FischerVerlage/Scherz NetGalleyDE
Mit „Sturmrot“ startet die Trilogie um die schwedische Polizistin Eira Sjödin, die aus familiären Gründen ihre Arbeitsstelle von Stockholm zurück in die nordschwedische Region Ådalen verlegt, wo sie aufgewachsen ist.
Man feiert Mittsommer und Olaf Hagström ist aus beruflichen Gründen gerade in der Nähe seines Elternhauses, das er vor langer Zeit verlassen musste und nun spontan einen Abstecher macht, um Sven, seinen alten Vater zu besuchen. Doch irgendetwas scheint nicht in Ordnung zu sein, denn während er das Haus betritt, hört er den Hund hinter der verschlossenen Küchentür winseln, auf sein Rufen erhält er keine Antwort und dann bemerkt er den Gestank, der sich im ganzen Haus ausgebreitet hat. Langsam öffnet er die Badezimmertür unter der Wasser hervorquillt und macht eine grausige Entdeckung: Sein Vater liegt schrecklich zugerichtet, tot in der Badewanne…
Olaf will nur noch eins, so schnell wie möglich weg von hier, wäre er doch nie wieder nach Hause gekommen! Doch ein aufmerksamer Nachbar sieht ihn aus dem Haus stürmen und dann gibt es kein Entkommen mehr, die herbeigerufene Polizei rückt an und er muss Rede und Antwort stehen….
Hier kommt Kommissarin Eira Sjödin ins Spiel. Sie wird zur Unterstützung der örtlichen Polizei abkommandiert um im Ermittler-Team zu arbeiten, das den Mord an Sven Hagström untersucht. Da sie ja in dieser Gegend aufgewachsen ist, kennt sie natürlich auch Olaf Hagström aus ihrer Kindheit und weiß von seinem Geständnis, im Alter von 14 Jahren ein Mädchen vergewaltigt und ermordet zu haben….
In einem Nachwort berichtet die Autorin, dass sich dieser sehr komplexe Kriminalroman aus Fiction und realen Ereignissen inspiriert, zusammensetzt.
Etwas Schwierigkeiten hatte ich mit ihrem Erzählstil, denn sie schwenkt von der Jetztzeit plötzlich gedanklich in die Vergangenheit und wieder zurück oder beleuchtet weitere kriminelle Aktivitäten, örtliche und landestypische Gegebenheiten, so dass man sehr aufpassen muss um den roten Faden nicht zu verlieren.
Schon recht schnell hatte ich eine Vermutung, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt und lag richtig. Obwohl einige Verdächtige in den Fokus der Ermittler rücken, war dann die Auflösung, wer Sven Hagström getötet hat, keine so große Überraschung mehr. Allerdings fand ich die Erklärung für das Warum, etwas dürftig im Gegensatz zu den ausführlich geschilderten Recherchen.
Für mich verliert sich die teilweise recht vorhersehbare Kriminalhandlung in Nebensächlichkeiten und wird auch noch durch das Privatleben der Ermittlerin verkompliziert, weswegen für mich die Spannung etwas auf der Strecke geblieben ist.
Da dies aber der Beginn der Trilogie ist, möchte ich vorerst noch über die erwähnten „Unebenheiten“ hinwegsehen, vergebe drei von fünf Punkten und möchte erst noch abwarten, wie sie sich die Fortsetzungen gestalten und sich die Rahmenhandlung weiterentwickelt.
Fazit: Noch etwas „unrunder“ Start der Trilogie, deren weiterer Verlauf aber erst noch abgewartet werden sollte
Die komplette Serie – erstmals inkl. deutscher Fassung!
Fans dieser britischen Serie haben sehr lange darauf warten müssen, dass es eine deutsche Synchron-Fassung gibt. Nun ist es tatsächlich so weit und „The Office – Das ultimative Boxset“ beinhaltet die komplette Serie inklusive der deutschen Fassung!
Man kann die preisgekrönte Sitcom, die übrigen 2001 erstmals auf BBC Two ausgestrahlt wurde und von Ricky Gervais und Stephan Merchant „ins Leben gerufen wurde“ auch als „Mutter der Büro-Comedy“ bezeichnen, denn hierzulande machte der Ableger „Stromberg“ sich einen Namen und auch in anderen Ländern gibt es einige Nachahmer.
Darum geht es:
Ein fiktives BBC-Team filmt in einer Art Doku-Reihe den tristen Alltag der Büroangestellten, die in der Filiale des Papiergroßhandels Wernham Hogg im Londoner Vorort Slough arbeiten.
Ricky Gervais hat sich sozusagen die Hauptrolle „auf den Leib geschrieben“ und verkörpert den von sich und seiner Arbeit als Führungskraft voll und ganz überzeugten „Chef“ bzw. den Filialleiters David Brent. Jedes Fettnäpfchen ist ihm sicher und seine schlechten Witze, überdrehten Ansichten und sonstigen Peinlichkeiten bilden seine kleine Welt, in der er sich außerordentlich wohl fühlt.
Kritik an seinem Führungsstil von Seiten seiner Vorgesetzten bagatellisiert er, nimmt sie nicht wirklich ernst oder lächelt einfach dagegen an und verlautbart: „Meine Belegschaft hält große Stücke auf mich und arbeitet gern hier!
Doch die Realität sieht anders aus: Die meisten Mitarbeiter mögen ihn nicht, ertragen ihn kaum, nehmen in nicht wirklich ernst und besonders seine geschmacklosen, sarkastischen und sexistischen Sprüche lassen an seiner Kompetenz zweifeln.
Ob dieser Führungsstil noch lange Bestand hat?
Tatsächlich kam diese Art von Comedy weltweit gut an und avancierte recht schnell zu einer der beliebesten britischen Sitcoms, im Verlauf mit Preisen überschüttet (u.a. mit zwei Golden Globes) und bekam Kultstatus.
Diese mittlerweile 20 Jahre alte Comedy-Serie lebt von den guten Schauspielern neben Ricky Gervais und Stephan Merchant u.a. auch Lucy Davis, Martin Freeman, Patrik Baladi oder Mackanzie Crook, um nur einige zu nennen. Ein „Hingucker“ ist auf jeden Fall die Tanzeinlage von Patrik Baladi, der hier im passenden Outfit im „Saturday Night Fever“ gut ankommt. Auch die Gesangseinlage von Ricky Gervais kann sich hören lassen und sie ist in „voller Länge“ im Bonusmaterial enthalten.
Ganz besonders haben mir die zwei Weihnachtsspecials gefallen. Allerdings muss ich anmerken, ob diese Art von Humor heutzutage noch so ohne Weiteres möglich wäre, lasse ich mal dahingestellt, denn es sind schon echt krasse Sprüche, die hier gemacht werden…
Wer aber schon lange auf die deutsche Fassung dieser Kult-Serie gewartet hat, bekommt hier nicht nur die geboten, sondern auch noch reichlich Bonusmaterial, dass sich sehen lassen kann: Über 70 Min. Behind-the-Scenes, Outtakes, Deleted Scenes, Dokumentationen
Fazit: Kult-Comedy erstmals in deutscher Synchronfassung!
Ohne zu viel zu verraten, was einen als Zuschauer in der 250minütigen Reise in die faszinierende Natur unseres Planeten – die übrigens in der Originalfassung von Sir David Attenborough kommentiert wird und sich aus den Episoden TROPEN, WASSER, JAHRESZEITEN, WÜSTEN und ZIVILISATION zusammensetzt – erwartet, möchte ich nur schon mal darauf hinweisen, dass es sich unbedingt lohnt, auch das 40minütige „Making of“ anzuschauen. Da bekommt man einen recht guten Einblick unter welchen Mühen/Strapazen und ungeheuer viel Geduld/Ausdauer diese spannende Dokumentation entstanden ist. Man kann nur den Hut vor der Film-Crew ziehen und es mit ganz viel Beifall honorieren, was alle zusammen geleistet haben, um diese unglaublichen und atemberaubenden Bilder einzufangen…
Der tiefe Einblick in die doch recht unbekannte Welt der Pflanzen, verbinde ich zumindest erst einmal mit den unterschiedlichen Nuancen der Farbe Grün. Durch die neuen bahnbrechenden Technologien, die hier angewandt werden, ist es möglich, dass man als Zuschauer dann auch das Umschwenken in die bedrohliche Farbe Rot gut erkennen kann, denn man bekommt hier spannende Szenen zu sehen:
In erstaunlichen Zeitraffer-Aufnahmen kann man den unerbittlichen Überlebenskampf der unterschiedlichen Pflanzenarten hautnah miterleben, wenn es z.B. darum geht einen „Platz an der Sonne“ zu ergattern. Für diese Aufnahmen ist das Film-Team nach Costa Rica geflogen um in den Urwäldern dort, den Wettkampf zwischen einer Rankpflanze und einem Balserbaum zu filmen.
Wer den Kampf gewonnen hat und durch welche Fähigkeit das Siegertreppchen erreicht wurde, verrate ich hier nicht…
Nicht nur Licht brauchen alle Gewächse, sondern natürlich auch Nährstoffe und Wasser. Pflanzen sind Überlebenskünstler, denn sie beweisen Durchhaltevermögen oder Arrangieren sich mit den Gegebenheiten ihrer Umgebung und „tauchen“ wie z.B. die Feuerlilie (hier eindrucksvoll in Szene gesetzt) als „Phönix aus der Asche“ wieder auf…
Um sich gegen Fressfeinde oder andere Gefahren zur Wehr zu setzen, nutzen Pflanzen die unterschiedlichsten Waffen wie z.B. Dornen, sie produzieren klebrige Substanzen oder auch Toxine um im unerbittlichen Überlebenskampf zu bestehen.
Allerdings ist es auch ein Geben und Nehmen, denn Menschen, Tiere und Pflanzen profitieren auch vielerorts voneinander, so dass ungewöhnliche Symbiosen entstanden sind. Auch ist es über viele Jahre hinweg zu einem Miteinander/Nebeneinander gekommen, weswegen hier nicht nur die Artenvielfalt der Pflanzen vor die Kamera gekommen ist, sondern es auch Tiere und Menschen zu sehen gibt.
Die BBC-earth-Natur-Doku „Unser grüner Planet“ ist spannend, informativ und beeindruckend! In wunderschönen, faszinierenden Bildern wird man in eine andere Welt katapultiert. Durch Zuhilfenahme modernster Film-/Kameratechnik wie Mini-Drohnen uvm. „sieht“ man aus der Vogelperspektive, aber auch unter Wasser, in Tierbauten oder tief hinein in eine Blüte, was sonst dem menschlichen Auge verborgen bleibt.
Bei all dieser Faszination mit der man die bewegten Bilder hier betrachtet, ist es aber auch ein ein Fingerzeig, dass wir auf unsere wunderschöne, aber auch sehr zerbrechliche Natur auf unserer Erde besser aufpassen, sie pfleglich behandeln und schützen sollen!
Es muss nicht immer ein Krimi oder Thriller sein, die Natur um uns herum, bietet – wie in dieser Dokumentation eindrucksvoll zu sehen – Spannung, immer wieder den Kampf um Leben und Tod, reichlich Nervenkitzel, aber auch Schönheit, die eindrucksvoll überrascht und Neues entdecken lässt! Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Fazit: Wer sich auf dieses filmische Abenteuer einlässt, kommt sicherlich aus dem Staunen nicht raus! Die Doku-Reihe bietet sehenswerte/informative Unterhaltung für Groß und Klein, weswegen ich hier fünf von fünf möglichen Punkten vergebe!
Seit vielen Jahren bin ich Fan dieses Schriftstellers. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich durch Zufall 2011 auf das Hörbuch „Bleicher Tod“ gestoßen bin. Da mir der Name des Autors damals nicht bekannt war, habe ich es mir gekauft, weil ich Simon Jäger als Vorleser sehr schätze. Ja, und was soll ich sagen, der mir unbekannte Autor war natürlich Andreas Winkelmann und mir war damals ganz schnell klar, es ist nicht das letzte Buch, was ich von ihm gehört oder gelesen habe.
Tatsächlich ist es bis jetzt eine ganze Menge gewesen, wovon mir die sehr spannende Reihe um „Kerner und Oswald“, aber auch ganz besonders der „unter die Haut“ gehende Thriller „Die Zucht“ in Erinnerung geblieben ist.
So, jetzt aber genug mit dem Vorgeplänkel, nun geht es um den neuen Thriller von Andreas Winkelmann mit dem Titel: „Das Letzte, was Du hörst“.
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich etwas gezögert habe, dieses Buch zu lesen, denn auf der Coverrückseite steht u.a. dies:
„Lehn dich zurück. Höre diese Stimme. Vergiss deinen Alltag, den Job, den Ärger, die Sorgen. Vertrau dich den Worten an. Sie sind nur für dich“
und
„Sarah ist süchtig nach dem Podcast „Hörgefühlt“. Die Stimme von Podcaster Marc Maria Hagen ist wie ein seidiges Kissen, seine Worte sind Trost für die Seele“
Diese Inhaltsangabe ließ mich vermuten, dass es thematisch Richtung Esoterik o.ä. geht und das ist nun gar nicht mein Ding.
Tatsächlich kreist die Handlung dann im ersten Drittel auch um verschiedene Frauen, für die besagter Marc Maria Hagen schon so eine Art Guru ist. Sie vergessen alles um sich herum, wenn ein neuer Podcast von ihm gesendet wird und dann lauschen sie seiner charismatischen Stimme und seinen Worten, die sie dann ihren stressigen Alltag vergessen lassen….
Doch so richtig vorstellen konnte ich mir dann doch nicht, dass Andreas Winkelmann thematisch in diese Richtung „abdriftet“ und das erste Kapitel des Buches, das mit „Damals“ betitelt ist, ließ mich hoffen, dass es doch noch um etwas anderes geht:
Aus unterschiedlichen Perspektiven, Erzählsträngen und Zeitebenen setzt sich die Gesamthandlung zusammen. Durch den angenehmen Erzählstil findet man sich dabei gut zurecht und hat keine Schwierigkeiten die verschiedenen Personen und Geschehnisse zuzuordnen.
Kommisarin Carola Barreis bekommt es in kürzester Zeit mit Fragen aufwerfenden Todesfällen zweier junger Frauen zu tun, die während ihres Ablebens Kopfhörer trugen. Bei genauem Hinhören fällt der Kommissarin auf, dass beide Frauen dem Podcast „Hörgefühlt“ von Marc Maria Hagen lauschten und bei den weiteren Recherchen gibt es Hinweise, dass sie auch mit ihm in persönlichem Kontakt standen…
Nun ist das Interesse der Kommissarin geweckt und sie macht sich auf den Weg, um sich von „der Stimme“ des verehrten Marc Maria Hagen ein Bild zu machen, welches zu ihrem großen Erstaunen, dann ganz anders ausfällt, als vermutet….
Meine anfänglichen Bedenken waren dann bald vergessen und Andreas Winkelmann hat es mal wieder geschafft, seine Leserschaft durch geschicktes Manövrieren von einem Verdacht zum anderen zu lenken, ohne dass man hinter die Maske des Bösen schauen kann. Bis zu Letzt war ich mir sicher, das Böse entlarvt zu haben …..war ich doch den Worten des Autors gefolgt…..doch es ist ihm mal wieder gelungen, noch einen „drauf“ zu setzen und mit etwas Unvorhersehbaren zu punkten um diesen durchaus nervenaufreibenden, aber auch in menschliche Abgründe blickenden Thriller, zu beenden. Dafür vergebe ich die Höchstpunktzahl und meine unbedingte Lese-Empfehlung mit der Bitte um weitere spannende Thriller aus seiner Feder!
Fazit: Wenn man den Worten dieses Autors folgt, bekommt man Nervenkitzel und einen Blick in menschliche Abgründe geboten, wo das gut versteckte „Böse“ erst ganz zum Schluss demaskiert wird! Dafür gibt es die volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung!
Droemer Verlag – NetGalley VÖ 01.07.22
Der in Schweden ermittelnde Kommissar Frederik Forsberg hatte in „Forsberg und das verschwundene Mädchen“ im letzten Jahr seinen ersten „Auftritt“ hier in Deutschland.
Die kleine Insel Asperö, die idyllisch im Göteburger Schärengarten liegt, wird nun in „Forsberg und der Tote von Asperö“ zum Schauplatz des Verbrechens:
Es sollte ein Überraschungsurlaub werden, den Jessica für ihren Mann Julius, seinen besten Freund Kai, dessen Frau Daniela sowie Steffen und Pia, zwei weitere gute Bekannte von Deutschland aus organisiert hatte. Doch als die Gruppe, die aus unterschiedlichen Richtungen angereist war, vor dem Ferienhaus auf Asperö aufeinandertrifft, wird ihr schnell klar, niemand freut sich wirklich über ihre Einladung um hier in Schweden eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen……
…. warum das so ist, bleibt erst einmal unklar…
Es liegt eine angespannte Atmosphäre über dem Zusammentreffen und so gut es geht, vermeidet man ein gemeinsames Beisammensein, weswegen jeder für sich den Tag gestaltet.
Dieses „Ausweichen“ gelingt nur kurz, denn recht bald wird Julius blutüberströmt und durch unzählige Messerstiche getötet, aufgefunden….
Ab jetzt kommt Kommissar Forsberg ins Spiel, der mit seinem Team den Mord aufklären soll. Kein einfaches Unterfangen, denn offenbar hatte jeder in der Freundesgruppe so sein Problem mit dem Mordopfer, der aber wiederum auch kein so netter Mensch gewesen zu sein scheint….
Neben der Suche nach Julius Mörder, ist in die Gesamthandlung immer mal wieder ein Erzählstrang eingewoben, der vom kleinen Edvin berichtet, der es in seinem Leben nicht ganz leicht hat…
Außerdem gibt es noch wohldosiert einen kleinen Einblick in Kommissar Forsbergs Privatleben, wo die kleine Emma einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt, genau wie ihre Mutter Lea…
Aus diesen drei „Teilen“ hat der Autor einen sehr spannenden, bis zum Schluss nicht vorhersehbaren Kriminalroman geschrieben.
Zwar gibt es Verdächtige zu Hauff in der Handlung, aber durch geschickte Wendungen und einem gelungenen Erzählstil, gelingt es Ben Tomasson jedoch, erst ganz am Schluss die Frage zu beantworten, wer für den Mord an Julius verantwortlich ist! Das hat mir gut gefallen und ist meiner Ansicht nach ein großer Pluspunkt und spricht für einen gelungenen Kriminalroman. Das Buch liest sich gut und fesselt von der ersten Seite an, so dass ich gern noch weitere Fälle mit Kommissar Forsberg lesen würde und meine Leseempfehlung ausspreche sowie die volle Punktzahl vergebe!
Fazit: Fesselnd, wendungsreich und unvorhersehbar! So darf die Reihe gern weitergehen!
Nach „Schneeblind“, wo der junge engagierte Polizist Ari aus Reykjavik mitten im tiefsten Winter seine erste Stelle im Polizeirevier im abgelegenen Örtchen Siglufjördur im Norden Island antritt und er sich erst einmal mit der Trennung von seiner Freundin Kristín, dem vielen Schnee und der vorherrschenden Dunkelheit arrangieren muss, ist nun der zweite Teil der „Dark-Iceland-Reihe“ mit dem Titel „Todesnacht“ erschienen.
Es sind mittlerweile zwei Jahre vergangen seit Ari seinen Dienst in Siglufjördur angetreten hat. Kriminalität definiert man hier eher über zumeist kleinere Delikte/Straftaten, so dass die Arbeit eher ruhig und beschaulich ist. Nichtsahnend betritt er die Dienststelle und wird schon von seinem Kollegen Tómas erwartet, der ihm mitteilt, dass man den Bauunternehmer Elías Freysson ermordet aufgefunden hat und Ari die Leitung der Ermittlungen übernehmen soll. Was den natürlich freut und er sich gemeinsam mit Tómas zum Fundort der Leiche aufmacht. Es ist kein schöner Anblick, der die beiden Ermittler dort erwartet, denn dem Toten wurde fast bis zur Unkenntlichkeit mit einem Brett ins Gesicht geschlagen…
Während die Ermittlungen anlaufen, hört man anfangs nur Gutes über den Verstorbenen, der sich besonders in der Wohltätigkeitsarbeit engagierte. Doch je weiter die Recherchen vorangehen, desto kontroverser wird das Bild, denn ganz so vorbildlich wie anfangs vermutet, ist der Tote dann offenbar doch nicht durch Leben geschritten, es wird von kriminellen Machenschaften gemunkelt….
Fehlte mir beim Debüt noch das „gewisse Etwas“ hat sich das im aktuellen Buch verflüchtigt. Aus vielen unterschiedlichen Sichtweisen, Zeitebenen und von mehreren Personen erzählt, setzt sich die spannende, wendungsreiche und besonders unvorhersehbare Gesamthandlung zusammen. Man findet sich im Geschehen gut zurecht. Ragnar Jónasson beschreibt ruhig und anschaulich die Szenerien und er hat einen ganz besonderen Blick um hinter die Fassaden der mitwirkenden Personen zu schauen, die hier „Rede und Antwort“ stehen müssen, bis die Frage geklärt ist, wer und warum man den Bauunternehmer auf so brutale Weise getötet hat.
Wie bereits erwähnt, fällt in diesem (zweiten) Buch der Reihe eine deutliche inhaltliche Steigerung auf, was ein großer Pluspunkt ist. Da zwar der Kriminalfall gelöst wird, aber in den Nebenhandlungen noch einige Fragen offen sind, vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und bin ich gespannt, wie es im nächsten Buch weitergeht…
Fazit: Deutliche Spannungs-Steigerung zum Debüt!
Detective Josie Quinn 4













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