Im letzten Jahr startete Arno Strobels neue Thriller-Reihe mit dem Titel „Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“, die ich in der Hörbuchfassung genossen hatte, die von Dietmar Wunder vorgetragen wurde. Buch Nr. 1 der Reihe hatte ich als spannend, wendungsreich und nervenaufreibend eingestuft.
Nun ist mit Buch Nr. 2 die Fortsetzung „Mörderfinder – Die Macht des Täters“ erschienen. Die Lesung der Hörbuchversion hat zu meiner großen Freude wieder Dietmar Wunder (er leiht ja als Synchronsprecher Daniel Craig oder auch Adam Sandler seine Stimme) übernommen. Beide Ausgaben liegen mir vor, so dass ich mal auf diese oder jene Art der spannenden Handlung folgen konnte.
Wie auch zu Beginn der Reihe wird der ehemalige Polizist und Fallanalytiker Max Bischoff – der neben seinen Vorträgen an der Polizeihochschule auch als Privatermittler tätig ist – um Hilfe gebeten einen fragenaufwerfenden Kriminalfall zu untersuchen.
Diesmal ist es Katharina Baumann, eine Ex-Kollegin, die ihn kontaktiert, da ihr Neffe Leon sich das Leben genommen hat, denn man hatte ihm im Vorfeld des Mordes beschuldigt. Obwohl alle bisherigen Fakten dafür sprechen und die Polizei davon ausgeht, dass Leon die Tat gegangen hat und sein Freitod einem Schuldeingeständnis gleichkommt, durchforstet Max kurze Zeit später die Fallakten…
Obwohl auch Max auf den ersten Blick keine anderen Schlüsse zieht, sagt ihm sein Bauchgefühl etwas anderes, denn alles passt einfach zu gut zusammen. Im weiteren Verlauf ereignen sich mehrere brutale/bizarre Morde, die nichts mit der Tat von Leon zu tun haben, aber bei genauem Betrachten, tauchen „Botschaften“ auf, die alles in ein ganz anderes Licht rücken….
Welche „Macht des Täters“ in diesem Thriller für Spannung sorgt, werde ich nicht verraten, denn dazu ist die Fortsetzung zu spannend gelungen, fesselnd und wendungsreich!
Aber ganz besonders genossen habe ich die Hörbuchfassung. Dietmar Wunder ist es einmal mehr gelungen durch seine ganz besondere Vortragsart die passende Atmosphäre aufkommen zu lassen, so dass man schnell in die Handlung „eintaucht“. Da er jedem Mitwirkenden eine andere Stimmnuance gibt, kann man die Figuren gut unterscheiden, was allerdings auch dazu führt, dass einem die Nackenhaare hochstehen, wenn dann „das Böse“ zu Wort kommt!
Arno Strobel präsentiert hier dem Leser/Zuhörer einige falsche Fährten und Verdächtige, doch wenn man meint, des Rätsels Lösung erfasst zu haben, dem sei gesagt, der Autor hat hier noch eine unvorhersehbare Wendung parat, so dass der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten wird, was mir gut gefallen hat.
Fazit: Arno Strobel und Diemar Wunder bilden eine perfekte Kombination in Sachen spannende Thriller, der eine schreibt, der andere lässt durch seine wandelbare Stimme die Handlung lebendig werden und man bekommt Lese- oder Hörgenuss vom Feinsten, weswegen es hier insgesamt die volle Punktzahl gibt!
Der isländische Autor ist mir bereits von der spannenden Thriller-Trilogie um Kommissarin „Hulda“ bekannt, deren Nachfolger Helgi dann in „Frost“ seinen Einstand gab.
Mit „Schneeblind“ startet die „Dark-Iceland-Reihe“, wo der junge Polizist Ari aus Reykjavik nun seine erste Stelle in Siglufjördur, einem kleinen abgelegenen Örtchen im nördlichen Island antritt. Er trifft dort mitten im Winter ein und Dunkelheit und anhaltender Schneefall trüben die Stimmung. Seine beiden neuen Kollegen kennen die Menschen und Gepflogenheiten des Ortes gut und Kriminalität ist kaum vorhanden, doch die vorherrschende Ruhe trügt auf den ersten Blick.
Die Geschichte entwickelt sich langsam und stetig. Zwar twitcht der Autor erzähltechnisch zeitlich etwas hin- und her, was aber immer durch Zeit- und Ortsangaben kenntlich gemacht wurde, so dass das richtige Einordnen keine Schwierigkeiten bereitet.
Anfangs lernt man die mitwirkenden Personen etwas näher kennen, die hier in der Rahmen-, aber auch Kriminalhandlung auftauchen.
In ruhiger Erzählweise schreitet das Geschehen voran und man kann sich die winterliche Dunkelheit und die vorherrschende Wetterlage mit ihren Hindernissen durch die bildhaft geschilderte Szenerie gut vorstellen:
Die örtliche Theatergruppe ist mitten in den Proben für ein Stück, dass demnächst aufgeführt werden soll. Während einer Pause kommt ein dort mitwirkender älterer Schriftsteller, der über die Landesgrenzen bekannt ist, durch einen Treppensturz ums Leben. Dieses Ereignis wird von Aris Kollegen als Unfall eingestuft, Ari hat da aber so seine Bedenken, denn der Tote war als streitsüchtig bekannt und hatte das eine oder andere Geheimnis, das seinen Tod bald in ein ganz anderes Licht rückt…
Damit nicht genug, bald findet man in der eisigen Kälte eine junge bewusstlose Frau im Schnee liegen, der sich an einigen Stellen schon rot gefärbt hat. Sie ist nur spärlich bekleidet und blutet am Körper aus mehreren Schnittwunden, weswegen ihr Leben am seidenen Faden hängt…
Was es mit diesen beiden Vorkommnissen auf sich hat und ob hier Verbrechen begangen worden sind, bleibt hier unerzählt, das kann der Autor viel besser!
Dies ist insgesamt ein leiser, unaufaufgeregt erzählter Thriller. Die Charaktere sind gut gezeichnet, aber Sympathiepunkte konnte ich für keinen hier vergeben, denn so richtig hinter die Fassade kann man bei keinem blicken. Die Szenerie wird anschaulich beschrieben, so dass man gut ins Geschehen eintauchen kann. Über der Gesamthandlung schwebt eine düstere beklemmende Atmosphäre, die sich auch nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen nicht merklich ändert.
So ganz fesseln konnte mich der Beginn der Reihe noch nicht, weshalb ich hier drei von fünf möglichen Punkten vergebe und ich erst noch das nachfolgende Buch abwarten möchte, wie sich die Rahmenhandlung weiter entwickelt.
Fazit: Ruhiger Thriller-Reihen-Auftakt, dem noch das gewisse Etwas fehlt, weswegen es hier drei von fünf Punkten gibt
Das Thriller-Debüt der Autorin mit dem Titel „Jigsaw Man – Im Zeichen des Killers“ habe ich im Dezember 2020 gelesen. Dort hatte die Leiterin der Londoner Spezialeinheit Serial Crime Unit DI Anjelica Henley mit ihrem Team den ersten Einsatz, der ihr einiges abverlangt hatte.
Jetzt im nachfolgenden Buch „ Jigsaw Man – Der tote Priester“ kämpft sie immer noch mit den Nachwirkungen, weswegen sie widerstrebend therapeutische Hilfe angenommen hat. Doch kaum hat sie zu einem dieser Gespräche platzgenommen, wird sie auch schon wieder an einen Tatort gerufen und ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass es kein einfacher Fall sein wird….
Dieses Gefühl bestätigt sich recht schnell, denn in einer kleinen Kirche wird die Leiche von Pastor Caleb Annam gefunden, der offenbar ermordet wurde. Er liegt unterhalb des Altars in seinem Blut, das aus unzähligen Wunden auf Brust und Rücken ausgetreten ist.
Während der Durchsuchung der angrenzenden Kirchenräume entdeckt DI Henley einen in bis auf die Knochen abgemagerten jungen Mann, der mehr tot als lebendig ist und mit einer dicken Stahlkette gefesselt auf einer dreckigen Matratze liegt…
Nun heißt es die Identität des jungen Mannes herauszubekommen und wer ihn in der Kirche gefangen gehalten hat; wusste der Pastor davon oder war er gar dafür verantwortlich und wurde er deswegen getötet?
Fragen über Fragen, die im Verlauf der Handlung gestellt und auch beantwortet werden. Bis es allerdings soweit ist, braucht man als Leser schon etwas Durchhaltevermögen, denn durch das ausschweifende Leben des Pastors gibt es reichlich Verdächtige, Verdachtsmomente und bald mehr Tote und auch ähnliche Folteropfer wie den jungen Mann, den DI Henley halbtot aufgefunden hatte.
Dies Buch liest sie gut, startet zwar etwas langsam, was sich aber im weiteren Geschehen verflüchtigt. Die Szenerien werden bildhaft geschildert und sind nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete. Allerdings wirft die Autorin „bröckchenweise“ Namen/Szenerien aus dem ersten Buch in die aktuelle Handlung ein, erklärt dem Leser zum besseren Verständnis aber leider nicht zufriedenstellend die Zusammenhänge, was schade ist.
Durch einige Wendungen wird die Spannung gehalten und man gut unterhalten. Außerdem ist es Nadine Matheson gelungen im Vergleich zum Debüt ihren Erzählstil und den Gesamtaufbau des Buches zu verbessern, weswegen ich insgesamt vier von fünf möglichen Punkten vergebe und eine weitere Fortsetzung durchaus lesen würde.
Nur eins ist mir noch aufgefallen bzw. irritiert mich etwas: Der aktuelle Buchtitel ist wieder mit „Jigsaw Man“ übertitelt – diese namensgebende Figur des ersten Bandes – , taucht hier im Inhalt überhaupt nicht auf. Außerdem ist im diesem Thriller das Mordopfer ein Pastor und im Titel heißt es „Der tote Priester“!? Aber dies nur am Rande
Fazit: Deutliche Steigerung zum Debüt, weswegen es für diesen wendungsreichen Thriller vier von fünf möglichen Punkten gibt!
Hinter dem Pseudonym Tom Voss verbirgt sich ein bekannter deutscher Krimi-Autor, von dem ich bereits einige spannungsgeladene Bücher gelesen habe.
Nun startet er eine neue Krimi-Reihe, die vor den Toren Hamburgs angesiedelt ist und dorthin hat sich der einstige Mordermittler Nick Beck „verkrochen“, wo er jetzt als Dorfpolizist in Nordbek seinen Dienst tut. Bei der Jagd nach dem „Elbripper“ kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall, für den sich Beck selbst die Schuld gibt, weswegen er um Versetzung in die Provinz bat. Wo er jetzt in einem Zimmer „haust“ und sein bester „Freund“ Alkohol heißt. Dessen übermäßiger Genuss bringt ihn dann auch in eine prekäre Lage, denn er überfährt auf dem Nachhauseweg nach einem abendlichen Kneipenbesuch eine spärlich bekleidete junge Frau. In seiner Panik weiß er nichts Besseres als die Leiche verschwinden zu lassen….
….doch als er dann nüchtern die Situation betrachtet, kommen ihm Zweifel daran, dass er für den Tod der Frau verantwortlich ist…
…. dann taucht bei ihm im Revier Cleo Turner vom LKA Hamburg auf, die eine Vermisstenmeldung aus dem Zuständigkeitsbereich von Beck „auf den Tisch“ bekommen hat, denn diese Angelegenheit bedarf einigem Fingerspitzengefühl, denn die Vermisste ist die Nichte eines wohlhabenden und einflussreichen Industriellen, weswegen Beck und Turner kurzerhand ein Team bilden und der Sache nachgehen…
….schnell merkt Beck, in welcher Bredouille er jetzt steckt..
Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Wagner liest das Hörbuch „Hundstage für Beck“ sehr gekonnt und mit angenehmer Stimme vor. Auch schafft er es mit seinem Vortrag die passende Atmosphäre aufkommen zu lassen, so dass man die Szenerie gut vor Augen hat, schnell ins Geschehen eintauchen und der spannenden Handlung folgen kann.
Tom Voss hat mit Nick Beck eine Figur erdacht, die wie auf einem Drahseil zwischen Gut und Böse balanciert, der aber – auch wenn er es gut versteckt – sein Herz auf dem rechten Fleck hat, was ihm durchaus Sympathiepunkte einbringt. In welcher rechtlichen Grauzone sich Beck mit seinem Handeln bewegt um den Mörder zu finden, kann ich nicht beurteilen, aber dass mir das Hörbuch sehr gut gefallen hat, allemal, weswegen ich hier auch meine Hörempfehlung ausspreche.
Fazit: Der Auftakt der neuen Krimi-Reihe ist gelungen, spannend und unbedingt hörenswert!
Hier gehts zur Fortsetzung der Reihe: „Eiszeit für Beck„
Im Februar letzten Jahres erschien das Debüt „Die 7. Zeugin“, wo sich Florian Schwiecker (der viele Jahre in Berlin als Strafverteidiger tätig war) und Rechtsmediziner Michael Tsokos (der ja bereits mehrere Bücher in unterschiedlichen Kategorien veröffentlicht hat, darunter auch eine Reihe von Thrillern) als Schriftsteller zusammengetan haben und ihren ersten Justiz-Krimi präsentierten.
Nach dem spannenden und vielversprechenden Auftakt ist nun ihr zweites gemeinsames Buch mit dem Titel „Der 13. Mann“ erschienen, wo erneut der Anwalt Rocco Eberhardt und der Rechtsmediziner Justus Jarmer ihren Auftritt haben:
Timo Krampe und Jörg Grünwald kennen sich schon seit Kindertagen. Sie verbindet ein tragisches Schicksal, weswegen sie sich entschlossen haben, nicht mehr zu schweigen, sondern einen folgenschweren Skandal aufzudecken. Ihre Bemühungen mit den zuständigen Behörden in Kontakt zu treten, sind bisher im Sande verlaufen, dort scheint sich niemand verantwortlich zu fühlen…
Bei der Journalistin Anja Liebig sind sie mit ihren Informationen allerdings auf hohes Interesse gestoßen. Sie plant eine mehrteilige Reportage, weswegen ein Termin für ein ausführliches Interview mit den beiden anberaumt ist, wo es um das brisante Thema Pflegekinder geht, die von Jugendämtern im Rahmen eines fragwürdigen Experiments vermittelt wurden…
Doch zum vereinbarten Termin erscheint nur Timo Krampe, der seinen Freund im Urlaub vermutet, was leider ein Trugschluss ist…
Der Rechtsmediziner Justus Jarmer muss eine unbekannte Wasserleiche obduzieren. Kurze Zeit später steht fest, dass es sich um Jörg Grünwald handelt, der vermutlich ermordet wurde…
Welchen Part hier Rocco Eberhardt in der Handlung übernimmt und weswegen Timo Krampe bald um sein Leben fürchten muss, bleibt hier unerzählt…
Man merkt recht schnell, dass hier zwei Schriftsteller aus unterschiedlichen (Fach)Bereichen ihre Texte formuliert haben. Die juristischen Details werden gut und nachvollziehbar erklärt und im rechts(medizinischen) Bereich taucht zwar ab und an ein Fremdwort oder ein medizinischer Begriff auf, der aber im Verlauf anschaulich erklärt wird, was mir allerdings auch ab und an einen leichten Schauer über den Rücken hat laufen lassen…
Man findet sich in der Gesamthandlung und in den Szenerien gut zurecht, da die einzelnen Kapitel mit informativen Überschriften versehen sind, so dass man keine Schwierigkeiten beim Einordnen des Geschehens hat. Außerdem ist es den beiden Autoren gelungen, sensibel und ohne ins Detail zu gehen, die brisante Thematik in die spannende Handlung einzuweben.
Wie auch beim ersten Buch bin ich über ein paar „Unebenheiten“ gestolpert. Entbehrlich fand ich die privaten „Gedankengänge“ Rocco Eberhardts genau wie den „Auftritt“ des Clan-Chefs. Nichtsdestotrotz vergebe ich vier von fünf möglichen Punkten, da es im Verlauf noch zu einer unvorhersehbaren Wendung kommt, so dass die kleinen „Wackler“ wieder etwas ausgeglichen wurden.
Fazit: Spannender Krimi, der mit einer unvorhersehbaren Wendung punkten kann
Detective Josie Quinn 2
Im September letzten Jahres war ich auf „NetGalley“ auf den ersten Fall von Detective Josie Quinn mit dem Titel „Die verlorenen Mädchen“ aufmerksam geworden. Der Thriller hatte mich von der ersten Seite an „gefesselt“, die Handlung war spannungsgeladen, thematisch aber „hard stuff“ und nicht nur für den Leser nervenaufreibend, sondern für die Hauptfigur Josie Quinn im Verlauf ein sehr persönlicher Fall, der ihr einiges abverlangte…
Nun ist mit „Das Mädchen ohne Namen“ die Fortsetzung der Reihe erschienen. Josie Quinn ist mittlerweile die Polizeichefin von Denton im ländlichen Pennsylvania. Auch wenn man der Gesamthandlung dieses Thrillers ohne weiteres folgen kann, würde ich trotzdem jedem Thriller-Fan empfehlen, auch den ersten Einsatz von Detective Quinn zu lesen, es sind zwar alle wichtigen Fakten der Vorgeschichte hier eingewoben, aber zum noch besseren Verständnis lohnt sich auf jeden Fall, die Reihe von Beginn an zu verfolgen.
Privat schmiedet Josie mit ihrem Verlobten Luke Heiratspläne. Doch die müssen erst einmal warten, denn durch einen Telefonanruf ihres Stellvertreters Noah Fraley wird sie an einen Tatort gerufen, dessen Adresse Josie irgendwie bekannt vorkommt, sie aber noch nicht gleich drauf kommt, warum das so ist: Dort angekommen, wird ihr sehr schnell klar, wer die junge Frau ist, die hier brutal überfallen wurde und jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus mit dem Überleben kämpft. Am Ort des Geschehens liegt überall kaputtes Glas, Möbel sind umgestoßen und zersplittert und es gibt reichlich Blutspuren, die nur erahnen lassen, welche Brutalität hier vorgeherrscht hat. Wäre dies alles nicht schon schlimm genug, kommt es noch schlimmer, denn recht schnell stellt sich heraus, dass der kürzlich geborene Säugling der Überfallenen nirgends zu finden ist und man von einer Entführung ausgehen muss…
Während alles Maßnahmen anlaufen um den Säugling zu finden, ahnt Detective Quinn noch nicht, was für ein weitreichender Fall sich hier entwickelt. Recht bald führen Hinweise zu einflussreichen Personen, die mit aller Macht versuchen, ihr Gesicht zu wahren, komme was da wolle und sie schrecken auch vor Mord nicht zurück, weswegen im Verlauf es zu einigen Todesfällen kommt. Es wird angedroht, Josie Quinn den Chefposten zu entziehen und während die Uhr tickt und der Säugling immer noch nicht gefunden wurde, verschwindet Josies Lebensgefährte Luke spurlos….
Genau wie der Beginn der Reihe, hat sich die Autorin hier wieder eine komplexe Handlung einfallen lassen, die nichts für schwache Nerven ist. Ich habe diesen Thriller wieder gern gelesen und freue mich auf den nächsten Fall, der hoffentlich bald in Deutschland veröffentlich wird, denn die Reihe an sich umfasst bereits mehr als zehn Bücher!
Nur etwas möchte ich hier noch anmerken: Etwas unrealistisch fand ich, dass Josie, die ja mittlerweile Polizeichefin ist, selbst so aktiv ermittelt, obwohl sie ein gutes Ermittler-Team zur Verfügung hat, ganz besonders als der Fall dann persönlich wird. Aber dies kann ich noch unter „schriftstellerischer Freiheit“ verbuchen, denn nichtsdestotrotz ist dieser Thriller wieder ein Page-Turner, der von der ersten Seite an fesselt, wendungsreich ist und unvorhersehbar bis zum Schluss bleibt, was mir sehr gut gefallen hat.
Fazit: Fesselnder Page-Turner, der wendungsreich und unvorhersehbar ist!

Koch Media VÖ 10.03.22 VoD, Blu-ray/DVD VÖ 24.03.22
Dieser norwegische Spielfilm führt hinaus auf die offene Nordsee, wo sturmerprobte hartgesottene Menschen auf Bohrinseln ihrer Arbeit nachgehen. Mit der Entdeckung des riesigen Erdölvorkommens vor Norwegen boomt seit 1969 die Ölförderung auf hoher See und wurde zu einer lukrativen Ölindustrie ausgebaut.
Über die Jahre kommen immer mehr Bohrinseln dazu und bieten gut bezahlte Arbeit für die dort beschäftigten Menschen. Das geht eine Weile gut, doch durch die tief im Meeresboden verankerten Bohrinseln ist der Untergrund mittlerweile wie ein löchriger Käse und die rauen Wetterbedingungen fordern ihren Tribut. Der Meeresboden wird instabil und es kommt zu einem großen Riss und infolgedessen kommt es zu einem gewaltigen Erdrutsch mit unermesslichen Folgen für die Natur und Menschheit…..
Man sieht einknickende Fördertürme und eine einstürzende Bohrinsel, auf der sich immer noch Menschen befinden und rings herum brennende Ölteppiche, so dass per Schiff eine Rettung unmöglich ist…
Wer sich in diesen schwierigen Zeiten auf so ein Katastrophen-Spektakel einlassen möchte, bekommt hier reichlich Spezialeffekte zu sehen, die einen die Nackenhaare hochstehen lassen. Wer Spielfilme aus dem hohen Norden liebt, der kennt sicherlich auch die bekannten Darsteller, die hier in der Handlung auftauchen wie z.B. Bjørn Floberg oder Rolf Kristian Larsen uvm., so dass die schauspielerische Besetzung schon mal punkten kann.
Die Hauptrolle in „The North Sea“ hat Kristine Kujath Thorp übernommen, die eine U-Boot-Ingenieurin spielt, die ganz besonderen Mut beweist und im Alleingang eine Rettungsaktion auf der einstürzenden Ölpattform unternimmt….
Obwohl schauspielerisch gut besetzt, fand ich die Gesamthandlung etwas flach und auch vorhersehbar. Wer aber sich aber gern mal wieder einen unterhaltsamen Actionfilm ansehen möchte, kommt hier sicherlich auf seine Kosten.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Allerdings rüttelt dieser Film auch etwas auf, denn wenn so ein Szenario wie hier im Film zu sehen ist, in Realität passieren würde, hätte das für Mensch und Tier verheerende Folgen!
Fazit: Trotz eher etwas flacher Gesamthandlung, können hier die Spezialeffekte und die gute schauspielerische Besetzung punkten!













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