Dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten:
In einem kleinen Ort am Rande der französischen Alpen unweit von Grenoble ist eine junge Frau mitten in der Nacht auf dem Heimweg von einer Party. Auf den menschenleeren Straßen schickt sie noch schnell eine Nachricht an ihre Freundin und dann wird sie unvermittelt von einer wie aus dem Nichts aufgetauchten Person mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. Jede Hilfe kommt für sie zu spät, sie verbrennt bei lebendigem Leib.
Auf die herbeigerufene und mit den Ermittlungen beauftragte Polizeieinheit unter der Leitung des jungen engagierten Capitain Yohan Vivés (Bastien Bouillon) kommt viel Arbeit zu. Um den bestialischen Mord an Clara Royer aufzuklären, bitten sie ihre beste Freundin Nanie um Hilfe. Sie beschreibt Clara als eine nette junge Frau, die gern lachte, das Leben liebte, feierte und sich gern amüsierte.
Akribisch sammeln die Ermittler Informationen, führen Gespräche mit unzähligen Personen aus Claras Freundes- und Bekanntenkreis, darunter auch eine Reihe von Männern, mit denen Clara flüchtige intime Kontakte hatte. Sympathisch kommt keiner, diese jungen Männer rüber. Sie wirken kalt, emotionslos und die Tatsache, dass Clara bestialisch ermordet wurde, scheint ihnen allen völlig gleichgültig zu sein. Jeder von ihnen könnte der Täter sein, doch den Ermittlern fehlen hieb- und stichfeste Beweise, um jemanden für den Mord zur Verantwortung zu ziehen.
Ein paar Jahre vergehen, aber der bestialische Mord an Clara ist zum Leidwesen von Capitain Yohan Vivés immer noch ungelöst, den dieses furchtbare Verbrechen nie losgelassen hat.
Durch eine wundersame Fügung kommt dann doch noch einmal Bewegung in den Fall. Es wird erneut ermittelt, es gibt neue Verdachtsmomente, die sich aber dann wieder verflüchtigen und so bleibt der Mord unaufgeklärt.
Zu Beginn des Films wird man darüber informiert, dass nicht alle Morde aufgeklärt werden und dieser, der sich „In der Nacht des 12.“ ereignete, leider dazu gehört.
Obwohl man von Anfang an weiß, dass hier ein ungelöstes Verbrechen aufgezeigt wird, ist es den Filmemachern gelungen, die akribischen Ermittlungen um diesen fürchterlichen Mord aufzuklären, fesselnd zu erzählen. Auch die Obsession, die Capitain Yohan Vivés hier für die Suche nach dem Mörder entwickelt hat, kann man gut nachvollziehen. Ich habe mich dabei ertappt, zu hoffen, dass der Fall doch noch gelöst wird, als sich nach einigen Jahren neue Ermittlungsansätze fanden, was ja letztendlich aber leider nicht gelungen ist.
Gelungen ist aber auf jeden Fall diese filmische Aufarbeitung des ungelösten Kriminalfalls, die fesselnd erzählt wird und darstellerisch toll besetzt ist. Hier geht es zum Trailer
Ich kann gut verstehen, dass dieser Film mittlerweile mehrere Preise bekommen hat, u.a. den César – den französischen Filmpreis – für den „Besten Film des Jahres“ und Bastien Bouillon für seine Rolle als Capitain Yohan Vivés als bester männlichen Newcomer ausgezeichnet wurde.
Fazit: Gelungene, sehenswerte Aufarbeitung eines schrecklichen, bislang ungelösten realen Kriminalfalls
Police Detective Josie Quinn, die in Pennsylvania, in der Kleinstadt Denton, lebt und arbeitet, suchte im 8. Band der Reihe nach ihrer spurlos verschwundenen Zwillingsschwester. Ein Kleidungsstück, das sich bei einer Leiche befand, katapultiert Josie im 9. Band gedanklich direkt zurück in ihre Jugendzeit und im aktuellen 10. Band, mit dem Titel „Nur noch ein Atemzug“ bekommt sie es mit rätselhaften Todesfällen zu tun:
Josie entdeckt in einem Schwimmbecken eine junge Frau leblos im Wasser treiben. Nachdem sie die mit Straßenkleidung und Sneakers bekleidete Frau aus dem Wasser gezogen hat, kommt jedoch jede Hilfe für sie zu spät. Josie erkennt in der Toten das hochtalentierte Schwimm-Ass Nysa Somers. Nach den ersten Befragungen wird deutlich, dass diese Musterschülerin, niemals ihr Stipendium riskiert, geschweige denn leichtsinnig ihr Leben auf Spiel gesetzt hätte. In Nysas Handy stoßen die Ermittler später dann auf die merkwürdige Notiz „Sei eine Meerjungfrau“.
Da Fremdverschulden auf den ersten Blick nicht nachweisbar ist, muss erst einmal von einem tragischen Unfall ausgegangen werden und auch die Obduktion bestätigt: Nysa ist ertrunken!
Kurze Zeit bricht im Haus eines hoch angesehenen, pensionierten Feuerwehrmanns ein verheerendes Feuer aus. Seine zwei kleinen Enkelinnen können nur knapp den Flammen entkommen und auch er selbst wird später mit schwersten Brandverletzungen hinter dem Haus gefunden. Die beiden kleinen Mädchen erzählen unter Tränen, dass ihr Opa das Feuer selbst gelegt habe und dabei gemurmelt habe: „Sei ein Funke“.
Josies Bauchgefühl sagt ihr mal wieder, die beiden Fälle hängen irgendwie zusammen. Doch ob sie da auf der richtigen Spur ist, verrate ich hier nicht.
Ich kann nur sagen, erneut ist es Lisa Regan gelungen einen unheimlich spannenden, nicht vorhersehbaren Thriller zu schreiben, der einen von der ersten Seite an fesselt und nervenaufreibende Szenerien bietet, die einem die Nackenhaare hochstehen lassen.
Im Privatleben von Josie Quinn tut sich etwas und das lässt sie ganz besonders im Showdown eine Achterbahn der Gefühle durchlaufen. Doch mehr wird nicht verraten, denn es lohnt sich mal wieder diesen Thriller zu genießen und er bekommt von mir die volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung. So spannend darf es gern noch lange weitergehen!
Fazit: Volle Punktzahl für diesen kniffligen und nervenaufreibenden 10. Fall für Josie Quinn! So spannend darf es gern weitergehen!
Der dritte Einsatz für den Fallanalytiker Max Bischoff.
Obwohl Max Bischoff gern als Polizist tätig war, zwangen ihn gewisse Ereignisse dazu, den Dienst beim KK 11 in Düsseldorf zu quittieren, weswegen er jetzt neben seiner Lehrtätigkeit an der Polizeihochschule auch als Privatermittler arbeitet und bereits in „Die Spur der Mädchen“ und „Die Macht des Täters“ gezeigt hat, dass er auch ohne „Marke“ ein guter „Mörderfinder“ ist.
Aktuell bekommt er einen unerwarteten Anruf, der ihn aufhorchen und erstaunen lässt, denn niemand anderes als seine frühere Chefin, die Polizeirätin Eslen Keskin, die bisher kein gutes Wort für ihn übrig hatte, bittet ihn um Hilfe!
So richtig einordnen kann Max Bischoff diesen Anruf noch nicht, dazu waren die Differenzen während seiner Dienstzeit beim KK 11 mit ihr zu groß und so reist er mit gemischten Gefühlen nach Klotten, einem kleinen Ort an der Mosel.
Dort trifft er auf Frau Keskin, die von ihrer Freundin Gaby erzählt, die in diesem Ort lebte. Sie litt an einer schweren Krankheit und verstarb kürzlich daran.
Besagte Freundin hat ein Tagebuch hinterlassen, worin sie von ihren großen Schuldgefühlen schreibt, die ihr schwer zu schaffen machen. Wessen sie sich schuldig gemacht hat, darüber schreibt sie aber nichts genaues, sondern driftet immer mehr in diffuse und verwirrende Gedankengänge ab.
Eslem Keskin vermutet, dass die beschriebenen Schuldgefühle mit einem Ereignis zusammenhängen könnten, das sich hier vor 22 Jahren ereignet hat, wo ein junger Winzer spurlos verschwand, der offenbar zu Gabys engeren Freundeskreis gehörte. Die polizeilichen Ermittlungen damals verliefen im Sande, weswegen er Fall offiziell als ungelöst gilt.
Ob die Tagebucheintragungen und der alte Vermisstenfall in einem Zusammenhang stehen, danach soll Max vor Ort recherchieren. Was allerdings kein einfaches Unterfangen ist, denn die Menschen in dem kleinen Ort mögen es nicht besonders, wenn man sie aushorcht bzw. ihre jahrelange Mauer des Schweigens versucht zu durchbrechen. Und kaum hat Max mit ein paar wenigen Menschen gesprochen, die die Verstorbene gut kannten, geschieht ein brutaler Mord, der die bisherigen kargen Erkenntnisse, die er in der kurzen Zeit gewinnen konnte, in ein ganz anderes Licht rücken…
Während es in dem kleinen Ort Klotten plötzlich nur so von „Ermittlern“ wimmelt, kommt es zwischen Max und dem offiziellen Mordermittler zu Reibereien, denn der möchte den „Mann ohne Befugnisse“ am liebsten sofort aus dem Ort verbannen.
Doch Max hat mittlerweile „Blut geleckt“ und trotz reichlich Gegenwind will er diesen immer merkwürdiger werdenden Fall lösen. Er bleibt stur und vor Ort, unterhält sich mit Leuten, die sich noch an die Ereignisse von damals erinnern können und scheint dabei ungewollt, „dem Bösen“ zu nahe gekommen zu sein, weswegen er bald in höchster Lebensgefahr schwebt.
In die Gesamthandlung sind wohldosiert „Ein- bzw. Rückblicke“ in die Gedankenwelt einer im Verborgenen agierenden Person eingewoben, die erst im Showdown demaskiert wird, aber auch noch zusätzlich eine „böse Überraschung“ in petto hat.
Hatten die beiden vorherigen Thriller dieser Reihe mich voll und ganz begeistern können, muss ich diesmal einen Punkt abziehen, denn es „wuselten“ mir in der Handlung von „Mit den Augen des Opfers“ zu viele Personen herum. Ich fand es etwas anstrengend, sich mit dieser Vielzahl von Mitwirkenden zu beschäftigen. Bis fesselnde Spannung aufgebaut war, dauerte es etwas. So richtig zum Tragen kam sie erst in Richtung Showdown, davon hätte es für meinen Geschmack gern etwas mehr sein dürften.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gern gelesen und hoffe, die Thriller-Reihe wird weitergeführt.
Fazit: Reicht spannungs- und handlungsmäßig nicht ganz an die beiden Vorgänger heran, weswegen ich vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Bis Oktober letzten Jahres war mir dieses Autoren-Duo noch völlig unbekannt. Das hat sich allerdings sehr schnell geändert, denn mit „Rachejagd – Gequält“ begann ihre als Trilogie angelegte Thriller-Reihe, die sich als fesselnder Page-Turner herauskristallisierte.
Ein kleiner Blick in den Inhalt:
















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