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Elisabeth Herrmann: Düstersee

Goldmann

Rechtsanwalt Vernau „ermittelt“ in seinem 7. Fall!
2020 erschien aus dieser Reihe der sechste Kriminalroman „Requiem für einem Freund“, wo der Berliner Rechtsanwalt Joachim Vernau einsatzmäßig etwas auf den Pfaden von „James Bond“ wandeln durfte. Da ist es auch nicht ganz verwunderlich, dass Elisabeth Herrmann ihren „Hauptdarsteller“ erst einmal in den verdienten Urlaub schickt, den der dann in einem Bootshaus am „Düstersee“ in der Uckermark antritt.
Im Prolog geht es zeitlich erst einmal zehn Jahre zurück, wo ein junges Pärchen in eine baufällige, mit Brettern vernagelte Villa eindringt um ein paar lauschige Stunden zu verbringen. Nach kurzer Zeit bricht dort ein verheerendes Feuer aus, das nur einer von beiden überlebt…
Das Bootshaus hatte Joachim Vernau nach einem feucht-fröhlichen Abend eher zufällig von seinem zielstrebigen und ambitionierten Kollegen Christian Steinhoff zur Verfügung gestellt bekommen.
Allerdings hatten Vernau und seine langjährige gute Freundin und Kollegin Marie-Luise – die ihn netterweise zu seinem Feriendomizil chauffierte – sich unter dem Begriff „Ferien in der Uckermark“ etwas anderes vorgestellt. Marie-Luise bringt es dann auf den Punkt: „…jedenfalls nicht so etwas Protziges“ und lässt ihn dann inmitten einer illustren Gesellschaft stehen, die den Begrüßungsworten ihres Gastgebers Steinhoff lauschend, sich im Garten des weitläufigen Anwesens und auf der großzügigen Terrasse der prächtigen Villa verteilt hat.
Doch Ruhe und Entspannung ist Joachim Vernau in seinem Urlaub nicht beschieden, denn er entdeckt kurze Zeit später Steinhoff tot auf einer Bank sitzend und bald darauf sieht er am Straßenrand eine blutüberströmte junge Frau liegen, über die gebeugt eine ältere steht, die einen schweren Bolzenschneider in der Hand hält…
Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, denn einmal angefangen, ist man schnell mitten im Geschehen und das „Kopfkino“ beginnt. Elisabeth Herrmann nimmt ihre Leserschaft mit zu einer kleinen Dorfgemeinschaft, die mit den Machenschaften eines dubiosen Investors zu kämpfen hat. Joachim Vernau wiederum gerät in den Strudel von Ereignissen, wo er plötzlich einer Person gegenübersteht, die er an seinem Urlaubsort definitiv nicht erwartet hatte, die aber seinen juristischen Beistand braucht, was ihm widerstrebt, er aber keinesfalls ablehnen kann, da diese Person seiner Mutter sehr nahesteht…
Verdächtige Personen gibt es zu Hauff, doch wer letztendlich hier sein Unwesen treibt, war nicht vorhersehbar, was schon ein großer Pluspunkt ist. Feiner Humor durchzieht diesen gelungenen spannenenden Kriminalroman und lockert die düsteren und teilweise beklemmenden Szenerien etwas auf. Ich habe dieses Buch gern gelesen, vor meinem „inneren Auge“ Jan Josef Liefers erneut in die Rolle des Rechtsanwalts Vernau schlüpfen sehen und mich gut unterhalten gefühlt, weswegen ich hier meine Leseempfehlung ausspreche und mich auf die „echte“ Verfilmung freue!
Fazit: Fortsetzung gelungen! Unterhaltsam, spannend, unvorhersehbar und mit einer Prise Humor angereichert! Gern weiter so!
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Lone Theils: 87 Sekunden

SagaEgmont

Ich kenne von der dänischen Autorin  die sehr spannenden Kriminalromane mit der Journalistin Nora Sand, die zuletzt in „Falsche Gesichter“ ihrem kriminalistischen Spürsinn nachging.
Nun schickt Lone Theils erstmals Kriminalkommissar Georg Guldmann in Kopenhagen mit seinem Team auf Mördersuche:
Vom Besatzungsmitglied eines Sightseeing-Schiffs, das gerade zu einer Kanal-Tour abgelegt hatte, wird die Leiche einer jungen Frau im Wasser treibend, entdeckt. Nachdem sie identifiziert ist, muss Kommissar Guldmann nicht nur ihren Angehörigen die Todesnachricht überbringen, sondern auch darüber informieren, dass man sie ermordet hat.
Die Ermittlungen führen anfangs in die Welt der gehobenen Gastronomie, wo die junge Frau eine Ausbildung zur Köchin absolvierte. Die eine oder andere Person in ihrem beruflichen Umfeld rückt in den Fokus der Ermittler.
Bei den weiteren Recherchen wird auf einem Überwachungsvideo jemand mit einer besonderen Kopfbedeckung entdeckt, den die Ermittler gern als Zeugen befragen würden, doch selbst nach einem Aufruf in den Medien, meldet sich die Person nicht...
Die Ermittlungen werden ausgeweitet und führen sogar in die höheren Kreise der Gesellschaft, wo Fingerspitzengefühl bei den Befragungen angesagt ist..
… und dann wird die nächste Frauenleiche entdeckt…
Ich habe „87 Sekunden“ in der Hörbuch-Version genossen. Der Sprecher Omid-Paul Eftekhari war mir bis dato unbekannt. Er hat eine sehr angenehme Stimme, die er sehr gut modulieren kann, so das man die Mitwirkenden unterscheiden bzw. wiederzuerkennen kann. Recht schnell gelingt es ihm durch seine Vortragsweise beim Zuhörer das „Kopfkino“ zu starten, so dass man hier von fesselndem Hörgenuss sprechen kann!
Die Autorin hat einen flüssigen, bildhaften Erzählstil, so dass man die Szenerien gut vor Augen hat und schnell im Geschehen „gefangen“ ist.  Auch wenn die Handlung eher seicht beginnt, sollte man sich davon nicht täuschen lassen, denn ganz besonders im letzten Drittel nimmt die Handlung an Fahrt auf und punktet mit einem unvorhersehbaren Schlussakkord, was mir sehr gut gefallen hat.
Erfrischend fand ich auch, dass die Autorin hier keinen psychisch angeschlagenen, sondern den fachlich kompetenten, sympathischen Kommissar Georg Guldmann „in den Ring schickt!
Alles in allem, kann ich sagen, der Hörbuch-Lesung durch Omid-Paul Eftekhari hätte ich gern noch weiter gelauscht, denn die Zeit ist nur so dahingeflogen, was natürlich auch daran liegt, dass es Lone Theils mal wieder gelungen ist, einen spannenden Kriminalroman zu schreiben.
Hier passt alles wunderbar zusammen, weswegen ich die volle Punktzahl vergebe und mir einen weiteren Einsatz mit Kommissar Guldmann und seinem Team wünschen würde!
Fazit: Der Sprecher ist eine gute Wahl, schafft er doch stimmlich die passende Atmosphäre zu dieser spannenden Buchvorlage, so dass sich beides zu einem Hörgenuss zusammenfügt! Bitte mehr davon!
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Kristina Ohlsson: Die Tote im Sturm

DAV
Von Kristina Ohlsson habe ich vor vielen Jahren ihren Debüt-Krimi „Aschenputtel“ als Hörbuch genossen, der aber so gar nichts mit Märchen zu tun hatte und man beim Lesen schon starke Nerven brauchte, daran kann ich mich noch erinnern.
Damals und wie auch aktuell hat Uve Teschner die Lesung des Hörbuchs übernommen, der mit seiner angenehmen Stimme den Zuhörer „an die Hand nimmt“ um an die Westküste Schwedens zu reisen, wo die neue Krimi-Reihe der Autorin mit dem Titel „Die Tote im Sturm“ in das beschauliche, idyllisch gelegene Örtchen Hovenäset führt.
Doch die Idylle trügt, das muss auch der „Stockholmer“, wie die Einheimischen den neu zugezogenen Vermögensberater August Strindberg nennen, bald feststellen. Der wollte nach der Trennung von seiner Freundin nur einen Ortswechsel und eine berufliche Veränderung, weswegen er auch das örtliche Bestattungsunternehmen gekauft hat, um dort einen Secondhand-Laden zu eröffnen.
Hinter vorgehaltener Hand wird über diesen Kauf im Ort getuschelt, was August nicht verborgen bleibt, doch er denkt sich nichts dabei, bis man ihn mehrfach darauf anspricht, dass er doch wohl wisse, in was für ein Haus er gezogen sei?
Doch August ist ahnungslos und so richtig erzählen will ihm auch niemand, was es mit dem Haus auf sich hat, doch das ändert sich dann bald, denn….
…..am gleichen Tag, an dem August im Ort angekommen ist, zieht gegen Abend ein Sturm über den kleinen Ort hinweg. Die Lehrerin Agnes Eriksson war noch einmal nach draußen gegangen um etwas zu erledigen, doch sie kommt nicht zurück und bald gilt sie als vermisst.
Eine großangelegte Suchaktion wird eingeleitet, wo Polizei und Freiwillige aus dem Ort jeden Winkel durchsuchen. Auch August schließt an, wo er erste Kontakte knüpft und der Polizistin Maria Martinssons begegnet, die mit einem Kollegen „abkommandiert“ wurde, um die weiteren Ermittlungen voranzutreiben.
Doch Agnes bleibt verschwunden.
Der Zuhörer erfährt durch eingewobene Auszüge aus ihren Tagebuch, dass sie ein Geheimnis verbirgt, dass niemals gelüftet werden darf…
Die Gerüchteküche im Ort fängt an zu brodeln und man zieht Parallelen zu einem alten Kriminalfall, denn vor vielen Jahren verschwandt eine Frau auf ähnliche Weise, die dann bestialisch ermordet aufgefunden wurde. Obwohl der Täter gefasst und bestraft wurde, meinen viele, der wirkliche Mörder von damals wäre noch auf freiem Fuss!
Und was August dann erfährt, kann er kaum glauben, denn in seinem neuen Haus geschah einst gesagter Mord!
Von Anfang an schwebt eine angespannte Atmosphäre über dem Geschehen. Bis die Handlung allerdings richtig in Gang kommt, dauert es etwas. Nachdem Agnes verschwunden ist, wird im Hintergrund zwar nach ihr gesucht, aber der Zuhörer bekommt erst einmal Einblick in das Leben verschiedener Familien und Mitwirkenden, die allesamt ihre „Päckchen“ zu tragen haben, was sie aber geschickt hinter einer Fassade verbergen, die erst peu à peu zu bröckeln beginnt.
Erst im letzten Drittel nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und einem stehen die Nackenhaare hoch, was dann alles an gut gehüteten Geheimnissen ans Tageslicht kommt!
Mir hat das Hörbuch gut gefallen, auch wenn man genau zuhören muss, welches Puzzlesteinchen gerade vorgelesen wird, wie z.B.  Agnes Tagebucheinträge, die so spontan anfangen, dass ich mir die Passage noch einmal angehören musste, damit ich sie richtig einordnen konnte. Durch Uve Teschners gekonnte Vortragsweise gelingt das auch weiterhin gut, aber ablenken lassen, sollte man sich nicht.
Anmerken möchte ich auch noch, dass August Strindberg eigentlich nicht ermittelt, so wie es auf dem Cover steht, er gerät eher zufällig an Informationen, die im Verlauf bei der Suche nach Agnes wichtig sind, aber eine Art Privat- oder Hobbydetektiv ist er nicht.
Eine zarte Prise Humor konnte ich entdecken, die die doch recht brisante und auch nervenaufreibende Thematik hier gut vertragen kann.
Fazit: Hörenswert! Dieser Krimi beginnt leise, während die Atmosphäre gleich angespannt und nichts Gutes erahnend über dem Geschehen schwebt. Im letzten Drittel steigt die Spannung und der Schlussakkord lässt einem dann die Nackenhaare hochstehen!
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Donato Carrisi: Ich bin der Abgrund

Atrium Verlag

Vor ein paar Jahren habe ich das erste Buch aus der Feder des italienischen Autors Donato Carrisi, den Thriller „Der Nebelmann“ gelesen. Seine wunderbare Art spannende Geschichten zu erzählen, aber auch ganz besonders das Buch sind mir im Gedächtnis geblieben, genau wie einige Zeit später dann sein Thriller „Diener der Dunkelheit“. Beide Bücher sind mittlerweile starbesetzt verfilmt worden.
Nun möchte ich seinen aktuellen Thriller „Ich bin der Abgrund“ vorstellen, der mich von der ersten Seite an gefesselt, die Nackenhaare hat hochstehen lassen und nach der „Anmerkung des Autors“, dass die Handlung von wahren Ereignissen inspiriert wurde, erst einmal innehalten hat.
Bevor ich etwas genauer auf den Inhalt eingehe, muss ich anmerken, dass die Thematik hier schon „hard stuff“ ist und „unter die Haut“ geht, weswegen sie nicht für jedermann geeignet ist, denn es dreht sich hier um unterschiedliche Arten von Missbrauch, sei es nun körperlich oder auch seelisch. Dem Autor ist es zwar gelungen wohl dosiert und nie ins Detail gehend die verstörenden Szenerien zu schildern, aber nichtsdestotrotz durchlebt man hier eine Achterbahn der Gefühle, fragt sich auch, wer hier eigentlich Opfer oder Täter ist:
Die Gesamthandlung ist in der schönen Landschaftskulisse des Comer Sees in Italien angesiedelt. Doch die trügt!
Anfangs gerät ein fünfjähriger Junge in akute Lebensgefahr. Dann „taucht“ dieser als junger Erwachsener in der Handlung wieder auf. Er ist ein Müllmann, der gern allein arbeitet und gern für sich ist, denn Menschen mag er nicht sonderlich gern, weswegen er sich unauffällig verhält um nicht aufzufallen. Sein Tag ist durchstrukturiert und von Routine geprägt.
Diese Tristesse wird jäh unterbrochen, als er eher unfreiwillig ein 13jähriges Mädchen, das eine auffällige lila Haarsträhne trägt, vor dem Ertrinken aus dem See rettet. Nach der Einlieferung ins Krankenhaus wird bei dem Mädchen ein Stück rotlackierter Fingernagel entdeckt….
Die Begegnung dieser beiden Menschen, ist ein wichtiger Bestandteil des weiteren Geschehens, wo man Einblick in ihrer beider Leben und Leiden bekommt…
In einem anderen Erzählstrang wird ein Leichenteil im Wasser des Comer Sees entdeckt, das sich als Frauenarm „entpuppt“, an dessen Hand ein rotlackierter Fingernagel abgebrochen ist…
Aus diesen Puzzlesteinchen hat der Autor einen sehr spannenden, nervenaufreibenden und bewegenden Thriller zusammengesetzt, der in den „Abgrund“ der menschlichen Seele blicken lässt. Besonders gefallen hat mir, wie sensibel Donato Carrisi mit dem brisanten Thema umgegangen und wie meisterhaft es ihm gelungen ist, daraus einen dermaßen spannenden Thriller zu schreiben! Nervenstarken Thriller-Fans kann ich dies Buch nur empfehlen.
Fazit: Dieser meisterhaft gelungene Thriller geht unter die Haut, ist spannend, nervenaufreibend und wirkt noch lange nach!
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The Responder – Staffel 1

Polyband VÖ 29.07.22

Die sechs Folgen der neuen britischen Krimi-Reihe „The Responder“ führen den Zuschauer auf die Straßen von Liverpool, wo zumeist in Nachtschicht Chris Carson (Martin Freeman) als Emergency Response Police Officer „dem ganz normalen Wahnsinn“dieser Stadt ausgesetzt ist.
Wenn man den Titel der Reihe frei übersetzt, lautet er „der Antwortende“. Chris Carsons Arbeit besteht darin, mit seinem Einsatzwagen – gern allein oder auch mit einer weiteren Person als Unterstützung – durch die Straßen Liverpools zu fahren, um „die Stadt im Blick zu behalten“. Wenn die Einsatzzentrale Notrufe „hereinbekommt“, wird von dort angefragt, ob jemand von den „Respondern“ in der Nähe ist, um nach dem Rechten zu schauen. Wenn Chris dann „antwortet“ taucht er in eine recht verstörende und deprimierende Welt ein, wo Ehestreitigkeiten, alle möglichen Fälle von Kriminalität, Drogen, Alkohol und Gewalt an der Tagesordnung sind. Er ist einer der Ersten, der verstörende Bilder an Tatorten sieht oder rings um ihn herum, das ganze Elend ertragen, verarbeiten und verkraften muss. Und genau das nagt schon seit geraumer Zeit an seiner Psyche, mit der es mittlerweile nicht zum Besten steht…
Da aber sein Beruf auch seine Berufung ist, fährt er jeden Tag aufs Neue wieder zum Dienst, wo er sich nicht immer an die Vorschriften hält, was schon zu einigen dienstlichen/disziplinarischen Konsequenzen geführt hat….
Auf den genauen Inhalt, der mal etwas anders aufgemachten sehenswerten Polizei-Serie, möchte ich gar nicht eingehen, nur so viel noch:
Chris ist eigentlich ständig unterwegs, weswegen seine Ehe zu zerbrechen droht.
Da es seiner todkranken Mutter an nichts fehlen soll, hat er sie einem sehr guten Heim untergebracht, was er allerdings finanziell kaum  „wuppen“ kann…
Carl, seit der gemeinsamen Schulzeit sein bester Freund, ist ein Dealer, der ihn immer wieder um Hilfe ersucht, was Chris als Polizisten auf einem sehr schmalen Grat wandern lässt…
Einer dieser schmalen Grate hat mit der jungen drogenabhängigen Casey zu tun, die er aus unzähligen Einsätzen kennt und immer wieder versucht aus dem Drogen- bzw. kriminellen Milieu herauszuführen. Und genau diese junge Dame hat Carl eine große Menge Drogen gestohlen, was dazu führt, dass Officer Chris Carson in eine Spirale unvorhersehbarer Ereignisse gerät, die ihm seinen Job kosten könnten…
Die gesamte schauspielerische Besetzung ist gelungen, allen voran Martin Freeman als Responder  zeigt hier all sein darstellerisches Können und schon anhand seiner Mimik kann man die Seelenqualen und seine Zerrissenheit gut erkennen und nachvollziehen.
Beim Anschauen hatte ich das Gefühl, man bekommt hier einen Einblick in den realen Alltag eines Polizisten, der mit vielen menschlichen Schicksalen und kaum fassbarem Elend konfrontiert wird, so dass man gut nachempfinden kann, welche psychischen Herausforderungen, das an einen stellt.
Mir hat die „etwas andere“ sehr realistisch aufgemachte Polizei-Serie gut gefallen und ganz besonders – wie bereits erwähnt – die tolle darstellerische Besetzung. Gern würde ich in einer Fortsetzung sehen, ob es Officer Carson gelungen ist, sich nach dieser ersten nervenaufreibenden Staffel etwas psychisch zu erholen und ob seine Bemühungen bezüglich der Drogengeschäfte nachhaltig gelöst worden sind.
Fazit: Mal etwas anders aufgemachte, mit tollen Darstellern besetzte, spannende Polizei-Serie, die gern fortgeführt werden darf!
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Reyka – Mord in Afrika

Polyband

Die achtteilige Serie führt den Zuschauer nach Südafrika, wo Anfang der 1990ziger Jahre die zwölfjährige Reyka Gama (Kim Engelbrecht) mit ihrer Mutter Elsa in KwaZulu-Natal lebt.
Während ihre Mutter beruflich kurz abgelenkt ist, wird Reyka auf einem öffentlichen Platz entführt und mehrere Jahre von dem Farmer Angus Speelman (Iain Glenn) gefangen gehalten…
Viele Jahre später kommt Reyka als erwachsene Frau und Mutter einer Teenagertochter nun als Polizistin und Profilerin auf Wunsch des örtlichen Polizeichefs Hector Zwane zurück in ihre Heimat, da ihre beruflichen Fähigkeiten dringend benötigt werden:
Anfangs wird ein menschlicher abgetrennter Arm von einem Hund aus den Zuckerrohrfeldern „mitgebracht“. Im Verlauf wird auch der schrecklich entstellte Leichnam der dazugehörigen Frau gefunden. Es werden in den Feldern immer mehr Leichen junger Frauen gefunden, so dass bald von einem Serienmörder ausgegangen wird…
Reyka unterstützt mit ihrem Know-how die Ermittlungen, allerdings begegnen ihr die Menschen, die im Zusammenhang mit den Morden in den Zuckerrohrfeldern befragt werden nicht immer freundlich, sie sind eher misstrauisch ihr gegenüber, ist sie doch eine Frau gemischt ethnischer Herkunft, die sich in ihren Augen entscheiden soll, auf welcher „Seite sie steht“…
Ein anderer Teil der Handlung wird in Rückblicken erzählt, wo Reykas  jahrelange Gefangenschaft und wie sie daraus entfliehen kann, thematisiert wird.
Die Jahre in der „Obhut“ Spellmans haben sie traumatisiert und zerren ganz besonders an ihrer verletzten Psyche als man sie zu einer Anhörung vorlädt, wo sie eine Stellungnahme abgeben soll, ob Spellman, der wegen ihrer Entführung seit 20 Jahren inhaftiert ist, nun aus dem Gefängnis entlassen werden kann….
Besonders gut hat mir gefallen, wie es Iain Glenn gelungen ist, die „zwei Seiten“ des Entführers darzustellen, so dass man ihm als liebevollen „Vater“ durchaus Sympathie entgegenbringt, aber wenn seine „dunkle Seite“ zutage tritt, wo der kontrollierende, manipulierende und angstverbreitende Psychopath sichtbar wird, dabei können einem schon die Nackenhaare hochstehen..
Über der Handlung von „Reyka – Mord in Afrika“ schwebt eine düstere Atmosphäre und zeigt gruselige Szenerien in den Zuckerrohrfeldern. Man taucht in eine recht unbekannte Lebensart ein, die von Sitten und Gebräuchen geprägt ist. Die verschiedenen Handlungsstränge fügen sich zu einem spannenden Gesamtbild zusammen. Zwar hatte ich bald eine Idee, wer in den Zuckerrohrfeldern sein Unwesen treibt und lag richtig, was aber den Unterhaltungswert nicht unbedingt schmälert.
Überraschend und kaum nachvollziehbar, fand ich allerdings, dass aus so einem traumatisierten Menschen, wie Reyka es offensichtlich ist, dann im Erwachsenenleben eine in der Strafverfolgung tätige Polizistin wird, die sich zusätzlich auch noch als brillante Profilerin etabliert um sich in die Psyche von Schwerverbrechern hineinzuversetzen um sie dingfest zu machen. Realistischer ist dann, dass so ein seelisch verletzter Mensch, den normalen Alltag kaum auf die Reihe kriegt, was in Reykas Fall ja gut sichtbar ist, denn nicht ohne Grund unterstützt sie ihre bei ihr lebende Mutter bei vielen Dingen und besonders wenn es um ihre Teenagertochter geht. Aber das nur am Rande, nichtsdestotrotz wird man hier gut unterhalten.
Fazit: Trotz kleiner „Unebenheiten“ beinhaltet diese Serie Spannung, Nervenkitzel und sehenswerte Unterhaltung und kann mit einem tollen Darsteller-Ensemble punkten.
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Erwartung – Der Marco-Effekt

Etwas in meinen Unterlagen musste ich schon blättern, bis ich auf meine Rezension des im September 2013 erschienenen Hörbuchs „Erwartung“ des gleichnamigen Thrillers von Jussi-Adler-Olsen gestoßen bin. Mein Fazit damals lautete wie folgt:
Spezieller Humor (besonders die Dialoge zwischen Kommissar Carl Mørck und seinem Mitarbeiter Assad), fesselnde Spannung und bildhafte Sprache verschmelzen zu einem ganz besonderen Thriller, den man sich nicht entgehen lassen sollte!
Die jetzt erfolgte zweistündige Verfilmung „Erwartung – Der Marco Effekt –„ ist der fünfte Fall für den dänischen Kommissar Carl Mørck und das Sonderdezernat Q.
Die Fans der Reihe müssen sich allerdings etwas umorientieren, denn das gesamte bekannte Darsteller-Ensemble hat gewechselt: War Nikolaj Lie Kaas zuvor in die Rolle des Carl Mørck geschlüpft, hat diesen Part nun Ulrich Thomsen übernommen…
Bei einer Kontrolle im Zug greift man einen Jugendlichen aus dem Roma-Milieu auf. Da er keine Angaben zu seiner Identität macht, wird er durchsucht und man findet bei ihm die Ausweispapiere des seit Jahren als vermisst geltenden William Stark…
Ein neuer Fall bzw. ein alter Fall für das Sonderdezernat Q, denn William Stark arbeitete für das Ministerium und man hatte ihn nach Kamerun geschickt um dort Vorwürfen nachzugehen, ob eine angesehene und großzügig unterstützte Wohltätigkeitsorganisation in dubiose Geldgeschäfte verwickelt ist. Von dort kam er zwar nach Dänemark zurück, aber dann verliert sich seine Spur…
Wie allerdings der Junge, der nach einer intensiven Befragung durch Carl Mørck endlich seinen Namen mit Marco preisgibt, zu den Papieren von William Stark gekommen ist, dazu schweigt er beharrlich, weswegen nun das Sonderdezernat Q gefragt ist, um die fehlenden Puzzlesteinchen zusammenzusetzen…
Mal abgesehen davon, dass man sich erst einmal mit der Neubesetzung arrangieren muss (ganz besonders Carls ständiges Kaugummikauen nervt!), ist die Verfilmung ganz unterhaltsam.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, zum besseren Verständnis der Gesamthandlung, mehr über die schwierigen Lebensumstände von Marco zu erfahren, als den psychischen Zustand von Carl Mørck hervorzuheben. Die „Figur Carl Mørck“ ist bereits seit Beginn der Buchreihe und auch schon in den vorherigen Filmen „grummelig“und psychisch angeschlagen und kein einfacher Mensch, das hätte man schauspielerisch ohne viele Worte darstellen können. Auch fehlte mir hier der ganz spezielle Humor zwischen Carl und seinem Team, was schade ist, denn dies ist ein wichtiger Part der Thriller-Reihe und war bisher in die vorherigen Verfilmungen gut eingewoben, daher vergebe ich hier insgesamt drei von fünf möglichen Punkten.
Fazit: Unterhaltsame Thriller-Verfilmung, die aber inhaltlich an die komplexe Buchvorlage nicht heranreicht!
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Jens Henrik Jensen: SØG – Land ohne Licht

Der-Audio-Verlag

Ein neuer Fall für die dänische Polizistin Nina Portland, deren zwei vorherige Einsätze in „SØG -Dunkel liegt die See“ und danach in „SØG – Schwarzer Himmel“ ich mir von Britta Steffenhagen habe vorlesen lassen, die jeweils die Lesung der ungekürzten Hörbuch-Version übernommen hatte. Wie erfreulicherweise auch diesmal in „SØG – Land ohne Licht“, denn mittlerweile verbinde ich mit ihrer angenehmen, einfühlsamen und wandelbaren Stimme die Figur „Nina Portland“.
Wer die SØG-Thriller-Reihe um die toughe, engagierte, oftmals spontan – auf ihr Bauchgefühl hörend – und gern allein agierende Polizistin Nina Portland noch nicht kennt, dem sei gesagt, als alleinerziehende Mutter lebt sie mit ihrem Sohn Jonas in Esbjerg und durch ein kleines soziales Netzwerk schafft sie es, den oftmals schwierigen Spagat zwischen Mutter und Polizistin hinzubekommen.
Die Fälle, in denen sie ermittelt, sind auf den ersten Blick nicht zu durchschauen und führen in die Kreise der unterschiedlichsten Geheimdienste. Die Szenerien, die man hier anschaulich präsentiert bekommt, erinnern mich immer ein wenig an die actionreiche Welt von „James Bond“, was mir gut gefällt. Nina Portland bekommt es oftmals mit unsichtbaren mächtigen Gegnern zu tun, die im Hintergrund die Fäden ziehen, aber auch handlungsmäßig in die tiefsten kriminellen Kreise führen. Die Fälle sind knifflig und komplex, verlangen höchste Konzentration, aber auch immer mal wieder körperlichen Einsatz in äußert gefährlichen Situationen, wie auch diesmal:
Anfangs ist man als Zuhörer im Vorteil, denn was sich im Vorfeld in dem später bei schlechten Wetterbedingungen verunglückten kleinen Flugzeug tatsächlich ereignet, kann man in einer bildhaft geschilderten Szenerie miterleben…
Da einer der Passagiere stirbt, wird Nina Portland mit der Untersuchung des Falls beauftragt. Was ihr total„ gegen den Strich“ geht, denn gerade arbeitete sie noch unter Hochdruck an der Aufklärung zweier Morde, da man an zwei Unterweltgrößen regelrecht exekutiert hatte. Um weitere kriminelle Aktionen zu unterbinden und die drohende Eskalation eines blutigen Bandenkriegs zu stoppen, erwartet man hier schnelle Ermittlungsergebnisse, doch nun beruft man sie ab um einen Routine-Fall zu bearbeiten….
Nina hat zwar ein wenig „Bauchgrummeln“, aber mehr als einen tragischen Unfall kann sie als Ursache für den Tod des Flugzeugpassagiers nicht beweisen, weswegen sie den Fall gerade abschließen will um dann die Kollegen bei ihrem vorherigen Fall wieder zu unterstützen. Doch dann tauchen plötzlich „hohe Tiere“ des Nachrichtendienstes auf und verwandeln diesen Fall in etwas Brisantes, denn an Bord des verunglücken Flugzeugs befand sich außerdem ein streng geheimer Passagier, der nun spurlos verschwunden ist….
Nun heißt es für Nina, den, sich offenbar auf der Flucht befindlichen Mann ausfindig zu machen. Es  beginnt eine Art Katz-und-Maus-Spiel, denn der Gesuchte ist ein nicht zu unterschätzender, extrem gefährlicher Gegner…
Allerdings ist Ninas kriminalistisches Gespür diesmal nicht nur im Beruflichen sehr gefragt, muss sie sich privat doch der Tatsache stellen, dass ihr Sohn Jonas eine Straftat begangen hat …
Wie bei den beiden vorherigen Thrillern aus der SØG-Reihe muss man genau hinhören um alles richtig einzuordnen, was aber bei der gekonnten Lesung von Britta Steffenhagen keine Mühe bereitet, denn durch ihre Stimmnuancen kann man die Figuren gut unterscheiden und dem wendungsreichen Geschehen ohne Probleme folgen.
Jens-Henrik Jensens Thriller-Reihe gefällt mir gut. Sein Erzählstil fesselt von Anfang an, die Geschichten setzen sich aus verschiedenen Puzzle-Teilchen zu einem komplexen Gesamtbild zusammen und punkten mit Spannung , Unvorhersehbarkeit und einer toughen Hauptakteurin, die hoffentlich noch auf weitere „Spezialeinsätze“ geschickt wird.
Fazit: Nina Portland gelingt der schwierige Spagat zwischen privaten Turbulenzen und kriminalistischem „Bauchgefühl“ auf ihre ganz besondere Art und Weise, so dass man hier nicht nur fesselnd, sondern auch mit einem kleinen Augenzwinkern unterhalten wird. Sie nimmt es mühelos mit „Kleinkriminellen“, aber auch mit unsichtbaren Mächten und gefährlichen Gegnern auf, so dass diese unterhaltsame spannungsgeladene Thriller-Reihe gern noch fortgeführt werden darf!
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Catherine Shepherd: Der Bewunderer

Kafel Verlag

Im Jahr 2016 hatte das Berliner Ermittler-Duo des LKA Laura Kern und Max Hartung in „Krähenmutter“ ihren ersten Einsatz und durch diesen Thriller bin ich auf die mir bis dato unbekannte Autorin aufmerksam geworden. Mein Fazit damals war, dass mir der fesselnde und rundum gelungene Thriller sehr gut gefallen hat und ich mir den Namen der Autorin unbedingt merken wollte!
Nun sind einige Jahre ins Land gegangen und ja, die Autorin ist mir im Gedächtnis geblieben und auch ganz besonders ihre Thriller aus der „Laura-Kern-Reihe“. Gelesen bzw. „verschlungen“ habe ich alle davon, wie z.B. im letzten Jahr „Der böse Mann“ und nun frisch erschienen „Der Bewunderer“, über dessen Inhalt ich hier einen kleinen Einblick geben möchte:
Die Gedankengänge im Prolog klingen schwärmerisch und „liebestrunken“ und lassen noch nicht erahnen, was den bewunderten Personen im Verlauf der Handlung für ein schreckliches Schicksal ereilt….
Laura Kern und Max Hartung werden zu einem Leichenfund in einer Industriebrache im Norden Berlins gerufen. Als sie vor Ort ankommen, können sie ihren Augen kaum trauen, was sie dort in einer Halle erblicken:
Mit weit aufgerissenen Augen liegt eine tote Frau, die mit einem Abendkleid, einer Rettungsweste und roten High Heels bekleidet ist, mitten auf einer überdimensionalen bemalten Leinwand. Ein Blumenstrauß rundet dieses bizarre Bild ab…
Kaum haben sie die Identität der Toten herausbekommen, wird ein weiteres „morbides Kunstwerk“ entdeckt und auch bei diesem bleibt es nicht….
Durch die anschaulichen geschilderten Szenerien,  können einem auch schon mal die Nackenhaare hochstehen!
Neben der Kriminalhandlung ist auch wieder ein kleiner Einblick ins Privatleben der beiden Hauptermittler in die Gesamthandlung eingewoben, was gut passt und keineswegs vom „roten Faden“ ablenkt.
Ganz besonders mag ich den flüssigen, von der ersten Seite an fesselnden Erzählstil der Autorin, der es mal wieder gelungen ist, hier die eine oder andere „Brotkrume“ auszulegen um die Leserschaft zum „Mitermitteln“ anzuregen.
Da im privaten Umfeld der Toten auch der eine oder andere Verdächtige auftaucht, bekommt nicht nur das Ermittler-Team hier einiges zu tun, sondern auch der Leser wird auf Spurensuche. aber auch auf falsche Fährten geschickt. Doch ich muss zugeben, diesmal hatte ich im Hinterkopf eine kaum sichtbare Figur in den Kreis der Verdächtigen mit aufgenommen und lag tatsächlich richtig. Aber dies nur am Rande, denn wie sich alles zusammensetzt und das Wie und Warum, habe nicht vorhersehen können, denn das wird zu guter Letzt nachvollziehbar und schlüssig von der Autorin als Auflösung präsentiert, so dass ich meinen Verdächtigen eher als „Glückstreffer“ abspeichern möchte, denn nichtsdestotrotz ist dieser Thriller wieder wunderbar gelungen und unbedingt lesenswert.
Nach dem siebten Band der Reihe ist hoffentlich nicht Schluss, so spannend und fesselnd darf es gern noch viele Bände weitergehen.
Fazit: Auch das siebte Band der Reihe überzeugt mit fesselnder Spannung, bildhaften Szenerien und einem tollen Ermittler-Team, weswegen es die volle Punktzahl für diesen lesenswerten Thriller gibt!
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Lisa Regan: Ihre begrabenen Geheimnisse

Bookouture VÖ 15.07.22

Gerade hatte sich die amerikanische Ermittlerin Detective Josie Quinn noch mit ihrer eigenen traumatischen Kindheit in „Das Grab ihrer Mutter“ auseinandersetzen müssen, verschwindet ein wenig später ihre geschätzte Kollegin Gretchen Palmer, weswegen Josie in „Ihre letzte Beichte“ erst nach ihr als Vermisste fahnden, später dann als Verdächtige ermitteln musste.
Da ich mich dieser Thriller-Reihe nicht entziehen kann, möchte ich nun auch das gerade erschienene fünfte Buch mit dem Titel „Ihre begrabenen Geheimnisse“ hier vorstellen:
Seit einem Jahr sind Josie Quinn und ihr Kollege Noah Fraley nun schon ein Paar.  Aber so ganz „warm“ sind Noahs Mutter Colette und Josie noch nicht geworden, weswegen ihr die monatlichen Treffen immer etwas Bauchweh bereiten und nun sind auch noch alle ihre Versuche schiefgegangen ein leckeres Dessert mitzubringen, weswegen eine Schachtel gekauftes Gebäck im Wagen liegt, als sie vor Colettes Haus parken…
….doch etwas ist merkwürdig, denn die Eingangstür steht weit offen und auf mehrmaliges Rufen bekommen sie keine Antwort. Als sie das Haus betreten ist alles dunkel, der Tisch nicht wie sonst gedeckt, zwei Schubladen sind aufgerissen und ihr Inhalt davor verteilt, aber von Colette keine Spur….
…bis Josie sie mit dem Gesicht nach unten, leblos in einem Blumenbeet liegend, entdeckt. Ihr Mund ist voller Erde und ihr Körper kalt. Alle Wiederbelegungsversuche scheitern und der Notarzt kann nur noch ihren Tod bestätigen. Wäre das nicht schon schlimm genug, stellt sich im Verlauf heraus, dass Colette keines natürlichen Todes gestorben ist…
Noah steht völlig neben sich, ist schockiert und wie paralysiert, weswegen es an Josie und dem Rest des Ermittler-Teams ist, sich mit der Aufklärung des –  bei genauerem Betrachten immer mehr Fragen aufwerfenden – Todes von Collette Fraley zu beschäftigen. Obwohl sie eine geachtete und beliebte Person gewesen ist, hütete sie auch gut verborgene Geheimnisse, die es nun aufzudecken gilt….
Mehr möchte ich von diesem von Beginn an fesselnden, spannenden und wendungsreichen Thriller nicht verraten.
Lisa Regan hat einen ganz besonderen Erzähl-Stil, der einen von Anfang an in seinen Bann zieht. Obwohl hier nicht nur der Tod von Noahs Mutter untersucht wird, sondern auch noch alte ungelöste Fälle mit in die Handlung eingewoben sind, verliert man nie den Überblick, sondern kann sich den weiteren Ereignissen nicht entziehen und Seite um Seite fliegt nur so dahin!
Ich kann nur jedem Thriller-Fan raten, sich diese vom ersten Buch der Reihe an, fesselnden, spannungsgeladenen und wendungsreichen Geschichten um Detective Josie Quinn, nicht entgehen zu lassen!
Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und kann nur die Höchstpunktzahl für diesen Page-Turner vergeben!
Fazit: Wiederum sehr gut gelungene Fortsetzung der spannungsgeladenen Thriller-Reihe, die erneut die Höchstpunktzahl verdient und bekommt!
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