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Bernd Mannhardt: Mücke und Elefant

Kürzlich hatte ich ja hier von Bernd Mannhardt „Du kommst mir gerade richtig“ vorgestellt, eine mordsfidele Sammlung von Kurzgeschichten, aus denen nur so der schwarze Humor heraustropft.
Nun hat der Autor eine neue  mordsfidele Geschichte mit dem Titel „Mücke und Elefant“ veröffentlicht, wobei einem erst einmal das gelungene Cover ins Auge „sticht“.
Erneut hat der Autor in seiner ganz besonderen augenzwinkernden Art und Weise hier eine Szenerie eingefangen, die das Leben schrieb: Inspiriert durch die unumstößlichen Hürden der deutschen Bürokratie, ist ihm dazu folgende schwarzhumorige Kriminalgeschichte eingefallen:
Der „Todes-Fall“ – im wahrsten Sinne des Wortes! – des Schriftstellers Bernhard Mücke ist der große Aufmacher einer Boulevardzeitung.
Während dort noch spekuliert wird, was den Mann in den Tod getrieben hat, erfährt man als Leser, dass besagter Bernhard Mücke kurz vor seinem Ableben auf dem Bürgeramt vorstellig war, um seinen neuen Reisepass zu beantragen. Dort kommt es für den Mann zu einem einschneidenden Vorfall, in dessen Verlauf Bernhard Mücke „Abstriche“ bei seiner einzigartigen Signatur machen muss. Seit Anbeginn seiner ersten Unterschrift beendet er diese mit einem Punkt, was aber die starren Vorschriften des deutschen Amtsschimmels verbieten, weswegen Mücke zwingend auf diesen prägnanten Teil seiner Unterschrift verzichten muss!
….auf dem Rückweg vom Amt stürzt Bernhard Mücke von einer Brücke in den Tod.
Die oben erwähnte Presse macht sich Gedanken, warum man nun Mückes plötzlichen Tod zu beklagen habe. In großen Lettern wird spekuliert, dass er aufgrund des einschneidenden Erlebnisses auf dem Amt, psychisch aufgewühlt und so verzweifelt war, dass er keinen anderen Ausweg sah, als freiwillig aus dem Leben zu scheiden!?
Auch ein erfahrener Grafologe, der Mückes Unterschrift kürzlich erst „unter die Lupe“ genommen hatte, verlautbart sehr wortreich und ausschweifend seine fachmännischen Erkenntnisse über dessen Signatur. Außerdem betrachtet er sie nochmals unter dem Aspekt, ob der frühe Tod des Schriftstellers schon andeutungsweise in seinem schwungvoll ausgeführten Namenszug erkennbar gewesen sei.
Die Polizei ermittelt ganz nüchtern, ohne sich um die öffentlichen Spekulationen zu scheren und gibt dann ganz überraschend folgendes zu Protokoll: …………………………….
Tja, wer wissen will, warum Mücke aus dem Leben schied, dem empfehle ich das Lesen dieser unterhaltsamen schwarzhumorigen Geschichte, die mir wieder sehr gut gefallen hat!

 

Wer nicht gern selbst liest und lieber zum Hörbuch greift, dem sei gesagt, „Mücke und Elefant“ gibt es auch sehr hörenswert vertont, denn die Geschichte wird vom Autor selbst vorzutragen. Er moduliert seine Stimme für jede der fünfzehn, in der Handlung vorkommenden Mitwirkenden anders, sodass man sie gut unterscheiden kann und die Handlung lebendig wird.
Egal für welche Ausgabe von „Mücke und Elefant“ man sich entscheidet, hier gibt es eine mordsfidele Geschichte, die das Leben schrieb und wunderbar schwarzhumorig eingefärbt wurde. Einmal mehr hat der Autor mit seiner besonderen Beobachtungsgabe bewiesen, dass aus einer harmlosen Situation durch einen kleinen Schuss schwarzen Humor recht schnell eine schräge, bitterböse Szenerie entstehen kann.
Fazit: Bestechendes Cover, schwarzhumoriger Inhalt, der in der hörenswerten Autorenlesung lebendig wird!
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Bernd Mannhardt: Du kommst mir gerade richtig!

Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser
Nach einem einleitenden Vorwort des Autors findet man hier zehn Kurzgeschichten, aus denen der schwarze Humor nur so heraustropft:
Performance: Köhler hat einen hohen Frauenverschleiß: Einmal überdrüssig geworden, hat er eine ganz besondere Masche, die Dame wieder loszuwerden. Doch bei seiner letzten „Performance“ schießt er im wahrsten Sinne des Wortes über das Ziel hinaus…
Hoch hinaus: Roman Nagel ist mit Leib und Seele Bauingenieur. Sein Privatleben existiert einfach nicht bzw. nur in Form seines kleinen Hundes Albert, den er über alles liebt. Nachdem er finanziell ausgesorgt hat, will er nun auch endlich eine Familie gründen und die Ehe mit Viola wird geschlossen. Doch die entpuppt sich als nicht das, was Roman sich unter einer treusorgenden Ehefrau versprochen hat und er will die Scheidung. Doch Viola will Geld! Und um ihre Forderung zu untermauern, entführt sie kurzerhand Albert…
Sensible Geschäfte: Nadja Komorow ist viel aus beruflichen Gründen unterwegs. Zufällig lernt sie in Rom einen Mann kennen, der sie einlädt, die Blaue Grotte mal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen…
I.N.A: Dies ist die Geschichte eines Reporters, der auf der Suche nach Top-Storys bei der gerade herrschenden Flaute im Blätterwald selbst Hand anlegt – und auf die Titelseiten kommt!
Alex liest vor: Die Polizei wird mit einer Mordserie an jungen Frauen in Atem gehalten. Nach umfangreichen Recherchen im Internet hat man dann endlich einen Verdächtigen, aber der hat ein Alibi mit Namen Silke. Doch so wasserdicht ist das Alibi nicht, denn die Dame hat eine ganz besondere Vorliebe…
Besonders gut gefällt mir der Schreibstil des Autors, der seine Figuren anfänglich völlig unbedarft und tapsig in Situationen hineinlaufen lässt, aus denen sie meistens nicht mehr unbescholten herausfinden bzw. durch eine kleine böse Wendung in der Handlung etwas Unvorhersehbares passiert!
Den Hauptakteuren aus diesen Geschichten sollte man am besten aus dem Weg gehen, bevor sie zu einem sagen: „Du kommst mir gerade richtig!“
Fazit: Schaurig schöne, bitterböse Kurzgeschichten, wunderbar geschrieben: Was blauäugig beginnt, wird schwarzhumorig gewandelt – und am Ende ist meist jemand tot
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Viveca Sten: Kalt und still

DAV

Der erste Fall für Hanna Ahlander
Ich kenne und liebe die spannende Buchreihe von Viveca Sten, die sie im Stockholmer Schärengarten angesiedelt hat, wo Kommissar Andreasson in Sandhamn Kriminalfälle löst, wie zuletzt in „Das Grab in den Schären“, wo er auch oftmals auf seine Jugendfreundin Nora Linde trifft, die ihn gern mit Rat und Tat zur Seite steht. Mittlerweile ist diese Reihe ja auch schon sehenswert fürs Fernsehen verfilmt worden.
Nun startet die Autorin eine neue Krimi-Reihe mit der schwedischen Polizisten Hanna Ahlander.
Diese wird kurz vor Weihnachten von ihrem Freund verlassen und muss aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen. Außerdem kommt es zu Zwistigkeiten im Beruf, weswegen ihr Chef ihr unverständlich klarmacht, dass sie sich eine neue Dienststelle suchen soll, denn im Stockholmer Revier ist sie nicht mehr erwünscht.
Hanna ist am Boden zerstört und steht privat und beruflich vor einem großen Scherbenhaufen. Ihre große Schwester versucht sie auf andere Gedanken zu bringen und lädt sie in ihr zurzeit leer stehendes Ferienhaus in Åre ein, einem im hohen Norden Schwedens liegenden Ort, den Hanna noch gut aus ihrer Kindheit kennt.
Die Hörbuch-Lesung von „Kalt und still“ hat Vera Teltz übernommen, was für die folgende Handlung sehr gut passt, da sie mit ihrer angenehmen Stimme und deren passenden Variationen, die Stimmung und die Atmosphäre ganz prima einfängt und die fast zehnstündige Lesung wie im Flug vergeht!
Kurz nachdem Hanna im tief verschneiten Åre ankommt, erfährt sie, dass Amanda, ein 18-jähriges Mädchen vermisst wird und sie beteiligt sich an der Suche nach ihr. Dabei lernt sie einige Einheimische kennen, knüpft so erste Kontakte und erfährt so einige wichtig klingende Informationen über die Vermisste.
Der leitende örtliche Kriminalpolizist heißt Daniel Lindskog, der beruflich sehr engagiert ist, weswegen er bei den sich ausweitenden Ermittlungen und dem Mangel an Mitarbeitern, pausenlos im Einsatz ist. Darunter leidet sein Privatleben, denn seine Freundin und er sind gerade Eltern eines kleinen Mädchens geworden, was ihn sehr glücklich macht und er bestrebt ist ein harmonisches Familienleben zu führen, doch bald kommt er an seine Grenzen…
…. und da kommt Hanna Ahlander ins Spiel, die sich an die örtliche Polizeidienststelle wendet, um die ihr wichtig erscheinenden Informationen im Fall der vermissten Amanda weiterzugeben.
Im Verlauf bilden Hanna und Daniel ein Ermittler-Team, das gut harmoniert!
Ich finde den Auftakt der neuen Krimi-Reihe gelungen!
Viveca Sten hat hier mal wieder bewiesen, was für eine gute Geschichtenerzählerin sie ist. Aus unterschiedlichen Erzählsträngen, Perspektiven und Figuren baut sich eine spannende, nicht vorhersehbare Gesamthandlung auf, die sich wie ein „reales Geschehen“ anfühlt, denn zum Schluss erfährt man als Leser auch, wer verurteilt und welche Strafen verhängt wurden!
Für meinen Geschmack hätte es zwar bei den beiden „Hauptfiguren“ ein etwas weniger stressiges Privatleben sein dürfen, aber beide kommen sympathisch rüber und zeigen hier ihr berufliches Können, was mir gut gefallen hat und es deswegen auch keinen Minuspunkt gibt.
Wie oben schon erwähnt, ist mit Vera Teltz als Vorleserin eine gute Wahl getroffen worden. Durch ihre angenehme Stimme und ihre besondere Vortragsweise gelingt es ihr sofort die passende Atmosphäre aufkommen zu lassen, weswegen die Geschichte lebendig wird und die Lesung wie im Flug vergeht!
Fazit: Viveca Stens neues Ermittler-Duo kommt gut an, die Story ist spannend und unvorhersehbar, die dann durch Vera Teltz besondere Vortragsweise zum Leben erweckt wird und die fesselnde Hörbuch-Lesung wie im Flug vergeht! So darf es gern weitergehen!
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Arttu Tuominen: Was wir verbergen

Lübbe

Anfang dieses Jahres hatte ich hier „Was wir verschweigen“, den ersten Band dieser Krimi-Reihe vorgestellt. Kommissar Jari Paloviita wird darin mit einem Mordfall konfrontiert, der ihn weit in seine Vergangenheit katapultiert und die weiteren Geschehnisse ihn auf einem schmalen Grat wandern lassen, weshalb er in eine moralische Zwickmühle gerät  …
Nun ist das zweite Buch „Was wir verbergen“ erschienen und erneut geht es handlungsmäßig in die finnische Küstenstadt Pori, wo der Autor übrigens selbst mit seiner Familie lebt.
Gleich zu Beginn der Geschichte wird es explosiv, denn jemand hat eine Handgranate in den besonders in der queren Party-Szene beliebten Nachtclub Venus geworfen, wodurch mehrere Menschen sterben und viele verletzt werden.
Recht schnell taucht in den Medien ein Video auf, wo sich eine vermummte Gestalt zu dem Anschlag bekennt und sich als „Gesandter“ Gottes ausgibt. Er ruft zum Kampf gegen diese Sünder auf und demonstriert, dass er zu weiteren Taten bereit ist!
Wie bereits im ersten Buch übernimmt das Kripo-Team Jari Paloviita, Linda Toivonen und Henrik Oksman die Ermittlungen.
Kommissar Oksman übernimmt hier in der Geschichte einen ganz besonderen Part, war er doch kurz vor dem Anschlag auch Gast in dem Club, was aber niemand erfahren darf, denn auch er hat etwas zu „verbergen“. Aus seiner Perspektive wird teilweise die Handlung erzählt, wo man Einblick in sein Seelenleben bekommt, er sich mit Selbstzweifeln plagt und die Angst vor Entdeckung mit den sich daraus ergebenen Konsequenzen spürbar wird. Deshalb hat er nur ein Ziel vor Augen: den „Gesandten“ aufzuspüren und dingfest zu machen!
Arttu Tuominen schildert hier in einem angenehmen Erzähl-Stil sehr anschaulich eine bewegende, nachdenklich machende, teils aber auch nervenaufreibende Geschichte, die zu unterschiedlichen Schauplätzen führt, wo dann kriminelle Energie zutage tritt und die angespannte Atmosphäre bildhaft geschildert und spürbar wird.
Besonders der menschliche Aspekt seiner Figuren kommt – wie auch im vorherigen Band – hier zum Tragen und ist ein wichtiger Bestandteil des Geschehens und bildet mit den Kriminalfällen die spannende, aber auch „unter die Haut gehende“ Gesamthandlung. Eine kleine Ahnung hatte ich, wer sich hinter dem „Gesandten“ verbirgt und lag tatsächlich richtig, was aber die Lese-Empfehlung keineswegs schmälert und ich insgesamt vier von fünf möglichen Punkten vergebe und hoffe, dass die Reihe bald fortgesetzt wird!
Fazit: Anschaulich geschilderte Kriminalhandlung, die bewegt, nachdenklich macht, aber auch nervenaufreibend daherkommt, weswegen ich hier meine Lese-Empfehlung ausspreche und auf eine baldige Fortsetzung der Reihe hoffe!
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Ragnar Jónasson: Totenklippe

der Hörverlag

Nach „Blindes Eis“ ist nun auch das vierte Hörbuch „Totenklippe“ aus der Dark-Iceland-Reihe erschienen. Erneut hat der Schauspieler Steffen Groth die Lesung übernommen.
Zuletzt bahnten sich ja berufliche und ganz besonders private Veränderungen bei Ari, dem isländischen Polizisten an, der in dem beschaulichen Ort Siglufjörður lebt und arbeitet. Wie es damit weitergeht, ist Teil der aktuellen Handlung.
Es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten als Ari einen Anruf von seinem  ehemaligen Chef und Kollegen Tómas bekommt. Dieser bittet Ari um Mithilfe bei den Ermittlungen in einem etwas merkwürdig anmutenden Todesfall:
Im Norden Islands hat man eine junge Frau tot unterhalb der dortigen Klippen aufgefunden. Es könnte sich durchaus um einen Unfall handeln, doch als Ari erfährt, dass man vor vielen Jahren an genau der Stelle auch die Leiche der Mutter und der jüngeren Schwester der Toten fand, wird er hellhörig und willigt ein, Tómas bei den Ermittlungen vor Ort zu unterstützen.
Es lebt nur noch eine kleine Gruppe Menschen an dem abgelegenen Ort und als sie zu dem Todesfall befragt werden, stellt sich schnell herausstellt, dass sie alle ihr „Päckchen“ und auch so manches gut verborgenes Geheimnis mit sich herumtragen….
Steffen Groth variiert bei der Lesung seine Stimme, so dass man die Mitwirkenden gut unterscheiden kann.
Zu Beginn schwebt eine etwas düstere, geheimnisvolle Atmosphäre über dem Geschehen, das der Autor wieder in seinem ruhigen Erzählstil und mit anschaulichen Szenerien aufgeschrieben hat. Der Leser bekommt Einblick in die isländischen Weihnachtstraditionen und Gebräuche, was gut zur Rahmenhandlung und zur Weiterentwicklung der Hauptfigur passt.
Um was es hier letztendlich thematisch geht, war mir recht schnell klar, mindert aber die Hörempfehlung dieses Buches keinesfalls, denn die tief verborgenen Geheimnisse der Menschen an diesem recht einsamen Ort, schwappen erst langsam an die Oberfläche, so dass menschliche Schicksale sichtbar werden, verdächtige Personen zu Tage treten und am Ende durch einen Twist, sich aber auch „das Böse“ zeigt, das einen die Nackenhaare hochstehen lässt!
Auch das vierte Hörbuch aus der Dark-Iceland-Reihe hat mir gut gefallen, es ist spannend und hörenswert, weswegen die Reihe gern fortgeführt werden darf!
Fazit: Obwohl erneut leise erzählt, fesselt die spannende Handlung bis zum Schluss!
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Ragnar Jónasson: Blindes Eis

der Hörverlag

Im Juni d.J. hatte ich hier „Todesnacht“ aus der Dark-Iceland-Reihe des Autors vorgestellt.
Nun ist das dritte Buch daraus mit dem Titel „Blindes Eis“ erschienen, das ich mir in der Hörbuchfassung von dem Schauspieler Steffen Groth habe vorlesen lassen:
Die Handlung dieser Reihe ist in Island, genauer gesagt im sehr abgelegenen Örtchen Siglufjördur angesiedelt. Vor geraumer Zeit hatte auf dem dortigen Polizeirevier der junge engagierte Polizist Ari seinen Dienst angetreten. Er war mitten im Winter aus der Großstadt Reykjavik in den beschaulichen Ort gezogen, wo er anfangs mit den vorherrschenden Witterungsbedingungen wie Kälte, Eis und Schnee, langer Dunkelheit und der damit verbundenen Einsamkeit zu kämpfen hatte. Diese düstere Stimmung findet man auch in den Geschichten der Reihe wieder.
Hatte Ari zuletzt den Mord an einem Bauunternehmer aufzuklären, ist die Kriminalitätsrate in der Gegend aber doch eher niedrig und kleinere Delikte an der Tagesordnung, weswegen er auch Zeit findet, sich mit einem weit zurück liegenden Kriminalfall zu beschäftigen:
Ari bekommt einen Anruf von Hedinn, einem älteren Mann, der ihn bittet, den für ihn fragenaufwerfenden Tod seiner Tante noch einmal zu untersuchen, denn es ist ein Foto aufgetaucht, worauf eine ihm völlig fremde Person abgelichtet ist…
Die Recherchen führen Ari 60 Jahre in die Vergangenheit und in eine sehr abgelegene Gegend, die man nur zu Fuß über einen schwer zugänglichen Bergpass erreichen kann. Dorthin zogen Ende der 1950ziger Jahre zwei Ehepaare um in einem einfachen Bauernhaus zu leben. Hedinn wurde dort geboren und einige Monate später starb seine Tante an einer Vergiftung. Damals wurde der Fall als Unfall eingestuft, aber es gab auch andere Gerüchte…
Parallel zu Aris Recherchen gibt es einen Handlungsteil, wo man die Journalistin Irsun kennenlernt, die sich mit einem aktuellen Fall von Kindesentführung beschäftigt. Im Verlauf kommen noch weitere „Ermittlungen“ hinzu, wo Drogenkonsum, Fahrerflucht oder auch kriminelle Verwicklungen bis in hohe Regierungskreise für Schlagzeilen sorgen.
Irgendwann kreuzen sich Aris und Isruns Nachforschungen…
Die Gesamthandlung setzt sich aus vielen kleinen Puzzlesteinchen zusammen, die Ari und im Verlauf auch Isrun durch akribisches Befragen von Zeitzeugen und unermüdliches Recherchieren zu Tage fördern.
Die Auflösung des „Vergiftungsfalls“ hat mich zwar nicht sonderlich überrascht, hatte ich doch in dieser Richtung schon gedacht, aber nichtsdestotrotz mag ich diese leise erzählten und nicht minder spannenden Geschichten aus dem Hohen Norden bzw. der Dark-Iceland-Reihe.
Da sich die Hauptfigur Ari mittlerweile weiterentwickelt hat und bei ihn eventuell privat sowie beruflich Veränderungen anstehen, bin ich gespannt wie es weitergeht.
Fazit: Ruhig erzähltes, aber nicht minder spannendes 3. Buch der Dark-Iceland-Reihe!
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Kate Penrose: Leise steigt die Flut

Fischer Verlage

Ein neuer Fall für DI Ben Kitto
Handlungsmäßig geht es auf die zu Cornwall gehörenden Scilly-Inseln, einer recht großen Inselgruppe, die vor der Südwestküste Englands im Atlantik liegt. Die Autorin kennt diese Inseln sehr gut, da sie seit ihrer Kindheit dort die Sommer verbringt.
Die Hauptfigur in dieser Krimi-Reihe – DI Ben Kitto –  ist auf der Insel Bryher aufgewachsen, die er dann für seine Tätigkeit als Undercover-Ermittler verließ und in London lebte.
Nun ist er seit geraumer Zeit zurück auf den Inseln, die er wie seine Westentasche kennt, was ihn bei seiner jetzigen Tätigkeit als Ermittler der zuständigen Polizeidienststelle zu Gute kommt.
Die raue, windumwobene wunderschöne Landschaft der Inseln bildet die Kulisse der spannenden Gesamthandlung:
Es ist Mitte Dezember, sehr windig und Nebelschwaden hemmen die Sicht als sich die elfjährigen Zwillinge Jade und Ethan Minear mitten in der Nacht heimlich aus ihrem Zimmer schleichen um sich draußen mit jemandem zu treffen. Sie laufen hintereinander durch eines der angrenzenden Narzissenfelder, das zur großen Blumenfarm ihrer Eltern auf St. Martin’s gehört. Durch den immer dichter werdenden Nebel verliert Ethan seine Schwester kurze Zeit später aus den Augen. Dann hört er ihrem Hilfeschrei, suchend schaut er sich um, kann sie aber nicht entdecken, dann packt ihn jemand  fest an die Schulter und hindert ihn am weiterlaufen…
Ethan kann sich zwar losreißen und findet nach Hause zurück, ist aber nach diesem Ereignis so verstört, weil er Jade nicht helfen konnte, dass er kein Wort mehr spricht. Von seiner Schwester fehlt seitdem jede Spur….
Ben Kitto und seine zwei Mitarbeiter übernehmen die Ermittlungen. Die Suche nach Jade bestimmt die Handlung. Nicht nur die schlechten Witterungsverhältnisse oder Ethan „Sprachlosigkeit“ erschweren dieses Unterfangen, sondern auch das eher unkooperative Verhalten des Elternpaars Scott und Gemma Minear wirft viele Fragen auf…
Während alle Inselbewohner befragt werden, wird immer deutlicher, dass die wohlhabende Familie Minear zwar ein ganz wichtiger Arbeitgeber auf der Insel ist, Scott sich aber mit seiner herrischen und fordernden Art nicht nur Freunde gemacht hat. Das Unternehmen steht für ihn an erster Stelle, weswegen es auch innerhalb der Familie viel Konfliktpotential gibt…
Von Anfang an herrscht eine unheilvolle, nichts Gutes erahnende Atmosphäre über dem Geschehen und als Leser bangt man um das Leben des Kindes. Da es im Verlauf nicht nur um die Suche nach Jade geht, sondern noch mehr kriminelle Energie zu Tage tritt, ein Mord geschieht und offenbar „das Böse“ Katz und Maus mit den Ermittlern spielt, bleibt es bis zum Schluss spannend und Verdächtige gibt es zu Hauff…
Ich habe „Leise steigt die Flut“, den mittlerweile 5. Fall für Ben Kitto wieder gern gelesen –  wie auch seinen vorherigen Einsatz in „Tiefrot tanzen die Schatten“  – und mich gut und spannend unterhalten gefühlt.
Besonders gut ist es der Autorin gelungen, die Person zu „tarnen“, die sich hinter der Maske des Bösen verbirgt, die Überraschung ist ihr wirklich gelungen!
So unterhaltsam, spannend und unvorhersehbar darf es gern weitergehen!
Fazit: Die schöne Landschaftskulisse trügt, hier tritt viel kriminelle Energie zu Tage, die für spannende Unterhaltung sorgt! Gern weiter so!
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Arnaldur Indridason: Wand des Schweigens

Lübbe

Wenn ich so an meinem großen Bücherregal entlang schaue, finden sich dort tatsächlich sämtliche in Deutschland erschienen Thriller des isländischen Autors Arnaldur Indridason, dessen Schreib-/Erzählstil ich einfach liebe und daher auch seine Bücher immer wieder gern lese. Alle seine Ermittler, seien es nun Kommissar Erlendur, Thorson und Flóvent oder auch wie jetzt aktuell, der pensionierte Kommissar Konrad haben eins gemeinsam, sie lösen ihre Fälle mit Köpfchen, was sich durch unermüdliches Nachfragen und akribisches Recherchieren auszeichnet, denn sie geben sich erst zufrieden, wenn alle Puzzlesteinchen an die richtige Stelle gefallen sind.
Oben erwähnter pensionierter Kommissar Konrad gibt in „Verborgen im Gletscher“ sein Debüt, es folgen „Das Mädchen auf der Brücke“, „Tiefe Schluchten“ und nun aktuell „Wand des Schweigens“.
Wer die Reihe um diesen isländischen Kommissar noch nicht kennt, dem kann ich nur raten, sie von Beginn an zu genießen, auch wenn man das aktuelle Geschehen ohne Vorkenntnisse verfolgen kann, mit dem „Hintergrundwissen“ aus den vorherigen Büchern ist man aber viel schneller wieder im Geschehen und lohnen tut es sich sowieso, sie zu lesen!
Auf geht’s nach Island, genauer gesagt nach Reykjavík und Umgebung:
Zu Beginn der aktuellen Handlung lernt der Leser eine Frau namens Eygló kennen, die früher als Medium tätig war und sich gut mit okkulten und übersinnlichen Phänomenen auskennt. Außerdem ist sie mittlerweile eine gute Bekannte/Freundin von Kommissar Konrad, denn ihre Väter kannten sich gut und waren Partner bei sehr zwielichtigen Geschäften, wo sie leichtgläubigen Menschen bei spiritistischen Sitzungen viel Geld aus der Tasche gezogen haben. Seit Konrad sich mit dem unaufgeklärten Mordfall an seinem Vater beschäftigt, steht er mit ihr in Kontakt.
Sie ist es auch, die ihn anruft, da man in einem Haus in der Kellerwand ein Skelett gefunden hat. Sie berichtet ihm, dass sie vor vielen Jahren einmal dort gewesen sei, weil die dort wohnende Frau sich im Haus nicht wohl gefühlt habe und sie um ihre Meinung gebeten hatte. Eygló selbst erinnert sich noch gut, dass sie schon beim Betreten des Hauses ein unbeschreibbares Unwohlsein verspürt hatte….
Von den polizeilichen Ermittlungen zu diesem skurrilen Fund erfährt man wenig, auch als Konrad seine alten Kontakte bemüht, stößt er dort auf eine „Wand des Schweigens“….
Aber als Leser hat man es da etwas besser, denn der Autor gibt in unterschiedlichen Erzählsträngen Einblick in die schrecklichen Ereignisse, die sich in dem Haus zugetragen haben…
Die Gesamthandlung ist sehr komplex, führt u.a. weit in die Vergangenheit, denn Konrad spürt Zeitzeugen auf, die er akribisch befragt und ist dankbar für jede noch so kleine Information um den Mord an seinem Vater aufzuklären.
Was für eine Bandbreite an krimineller Energie hier sichtbar wird, ist düster und lässt in menschliche Abgründe blicken!
Ich mag diesen Kommissar Konrad mit seinen Ecken und Kanten und seinen akribischen „Ermittlungsstil“ und habe mich auch diesmal wieder spannend unterhalten gefühlt!
Fazit: Spannend erzählter Thriller – der gruselig beginnt, düster bleibt und in menschliche Abgründe blickt -, den man nicht verpassen sollte!
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Robert Galbraith: Das tiefschwarze Herz

RandomHouseAudio

Fall Nr. 6 für Cormoran Strike und Robin Ellacott
Ich habe mich für die Hörbuch-Version von „Das tiefschwarze Herz“ entschieden, denn Dietmar Wunder, mit seiner unverwechselbaren Stimme, die er ja u.a. auch Adam Sandler oder Daniel Craig „leiht“, hat wieder die Lesung übernommen, was für mich immer eine große Freude ist.
Etwas Zeit sollte man allerdings für den neuen Fall der beiden Privat-Ermittler schon einplanen, d.h. 33 Stunden für die ungekürzte Lesung!
Führte ihr letzter Einsatz in „Böses Blut“ in die Vergangenheit um einen alten Mordfall neu aufzurollen, wo sie sich u.a. mit Astrologie beschäftigen mussten, geht es diesmal in die Welt des Internets und der sozialen Medien, was eher unbekanntes Terrain für Cormoran und Robin ist und sie solche Ermittlungen eigentlich nicht übernehmen. Doch diesmal kommt alles anders:
In der Detektei erscheint eine junge Frau, die unbedingt mit Robin sprechen will, weil sie sich von jemandem auf unschöne Art belästigt fühlt. Sie heißt Edie Ledwill und gibt an, dass sie Co-Entwicklerin der überaus bekannten und beliebten Animationsserie Das tiefschwarze Herz ist. Der Erfolg der Serie hat aber mittlerweile für sie einen sehr unangenehmen Nebeneffekt hervorgerufen, denn seit geraumer Zeit wird sie von einem aufdringlichen Fan, der sich hinter dem Pseudonym Anomie versteckt, belästigt bzw. regelrecht terrorisiert und sie bangt um ihr Leben. Sie will endlich wissen, wer sich hinter „Anomie“ verbirgt, damit die Person zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Auf Robin wirkt die Schilderung der recht aufgewühlt wirkenden Frau etwas konfus und die Unterlagen, die sie ihr präsentiert sind offenbar Chatprotokolle und andere Notizen aus den sozialen Medien. Robin glaubt, dass die Detektei hierbei nicht der richtige Ansprechpartner ist und verweist Edie an Kollegen, die sich in diesem Metier besser auskennen.
Ein paar Tage später ändert sie dann aber ihre Meinung, denn Robin liest die erschütternde Nachricht, dass man Edie Ledwell auf dem Highgate Cemetery ermordet aufgefunden hat, dem Friedhof, der auch Schauplatz von Das tiefschwarze Herz ist….
Das Eintauchen in die Online-Welt ist eine große Herausforderung für die Mitarbeiter der Detektei, denn sie haben es offenbar mit einem gut getarntem perfiden Mörder zu tun, den es heißt in der realen Welt zu enttarnen und zu stoppen. Dabei sie geraten bald an ihre Grenzen, müssen auch um ihr Leben fürchten, denn es wird plötzlich explosiv…
Es knistert weiterhin zwischen Robin und Cormoran, aber ob es ihnen diesmal gelingt, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, verrate ich natürlich nicht.
Obwohl Dietmar Wunder hier durch den Einsatz seiner vielen Stimmnuancen sein Können zeigt und die Handlung lebendig werden lässt, erfordert das richtige Einorden der vielen Online-Chats mit Teilnehmern, die gut verborgen hinter Alias-Namen agieren, volle Konzentration vom Zuhörer, damit man sich in diesem Wirrwarr nicht verzettelt, worunter der Spannungsbogen etwas leidet, was schade ist.
Alles in allem ist die Fortsetzung der Reihe aber durchaus gelungen und betrachtet man die Decknamen mal im Anschluss etwas genauer, hat Robert Galbraith (ist ja auch ein Pseudonym!, nämlich das von J.K. Rowling, der Autorin der Harry-Potter-Bücher) diese ganz geschickt eingesetzt um dahinter die realen Figuren zu verbergen. Auch wenn die anstrengenden Chats hier dem Zuhörer einiges abverlangen, gelingt die Einordnung mit Hilfe Dietmar Wunders nuancierter Vortragsweise und man kann in die Handlung eintauchen!
Fazit: Komplizierte Ermittlungen in der Online-Welt, die durch Dietmar Wunders gekonnte Vortrags-Weise nachvollziehbar werden und man in die Handlung eintauchen kann, gern weiter so!
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Andreas Gruber: Todesrache

der Hörverlag

Ein Jahr mussten die Fans von „Sneijder und Nemez“ warten und bangen wie bzw. ob es nach den nervenaufreibenden Ereignissen in „Todesschmerz“ überhaupt weitergeht!
Nun ist „Todesrache“ erschienen und ich frage mich gerade, wo die elf Stunden geblieben sind, die die Hörbuchfassung dieses Thrillers dauert. Nun, sie sind einfach nur dahingeflogen, so spannend gelungen ist die Fortsetzung der Reihe!
Erfreulicherweise hat erneut Achim Buch die Lesung des Hörbuchs übernommen. Seine Stimme und der besondere niederländische Akzent, den er für die Figur des BKA-Profilers Maarten S. Sneijder „angelegt“ hat, gehören für mich mittlerweile unverwechselbar zusammen und ich verbinde sie sofort mit dieser ganz besonderen Thriller-Reihe aus der Feder von Andreas Gruber!
Sein stimmliches Können in Sachen Mundart/Dialekt kann Achim Buch diesmal noch mehr zeigen, tauchen doch recht markante „Typen“ in der Handlung auf, die er auf diese Weise „zum Leben erweckt“.
An die anfangs erwähnten schrecklichen Ereignisse aus dem vorherigen Band der Reihe, wo Sneijder sein gesamtes Team verliert und er selbst schwer verletzt wird, knüpft die aktuelle Handlung an. Sneijder hat der Verlust seines Teams und insbesondere von Sabine Nemez sehr schwer getroffen, er ist psychisch nicht gut drauf und igelt sich zuhause ein.
Ein Telefonanruf reißt ihn aus seiner Elegie und er schöpft Hoffnung, dass Sabine Nemez eventuell doch noch am Leben sein könnte….
In Windeseile stellt er ein neues Team zusammen, das sich auf die Suche nach Sabine machen soll….
Parallel zu diesen Recherchen gibt es einen Handlungsstrang, der sich mit einem komplizierten Entführungsfall beschäftigt, wo dann aus privaten Gründen ein Ermittler aus Leipzig auftaucht..
Die Fangemeinde von Andreas Gruber, wird die Figur des hier auftauchenden und einen wichtigen Part übernehmen Walter Pulaski sicherlich kennen, denn er ist der Ermittler, der in der „Rache-Reihe“ bereits sein kriminalistisches Können bewiesen hat. Allerdings bildet er eher unfreiwillig im Verlauf mit Sneijder ein Team. Da ja keiner der beiden einen einfachen Charakter hat, wird diese Zusammenarbeit für beide Seiten kein Zuckerschlecken, der Zuhörer dagegen bekommt hier manche humorvolle Szenerie präsentiert, was die angespannte Atmosphäre, die über der Gesamthandlung schwebt – die übrigends nicht nur in der Gegenwart spielt, sondern auch in die Vergangenheit führt – etwas auflockert und gut passt.
Ich mag den ganz besonderen Erzählstil des Autors und auch die Hauptfiguren mit ihren Ecken und Kanten, die hier ihr ganzes Können aufbieten müssen um diesen komplexen Fall zu lösen.
Ich kann nur sagen, die Handlung hält einen von Anfang an in Atem, die Thematik ist „hard stuff“ und es wird nervenaufreibend  und spannend bis zum Schluss, so dass ich von einer sehr gut gelungen Fortsetzung der Reihe sprechen möchte.
Mir persönlich gefällt die Kombination Andreas Gruber als Autor und Achim Buch als Vorleser ganz besonders gut, wie ich bereits oben ausgeführt habe, weswegen ich die Hörbuch-Version priorisiere und hier meine Hörempfehlung ausspreche und auf eine weitere Fortsetzung der Reihe hoffe!
Fazit: Meisterhaft gelungene, nervenaufreibende Fortsetzung der Reihe um „Sneijder und Nemez“, die in der Hörbuch-Version durch die Stimme von Achim Buch eine ganz besondere hörenswerte Note bekommt! Gern weiter so!
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