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Reese Witherspoon/Harlan Coben: Ohne ein letztes Wort

Goldmann

Harlan Coben ist mir seit vielen Jahren als meisterhafter Geschichtenerzähler bekannt, zuletzt hatte ich seinen Thriller „In tiefster Nacht“ gelesen und hier vorgestellt.
Reese Witherspoon ist mir als Schauspielerin aus den unterschiedlichsten Filmen ein Begriff. Nun haben sich die beiden zusammengetan und den Thriller „Ohne ein letztes Wort“ geschrieben:
Die Handlung beginnt in Nordafrika in einem Flüchtlingslager. Während einer schwierigen Operation bei einem 15-jährigen Jungen, rücken feindliche Milizen immer näher an das Lager heran, stecken es in Brand und die Lage dort spitzt sich lebensbedrohlich zu. Wer fliehen kann, tut das, nur Marc, der operierende Arzt verlässt auch auf mehrfaches Drängen nicht den Op-Tisch, denn er will unbedingt seine Arbeit zu Ende bringen. Dann stürmen die bewaffneten Milizen herein….
Nach einem Zeitsprung von einem Jahr lernt man die renommierte Ärztin für plastische Chirurgie Maggie McCabe kennen, die genau wie ihr verstorbener Mann Marc bei der Armee gedient hat und im Fronteinsatz in Krisengebieten im Einsatz war. Doch nach dem Tod ihres Mannes gerät ihr Leben immer mehr in Schieflage. Sie nimmt Tabletten um den Alltag zu bewältigen, denn sie hat große finanzielle Schwierigkeiten und ganz besonders beruflich ist sie auf dem Tiefpunkt angelangt, denn man hat ihr die Approbation entzogen, d.h. sie darf ihren Beruf nicht mehr ausüben bzw. nicht mehr operieren!
Da kommt das geheimnisvolle Angebot von Dr. Barlow, einem alten Bekannten und mittlerweile – einer der führenden und einflussreichsten plastischen Chirurgen überhaupt – gerade richtig. Er lädt Maggie für weitere Informationen auf sein Luxusanwesen ein, wo er ihr erörtert, dass er im Auftrag eines sehr wohlhabenden, aber menschenscheuen Klienten einen Chirurgen sucht, weil er eine Nasenkorrektur wünscht. Da höchste Diskretion gewünscht wird, steht außer Frage, dass die Bezahlung für diesen Auftrag schwindelerregend hoch ist.
Maggie nimmt ohne lange zu zögern, den Auftrag an. Ein Flugzeug bringt sie an einen geheimen Ort, wo sie sich bald in einem perfekt ausgestatteten Operationssaal wiederfindet. Die Operation gelingt, aber kurze Zeit später ist ihr Patient wie vom Erdboden verschwunden und Maggie gerät in Lebensgefahr….
Ja, was soll ich sagen, ich hatte ehrlich gesagt so meine Schwierigkeiten mit diesem Thriller.
Die Hauptfigur Maggie McCabe wird als brillant, mutig und in ihrem Beruf als Ärztin für plastische Chirurgie aufgehend, beschrieben. Ich fand ihr Handeln bezüglich dem verlockenden Angebot eher blauäugig/naiv und unethisch, denn ohne triftigen Grund bekommt man seine Approbation nicht aberkannt.
Die Gesamthandlung mit einem bunten Mix an Themen wie z.B. Künstliche Intelligenz, plastische Operationen, Luxus pur, aber auch kriminelle Machenschaften wie z.B. Geldwäsche war dann auch noch mit vielen suspekten Mitwirkenden angereichert, die alle keine Sympathiepunkte von mir bekommen, sodass mir das richtige Einordnen und Weiterlesen eher schwerfielen.
Für die Kategorie „Thriller“ war für mich hier zu wenig fesselnde Spannung vorhanden bzw. flackerte sie nur kurz auf, als es um die Frage ging, was in Nordafrika nach dem Eindringen der Milizen weiter passiert war, sonst war Vieles vorhersehbar und nicht überraschend.
Aber wie immer, dies ist nur mein Eindruck von diesem Thriller, hier ist selber lesen angesagt!
Fazit: Schade, dieser Thriller konnte mich leider nicht begeistern 
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Elisabeth George: Wer Zwietracht sät

Goldmann

Ich muss gestehen, ich kenne bisher die Geschichten um Inspector Lynley und seiner Mitarbeiterin/Kollegin DS Barbara Havers nur als Verfilmung aus dem Fernsehen. Obwohl das schon einige Jahre her ist (ich glaube Ende der 1990ziger Jahre) ist mir diese britische Krimi-Reihe mit Nathaniel Parker als Lynley und Sharon Small als Havers in guter Erinnerung geblieben.
Gelesen hatte ich tatsächlich bisher keines der Bücher von Elisabeth George, was sich nun durch ihr mehr als 700 Seiten umfassendes neues Werk „Wer Zwietracht sät“ geändert hat.
Gleich einmal vorweg, dieser seitenstarke Roman liest sich gut, der Erzählstil der Autorin ist sehr angenehm, die Situationen werden bildhaft beschrieben und die sich öfters ändernden Örtlichkeiten werden immer in den Kapitelüberschriften genannt, sodass es mir keine Mühe machte, in die Handlung einzutauchen. Durch die Erinnerung an die schauspielerisch wunderbar besetzten Verfilmungen, ging bei mir recht schnell das Kopfkino an und die Figuren wurden lebendig. Was mir sehr gut gefallen hat, nur bei der Vielzahl an Mitwirkenden muss man etwas aufpassen.
Die Handlung spielt u.a. in Cornwall, wo in dem kleinen Ort Trevallas, Michael Lobb, der Eigentümer eines alteingesessenen Unternehmens in seiner Werkstatt ermordet aufgefunden wird.
Die Aufklärung dieses Mordfalls ist der rote Faden, der sich langsam durch das gesamte Buch schlängelt und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird.
Besonders gelungen finde ich, dass Michael Lopp hier selbst eine „Stimme“ hat, sodass man einen guten Einblick in die Vorgeschichte bekommt.
Wer hat Michael Lopp so brutal ermordet?
Die sehr viel jüngere 2. Ehefrau, Kayla, gerät schnell in den Fokus der Ermittler, denn Michael Lopp war kein armer Mann.
Seit einiger Zeit rumort es in dem idyllischen Ort, denn ein großes lukratives Bauvorhaben ist in aller Munde, aber nicht alle Grundbesitzer – einschließlich Michael – sind an einem Verkauf interessiert. Aber es gibt Familienmitglieder und Miteigentümer von Michaels Unternehmen, die da anderer Meinung sind, könnte dies ein Grund für Michaels Ableben sein?
So ganz sympathisch waren mir die Personen rund um den Fall Michael Lopp alle nicht und ob die Wahrheit bei ihnen oberste Priorität hat, lasse ich mal dahingestellt.
Dann rückt eine Person in den Fokus, die eine schwerwiegende Aussage macht und inhaftiert wird, weswegen dann erst Havers und dann auch Lynley einen Blick auf diesen Mordfall wirft, was aber eher private Gründe hat und auch erst recht spät in der Gesamthandlung passiert.
Die Auflösung des Mordfalls macht einen nachdenklich, Manipulation, Machtmissbrauch, Gier und menschliche Abgründe werden hier sichtbar, aber so richtig „rund“ fand ich den Abschluss nicht, was etwas schade ist.
Auch wenn die beiden Hauptfiguren nicht im gewohnten Stil ermitteln und man hier nicht auf nervenaufreibende Spannung trifft, hat mir das Buch gut gefallen. Es hat mir großen Spaß gemacht mal wieder Havers und Lynley zu begegnen und ihnen beim Agieren über die Schulter zu schauen, was meist in humorvollen Szenen verankert ist, aber auch beide haben private Probleme, die sie angehen und meistern müssen.
Insgesamt vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten, da es für mich etwas mehr Spannung hätte sein dürfen und ich den Ausgang des Mordfalls nicht ganz so gelungen fand. Aber alles in allem, ein Muss für die Fans dieser Krimi-Reihe!
Fazit: Eher leise erzählter Kriminalfall, aber ein Muss für alle Fans der Reihe!
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Robert Gaibraith: Der Tote mit dem Silberzeichen

blanvalet

Ein neuer Fall für Cormoran Strike und Robin Ellacott

Bisher habe ich immer die Hörbuchfassung dieser britischen Buchreihe genossen, – zuletzt „Das strömende Grab“ – . Diesmal habe ich mich an die eBook-Ausgabe von „Der Tote mit dem Silberzeichen“ gewagt, die über 1300 Seiten umfasst!  
Ich gehe mal davon aus, dass der Leserschaft mittlerweile bekannt ist, dass sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith die bekannte britische Schriftstellerin  J.K. Rowling verbirgt.
Dies ist bereits der achte Fall für die beiden Privatdetektive Cormoran Strike und Robin Ellacott, die gemeinsam in London erfolgreich eine Detektei betreiben. 
Die spannende Buchreihe ist auch bereits erfolgreich unter dem Titel „Strike“ schauspielerisch toll besetzt und  sehenswert verfilmt worden. Außerdem es gibt sie mittlerweile auf DVD für das Heimkino!

Hier gibt es einen kleinen Einblick ins aktuelle Geschehen:

Seit dem ersten Buch knistert es zwischen Robin und Cormoran. Aber sie sind kein Liebespaar, was sich – wenn es nach Strike ginge – gern bald mal ändern dürfte, doch da gibt es einige Hürden zu meistern, was kein einfaches Unterfangen ist. Wie man es im aktuellen Geschehen ausführlich nachlesen kann, durchleben die beiden ein turbulentes Gefühls-Chaos, das durch private Sorgen und Nöte noch verkompliziert wird.
Robin hat sich nach ihrem schwierigen und besonders psychisch herausfordernden Undercover-Einsatz bei einer kriminellen Sekte immer noch nicht ganz erholt, aber sie will unbedingt wieder arbeiten.
Ein neuer Auftrag lässt auch nicht lange auf sich warten:
Ein schlagzeilenträchtiger Leichenfund im Tresorraum eines Silberhändlers beherrscht die Medien. Die Identifizierung des Toten ist zwar durch gewisse Umstände erschwert, aber die Polizei gibt nach kurzer Zeit bekannt, dass es sich um einen vorbestraften Mann handelt.
Decima Mullins engagiert die Detektei, weil sie die Identifizierung des Leichnams durch die Polizei anzweifelt, da sie felsenfest davon überzeugt ist, dass es sich dabei um ihren seit einiger Zeit wie vom Erdboden verschluckten Freund handelt. Auch als Strike anfänglich seine Zweifel äußert und unschlüssig ist, den Fall überhaupt zu anzunehmen, beharrt Decima darauf, dass sie unbedingt wissen muss, wer der Tote ist…
Tatsächlich ergeben sich bei genauerem Hinsehen dann doch noch einige Fragen aufwerfende Unstimmigkeiten, so dass Strike und Robin sich der Sache annehmen.
Allerdings ahnen sie nicht, in was für einem Wespennest sie da herumstochern. Mehrfach werden sie anonym bedroht und aufgefordert, doch „die Finger von dem Fall“ zu lassen.  Was die beiden ignorieren, bis dann Robin in angsteinflößende und im weiteren Verlauf auch in lebensbedrohliche Situationen gerät…
Thematisch führt die Suche nach der Identität des Toten u.a. in die Welt der Freimaurer, was dem Geschehen ein etwas mystisches/geheimnisvolles Flair beschert.
Dies ist aber nur ein Teil der Gesamthandlung, welcher sich aber durch das ganz Buch hindurchschlängelt und den roten Faden bildet. Es gibt reichlich Nebenschauplätze und umfangreiche Einblicke in die Arbeit der Privatdetektive, sodass man das Geschehen immer genau im Auge behalten muss, denn es wimmelt von Mitwirkenden, die ich im Verlauf nur durch Zuhilfenahme von Farbmarkierungen habe richtig einordnen können, was den Spannungsbogen zeitweise abflachen lässt.
Bevor sich alles am Ende nachvollziehbar erklärt, stellten sich bei mir dann doch bei manchen Szenen die Nackenhaare hoch, denn Robert Galbraith lässt hier die Leserschaft tief in menschliche Abgründe blicken.
Obwohl das Knistern zwischen Robin und Cormoran ein nicht wegzudenkender Bestandteil dieser Krimi-Reihe ist, war es diesmal für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.
Alles in allem habe ich dies Buch wieder gern gelesen, nur für die volle Punktzahl reicht es nicht aus, dazu war das Lesen des Buches zu „anstrengend“, da man sich immer wieder aufs Neue orientieren musste, wer oder was hier gerade im Fokus des Geschehens steht. Auch wie bereits oben erwähnt, gab es diesmal ein bißchen zu viel Gefühlsduselei zwischen Robin und Cormoran, sodass ich vier von fünf möglichen Punkten vergebe, aber auch gespannt bin, wie es weitergeht.
Fazit: Unverzichtbar für die Fans der Reihe, aber durch zu viel Input, reicht es nicht für die volle Punktzahl!
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Arne Dahl: Kaltes Fieber

Piper Verlag

Der zweite Fall für Eva Nyman

Mit „Stummer Schrei“ startete im letzten Jahr der schwedische Autor Arne Dahl seine neue Krimi-Reihe um die Ermittlerin Eva Nyman.
Bevor ich zum aktuellen Buch mit dem Titel „Kaltes Fieber“ komme, nur noch kurz der Hinweis: Zwar kann man Band 2 der Reihe ohne Vorkenntnisse lesen, ich empfehle aber trotzdem bei Band 1 zu beginnen – zumal ich den Auftakt spannend und fesselnd fand – und damit man die feinen Nuancen in der aktuellen Rahmenhandlung noch besser einordnen kann.
Das Ermittler-Team um Eva Nyman bekommt es diesmal mit einer Reihe aufsehenerregender Morde zu tun:
Auf dem Skinnarviksberg in Stockholm hat jemand eine große weiße Statue platziert, die man schon von weiten sehen kann. Erst einmal wird dies nicht beanstandet und als Kunstobjekt eingeordnet, das an die einstige Zeus-Statue aus Olympia erinnert, die zu den sieben Weltwundern der Antike gehörte. Doch dann fängt es an zu regnen und die Statue fängt an zu bröckeln und man kann ins Innere sehen:
Darin befindet sich die Leiche eines Mannes. Unter seiner Oberlippe verbirgt sich ein aufgerolltes Stückchen Papier, auf dem geschrieben steht:
„Du weißt, was Du getan hast“…
Nun, um herauszufinden, was dieser kryptische Satz zu bedeuten hat, braucht es einige Zeit, denn für das Ermittler-Team gibt es einiges zu tun. Wer auch immer hier sein Unwesen treibt, belässt es nicht bei diesem einen Mord, sondern „drapiert“ weitere seiner Opfer in Anlehnung an die antiken Weltwunder medienwirksam in der Öffentlichkeit.
Das bekannte Ermittler-Team aus Band 1 bekommt noch Zuwachs. Die weitgefächerten Recherchen führen u. a. in die Drogenszene, kriminelle Banden werden ins Visier genommen und in unterschiedlichen Bereichen der Kunstszene wird nach der mordenden Person gesucht. Hier wimmelt es von Mitwirkenden, die oftmals (Künstler-) Namen haben, die mich etwas verwirrt haben, weswegen ich mich mit der Einordnung etwas schwergetan habe.  
Im Verlauf war mir eine Person im Gedächtnis geblieben. Warum kann ich gar nicht genau sagen, lag aber richtig, dass sich hier „das Böse“ verbirgt.
Arne Dahl hat einen angenehmen Erzählstil, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Auch wenn die Künstlernamen mich etwas verwirrt haben und ich eine Ahnung hatte, wem hier das Böse innewohnt, gibt es dafür keinen Punktabzug. Am Ende erklärt sich alles nachvollziehbar und ist schlüssig, weswegen dieser Kriminalroman meine Lese-Empfehlung bekommt. 
Auf den nächsten Band kann man sicherlich schon gespannt sein, da ein am Ende aufblitzender Cliffhanger, diesen in Aussicht stellt und den ich gern wieder lesen würde. 
Fazit: Band 2 ist lesenswert, spannend und gelungen, sodass man gespannt sein darf, wie es weitergeht
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Hakan Nesser: Eines jungen Mannes Reise in die Nacht

Der-Audio-Verlag

Fall Nr. 9 für Gunnar Barbarotti

Die Hauptfigur dieser schwedischen Krimi-Reihe brauche ich wohl nicht extra vorzustellen, denn durch seinen markanten Nachnamen, nämlich Barbarotti, können Krimi-Liebhaber diese fiktive Person bestimmt sofort mit den spannenden Büchern von Hakan Nesser in Verbindung bringen.
Ich kann mich noch gut an den ersten Auftritt dieses schwedischen Ermittlers in „Mensch ohne Hund“ erinnern, der ab und an Zwiesprache mit dem Herrgott hält, wenn er bei privaten, aber auch beruflichen Problemen nicht mehr recht weiter weiß. Wie und ob er eine Antwort erhält, bleibt aber Gunnar Barbarottis Geheimnis.
Mittlerweile ist nun mit „Eines jungen Mannes Reise in die Nacht“ bereits das neunte Buch aus dieser Reihe erschienen. Die ungekürzte Lesung der Hörbuchversion hat der bekannte Schauspieler/Tatort-Ermittler Dietmar Bär übernommen. Dessen tiefe, markante und mittlerweile unverkennbare Stimme – die gut zu der Romanfigur passt – „schaltet“ recht schnell das Kopfkino an, sodass man sich in Kymlinge – einer fiktiven Stadt in Schweden – wiederfindet, wo der Sportlehrer Allan Fremling auf den Pizzaboten wartet. Das Essen wird zwar geliefert, aber Fremling kann es nicht mehr genießen, denn er liegt kurze Zeit später tot, mit mehreren Schusswunden im Körper in seinem Hausflur…
Kaum dass die Ermittlungen begonnen haben, geschieht ein weiterer Mord und für Gunnar Barbarotti und seine Kollegin Eva Backmann gibt es einige Rätsel zu knacken, bis sie Fährte aufnehmen, die Zusammenhänge verstehen und letztendlich die Akten erfolgreich schließen können.
Parallel zu den Mordermittlungen, erfährt man als Zuhörer, warum ein Waffenfund dazu führt, dass jemand auf die Idee kommt, Schießübungen zu machen…
… man weiß ja nie, wozu dieses einmal wichtig sein könnte!?
Hakan Nesser ist für mich einer der besten Geschichtenerzähler, den ich kenne. Seine spannenden Romane entwickeln sich peu à peu aus Sicht verschiedener Mitwirkender, von denen im aktuellen Fall es dann zum Beispiel Einblicke in die Gedankenwelt des jungen Mannes gibt, der hier im Titel dieses Kriminalromans in die Nacht reist….
Ich hoffe, diese spannende Krimi-Reihe geht noch lange weiter, auch wenn Barbarotti und Backmann sich bereits Gedanken machen, wo sie wohnen, wenn sie in den Ruhestand gehen. 
Ich kann dieses Hörbuch nur empfehlen, denn die neunstündige Lesung vergeht im Nu, was zum einen an der fesselnden Erzählweise des Autors, aber auch an der gekonnten Lesung des Sprechers liegt.
Fazit: Nesser – Bär –Barbarotti, ein Trio, an dem man nicht vorbeikommt und man immer noch mehr davon vertragen kann!
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Yrsa Sigurdardóttir: Blut

btb

Der neue Thriller „Blut“ führt den Leser in den hohen Norden, genauer gesagt nach Island, wo auf einem Recyclinghof in mehreren Säcken mit Gartenabfällen menschliche Knochen gefunden werden. Dies ist ein Puzzlesteinchen der Gesamthandlung.
Dann lernt man Gunnis kennen, eine junge Frau, deren Traumjob es ist, Köchin auf einem Fischtrawler zu werden, genau wie einst ihr verstorbener Vater es war. Und ihr Traum geht in Erfüllung, als man sie kurzfristig anheuert, um für einen erkrankten Koch einzuspringen.
Sie wird an Bord eher verhalten vom Kapitän und der Mannschaft spürbar ablehnend begrüßt. Sie ahnt, dass es etwas mit dem Tod ihres Vaters zu tun haben könnte, denn auf dem Trawler, auf dem er zuletzt arbeitete, kam es zu einem folgenschweren Brand, den er verursacht haben soll. Neben ihm starben noch viele weitere Menschen bei diesem schrecklichen Ereignis, weswegen man ihr wohl mit Skepsis begegnet. 
Als Gunnis einen Gegenstand findet, den sie ihrem Vater zuordnet und Papiere, die auf den damaligen Brand ein ganz anderes Licht werfen, spannt sich die Lage an Bord an. Es passieren merkwürdige Dinge in ihrem Umfeld, die sie versucht logisch nachzuvollziehen bzw. jemanden dafür ausfindig zu machen, der ihr diese „Streiche“ spielt, was ihr aber nicht gut gelingt, bis es dann lebensbedrohlich für Gunnis wird…
Wer die zuvor erschienenen Thriller „Schnee“, „Nacht“ und „Rauch“ ebenfalls gelesen hat, erkennt sicherlich die Gerichtsmedizinerin Iðunn und den Polizisten Týr hier wieder. Sollte jemand die eben genannten Thriller noch nicht kennen, kann ich sie nur empfehlen, man benötigt aber keine Vorkenntnisse, um der aktuellen Handlung zu folgen.
Tyr und seine Kollegin Karo müssen sich mit einem ausufernden Nachbarschaftsstreit auseinandersetzen, der sich langsam zuspitzt. Auf der einen oder anderen „Zaunseite“ passieren immer neue unerklärliche Dinge, wo ein bereits verstorbener Hund wieder „auftaucht“ und dann auch noch ein Fragen aufwerfender Todesfall die einstige ruhige Wohngegend erschüttert…
Und in Iðunns Aufgabenkreis fällt dann die Untersuchung des oben erwähnten menschlichen Knochenfundes.
Den angenehmen, ruhigen Erzählstil der isländischen Autorin kenne und mag ich bereits seit vielen Jahren, denn ich habe alle ihre bisher in Deutschland erschienen Bücher gelesen.
Auch diesmal schwört sie peu à peu eine düstere, nichts Gutes ahnende Atmosphäre herauf. Die bildhafte Sprache lässt einem in manchen Szenen die Nackenhaare hochstehen. Man rätselt mit, wer an Bord oder auch in der Nachbarschaft sein Unwesen treibt. Tatsächlich war mir eine Figur von Anfang an, nicht ganz geheuer und ich lag damit richtig, was ich aber nicht als Punktabzug werte, denn das eigentliche Geschehen und was sich dahinter noch alles verbirgt, konnte ich natürlich nicht erahnen. Alles in allem hat mir dieser „ruhig“ erzählte Thriller wieder sehr gut gefallen und ich kann nur meine Lese-Empfehlung aussprechen und bin auf den nächsten Thriller der Autorin gespannt.
Fazit: Ruhig erzählter, sich langsam aufbauender Thriller mit Gänsehautmomenten, den man nicht verpassen sollte!
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Ellis – Staffel 1

Edel Motion VÖ 29.08.25

Britische Krimi/Thriller-Serien konnten mich schon immer begeistern und viele davon schaue ich auch gern immer mal wieder an.
Nun gibt es mit der ersten Staffel der Serie „Ellis“ Nachschub für das Heimkino:
Aus der Vielzahl der bisher bekannten/erfolgreichen Krimi-Serien sticht diese gleich mal sehr positiv hervor, denn die namengebende Titelfigur DCI Ellis ist eine farbige Polizistin, wunderbar besetzt mit der gebürtigen Londonerin mit jamaikanischen Wurzeln, Sharon D Clarke.
Angesiedelt ist die drei Episoden á 90 Minuten umfassende Handlung  im Peak District, einer eher ländlichen Gegend im Norden Englands.
Ohne groß auf die einzelnen Kriminalfälle einzugehen, nur ein orientierender Blick auf die Rahmenhandlung:
Aus einem See ragt halb ein Auto heraus als es entdeckt wird. Im Inneren wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Brisant wird es, als feststeht, dass es sich bei dem Toten um den Sohn einer ehemaligen Abgeordneten handelt. Diese hatte schon früher große Ressentiments gegen die örtliche Polizei, der sie nicht vertraut, weswegen sie ihren Einfluss gelten macht und man DCI Ellis aus London abkommandiert, um die örtliche Polizei, sprich DCI James Belmont und sein Team zu unterstützen.
Bei dem kommt diese „Hilfe“ nicht gut an, denn von Einmischung von „außen“ hält er nichts. Aber um den Schein zu wahren, stellt man der unbeirrbaren DCI den etwas schüchtern wirkenden, aber durchaus cleveren DS Chet Harper (Andrew Gower) zur Seite. Eigentlich soll er seinen Vorgesetzten über jeden Schritt informieren, den DCI Ellis tut, da er aber schnell erkennt, was für eine gut beobachtende und ganz besonders toughe Ermittlerin sie ist, muss er sich bald entscheiden, wem seine Loyalität gehört. 
Die beiden bilden recht schnell ein zwar ungleiches, aber effektives und erfolgreiches Ermittler-Team, dem man gern über die Schulter schaut, wenn sie zu kniffligen, bisher ungelösten Fällen gerufen werden, wo die örtlichen Reviere nicht weitergekommen sind. Dies ist auch eine Besonderheit der Serie, denn ein eigenes Büro bzw. eine feste Einsatzstelle hat das Duo nicht, weswegen sie sich immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen müssen.
Man spürt von Anfang an, dass die Chemie zwischen dem neuen Ermittler-Duo nicht nur vor der Kamera stimmt, sondern auch dahinter – wie man es auch im Bonus-Material von den Schauspielern selbst hören kann.
Ich für meinen Teil kann diese neue britische Krimi-Serie nur empfehlen und würde mich über eine baldige Fortsetzung freuen!
Fazit: Die neue sehenswerte britische Krimi-Serie punktet mit spannenden Fällen und einem ungleichen, aber Köpfchen habenden Ermittler-Duo! Gern mehr davon!
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Arno Strobel: Welcome Home

argon Verlag  NetGalley.de

Von Arno Strobel habe ich in letzter Zeit seine spannende „Mörderfinder-Reihe“ um den Fallanalytiker Max Bischoff gehört oder gelesen, kenne aber auch einige „Outstanding-Thriller“ von ihm.
Bei seinem neuen Werk „Welcome Home“ habe ich mich für die Hörbuch-Version entschieden. Die Lesung hat Sascha Rotermund übernommen, was immer eine gute Wahl ist, denn seine angenehme Stimme/Vortragsweise kenne ich bereits aus vielen anderen Hörbüchern.
Die aktuelle Handlung spielt im Spessart. In der neu entstandenen Siedlung „Auf Mons“ beziehen Ines und Marco Winkler mit ihrer vierjährigen Tochter Emilia und dem Labradoodle James ihr neues Haus. Sie sind überglücklich, dass ihr Traum von einem Eigenheim Realität geworden ist. Die gesamte Nachbarschaft entpuppt sich als freundlich, nett und hilfsbereit.
Doch das Glücksgefühl währt nur kurz, denn bereits in der ersten Nacht wird Marco von Geräuschen im Haus geweckt. Erst schenkt er denen keine große Beachtung, bis dann James anfängt, unaufhörlich zu knurren.
In der nächsten Nacht weckt Ines Marco auf, sie ist völlig verängstigt, denn sie ist aus dem Schlaf aufgeschreckt, weil sie das Gefühl hatte, dass jemand an ihrem Bett steht und sie beobachtet. Marco macht einen Kontrollgang durchs Haus, dort ist aber niemand und es gibt keine weiteren Auffälligkeiten. 
Die Vorkommnisse häufen sich und besonders Ines wird immer ängstlicher, zumal nun auch von dem einen oder anderen Nachbarn ähnliche Dinge berichtet werden und in einem leerstehenden Haus in der unmittelbaren Nähe der Winklers eine schrecklich zugerichtete Frauenleiche entdeckt wird…
Die hier heraufbeschworene Szenerie und den damit verbundenen weiteren Verlauf kennt man schon aus dem einen oder anderen Gruselfilm oder Thriller, sodass die „Gänsehautmomente“ mich nicht unbedingt überrascht haben.
Etwas merkwürdig fand ich, wie das zuständige Ermittler-Team hier agiert. Es hat mich doch sehr überrascht, dass auf Druck von Marco, er Einblick in die polizeilichen Ermittlungen bekommt!
Zwar gibt es die eine oder andere Wendung in der Handlung und auch in Richtung Showdown kommt etwas mehr Spannung auf, doch insgesamt fand ich die hier erzählte Geschichte eher mittelmäßig, da zu vorhersehbar.  
Hervorheben kann ich nur die gekonnte und hörenswerte Lesung von Sascha Rotermund, die mir wieder gut gefallen hat.
Fazit: Eher mittelmäßige Story, der es anfangs auch an Spannung fehlt, was aber durch eine hörenswerte Lesung durch Sascha Rotermund gut aufgefangen wird!
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Satu Rämö: Hildur – Die Toten am Meer

Heyne

Bereits zum vierten Mal geht es in den hohen Norden, genauer gesagt nach Island, wo die Kriminalpolizistin – und Titelfigur dieser Krimi-Reihe – Hildur Rúnarsdóttir in Ísafjörður arbeitet. Um ihre privaten Probleme und den Berufsalltag für einige Zeit aus dem Kopf zu bekommen, greift sie sich gern ihr Surfbrett und fährt ans Meer.
Doch so richtig viel Zeit dafür hat sie im aktuellen Buch „Die Toten am Meer“ nicht, da ihr kriminalistisches Feingefühl gefragt ist, wie auch zuletzt in „Schatten des Nordlichts“. Gemeinsam mit ihrem aus Finnland stammenden Kollegen Jakob bekommt sie eine Vielzahl an Fällen „auf den Tisch“:
Ganz besonders gefällt mir an dieser Reihe, die angenehme und bildhafte Erzählweise der Autorin und wie sich aus vielen Teilchen nach und nach die Gesamthandlung zusammensetzt. Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack: 
Hildurs Schwester Rosa ist ins leer stehende Elternhaus gezogen und renoviert es eigenständig. Bei notwendigen Erdarbeiten entdeckt man vier menschliche Skelette. Von den polizeilichen Ermittlungen ist Hildur ist zwar ausgeschlossen, trotzdem recherchiert sie in der Vergangenheit ihrer Familie, des Ortes und der näheren Umgebung, um herauszubekommen, was auf dem elterlichen Grundstück geschehen ist. 
Island wird besonders in den Sommermonaten von vielen Kreuzfahrtschiffen angesteuert, sodass immer mehr Touristen ins Land kommen. Während gerade eines dieser Schiffe im Hafen liegt, taumelt blutüberströmt ein Mann mit schweren Gesichtsverletzungen in Richtung Innenstadt. Man nimmt sich seiner an und bringt ihn ins nahegelegene Krankenhaus. Auf Hildur wirkt der Mann verängstigt, doch ihre Fragen will/kann er nicht beantworten. Nur auf das Kreuzfahrschiff will er auf gar keinen Fall …
Diebstähle in Sommerhäusern und im Seniorenheim des Ortes beschäftigen die Ermittler. Hildur verbindet ihre Recherchen im Heim mit einem ihrer regelmäßigen Besuche bei Helga, einer alten, aber geistig noch recht regen Freundin ihrer Mutter. Von einem Tag auf den anderen ist Helga tot. Bei Hildur kommen Zweifel an einer natürlichen Todesursache auf und sie sollte recht behalten.
Wer die Reihe wie ich von Anfang an kennt, wird keine Mühe haben, sich im Geschehen zurechtzufinden. Anderen Lesern kann ich nur empfehlen, diese lesenswerte, besondere Krimi-Reihe von Beginn an zu genießen, um so die Feinheiten der Rahmenhandlung richtig einordnen zu können. 
Mir gefällt diese etwas andere, leise erzählte Krimi-Reihe aus Island sehr gut. Neben den polizeilichen Ermittlungen erfährt man viel über das Land und seine Bewohner. Die beiden (Haupt)-Figuren Hildur und Jakob, ihr Privatleben und ihre Sorgen und Nöte sind einem mittlerweile gut bekannt, was auch in der aktuellen Rahmenhandlung weitererzählt wird und keinesfalls fehlen darf. 
Auch wenn knisternde Spannung hier nicht wirklich greifbar ist, konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen. Seite um Seite flog nur so dahin, weswegen ich die volle Punktzahl vergebe und gespannt bin, wie es im Leben von Hildur und Co. weitergeht.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen leise erzählten Kriminalroman, der einen von der ersten Seite einfängt und festhält, weswegen die Reihe gern noch lange weitergehen darf!
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Max Bentow: Rabenland

Goldmann Verlag  Ebook

Fall Nr. 2 für Nils Trojan und Carlotta Weiss

Mit „Eulenschrei“ startete Max Bentow eine neue Thriller-Reihe, wo sein bekannter, zuvor in mehr als zehn Bänden agierender Berliner Kommissar Nils Trojan nun mit der Kriminalpsychologin Carlotta Weiss ein Ermittler-Duo bildet. 
Die Zusammenarbeit der beiden fand ich gelungen, genau wie den nervenaufreibenden Thriller, der die Höchstpunktzahl von mir erhielt.
Jetzt ist „Rabenland“ erschienen, dessen Coverbild sehr gut widerspiegelt, welche Szenerien in der aktuellen Handlung immer wieder auftauchen und für eine angstschürende und düstere Stimmung sorgen.
333 Tage sind vergangen, seit Lilly Steiner wie vom Erdboden verschluckt ist. Ihr Zwillingsbruder Daniel sitzt mit seinen Eltern am Kaffeetisch, denn es ist sein 18. Geburtstag. Die Stimmung ist gedrückt, denn Lillys Stuhl ist immer noch leer. Es herrscht in der Familie große Ratlosigkeit, wenn es darum geht, was mit Lilly geschehen sein könnte.
Auf einer Landstraße, die an ein großes Waldgebiet grenzt, läuft unvermittelt ein junges Mädchen vor ein vorbeifahrendes Auto. Der Autofahrer hilft ihr aufzustehen, doch sie wirkt völlig panisch und verwirrt, er fährt sie vor ein Krankenhaus.
Dort erzählt das Mädchen, dass sie Lilly Steiner heiße, sich aber sonst an nichts mehr erinnern könne..
Nils Trojan und Carlotta Weiss eilen ins Krankenhaus, doch um herauszufinden, was Lilly in der Zwischenzeit durchmachen musste, braucht es viel Geduld und Zeit. Sie ist völlig traumatisiert und erinnert sich nicht daran, was mit ihr geschehen ist. 
Einige Zeit vergeht und sie darf nach Hause gehen. Alles fühlt sich für sie fremd an, auch die Menschen, die sie umgeben.  Nur ihren Zwillingsbruder zieht sie später ins Vertrauen und erzählt von einem Wald, von Raben und dass sie deren Sprache verstehe und sich mit ihnen verständigen könne..
Ab hier wird es gruselig, unheimlich und düster.
Das an die Landstraße grenzende schwer zugängliche Waldgebiet, wo Lilly aufgefunden wurde, wird von einem Suchteam nebst Nils und Carlotta erkundet, wo sie auf erschreckende Dinge stoßen und lautstark von einer großen Schar Raben in Augenschein genommen werden….
Mehr über den Inhalt möchte ich nicht verraten, denn was sich Max Bentow wieder hat einfallen lassen, liest sich flüssig. Die Seiten fliegen nur so dahin und es gibt reichlich Gänsehautmomente, wo nicht nur Nils und Carlotta die Nackenhaare hochstehen. Durch die bildhafte Sprache wird eine unheilvolle Atmosphäre heraufbeschworen, die bis ganz zum Schluss anhält.
Mir hat der aktuelle Thriller gut gefallen, der Inhalt reicht aber insgesamt an den Vorgängerband nicht heran. Besonders ungewohnt, war für mich, dass ich recht schnell ahnte, wer hier sein Unwesen treibt und auch richtig lag. Die Figur fand ich zu „überzeichnet“ und das ganze Benehmen merkwürdig. Zwar konnte ich den genauen Ausgang der Geschichte nicht erahnen, fand aber die Auflösung auch nicht so gut gelungen und etwas „unrund“, was schade ich, denn das Thema selbst fand ich interessant und spannend. 
Dennoch vergebe vier von fünf möglichen Punkten und hoffe, dass die Reihe weiter fortgeführt wird.
Fazit: Etwas schwächer als der Vorgängerband, aber auf jeden Fall nervenaufreibend und lesenswert!
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