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Professor T – Staffel 2

EdelMotion VÖ 16.06.23

Im November 2021 hatte ich die erste Staffel dieser britischen Version von „Professor T“ (ursprünglich eine belgische Krimi-Reihe) genossen. Die titelgebende Hauptrolle des etwas schrulligen, mit vielen Zwängen und Phobien behafteten, aber gleichermaßen genialen, scharfsinnigen Kriminologen Professor Jasper Tempest, der an der Universität Cambridge unterrichtet, hat der Schauspieler Ben Miller übernommen. Durch seine herausragende Schauspielkunst verleiht er der Figur die richtige Präsenz und Glaubwürdigkeit, so dass diese Kriminalserie als ein Highlight aus der Vielzahl der Serien dieses Genres herausragt.
Krimi-Fans werden sicherlich Ben Miller auch aus der Serie Death in Paradise kennen, wo er für einige Zeit die Rolle des nicht minder kauzigen Ermittlers DI Richard Poole verkörperte.
Wenn mal wieder sein messerscharfer, analytischer Verstand gefragt ist, engagiert die Polizei in Cambridge Professor Tempest als Berater. Durch seine Akribie und seinem „Faible“ für knifflige, auf den ersten Blick nicht zu durchschauende Verbrechen, gelingt es ihm immer wieder diese auch erfolgreich zu lösen!
Schon äußerlich fällt der Professor auf: Immer korrekt mit Anzug und Krawatte gekleidet, stecken zudem seine Hände meistens in weißen Latexhandschuhen. Ein Accessoire in Form eines kleinen Fläschchens Desinfektionssprays, trägt er immer bei sich, falls er sich mal in der Öffentlichkeit irgendwo hinsetzen muss. Mit seinen bissigen Kommentaren eckt er oft bei seinen Mitmenschen an, wirkt dabei schroff und unfreundlich. Nur wenige Menschen kommen mit seinen Marotten zurecht. Doch es gibt sie und eine davon ist die junge engagierte Polizistin Lisa Donckers, die für die Polizei in Cambridge arbeitet.
Neben sechs sehr spannenden, mit humorvollen Passagen verfeinerten neuen Episoden, bekommt man in der Rahmenhandlung auch wieder einen Einblick in das Privatleben des Professors. Seine Schwierigkeiten mit dem weiblichen Geschlecht nehmen diesmal Raum ein. Sein Leidensdruck diesbezüglich wird immer größer, weswegen er sich dazu entschlossen hat, eine Therapeutin aufzusuchen. Er hat sich fest vorgenommen, sich seinen inneren Dämonen zu stellen, was seiner nicht weniger schrulligen und kapriziösen Mutter so gar nicht gefällt. Diese bangt, dass nun gut gehütete Geheimnisse aus der Vergangenheit an die Oberfläche gespült werden könnten…
Den Machern der Serie ist es eine sehenswerte, humorvolle und spannende Fortsetzung gelungen.  Worum es im Einzelnen geht, möchte ich hier gar nicht verraten, denn wer diese ganz besondere Art von Humor gepaart mit spannenden Kriminalgeschichten mag, der sollte sie auch ohne Vorkenntnisse genießen können. Das gesamte Darsteller-Team, allen voran Ben Miller, zeigt hier Schauspielkunst vom Feinsten, weswegen ich auch „Professor T – Staffel 2“ als unbedingt sehenswert einstufe.
Fazit: Ganz spezieller Humor, spannende Kriminalfälle und ein hervorragendes Darsteller-Team machen diese britische Serie aus, von der man durchaus noch mehr vertragen kann!
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Lisa Regan: Die versunkenen Mädchen

Bookouture            NetGalley

Detective Josie Quinn 13

Erst kürzlich hatte ich ja über die Thriller 11 und 12 der Reihe hier berichtet. Nun möchte ich einen kleinen Einblick in das 13. Buch mit dem Titel „Die versunkenen Mädchen“ geben:
Die Handlung spielt im Dezember und es ist bitterkalt. Josie hat frei und genießt in ihrem Haus das Zusammensein mit ihrer Familie und Freunden. Gerade wollten sie gemeinsam die neue Sendung ihrer Zwillingsschwester Trinity im Fernsehen anschauen. Doch Josie wird abgelenkt, denn ihr Teamkollege Finn „Mett“ Mettner aus dem Denton Police Department klingelt an ihrer Tür. Er berichtet aufgeregt, dass Amber Watts, seine Freundin und gleichermaßen Josies Team-Kollegin und Pressesprecherin der Dentoner Polizei seit zwei Tagen spurlos verschwunden ist. Er habe bereits überall nach ihr gesucht und bittet nun Josie verzweifelt um ihre Mithilfe.
Josie verabschiedet sich vom Familienabend und macht sich mit „Mett“ auf die Suche nach Amber, die anscheinend Hals über Kopf ihre Wohnung verlassen hat, denn Handtasche, Schlüssel und Ausweis befinden sich noch dort. Auch ihr Auto steht vor der Tür. Bei genauerem Betrachten erkennt man auf der vereisten Frontscheibe des Wagens, dass jemand dort eine Nachricht eingeritzt hat….
Mittlerweile ist es dunkel draußen und die Nachricht im Eis führt Josie und Mett zu einem am Stadtrand, direkt am Fluss gelegenen Wasserkraftwerk. Auf dem dortigen Gelände machen sie dann eine schreckliche Entdeckung…
Im Verlauf gibt es mehrere Tote, einen Fragen aufwerfenden Familienverbund, wo Lug und Trug an der Tagesordnung ist und merkwürdige Zahlenreihen, die es zu entschlüsseln gilt. Außerdem muss Mett sich die Frage stellen, ob er Amber eigentlich richtig kennt!
Ich habe diesen Thriller wieder gern gelesen und die weitere persönliche Entwicklung von Josie Quinn verfolgt. Wie auch im vorherigen Buch „Der Unfall“ beherrscht wieder eine Vielzahl an Mitwirkenden das Geschehen. Es ist der Autorin hier zwar besser gelungen, dass man die Personen unterscheiden und einzuordnen kann, aber die Beweggründe für die unterschiedlichen Verbrechen, die hier stattfinden bzw. stattfanden, konnte ich teilweise nicht ganz nachvollziehen und es wurde etwas „undurchsichtig“. Deswegen vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten, bin aber auch gespannt wie es in der Reihe weitergeht.
Fazit: Inhaltlich wird des wendungsreich und spannend, aber auch etwas undurchsichtig, weswegen es insgesamt vier von fünf möglichen Punkten gibt!
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Andreas Winkelmann: Kein Wort zu viel

rororo   NetGalley

Vor knapp einem Jahr hatte ich hier den Thriller von Andreas Winkelmann „Das Letzte, was Du hörst“ vorgestellt und trotz anfänglicher Bedenken das Buch zu lesen, dann letztendlich doch über einen gelungenen spannenden Thriller berichtet, für den ich die volle Punktzahl vergab.
Nun legt der Autor in Sachen Thriller nach und sein neuestes Werk trägt den Titel „Kein Wort zu viel“, über dessen Inhalt ich hier einen kurzen Einblick geben möchte:
Die Handlung führt in die sozialen Medien, in die Welt der Blogger und nimmt Bezug auf Worte des amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway und dem Singer/Songwriter Paul Simon.
Und wie der Buchtitel es schon verrät, stehen Worte im Mittelpunkt des Geschehens. Oftmals sagt man ja „Auch Worte können töten“ und dies muss der Buchblogger Claas Rehagen am eigenen Leib erfahren. Er ist in der Buchblogger-Szene dafür bekannt, nicht besonders zimperlich mit Worten umzugehen, wenn er ein aus seiner Sicht misslungenes Buch bewertet.
In diese Szenerie der Handlung taucht man als Leser gleich zu Anfang ein, denn Claas befindet sich an einem, mit Blutspritzern an der Wand „verzierten“ Ort, nur mit einer Unterhose bekleidet an einen Stuhl gefesselt. Voller Angst und Panik wird ihm bewusst, dass er nicht träumt und es für ihn aus dieser realen Situation kein Entkommen mehr gibt…
Und diese grausame Realität bekommt Faja, eine ihn kennende Buchbloggerin direkt vor Augen geführt, als sie auf ihr Handy blickt:
 Claas ist gefesselt, geknebelt und er blickt mit Todesangst in den Augen in die Kamera. Faja liest entsetzt, die an sie persönlich gerichtete Nachricht: „Erzähl mir eine spannende Geschichte. Sie darf fünf Wörter haben. Sonst muss Dein Freund sterben!“
Nun, ob es Faja gelingt, so einen Text zu verfassen oder was es mit den oben erwähnten berühmten Worten auf sich hat, bleibt hier natürlich unerzählt.
Erneut ist es Andreas Winkelmann gelungen einen sehr spannenden, wendungsreichen Thriller zu schreiben!
Bis zum Schluss versteckt er geschickt, wer das „Böse in Person“ verkörpert, obwohl es einige verdächtige Mitwirkende gibt. Allerdings hatte ich im Verlauf eine Person als „suspekt“ in meinem Hinterkopf abgespeichert und lag tatsächlich richtig! Den genauen Ablauf und die Beweggründe, die sich im Showdown dann herauskristallisierten, konnte ich natürlich nicht vorausahnen, dazu schreibt der Autor viel zu raffiniert und ist immer wieder für eine Überraschung gut. Dieser besondere Schreibstil ist es auch, der mir an seinen Thriller immer wieder sehr gut gefällt. Ich kann hier nur meine Lese-Empfehlung aussprechen und die Höchstpunktzahl vergeben.
Fazit: Wendungsreich, unvorhersehbar und spannend bis zum Schluss! So muss ein Thriller sein!
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Joël Dicker: Die Affäre Alaska Sanders

Piper Verlag

Vor kurzem hatte ich ja in meinem umfangreichen Archiv gestöbert und zwei „alte“ Buchbesprechungen wieder online gestellt. Ich spreche hier von dem 2013 erschienenen und mittlerweile verfilmten Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ und den 2016 veröffentlichten „Die Geschichte der Baltimores“. Beide Bücher sind mir als spannende, lesenswerte Page-Turner in Erinnerung geblieben.
Nun hat Joël Dicker einen neuen Roman mit dem Titel „Die Affäre Alaska Sanders“ geschrieben. Dabei handelt sich um die Fortsetzung von Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert, wo es ja um die Aufarbeitung eines Mordfalls ging.
Nach zehn Jahren war mir zwar der rote Faden dieser spannenden Geschichte noch präsent, aber an genaue Einzelheiten konnte ich mich nicht mehr erinnern. Die braucht man auch nicht zu kennen, um den aktuellen Roman zu genießen, aber da es sich ja um die Fortsetzung besagten Buches handelt, ist es schon von Vorteil zu wissen, worum es „damals“ ging.
Bezug wird im neuen Buch auch auf die Familiengeschichte des Schriftstellers Marcus Goldman genommen – die man übrigens in Die Geschichte der Baltimores nachlesen kann – Aus dessen Sicht wird ein Teil des neuen Romans erzählt:
Zu Beginn lernt man die titelgebende Figur Alaska Sanders kennen, die im Jahr 1999  an der Kasse einer Tankstelle arbeitet. Am Ende ihrer Schicht erzählt sie ihrem Chef noch von einer Verabredung zu einem romantischen Dinner und verabschiedet sich mit einem Lächeln in den Feierabend.
Dies ist das letzte Gespräch, das die beiden führen, denn Alaska Sanders wird kurze Zeit später ermordet aufgefunden. Die polizeilichen Ermittlungen führen zu mehreren Verdächtigen. Es gibt glaubhafte Geständnisse und ausreichend Beweise, um einen Täter hinter Gitter zu bringen.
Elf Jahre später muss sich der damals leitende Sergeant Perry Gahalowood die Frage stellen, ob tatsächlich Alaska Sanders Mörder im Gefängnis sitzt.
Marcus Goldman und Perry Gahalowood kennen sich seit dem Fall „Harry Quebert“ und sind gute Freunde geworden. Durch gewisse Umstände führt nun auch der Fall „Alaska Sanders“ die beiden wieder zusammen und im Verlauf schauen sie sich gemeinsam den Fall noch einmal an. Beim Durchsehen der alten Unterlagen fallen ihnen einige Ungereimtheiten auf. Es ergeben sich dann bald auch neue Erkenntnisse, die Zweifel aufkommen lassen, ob der Inhaftierte tatsächlich für den Mord an Alaska verantwortlich ist!
Dies soll als Anreiz reichen, um diesen neuen spannenden Roman zu lesen. Ich für meinen Teil kann nur sagen, ich habe das Buch regelrecht „verschlungen“. Die wendungsreiche, zu keiner Zeit vorhersehbare, bewegende Geschichte fesselt von der ersten Seite an, der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass Seite um Seite nur so dahinflog.
Ich möchte dem Autor dazu gratulieren, dass ihm die Fortsetzung hervorragend gelungen ist!
Fazit: „Die Affäre Alaska Sanders“ ist ein sehr gut gelungener, unterhaltsamer und ganz besonders fesselnder Page-Turner, der die volle Punktzahl und meine unbedingte Lese-Empfehlung bekommt!
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Lisa Regan: Detective Josie Quinn 11 und 12

Bookuture

Zu meiner großen Freude sind zwei weitere E-Books aus der Detective-Josie-Quinn-Reihe von der amerikanischen Schriftstellerin Lisa Regan in Deutschland erschienen.
Wer die Reihe noch nicht kennt, dem kann ich nur empfehlen, sie von Beginn an zu genießen, aber auch um bei der sich fortentwickelnden Rahmenhandlung immer genau im Bilde zu sein. Man kann jedes Buch auch ohne diese Vorkenntnisse lesen, denn wichtige Infos aus der Vorgeschichte hat die Autorin auch immer in die aktuelle Handlung mit eingewoben.
Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf die beiden neu erschienen spannenden Bücher:
„Schlaf still, mein Mädchen“ – Josie-Quinn 11 – :
Eigentlich sollte es für Josie Quinn und Noah Fraley ein ganz besonderer Tag werden, doch dies Glück ist Ihnen nicht beschieden, denn die Arbeit ruft:
Auf einem weitläufigen Anwesen, auf der sich eine Hotelanlage, Räumlichkeiten für Events und andere Feierlichkeiten befinden, gibt es auch eine kleine Kirche, die gerade festlich geschmückt werden soll. Und genau auf deren Treppenstufen wird die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden, die man dort drapiert hat, denn auf den ersten Blick sieht sie friedlich schlafend aus, in ihren auf der Brust liegenden Händen hält sie eine ganz besondere Puppe.
Josie Quinn wird hellhörig, als sie erfährt, dass es sich um die kleine Holly Mitchell handelt, die man tot aufgefunden hat, denn Josie hatte sie vor kurzem kennengelernt, da ihre Mutter Lorelei ihr aus einer misslichen Lage geholfen hatte…
Als Josie und ihr Team bei dem etwas versteckt liegenden Haus der Mitchells ankommt, rührt sich nichts auf ihr Rufen und recht schnell ist klar, hier „stimmt etwas nicht“…
… und das sollte sich bewahrheiten, denn im Haus herrscht Unordnung, Blutflecken bedecken den Holzfußboden und Lorelei Mitchell liegt mit mehreren Schusswunden im Brustkorb tot in der Küche.
Josie erinnert sich an eine weitere, etwas jüngere Tochter, die hier wohnt, aber nirgends zu finden ist und bald als vermisst gilt…
Was war hier im Haus und mit der kleinen Holly geschehen???
Nun, ich werde es sicherlich nicht verraten, denn dieser spannende Thriller bekommt die volle Punktzahl und meine unbedingte Leseempfehlung!
Fazit: Spannender Thriller, den man nicht verpassen sollte!
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„Der Unfall“: – Detective Josie Quinn 12 – :
Nach den Ereignissen im letzten Buch ist Josie für einige Zeit nicht im Dienst. Es geht ihr psychisch nicht gut, weswegen sie zu einer Therapeutin geht.
Jetzt steht nach mehreren Monaten am nächsten Tag ihr Dienstbeginn bevor, aber so ganz fit fühlt Josie sich immer noch nicht wieder, aber sie will einen Versuch starten.
Sie ist gerade auf dem Weg zum Friedhof, um das Grab ihres früheren Ehemannes zu besuchen, als sie im Autoradio erneut die Vermisstenmeldung einer seit drei Tagen verschwundenen Frau hört. Das Foto von Krystal Duncan wurde bereits in allen Medien veröffentlicht, aber von ihr fehlt bisher jede Spur.
Kaum hat Jodie den Friedhof betreten, hört sie einen gellenden Schrei. Blitzschnell schaltet ihr Körper aus dem Privatmodus in den der diensttuenden Detective Josie Quinn und sie läuft zwischen den Grabreihen hindurch. Dort trifft sie auf eine zitternde Frau, die sie darum bittet, der dort am Grab knienden Frau zu helfen…
Josie erschauert bei dem Anblick, denn die dort kniende Frau wirkt auf den ersten Blick lebendig, doch ihre Augen sind starr und leblos. Schnell ist ihr klar, dass es sich um die seit Tagen verschwundene  Krystal Duncan handelt…
Im Verlauf gibt es weitere Tote. Josie ist recht schnell wieder mitten drin in den Ermittlungen, die sie von dem Mord an Krystal Duncan zu einem tragischen Busunglück und einer Gruppe von trauernden Menschen führt, die alle ihre Geheimnisse haben und nicht mit offenen Karten spielen…
Neben den umfangreichen Mordermittlungen tauchen weitere Straftaten und kriminelle Machenschaften in der Gesamthandlung auf. Sie führen zu unterschiedlichen Schauplätzen und Szenerien, wo es Verdächtige zu Hauff gibt.
Bei der Vielzahl an Personen, die bei den Ermittlungen eine Rolle spielen, hatte ich so meine Schwierigkeiten, sie alle richtig einzuordnen, weswegen der sonst flüssige Lesefluss ins Stocken geriet und die Spannung abflachte, was schade ist.
Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch wieder gern gelesen und vergebe vier von fünf möglichen Punkten und bin gespannt, wie die Reihe um Josie Quinn weitergeht!
Fazit: Trotz etwas komplizierter Story mit vielen Mitwirkenden kommt man diesem Buch nicht vorbei, insgesamt erhält es vier von fünf möglichen Punkten
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Joël Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert/ Die Geschichte der Baltimores

Aus gegebenem Anlass habe ich mir aus meinem umfgangreichen Archiv zwei Rezensionen herausgesucht, die ich vor langer Zeit geschrieben habe.
Es handelt sich dabei um die Besprechungen zweier sehr spannender Romane, die der Schweizer Schriftsteller Joel Dicker geschrieben hat:
2013 erschien „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ und 2016 „Die Geschichte der Baltimores“. Beide Bücher enthalten Geschichten, die in sich abgeschlossen sind und jeweils eigenständig gelesen werden können. Beides sind Bestseller und „Harry Quebert“ ist bereits verfilmt worden!
Der oben erwähnte gegebene Anlass, warum ich hier noch einmal an diese beiden unbedingt lesenswerten Bücher berichten möchte, ist, dass am 01. Juni 2023 die Fortsetzung des Weltbestsellers Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert erscheint.
Über die Fortsetzung mit dem Titel „Die Affäre Alaska Sanders“ werde ich dann demnächst hier berichten.
Wer die beiden obigen unbedingt lesenswerten Romane noch nicht kennt, für diejenigen habe ich hier noch einmal meine „alten“ Buchbesprechungen zum Nachlesen rangehängt:

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Die Geschichte der Balitmores

 

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Joël Dicker: Die Geschichte der Baltimores

Piper Verlag

aus meinem Rezensionsarchiv vom 09.06.16
Im September 2013 habe ich das erste in Deutschland erschienene Buch von Joel Dicker „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ mit Begeisterung gelesen.
Nun gibt es seinen neuen Roman mit dem Titel „Die Geschichte der Baltimores“ und erneut hat der Autor ein fesselndes und spannendes Buch geschrieben.
Es geht um die Familiengeschichte des erfolgreichen Schriftstellers Marcus Goldman, der auch im ersten Buch eine wichtige Rolle gespielt hat. Doch man muss es nicht zwangsläufig gelesen haben, um die aktuelle Geschichte zu verstehen.
Ich überlege, was ich von dieser Familiengeschichte überhaupt preisgeben darf, denn sie ist einfach zu interessant und mit viel Einfühlungsvermögen geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und die Charaktere sind so gut gezeichnet, dass man sie direkt vor Augen hat.
Marcus Goldman ist auf der Suche nach einer Idee für sein neues Buch und da kommt ihm ein zugelaufener Hund zur Hilfe, der ihn zu einer Frau führt, die er seit seiner Jugend kennt und später dann geliebt hat. Die Trennung war für beide schmerzlich und er merkt, dass er immer noch Gefühle für Alexandra Neville hegt…
Durch sie erinnert er sich an die für ihn schönsten Jahre seiner Kindheit und Jugend, die er größtenteils bei der Familie seines wohlhabenden und angesehenen Onkels Saul in Baltimore verbracht hat:
Sein Cousin Hillel, Woody, ein Junge, der bei der Familie Goldman lebt und Marcus sind im gleichen Alter und bilden eine eingeschworene unzertrennliche Gemeinschaft, die durch dick und dünn geht und die damals einen wichtigen Pakt geschlossen haben…
Durch unterschiedliche Schulbesuche bzw. Studium an verschiedenen Universitäten verlaufen die in der Jugend erträumten Lebenswege der drei dann doch ganz anders. Im Verlauf der Geschichte kommt es zu mehreren Stolpersteinen, die die Freundschaft auf eine harte Probe stellen. Da oftmals es im Leben anders kommt als geplant, beginnt die Erzählung am 24.10.04 als Marcus Goldman einen Anruf von seinem Onkel Saul bekommt. Folgende Worte lassen ihn aufhorchen:
„Marcus, Du musst sofort herkommen, es ist etwas Schreckliches passiert…!“
Als Leser wird man erst ein wenig auf die Folter gespannt, denn was passiert ist, das erfährt man erst nach einer geheimnisvollen, spannenden Reise von einem Lebensabschnitt zum nächsten, die letztendlich zu einer schrecklichen Katastrophe führt..
Mehr gebe ich hier nicht preis, denn dieser fesselnde Roman ist nicht nur eine bewegende Familiengeschichte, sondern hier geht es um tiefe Freundschaft, Liebe, Eifersucht, Neid, Trennung und Verlust. Einfühlsam und packend erzählt, sodass man Sog-ähnlich ins Geschehen katapultiert wird. Nach kurzer Zeit hat man das Gefühl, die Figuren bzw. Personen persönlich zu kennen und das Kopfkino anspringt. Und genau diese Art zu Schreiben hat mich schon beim ersten Roman von Joel Dicker fasziniert und des wundert mich nicht, dass er für seine Bücher bereits mit Preisen ausgezeichnet wurde.
Fazit: Fesselnder, vielschichtiger Roman, der einen Sog-artig ins Geschehen katapultiert, sodass die Seiten nur so dahinfliegen! An diesem Roman kommt man einfach nicht vorbei – also unbedingt lesen!
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Joël Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Piper

aus meinem Rezensions-Archiv  vom 22.09.13
Ob nun Marcus Goldmann oder Harry Quebert wirklich einen Millionenseller geschrieben und veröffentlicht haben, kann ich nicht beurteilen, aber Joel Dicker ist mit „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ ein absoluter „Pageturner“ gelungen. Schon nach den ersten Seiten ist man in der Geschichte gefangen und kann überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen. Erst als meine Augen zu brennen begannen, war ich bereit, das Buch beiseite zu legen. In kürzester Zeit habe ich es verschlungen. Es ist eine Kombination aus Krimi, Liebesgeschichte und einer Männerfreundschaft, die über viele Jahre andauert.
Die beiden Männer, um deren Freundschaft es hier geht, sind beide erfolgreiche Schriftsteller, die jeweils einen herausragenden Roman veröffentlicht haben und sich deshalb einer gewissen Bekanntheit erfreuen. Der eine, Harry Quebert ist Professor an der Universität, wo Marcus Goldmann von ihm unterrichtet wird. Der Professor erkennt bald das Potenzial, das in Marcus steckt und fördert ihn. So entsteht über die Jahre eine Freundschaft, die dann nach dem großen schriftstellerischen Erfolg von Marcus aber leicht abebbt. Man hat sich einige Zeit nicht mehr gesehen, als Marcus sich auf seinen Freund besinnt, denn er leidet unter einer Schreibblockade und der Abgabetermin für sein nächstes Buch steht bald an.
Nach einem Telefonat mit Harry nimmt er dessen Einladung an. Er fliegt von New York nach Aurora, wo Harry in einem wundervoll gelegenen Haus wohnt. Nachdem die beiden sich lange unterhalten haben, meint Harry väterlich zu ihm: „Ich werde mich gut um Sie kümmern und Sie werden hier einen Mordsroman schrieben“….
Das mit dem Mord passiert dann auch wirklich, denn auf dem Grundstück von Harry Quebert wird eine weibliche skelettierte Leiche gefunden. Wie sich bald herausstellt, handelt es sich um die vor 33 Jahren verschwundene 16-jährige Nola Kellergan. Das allein ist schon übel, aber dann wird es pikant, denn Harry Quebert gibt zu, dass Nola seine große Liebe gewesen ist und sie miteinander nach Kanada fliehen wollten…
Vor 33 Jahren hatte das spurlose Verschwinden von Nola großes Aufsehen erregt. Doch was nach dem Auffinden ihrer sterblichen Überreste für einen Medienansturm über das beschauliche Örtchen Aurora hereinbricht, ist kaum beschreibbar, wird aber, als man Harry Quebert wegen des Verdachts des Mordes an Nola verhaftet, in gigantische Höhen katapultiert!
Harry beteuert seine Unschuld und bittet Marcus, den wahren Mörder aufzuspüren und darüber ein Buch zu schreiben…
Der Erzählstil des Autors war für mich neu, gestaltete sich aber von Anfang an fesselnd und leicht zu lesen. Recht schnell war ich in der spannenden Handlung gefangen. Die Kombination aus einem wendungsreichem Krimi, einer bewegenden Liebesgeschichte und einer Männerfreundschaft ist wunderbar gelungen. Der Spannungsbogen wird von Anfang bis Ende gehalten und erst ganz am Schluss wird das Rätsel um Nolas Tod gelüftet! Echt klasse!
Fazit: Ein wahrer Page-Turner, der unbedingt gelesen werden sollte!
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Thomas Enger/Jørn Lier Horst: Blutnacht

blanvalet Verlag

Zuletzt hatte ich im Dezember 2021 in „Bluttat“ über das „Ermittler-Duo“ Ramm und Blix gelesen. Die damalige Handlung begann in einem Verhörzimmer, wo der norwegische Kriminalhauptkommissar Alexander Blix Rede und Antwort stehen musste, da er hinterrücks einen Mann erschossen hatte. Die Reporterin Emma Ramm wartete in einem anderen Raum auf ihre Befragung, da sie sich am Tatort befand…
Buch Nr. 3 dieser Thriller-Reihe hatte mich von Anfang an in Atem gehalten und bis zuletzt gefesselt, weswegen ich ganz fest hoffte, dass es den beiden Autoren irgendwie gelingt, hier noch für „Nachschlag“ zu sorgen.
Zu meiner großen Freude ist jetzt der vierte Band der Reihe mit dem Titel „Blutnacht“ erschienen.
Im Prolog bekommt man Einblick in die Gedankengänge von Walter Kroos, einem in Deutschland inhaftiertem Mörder. Der während eines Telefongesprächs eine ihn irritierende Information erhält. Kurze Zeit später befindet er sich auf der Flucht. Bei der Durchsuchung seiner Zelle finden die Beamten einen Zettel, worauf der Name Jarl Inge Ree steht.
Dieser Name führt dann recht schnell nach Norwegen und zu Alexander Blix, der mittlerweile wegen seiner Straftat verurteilt und inhaftiert ist. Er hat sich mit der schwierigen Situation als einstiger Kriminalhauptkommissar irgendwie arrangiert, der nun mit denjenigen seine Strafe verbüßt, die er einst dingfest gemacht hat. Gerade erst hatte wieder jemand von den Mithäftlingen versucht Blix schlagkräftig zu provozieren, der auf den Namen Jarl Inge Ree hört.
Gard Fosse, einstiger Kollege und Vorgesetzter von Blix kontaktiert ihn in der Haftanstalt. Er informiert ihn über die Geschehnisse in Deutschland und dass besagter Walter Kroos offenbar in Richtung Norwegen unterwegs ist und sich vermutlich aus welchen Gründen auch immer an Jarl Inge Ree rächen will. Blix soll ein Auge auf den Mithäftling haben und in den wenigen Tagen, die noch bis Rees Entlassung vorhanden sind, herausbekommen, was Kroos und Ree verbindet? Kein einfaches Unterfangen für Blix!
Emma Ramm hält weiterhin Kontakt zu Blix. Dieser bittet sie dann auch um Recherche in Sachen Kroos und Rees.
Im Verlauf mietet sich Emma auf einem Campingplatz in Osen ein, wo Rees viele Jahre lebte. Emmas Aufenthalt und ihre Spurensuche bleiben in dem kleinen Ort nicht verborgen, was sie in brenzliche Situationen und bald ihn höchste Lebensgefahr bringt.
Einschneidende Ereignisse in der Vergangenheit, ein aktueller Vermisstenfall und die Suche nach einem flüchtigen Mörder sind nur einige Szenerien aus der Gesamthandlung, die an manchen Stellen zwar erahnen lässt, was passiert sein könnte, jedoch das eigentliche Geschehen nicht vorhersehbar macht.
Das Buch ist fesselnd geschrieben, hat Sog-Charakter, sodass man sich der Handlung nicht entziehen kann, weswegen ich Seite um Seite verschlungen habe, mir aber am Ende wieder die Frage stellen muss: Gibt es eine weitere Fortsetzung der Reihe? Ich hoffe es sehr!
Fazit: Dieser fesselnd geschriebene Thriller hat Sog-Charakter! Er bekommt die volle Punktzahl, meine unbedingte Lese-Empfehlung und einen besonderen Platz in meinem Bücherregal!
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Michaela Kastel: Unsterblich

Heyne Verlag

Die Autorin war mir bisher nicht bekannt. In ihrem neuen Thriller „Unsterblich“ nimmt sie ihre Leserschaft mit in das Refugium der Tierpräparatorin Sonja Raich, die allein mitten im Wald lebt und arbeitet. Aus ihrer Sicht wird die Handlung erzählt:
Schon seit ihrer Kindheit lebt sie bei ihrem Großvater im Wald. Die Menschen im Ort beäugen die beiden mit Skepsis und Gerüchte über sie machen die Runde. Sonja hat in der Schule einen schweren Stand und eine zarte Freundschaft zu einer Mitschülerin gerät durch die Gerüchteküche in Schieflage, weswegen Sonja bald von ihrem Großvater unterrichtet wird und beide als Außenseiter gelten.
Nach seinem Tod übernimmt sie sein „Geschäft“, das allerdings nicht sehr floriert und sie immer knapp bei Kasse ist, weswegen sie gezwungen ist auch etwas außergewöhnliche Aufträge anzunehmen. Dabei handelt es sich um dubiose Sammleranfragen, die durch spezielle und teils skurrile Wünsche, oftmals an die Grenze der Legalität stoßen. Lange Zeit sträubt Sonja sich solche Aufträge anzunehmen, doch irgendwann geschieht es und sie gerät in den Strudel der Illegalität, kassiert dafür aber auch beträchtliche Geldsummen, die ihr das abgeschiedene Leben im Wald ermöglichen. So arbeitet sie im Verborgenen, da niemand erfahren darf, was sie für eindrucksvolle „Geschöpfe“ kreiert.  
Sonja hat sich mit dem Außenseiter-Status und ihrem Leben im Wald arrangiert, doch dann begegnet sie einem Mann, der in ihr Gefühle weckt. Bald sehnt sie sich nach einem Leben in der Normalität, doch dazu muss sie ihre speziellen Auftragsarbeiten beenden. Ihre zahlungskräftigen Auftraggeber setzen sie stark unter Druck, denn sie wollen auf ihr spezielles Können nicht verzichten.
Als man sie zu einer allerletzten Auftragsarbeit zwingen will, widersetzt sie sich anfangs noch, doch ihr Kontrahent ist mächtig, skrupellos und unnachgiebig, weswegen nicht nur Sonja in höchste Lebensgefahr gerät….
Das Buch liest sich gut, die Thematik hat einen gewissen Gruselfaktor, der durch die anschaulich geschilderten Szenerien noch unterstrichen wird und die Kategorie Thriller gut bedient wird. Die Figur der Sonja Raich bekommt von mir allerdings keine Sympathiepunkte. Obwohl die Autorin hier viele positive Aspekte nach außen kehrt, darf man nicht vergessen, was hinter dieser „Fassade“ doch für kriminelle Energie vorhanden ist und lange Zeit im Verborgenen agiert.
Der Autorin ist es gelungen, einen nervenaufreibenden Thriller zu schreiben. Von Anfang an schwebt eine düstere, unheimliche Atmosphäre über dem Geschehen.
Allerdings war der Handlungsverlauf für mich doch recht vorhersehbar und hatte keine großen Überraschungen parat. Was aber auch vielleicht daran liegt, dass ich ja sehr viele Bücher lese und daher etwas „weitsichtiger“ aufgestellt bin.
Nichtsdestotrotz vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten, denn der Erzählstil ist fesselnd, die Atmosphäre von Anfang an angespannt, unheimlich und düster und die Thematik gut gewählt und für nervenstarke Leser sicherlich geeignet.
Fazit: Nervenstarke Thriller-Fans kommen hier sicherlich auf ihre Kosten, da anschauliche Szenerien die Nackenhaare hochstehen lassen!
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