
Auch 14 Jahre später ist dieser Vermisstenfall immer noch ungelöst!
Frieda Stahnke arbeitet als Hauptkommissarin in Hamburg und stammt aus demselben Ort wie Lisa Martin. 
Ein True-Crime-Podcaster, der den Kriminalfall „Lisa Martin“ seinen Zuhörern wieder in Erinnerung bringen möchte, bittet Frieda um ein Interview. Da diese beruflich gerade „ins Abseits“ gedrängt wurde, sprich suspendiert wurde, hat sie genügend Zeit, um dieses Interview zu geben.
Wer diesen Podcast alles hört, was für weitreichende Folgen damit verbunden sind und welch kriminelle Energie dadurch ausgelöst wird, vermag Frieda nicht zu erahnen, aber Linus Geschke berichtet darüber in diesem nervenaufreibenden Thriller!
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass der „Fall Lisa Martin“ nicht nur die Kommissarin Stahnke beschäftigt, sondern auch den zwielichtigen Barbesitzer Wouk Meertens, der damals als Lisa verschwand, ebenfalls auf dem Campingplatz in einem Trailer wohnte….
Mehr darf man nicht erzählen, denn wer spannungsgeladene Thriller mag, kommt an diesem hier nicht vorbei!
Die Gesamthandlung wird aus Sicht verschiedener Personen erzählt und man taucht in andere Zeitebenen ab. Durch den angenehmen Erzählstil findet man sich problemlos dabei zurecht.
Durch die Ungewissheit, was mit Lisa damals passiert ist, spielt der Autor bis zum Schluss mit der Fantasie seiner Leser. Von Beginn an schwebt eine angespannte, nichts Gutes verheißende Atmosphäre über dem Geschehen, die für Gänsehaut sorgt und einem dann und wann auch schon mal die Nackenhaare hochstehen lässt! 
Recht schnell hatte mich die Handlung „eingefangen“ und Seite um Seite flog nur so dahin, weswegen ich hier von einem fesselnden und spannungsgeladenen Page-Turner sprechen möchte und daher die volle Punktzahl vergebe. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht!  
Fazit: Fesselnder und nervenaufreibender Page-Turner, der die volle Punktzahl und meine unbedingte Lese-Empfehlung bekommt. 
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Johannes Selåker: BLUTLINIEN – Das Mädchen im Wald

blanvalet

Von Johannes Selåker kenne ich bereit den Kriminalroman „Sommersonnenwende“, den er gemeinsam mit Pascal Engman geschrieben hat.
Nun ist sein Buch „BLUTLINIEN – Das Mädchen im Wald“ erschienen, das den Start einer neuen Thriller-Reihe einleitet.
Das seitenstarke Werk spielt rings um die nordschwedische Stadt Umeå und setzt sich aus unterschiedlichen Handlungssträngen zusammen bzw. wird aus Sicht verschiedener Personen erzählt.
Als Resümee der Gesamthandlung, möchte ich schon mal vorweg anmerken, dass man hier starke Nerven braucht!
Bereits im Prolog standen mir die Nackenhaare hoch: Vor laufender Kamera stirbt eine junge Frau und das kann man live im Internet sehen!
Der persönliche Hintergrund dieser jungen Frau ist ein Teil der Handlung, die zu einer sektenähnlichen Glaubensgemeinschaft führt, wo strenge Regeln an der Tagesordnung sind und bei Verfehlungen wie z. B. der Besitz/der Nutzung eines Handys schwere Strafen drohen.
Die Verbindung zur Glaubensgemeinschaft und der Tod der jungen Frau beschäftigen sämtliche Medien und die Schlagzeilen überschlagen sich.
Sabotageaktionen einer unbekannten Gruppe, die anfangs noch kein großes Aufsehen erregen, übernehmen dann schnell die Schlagzeilen. Das Treiben der Unbekannten häuft sich und die Gewaltbereitschaft steigert sich von Mal zu mal.  Es dauert nicht lange, bis der erste Todesfall mit dieser Gruppierung in Verbindung gebracht wird.
Wie bereits erwähnt, sind die beiden oben aufgeführten Geschehnisse schlagzeilenträchtig. Die Recherche in beiden Fällen übernimmt die gerade aus privaten Gründen nach Umeå gezogene Journalistin Selma Halilović.
Während eine Schlagzeile die nächste jagt, stößt Selma auf merkwürdige Verbindungen zwischen den beiden Fällen, denen sie unbedingt nachgehen will. Mit diesen Spekulationen stößt sie aber bei ihrem Arbeitgeber auf taube Ohren, weswegen sie auf eigene Faust nachforscht und dabei völlig ausblendet, in welche Gefahr sie sich dabei begibt…
Ich muss gestehen, ich habe mich etwas schwergetan mit dem Lesen dieses Thrillers. Woran es genau lag, kann ich nicht benennen. Vielleicht lag es an der Übersetzung, denn ich musste teilweise Worte nachschlagen oder übersetzen lassen, die mir nicht geläufig waren, um dann überhaupt den Sinn einiger Sätze zu verstehen. Durch diese „Pausen“ zerriss immer wieder der Spannungsfaden, was schade ist.
Außerdem hatte ich große Schwierigkeiten mit der Figur der Selma. Ihre Gedankengänge, ihr merkwürdiges Verhalten, sowohl arbeitsmäßig als auch zwischenmenschlich konnte ich schwer nachvollziehen, obwohl sie eine gute „Spürnase“ hat. 
Alles in allem vergebe ich drei von fünf Punkten, da dies aber der Auftakt einer Thriller-Reihe ist, möchte ich erst noch abwarten, wie sich der weitere Verlauf entwickelt.
Fazit: Eher durchschnittler Thriller-Reihen-Start und nichts für schwache Nerven
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Andreas Winkelmann: Ihr werdet sie nicht finden

rororo

Letztes Jahr im Juni stand auf dem Buchcover „Hast Du Zeit?“ Nun, ich würde antworten: „Für einen nervenaufreibenden Thriller von Andreas Winkelmann habe ich immer Zeit!“ Einmal angefangen, fliegen die Seiten nur so dahin, weswegen ich auch sein neues Werk „Ihr werdet sie nicht finden“ in einem Rutsch gelesen habe!
Darum geht es diesmal:
Im ersten Kapitel befindet man sich mitten in einer Suchaktion der Polizei. Es ist Sommer und man sucht nach der 16-jährigen Isabell Waider, die von einer Party nicht nach Hause kam. Ihr Vater Jonas ist selbst Polizist und er sucht bereits seit vielen Stunden erfolglos nach seiner Tochter. Dann findet die Suchmannschaft einen Rucksack, der sich als Isabells herausstellt, aber von ihr selbst gibt es weiterhin keine Spur. Jonas Waider meint zu wissen, wer für das Verschwinden seiner Tochter verantwortlich ist, doch niemand glaubt ihm, sodass er eigenmächtig handelt, was im Verlauf fatale Folgen für ihn hat…
Dann sind sieben Jahre vergangen, es gibt es immer noch keinen Hinweis darauf, was mit Isabell Waider geschehen ist…
Franca Lichtenwalter ist Privatdetektivin und sie erhält von einer alten gut situierten Dame den Auftrag, deren 22-jährige Enkelin Silvia zu suchen, die sie seit geraumer Zeit vermisst…
Bei ihren Recherchen stößt Franca auf den ungelösten Vermissten-Fall Isabell Waider. Offenbar kannten sich Silvia und Isabell und sie besuchten vor sieben Jahren dieselbe Party….
Im Verlauf der Handlung treffen Jonas Waider und Franca Lichtenwalter aufeinander.
Jonas hat seit dem Verschwinden seiner Tochter eine schwere Zeit durchgemacht und das hat Spuren bei ihm hinterlassen. Franca versucht, mit seiner Hilfe in die damaligen und aktuellen Geschehnisse aufzuarbeiten, nichtsahnend, mit welcher kriminellen Energie sie es aufnehmen müssen….
Immer wieder überrascht mich Andreas Winkelmann mit seinen spannenden Themen und ausgefeilten Geschichten, die er in seinen Thrillern erzählt.
Die Handlung fängt einen von Beginn an ein. Durch die bildhaften Schilderungen und die gut gezeichneten Mitwirkenden findet man sich im Geschehen problemlos zurecht. Gut gefallen hat mir besonders das Zusammenspiel des „Ermittler-Team“ Franca und Jonas, sodass ich mir hier noch eine Fortsetzung bzw. einen weiteren Einsatz vorstellen könnte. Ich vergebe die volle Punktzahl für nervenaufreibende Spannung nebst geschickten Wendungen. Dem Autor ist es mal wieder wunderbar gelungen bis zum Schluss den Spannungsbogen zu halten und mit einen unvorhersehbares Ende zu überraschen! Toll!
 Fazit: Volle Punktzahl und unbedingte Lese-Empfehlung für diesen nervenaufreibenden Thriller! 
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