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Commissario Montalbano – Volume 8

EdelMotion VÖ 17.12.21

Wer kennt ihn nicht, den etwas eigenwilligen sizilianischen Commissario Salvo Montalbano, den der 2019 verstorbene italienische Schriftsteller Andrea Camilleri in seinen Kriminalromanen auf Mörderjagd schickte.
Mittlerweile sind nicht nur die Bücher Kult, sondern auch die Verfilmungen, wovon insgesamt sieben Staffeln in Deutschland erschienen sind, die man im TV oder auf DVD anschauen konnte/kann.
Die Drehbücher der Verfilmungen entstanden in Zusammenarbeit mit Andrea Camilleri, die allerdings nicht unbedingt buchkonform sind, was aber dem Unterhaltungswert nicht schmälert.
Zum 20. Jahrestag der deutschen Erstausstrahlung gibt jetzt eine Neuauflage aller bisherigen Staffeln und mit „Commissario Montalbano – Volume 8“ vier bisher unveröffentlichte, erstmals synchronisierte Folgen nebst italienischer Originalfassung und deutschen Untertiteln!
Die Rolle des Salvo Montalbano ist wunderbar passend besetzt mit dem italienischen Schauspieler Luca Zingaretti, der die Figur des Commissarios sympathisch rüberkommen lässt. Auch hat er von Anfang an die Rolle inne und ist mittlerweile eine Art Symbiose mit dieser Figur eingegangen, so dass man Luca Zingarettis Konterfei sofort mit Commissario Montalbano verknüpft.
Die Handlung spielt in der fiktiven Stadt Vigàta. Eingestimmt durch die im Vorspann gezeigte wunderschöne Kulisse, sieht man den Commissario wie er durch sein Haus am Meer mit direktem Strandzugang wandelt.  Er liebt gutes Essen, Wein und schöne Frauen, ganz besonders seine Dauerverlobte Livia (deren Darstellerinnen allerdings im Verlauf wechselten)
 Zum engeren Ermittlerteam Montalbanos gehören sein Stellvertreter Augello und Fazio. Einen besonderen Stellenwert hat aber auch der immer etwas hektisch und aufgeregt wirkende Catarella, der vom Commissario allerdings eher mit einfachen Aufgaben beschäftigt wird.
Die Kriminalfälle sind an eindrucksvollen Schauplätzen gedreht worden und suggerieren für einen ganz kleinen Augenblick „Heile Welt“, doch diese Seifenblase platzt ganz schnell, denn was sich Andrea Camilleri hier ausgedacht hat, ist eher ein unverblümter Blick hinter die Fassaden der Gesellschaft, wo es z.B. in den neuen Folgen darum geht:
 wer für den Tod einer 70 Jahre alten Frau verantwortlich ist, die auch in diesem hohen Alter noch als Prostituierte arbeite und nicht nur von ihren Kunden sehr geschätzt wurde..
oder warum ein wohlhabendes Familienoberhaupt gleich zweimal ermordet wurde!
Was soll ich noch weiter schreiben: Die darstellerische Besetzung ist mit Luca Zingaretti hat mittlerweile Wiedererkennungswert und ist wunderbar gelungen und in den neuen vier Folgen schaut der Autor hinter die Fassaden der Gesellschaft und hat diese Vorkommnisse in seine Krimis mit eingewoben, so dass man hier wieder gut unterhalten wird.
Fazit: Die vier neuen Folgen der Kult-Serie sind unterhaltsam und sehenswert!

 

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Stephan Ludwig : ZORN – Opferlamm

Fischer Verlage

Im letzten Jahr erschien ja der Jubiläumsband „Zahltag“ und war für das Ermittler-Duo Kommissar Claudius Zorn und seinem Kollegen und besten Freund Schröder ihr zehnter gemeinsamer Fall!
Waren im vorherigen Thriller der Reihe Claudius Zorn und die Oberstaatsanwältin Frieda Borck gerade in eine gemeinsame Wohnung gezogen, hat sich jetzt im aktuellen Thriller „Opferlamm“ der Alltag bei den beiden eingestellt und durch Edgar, dem kleinen Sohn von Claudius, der in regelmäßigen Abständen bei ihnen wohnt, wird es auch nie langweilig…
Während man als Leser sofort in den neuen Kriminalfall „stolpert“, muss „der müde Schmerzensmann“, der nackt ist und durch die schwere Last des Kreuzes, das er auf seinem Rücken trägt, aufpassen, dass er es nicht tut. Mit langsamen Schritten bewegt er sich mühsam vorwärts, wird von Passanten beäugt, angepöbelt und beschimpft, doch unaufhaltsam geht er weiter, bis er das Polizeipräsidium erreicht und Schröder ihm die Tür öffnet und ihm Hilfe anbietet. Doch der Mann spricht kein Wort,  will aber auch keine Hilfe, er hinterlässt nur ein kleines Kästchen, in dem ein Timer unaufhörlich blinkt….
Ohne viel vorweg zu nehmen, was es mit diesem Timer zu tun hat, nur so viel:
Im Verlauf kommt es hintereinander zu drei aufsehenerregenden Morden. Die Leichen – zwei Männer, eine Frau – werden an ganz besonderen Orten „ausgestellt“ und nachdem Schröder und Zorn lange im Dunkeln tappen, worum es hier eigentlich geht, weist zumindest eine winzige Spur auf einen bekannten preisgekrönten ortsansässigen Künstler…
Was für einen makaberen Plan der Mörder verfolgt und wer hier das Böse verkörpert, kann jeder selbst herausfinden, denn es lohnt sich mal wieder in die „Welt von Zorn und  Schröder“ abzutauchen, denn ihre beispiellosen Kappeleien gehören unabdingbar zu den Thrillern dieser Reihe dazu, sonst würde den Fans dieser Reihe, sicherlich etwas fehlen! Ganz besonders brenzlig wird es, als einer der beiden Kommissare in die Fänge des Bösen gerät und der Timer erneut unerbittlich blinkt….
Was für bizarre Szenerien sich hier Stephan Ludwig wieder hat einfallen lassen um den Thrill in die Handlung einzuweben, lässt einen schon die Nackenhaare hochstehen, was dann aber wieder abgemildert wird, wenn Zorn und Schröder ihre „Wortgefechte“ bei den Ermittlungen austragen und herrlich sind auch die Passagen, wo man situationsbedingt einfach nur herzlich lachen kann.
Durch die tolle Besetzung bei der Verfilmung der Reihe mit Stephan Luca als Zorn und Axel Ranisch als Schröder habe ich die Hauptfiguren direkt vor Augen und schon nach den ersten Sätzen des Buches geht bei mir das Kopfkino an und begleitet mich durch das gesamte Geschehen.
Als kleinen Bonus am Ende des Buches gibt es noch ein amüsantes Schlusswort des Autors.
Ich vergebe hier fünf von fünf möglichen Punkten, hoffe auf weitere Verfilmungen der Reihe und kann es kaum erwarten bis Fall Nr. 12 erscheint!
Fazit: An diesem Thriller kommt man nicht vorbei, spannende Handlung mit Gänsehautfaktor und diese ganz besondere Prise Humor machen auch Fall Nr. 11 unbedingt lesenswert!
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Karen Rose: Tränennacht

Knaur

Die amerikanische Autorin hat bereits einige preisgekrönte Thriller veröffentlicht. Ich kenne davon bisher keine, weshalb ich mich an den Auftakt der neuen Thriller-Reihe gewagt habe. Immerhin ist die Paperback-Version von „Tränennacht“ über 700 (!) Seiten stark:
Handlungsmäßig geht es nach Sacramento, wo ein Serienkiller sein Unwesen treibt, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Er greift die Radiomoderation Daisy Dawson hinterrücks an und bedroht sie mit einer Waffe. Geistesgegenwärtig wehrt sich Daisy gegen den maskierten Mann. Es gelingt ihr sogar im Handgemenge dem Angreifer ein Medaillon vom Hals zu reißen und ihn in die Flucht zu schlagen…
Dies Medaillon hat eine ganz besondere Gravur.
Diese Gravur entspricht einer Tätowierung, die man FBI-Agent Gideon Reynolds einst als Jungendlicher  aufgezwungen hatte.
Durch eine gemeinsame befreundete Familie lernen sich Daisy und Gideon kennen.
Das FBI übernimmt die Ermittlungen im Serienkiller-Fall und Gideon Reynolds wird Daisys persönlicher Bodyguard, denn der Killer könnte immer noch Jagd auf sie machen..
Durch das Medaillon gibt es eine Spur in die Vergangenheit des Agents, der einst aus den Fängen einer Sekte entkommen konnte. Seit damals ist er auf der Suche nach dieser Gemeinschaft, die sich gut zu verstecken weiß, aber Gideon sucht weiter, denn es gibt dort noch Familienangehörige von ihm.
Der Killer treibt weiterhin sein Unwesen, taucht gut getarnt in Daisy’s Nähe auf, doch ihr Bodyguard ist immer bei ihr, weswegen dann beide in akute Lebensgefahr geraten…
Dies ist ein Handlungsstrang des Buches, ein weiterer beschäftigt sich dann mit der sich entwickelnden Liebesgeschichte zwischen Daisy und Gideon.
Ich muss sagen, anfänglich fand ich die Gesamthandlung noch interessant und spannend, doch das verliert sich recht schnell, denn der weitschweifige Erzählstil der Autorin mit sich wiederholenden Szenen aus anderen Blickwinkeln (z.B. Opfer – Täter und umgekehrt) hat es mir schwer gemacht, den roten Faden nicht zu verlieren. Im weiteren Verlauf habe ich mich dann eher durch das ganze Geschehen gequält, da ich unter spannender Lektüre etwas anderes verstehe.
Auch fand ich die Liebesgeschichte in diesem Buch, das auf dem Cover mit „Thriller“ beworben wird, zu „schwülstig“ und nicht in die Thriller-Handlung passend bzw. sehr widersinnig, denn auf der einen Seite haben Daisy und Gideon jeder ihr „Päckchen“ zu tragen, können kaum ihre Befindlichkeiten sprich Ängste und Suchtdruck richtig im Zaum halten, dann wiederum jagen sie einen Serienkiller und sind vom ersten Augenblick unsterblich ineinander verliebt und schmachten sich an…
Ich für meinen Teil hätte lieber nur die sehr viel straffer erzählte Thriller-Handlung gelesen, denn hätte ich eine derartige Liebesgeschichte lesen wollen, hätte ich zu einem Liebesroman gegriffen.
Wer auf so eine Kombi-Handlung steht, ist vielleicht anderer Meinung als ich, aber mein Geschmack wurde hier nicht getroffen.
Fazit: Extrem seitenstarkes Taschenbuch, deren anfänglich spannende Handlung sich schnell verliert, da durch die eingewobene Liebesgeschichte die Kriminalhandlung immer weiter in den Hintergrund rückt
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The Pembrokeshire Murders

EdelMotion VÖ 10.12.21

Einen Krimi oder einen Thriller im Fernsehen oder auf DVD anzuschauen, der zur Unterhaltung der Zuschauer gedreht wurde, ist immer noch etwas anderes als der Inhalt dieser DVD, denn bei „The Pembrokeshire Murders“ handelt es sich um die Verfilmung realer Ereignisse, die sich im Zeitraum zwischen 1980 bis 1996 in Wales in der Grafschaft Pembrokeshire ereigneten:
1985: Die Geschwister Helen und Richard Thomas werden in ihrem Haus erschossen und dann verbrannt.
1989: Auf einem Küstenpfad wird das Ehepaar Gwenda und Peter Dixon aus nächster Nähe erschossen.
1996: Fünf Teenager werden brutal überfallen, wobei es zu sexuellen Übergriffen und Vergewaltigung kommt. Der maskierte Täter kann unerkannt entkommen und wie bei den oben genannten Fällen nicht ermittelt werden.
2006: Detective Steve Wilkins (Luke Evans) übernimmt als stellvertretender Leiter die Kriminalpolizei in Pembrokeshire. Mit einem kleinen, aber feinen Team rollt er anfänglich den „Küstenpfad-Mord“ von 1989 am Ehepaar Dixon wieder auf. Im Verlauf finden sich Zusammenhänge mit den oben aufgezählten Straftaten und als Hauptverdächtiger rückt der wegen zahlreicher Einbrüche seit geraumer Zeit in Haft sitzende  John William Cooper (Keith Allen) in den Fokus der Ermittler.
Da Coopers als Vorzeigehäftling gilt, könnte er bald auf Bewährung entlassen werden.  Steve Wilkens mit seinem Team setzt alles daran, dass er nicht wieder in Freiheit gelangt, denn sie gehen davon aus, dass Cooper der Täter bzw. der Mörder ist, der für die Straftaten verantwortlich ist.  Aber die Zeit drängt, es gibt zwar viele Indizen, aber hieb- und stichfeste Beweise nach der langen Zeit zu finden, ist schwierig..
Wie es gelingt durch den technischen Fortschritt – schon allein bezüglich DNA-Abgleich – hier wichtige Erkenntnisse zu erlangen, die die Ermittler voranbringen, ist erstaunlich!
Aber nicht nur der technische Fortschritt ist hier federführend um den Fall zu lösen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den Ermittlern und dem Kriminalreporter John Hill.
Immer vor Augen, dass es sich hier um einen schrecklichen und weitreichenden realen Kriminalfall handelt, ist die Verfilmung spannend gelungen und sehenswert. Auch darstellerisch kann sie punkten, besonders Keith Allens Darstellung von John William Cooper lässt einem die Nackenhaare hochstehen!
Wenn dies nicht in Wirklichkeit passiert wäre, würde ich hier von einem spannenden und fesselnden Thriller, sprechen. Aber davon möchte doch Abstand nehmen, denn es erscheint mir doch unpassend.
Auch wenn die Filmemacher sich hier auf die weitreichenden, akribischen Ermittlungen konzentriert haben und man nur wohl dosierte Details der einzelen Fälle präsentiert bekommt, liegt eine unheilvolle Anspannung „in der Luft“, weswegen ich hier von einer sehenswerten Aufarbeitung eines weitreichenden Kriminalfalls mit Gänsehautgarantie sprechen möchte.
Fazit: Unbedingt sehenswerte Aufarbeitung eines realen Kriminalfalls, der einen die Nackenhaare hochstehen lässt!
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Hanna  Svensson – Blutsbande – Staffel 2

EdelMotion VÖ 03.12.21

Zwei Jahre hat es gedauert bis nun endlich die spannende Serie um die Stockholmer Polizistin „Hanna Svensson“  mit acht neuen Folgen weitergeht bzw. Staffel 2 auf DVD fürs Heimkino erschienen ist.
Staffel 1 – die ja mit dem Tod des einflussreichen Clan-Chefs Davor Mimica endet,  sollte man zum besseren Hintergrundverständnis der aktuellen Staffel schon kennen, damit man die Geschehnisse auch richtig einordnen kann.
Christian (Adam Pålsson), dem Sohn von Hanna Svensson (Marie Richardson), war es ja „undercover“ gelungen sich durch einen Job als Hilfskraft im Restaurant der Familie Mimica unentbehrlich zu machen und dann auch noch mit Blanka, der Schwester des Clan-Chefs anzubandeln. Durch seine Informationen konnten viele der kriminellen „Geschäfte“ der Mimicas von der Polizei vereitelt werden.
Der Familie Mimica wird bald klar, dass es Christian war, der die Information an die Polizei weitergegeben hat, weswegen sie auf Rache sinnen und er bald in höchster Lebensgefahr schwebt. Er taucht mit Blanka in der Karibik unter…
Durch den Tod von Davor Mimica ändern sich die Machtverhältnisse im Milieu und eine gut organisierte Gruppe von korrupten, machthungrigen und landesweit agierenden Polizisten, die sich „Der Ring“ nennt,  zieht neuerdings im Verborgenen ihre Fäden, wo Drogen- und Waffenhandel an der Tagesordnung sind und auch vor Mord und Totschlag nicht Halt gemacht wird.
Während Hanna ihren Sohn in Sicherheit wähnt, sucht sie nach einem Leck in den eigenen Reihen, das bereits in Staffel 1 existierte und so wertvolle Informationen an die Mimica flossen…
Die acht neuen Folgen haben es wieder in sich: Während Hanna fast auf sich alleingestellt ist – nur ihr zuverlässiger Kollege Björn ist stets an ihrer Seite – hat sie es sich auf die Fahnen geschrieben, dass sie ein für alle Mal der Familie Mimica das Handwerk legen will, damit ihr Sohn wieder nach Schweden zurückkehren kann. Doch ob ihr das wirklich gelingt, bleibt dahingestellt, denn viel mächtiger sind die Mitglieder des „Rings“, die es nun zu enttarnen und zu stoppen gilt, um dann der  ganzen Organisation den „Garaus“ zu machen….
Tatsächlich habe ich wieder alle acht Folgen am Stück angesehen, denn einmal angefangen, ist man ganz schnell im Geschehen gefangen und will nur eins, wissen wie es weitergeht….
Ich vergeben hier die volle Punktzahl für Spannung, Wendungsreichtum, schauspielerische Besetzung und großem Unterhaltungswert!
Fazit: Hält das Niveau der ersten Staffel, ist spannungsgeladen, wendungsreich und schauspielerisch exzellent besetzt!
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Ragnar Jónasson: Frost

btb

Das Cover-Design von „Frost“ erinnerte mich gleich an die sehr spannende rückwärts erzählte Hulda-Trilogie des Autors, wo die isländische Kommissarin in „Dunkel“ in den Vorruhestand geschickt wird und man in „Insel“ und zuletzt in „Nebel“ noch ihre kriminalistische Vorgeschichte erfährt.
Tatsächlich ist die aktuelle Handlung in unterschiedlichen  Zeitzonen eingeteilt und wird dort auch von verschiedenen Personen erzählt, wie z.B. dem Kriminologie-Studenten Helgi Reykdal, der 2016 Huldas Stelle als Mordermittler übernimmt. Sporadisch wird die scheidende Kommissarin in der Handlung erwähnt, ermittelt aber nicht im Vordergrund mit.
Bevor Helgi tatsächlich die Stelle bei der Reykjaviker Polizei annimmt, beschäftigt er sich für seine Abschlussarbeit mit einem rätselhaften alten (eigentlich nicht aufgeklärten) Kriminalfall, wo es 1983 zu Todesfällen im Tuberkulose-Sanatorium gekommen war. Eine der dort tätigen Krankenschwestern wurde ermordet und der Tod des leitenden Arztes warf ebenfalls Fragen auf. Helgi kontaktiert die ehemaligen Mitarbeiter des Sanatoriums um ihre Sicht der damaligen Ereignisse zu erfragen. ..
…doch die wollen nicht wirklich über die Geschehnisse sprechen und blocken Helgis Kontaktaufnahme eher ab, was den noch mehr motiviert die Todesfälle zu hinterfragen und argwöhnt, dass bei den damaligen Ermittlungen vielleicht etwas übersehen wurde, weshalb er auch unbedingt noch Hulda befragen will, denn sie war in die damaligen Ermittlungen involviert….
…. dann passiert ein weiterer Mord an einer ehemaligen Krankenschwester des Sanatoriums, sodass Helgi alles daran setzt, die Todesfälle aufzuklären…
Das Buch liest sich gut und auch die Einordnung der Zeitebenen gelingt mühelos. Alle Mitwirkenden in der Handlung haben ihr „Päckchen“ zu tragen und so richtig sympathisch war mir keiner von ihnen. Es liegt zwar eine gewisse Anspannung und bis zum Schluss reichende Ungewissheit darüber vor, was damals zu den Todesfällen geführt hat, aber erst ganz zum Schluss kommt eine gewisse Spannung zum Zuge, sodass ich hier eher von einem weitreichenden Sozialdrama sprechen möchte, denn genau beleuchtet werden die einzelnen Todesfälle nicht, die polizeilichen Ermittlungen von damals werden ebenfalls nur kurz erwähnt, sodass mir hier noch einiges fehlt, um hier einen Thriller zu sprechen.
Da mir aber die Hulda-Trilogie (die sollte man zuvor unbedingt lesen, damit man die kleinen Hinweise auf die Trilogie hier besser einordnen kann) sehr gut gefallen hat, möchte ich gern abwarten und sehen wie sich die Fortsetzung der Helgi-Reihe gestaltet, denn ein gewisses Potenzial und guter Unterhaltungswert sind dieser Geschichte nicht abzusprechen und so vergebe ich hier drei (mit der Tendenz nach oben)  von fünf möglichen Punkten.
Fazit: Reicht (noch) nicht an die Hulda-Trilogie heran um von einem Thriller zu sprechen, hat aber gutes Potenzial und Unterhaltungswert
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