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Catherine Shepherd: Die Rezeptur

Kafel Verlag

Wer diese Thriller-Reihe noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass es hier gleich Spannung im Doppelpack gibt, wovon die eine Handlung in der Gegenwart und die andere vor 500 Jahren im niederrheinischen Städchen Zons spielt. „Zarte Bande“ sind es, die beide Geschichten auf besondere Weise verbinden…
Gegenwart: Die 16jährige Mara findet ihren Vater in einer übel riechenden schlammigen Flüssigkeit tot in der Badewanne liegend auf. Recht schnell ist klar, hier muss das Team um Kommissar Oliver Bergmann in Sachen Mord ermitteln. Die besondere Zusammensetzung des „Badezusatzes“ gibt Rätsel auf, genau wie eine in lateinischer Schrift verfasste „Botschaft“ auf dem Badezimmerspiegel, die übersetzt „ewiges Leben“ heißt. Der Tote leitete als Chirurg mit mehreren anderen Personen eine Schönheitsklinik. Die Ermittler tauchen in eine Welt ein, wo es nicht nur um Schönheit geht, sondern in der Führungsetage Macht- und Konkurrenzkampf, aber auch unschöne Operationsfehler und große Geldsummen auf der Tagesordnung stehen. Dann wird eine weitere Leiche in einem „Schlammbad“ gefunden und Mara verschwindet spurlos während sie auf eigene Faust „ermittelt“, wer ihren Vater getötet hat….
Zons 1503: Bastian Mühlenberg von der Stadtwache ist für die Sicherheit im mittelalterlichen Zons zuständig. Ihn ruft man als im Franziskanerkloster einer der Mönche tot aufgefunden wird. Der Verdacht auf eine Vergiftung liegt nahe. Während Bastian noch dabei ist den Tod des Mönchs zu hinterfragen, stirbt der Schmidt des Ortes, offenbar auch an Gift. Eine Spur führt zurück ins Kloster, wo bald der nächste Mönch vergiftet aufgefunden wird. Bei allen Toten findet Bastian Schriftstücke, die bei genauerem Betrachten Geheimnisvolles offenbaren, was mit „ewigem Leben“ in Zusammenhang steht und zu einem ganz besonderen Buch mit Rezepturen führt, die zwar richtig angewandt wohltuend und krankheitslindernd sind, aber wenn sie falsch interpretiert bzw. zusammengemixt werden, giftig und ganz besonders tödlich sein können.
Von Beginn an ist es der Autorin gelungen mich in die spannungsgeladene Handlung des Thrillers „Die Rezeptur“ eintauchen zu lassen. Besonders bei den bildhaft geschilderten Szenerien im mittelalterlichen Zons läuft einem dann und wann ein eiskalter Schauer über den Rücken, was aber gut auszuhalten ist und zur erzählten Geschichte passt.
Ich mag den Erzählstil der Autorin, der einen nicht nur thematisch zu fesseln weiß, sondern auch immer geschickt auf falsche Fährten führt und Verdächtige präsentiert, letztendlich aber „das Böse“ im Verborgenen agiert und erst am Schluss nachvollziehbar enttarnt wird. So muss ein Thriller sein!
Fazit: Egal ob vor 500 Jahren oder jetzt in Zons, die Handlung hat es in sich, fesselt von der ersten Seite an und ist unvorhersehbar bis zum Schluss, daher volle Punktzahl und gern mehr davon!
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Lisa Regan: Das Grab ihrer Mutter

Bookouture

Detective Josie Quinn 3
Gerade noch hatte Josie Quinn in „Das Mädchen ohne Namen“ durch einen mutigen Sprung ins Flusswasser einem Säugling das Leben gerettet, bereichert dieser kleine Kerl namens Harris mittlerweile ihr Leben, denn wenn seine Mutter Misty mal jemanden zum Babysitten braucht, springt Josie gerne ein. Kaum hatte sie Harris seiner Mutter übergeben, muss sie auch schon wieder in den Einsatz:
Im Wald hinter der Wohnwagensiedlung Moss Gardens finden zwei Jungen beim Spielen menschliche Überreste.
Schon bei der Fahrt zur Fundstelle bekommt Detective Quinn Bauchschmerzen, denn sie kennt die Siedlung gut, ist sie doch dort aufgewachsen und der Wald, wo man die Überreste fand, war ihre Zuflucht, wenn es mal wieder zuhause unerträglich wurde. Ihre Kindheit war alles andere als glücklich, denn ihre Mutter schikanierte sie, wo sie nur konnte, was nach dem Tod ihres geliebten Vaters noch um einiges schlimmer wurde….
Bei der genauen Untersuchung der Überreste wird deutlich, dass die Knochen ca. 30 – 40 Jahre im Wald verborgen lagen. Sie gehören zu einem Mädchen im Teenageralter, das einen seltenen Zahnbefund aufweist. Durch diese Besonderheit kann sie identifiziert werden und ihr Name lautet Belinda Rose.
Als Josie diesen Namen hört, fühlt sie sich in ihre unschöne Kindheit zurückversetzt, denn der Name ihrer Mutter lautet ebenfalls Belinda Rose! Aber eins weis Josie ganz genau, ihre bösartige Mutter ist nicht schon seit über 30 Jahren tot, sie lebt noch irgendwo da draußen…
In zeitlichen Rückblicken wird Josies traumatische Kindheit erzählt.  Diese Informationen fügen sich gut in die aktuellen Geschehnisse ein und dienen dem besseren Verständnis der Gesamthandlung.
Je weiter im Leben der toten Belinda Rose recherchiert wird, um so deutlicher wird der Bezug zu Josies Leben, so dass diese sich gezwungen sieht, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen und sich ihren Dämonen von damals zu stellen….
Seit dem ersten Buch „Die verlorenen Mädchen“ bin ich Fan der Reihe. Lisa Regan fängt ihre Leserschaft schon auf der ersten Seite ein mit ihrem fesselnden Erzählstil. Die Szenerien werden bildhaft geschildert, so dass einem schon mal die Nackenhaare hochstehen. Man findet sich im Geschehen gut zurecht, auch wenn man die Vorgeschichte nicht kennt (was ich aber nur empfehlen kann, denn es lohnt sich auf jeden Fall diese spannungsgeladene Thriller-Reihe von Beginn an zu lesen!).
Auch dieses Mal in „Das Grab ihrer Mutter“ geht es handlungsmäßig richtig hart zur Sache, Josies Leben ist wie eine Achterbahn der Gefühle und je weiter sich der Kriminalfall entwickelt, umso mehr „Unschönes“ kommt ans Tageslicht und führt zu einem netzartigen Gebilde aus „böser Energie“, das es zu entwirren und ganz besonders zu stoppen gilt. Ich freue mich schon auf den nächsten Thriller um Josie Quinn, der demnächst in Deutschland erscheint!
Fazit: Fesselt von der ersten Seite an, zieht einen sogartig ins Geschehen und ist ein gelungener spannungsgeladener Page-Turner, den man nicht verpassen sollte!
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Mike Landin: Rote Tränen

Von Mike Landin habe ich bereits den spannungsgeladenen Roman „Flucht“ vorgestellt, der mir sehr gut gefallen hat.
Nun habe ich „Rote Tränen“ gelesen. Von Beginn an schwebt über der ganzen Szenerie etwas Düsteres, obwohl es doch ein Neuanfang für die gesamte Familie Steiner werden sollte:
Kurz vor ihrem neuen Domizil im kleinen Örtchen Almbach in den Berchdesgadener Alpen, woher Erik und Eva Steiner stammen und ihre Jugend verbracht haben, kommt zu einem unschönen Zwischenfall mit einem alteingesessenen Unternehmer….
Nach dem unfreiwilligen Stopp bezieht die Familie ihr neues Zuhause. Der 18jährige Jacob und seine 13 Jahre alte Schwester Lena sind nicht sonderlich angetan von diesem Umzug, der aber wegen der Schwierigkeiten, in denen sich ihr Vater befand, wohl unumgänglich war…
Kurz nach ihrem Einzug lernen die Steiners ihre unmittelbaren Nachbarn kennen, es sind Klaus Kerber mit seiner Tochter Hannah, die in Jacobs Alter zu sein scheint. Nach einer kurzer „Schnupperphase“ kommen die beiden Jugendlichen gut miteinander aus und verbringen immer mehr Zeit miteinander.
Während alle Familienmitglieder versuchen sich einzugewöhnen, erreicht sie die Nachricht, dass ein junges Mädchen vermisst wird.  Sie ist nicht die erste, denn seit 20 Jahren verschwinden immer mal wieder junge Mädchen aus dem Ort und tauchen einige Zeit später völlig verstört wieder auf, bis auf das erste Opfer, von ihr fehlt bisher jede Spur. Der Polizei ist es bisher nicht gelungen, diesen Kriminalfall zu lösen…
Jacobs Mutter reagiert sehr emotional auf diese Information, will sich aber nicht weiter dazu äußern, was noch kurioser wird, als eine unbekannte Frau auf dem Hof auftaucht, mit der sie dann heftig in Streit gerät…
Jacob und Hannah tun sich zusammen und hinterfragen diesen Streit, denn Hannah kennt die unbekannte Frau gut, ist es doch ihre Mutter, die vor Jahren ohne erkennbaren Grund die Familie verließ. Bald steht fest, die beiden Frauen kennen sich aus der Zeit, als das erste Mädchen spurlos verschwand…
Ohne es zu ahnen, gerät Jacob dann in Lebensgefahr, scheint er doch beim Stochern in der Vergangenheit „das Böse“ aufgeschreckt zu haben…
Was für Geheimnisse in dem kleinen Alpen-Ort verborgen sind, welche menschlichen Abgründe sich hier im Verlauf auftun und wie/ob es mit dem offenen Kriminalfall weitergeht, werde ich hier nicht verraten, denn dazu liest sich dieses Buch einfach viel zu gut, ist spannend, fesselnd und wendungsreich. Und besonders denen, die meinen, das „Böse“ ist doch offensichtlich, dem sei gesagt: Abwarten und bis zur letzten Seite lesen, denn da ist erst die Geschichte auserzählt! Toll!
Der Erzähl-Stil des Autors hat etwas Sogartiges, einmal angefangen ist man schon mitten drin im Geschehen und kann sich der Handlung kaum entziehen, auch wenn dann und wann durch die anschaulich beschriebenen Szenerien, einem die Nackenhaare hochstehen!
Fazit: Ich kann hier nur meine Leseempfehlung aussprechen und hoffe, der Autor hat noch mehr so spannende und fesselnde Geschichten in petto, die ich dann gern wieder lesen würde!
 
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Karen Kliewe: Toxische tiefe Ostsee

Piper Verlag

Im März d.J. hatte ich hier das Krimi-Debüt der Autorin mit dem Titel „Letzte Spur Ostsee“ vorgestellt, wo die angehende Journalistin Joh(Ann)a Arnold ihre Großmutter im Osteebad Rerik besucht und durch Zufall in einen Kriminalfall verwickelt wird, in deren Verlauf sie in höchste Lebensgefahr gerät…
Auf „NetGalley“ bin ich auf den gerade erschienenen  dritten Einsatz der Journalistin aufmerksam geworden, die nun in „Toxische tiefe Ostsee“  kurz vor ihrer Examensarbeit steht.
Die Handlung ist im November 2017 angesiedelt und Ann ist psychisch immer noch etwas angeschlagen, aber durch eine Therapie mittlerweile auf dem Weg der Besserung, denn die lebensbedrohlichen Ereignisse in Rerik, nagen immer noch an ihr.
Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und ergreift sogar die einmalige Chance an Bord eines Forschungsschiffes zu gehen, um dort für einige Wochen am Leben und Arbeiten der Wissenschaftler teilzunehmen. Der Expeditionsleiter Dr. Martens hatte sie dazu eingeladen und sie gebeten eine Abhandlung über die wissenschaftliche Arbeit an Bord zu schreiben.
Ann teilt sich eine Kajüte mit der engagierten Wissenschaftlerin Dr. Alette Roux. Die beiden Frauen verstehen sich gut und Ann erfährt einiges über das aktuelles Forschungsprojekt.
Alles scheint gut zu laufen und Dr. Roux ist guter Dinge als sie noch mal die Kajüte verlässt um sich mit jemandem zu treffen. Doch sie kommt nicht zurück. Das ganze Schiff wird nach ihr abgesucht, aber sie wird nicht gefunden. Etwas Blut und ein nicht verschlossener Sicherungsbereich lassen den Verdacht aufkommen, sie wäre über Bord gegangen und in der eisigen Ostsee ertrunken… Unfall oder sogar Mord???
Da man sich mittlerweile in schwedischem Hoheitsgebiet befindet, wird die dortige Polizei eingeschaltet, das Schiff muss ihre Fahrt unterbrechen und macht in einem kleinen Hafen fest.
Während die gesamte Schiffsbesatzung von der schwedischen Polizei zum Verbleib von Dr. Roux befragt wird, nutzt Dr. Martens den Zwischenstopp und verlässt das Schiff um zu joggen. Von diesem Ausflug kommt er nicht zurück…
Ann’s kriminalistischer Spürsinn ist geweckt und mit Hilfe ihrer zwei ganz speziellen „Informanten“ und ihrer „inneren Stimme“ spielt sie immer neue Szenarien durch, was mit den beiden eben noch an Bord befindlichen Menschen passiert sein könnte. Je weiter sie recherchiert und je tiefer sie gräbt, um so mehr zeigt sich, nicht jeder Forschungsteilnehmer hat eine weiße Weste, man muss nur genau hinsehen…
Das Debüt der Reihe fand ich spannend und gelungen!
Wer als Leser dies aber nicht kennt, der hat es etwas schwer, sich in der Rahmenhandlung zu orientieren, z.B. wenn Ann sich mit „Vergangenem“ aus ihrem Privatleben beschäftigt. Da wäre etwas mehr Info hilfreich. (dies aber nur am Rande)
Mir gelang die Einordnung mühelos, da ich ja das erste Buch kenne.
Über der aktuellen Gesamthandlung schwebt eine düstere, unheilvolle Atmosphäre, die zum einen durch die winterlichen Außentemperaturen hervorgerufen wird, aber auch unter Deck ist die eisige Kälte vorhanden, die besonders spürbar wird, wenn Ann nachts auf der Suche nach Antworten durch die düsteren Gänge des Schiffes streift, da können einem schon beim kleinsten Geräusch die Nackenhaare hochstehen!
Insgesamt liest sich das Buch gut, ist fesselnd, wendungsreich und spannend. Auch das eingewobene wissenschaftliche Thema ist gut gewählt, interessant und informativ.
Ich muss allerdings gestehen, dass ich recht schnell eine „Idee“ im Hinterkopf hatte, die sich dann letztendlich auch als richtig herausgestellt hat, was aber den Unterhaltungswert des Buches keinesfalls schmälerte und ich diese Fortsetzung  gut gelungen finde. Gern darf es so weitergehen!
Fazit: Gelungene spannende Fortsetzung der Reihe, deren eiskalte Atmosphäre nicht nur wetterbedingt ist! Gern weiter so!
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Randi Fuglehaug: Todesfall

Fischer Verlage

Der erste Fall für Agnes Tveit.
Randi Fuglehaug kennt sich im Handlungort und der Umgebung gut aus, denn sie ist dort aufgewachsen, was sich in den anschaulichen Beschreibungen der Landschaft und den örtlichen Gegebenheiten widerspiegelt. Ein Blick ins Internet und man ist schnell vor Ort und auch das Coverbild von „Todesfall lässt erahnen in welch einer atemberaubenden Landschaftskulisse die Geschichte spielt. Allerdings rückt die schnell in den Hintergrund, ereignet sich doch während eines angesagten Sportfestivals etwas Schreckliches:
Es geht nach Norwegen, genauer gesagt in den Ort Voss, der wohl auch als „der Ort“ gilt wo man sich trifft, wenn es um Extremsportarten wie Raften, Fallschirmspringen u.v.m. geht.
Genau dorthin, in den Ort ihrer Kindheit und Jugend kehrte die Journalistin Agnes Tveit vor einem Jahr zurück um der Hektik Oslos zu entfliehen.
Die Blicke der Zuschauer sind gen Himmel gerichtet, wo gerade die vier Freundinnen und begeisterten Fallschirmspringerinnen Gro, Joni, Kathrine und Veslemøy  aus der kleinen Cesna gesprungen sind und eine Sternformation bilden. Kurze Zeit sieht alles perfekt aus, doch dann ist dieser faszinierende Anblick vorbei, die Menschen am Boden erstarren und dann hört man nur noch Schreie und Panik bricht aus….
Agnes Tveit, die jetzt für die örtliche Zeitung arbeitet ist natürlich auch vor Ort um über das Festival zu berichten. Auch sie kann kaum begreifen, was sie sieht: Eine der vier Frauen liegt mit verrenkten Gliedmaßen tot am Boden…
Agnes fängt an zu Recherchieren um herauszufinden, was zum Tod der Frau geführt hat. Sie kennt die vier Frauen noch aus ihrer Jugend und je weiter sie das Leben jeder einzelnen durchleuchtet, um so mehr düstere Machenschaften, dunkle Geheimnisse und  zwischenmenschliche Dramen deckt sie auf…
Ich hatte etwas Schwierigkeiten mich in die Handlung hineinzulesen. Ob es an den norwegischen Namen oder meiner Unkenntnis  über das Thema Extremsportarten lag, kann ich nicht sagen. Die vielen Mitwirkenden, die man richtig einordnen musste und die mir nicht sonderlich sympathische Hauptfigur, die nach der Rückkehr aus Oslo damit hadert, dass man ihre jetzige Arbeit als Journalistin nicht mehr so wertschätzt wie einst, trugen wahrscheinlich auch dazu bei, dass ich mich mit dem Lesen etwas schwertat.
In die Kategorie „Krimi“ kann ich das Buch auch nicht einordnen, eher als Roman, wo es um die Aufarbeitung von zwischenmenschlichen Dramen geht. Hier hat jeder der Mitwirkenden sein Päckchen zu tragen und durch eine Spirale von Ereignissen, wo Eifersucht, Lug, Trug und Verrat an der Tagesordnung sind, kommt es dann zu kriminellen Handlungen und letztendlich zum Tod der begeisterten Fallschirmspringerin.
Bei der Suche „Was führte zum Tod der Frau“, gibt es hier für den Leser einfach zuviel „Input“, der richtig eingeordnet, zugeordnet und verarbeitet werden muss, was das Lesen des Buches etwas erschwert.  Nach ungefähr der Hälfte zieht dann endlich die Spannung etwas an und im Hinblick darauf, dass es hier das Krimi-Debüt der Autorin ist, möchte ich noch abwarten, wie sich die Fortsetzung der Reihe gestaltet und vergebe hier drei von fünf möglichen Punkten.
Fazit: Debüt-Krimi, das noch einige Unebenheiten aufweist und erst in der zweiten Hälfte Spannung aufkommen lässt.
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Frauke Scheunemann: Der Tote im Netz

Scherz

Angelockt vom schönen Buchcover und dem Untertitel „Ein Usedom-Krimi“ kam mir aber auch irgendwie der Name der Autorin bekannt vor. Mit etwas Recherche in meinem umfangreichen Bücherregal, machte es dann doch recht schnell „klick“, denn Frauke Scheunemann hatte mich schon mit ihren humorvollen Büchern über den charmanten Katzen-Detektiv Winston begeistert!
Nun startet mit „Der Tote im Netz“ ihre Krimi-Reihe auf der schönen Insel Usedom, wo im Verlauf der Handlung die Bäderland-Radioreporterin Franziska Mai und Kommissar Kay Lorenz etwas unfreiwillig ein „Ermittler-Team“ bilden.
Für Franziska Mai läuft es beruflich im Moment nicht gut, soll der örtliche Sender doch verkauft werden. Um dem Verlust ihres Arbeitsplatzes Einhalt zu gebieten und eventuell durch ein neues Konzept dem Verkauf entgegenzuwirken, bittet sie die Hörer um Mithilfe, die dem neu gebildeten Reporter-Team „Die Problemlöser“ – bestehend aus Franzi und Janis (Franzi anvertrauter und engagierter Volontär) – ihre Sorgen und Nöte mitteilen sollen…
Von ihrem Chef noch etwas skeptisch beäugt, entwickelt sich das neue Problemlöser-Format gut und neben den unterschiedlichsten Anrufen  meldet sich auch der alteingesessene Zegliner Fischer Maik Peters und er berichtet davon, dass man ihn durch die ganzen neuen Vorschriften wie Fangquoten u.s.w. fertigmachen will. Auch sein zweites Standbein, wo er Angelausflüge mit Touristen anbietet, wird von einem übereifrigen Kontrolleur sabotiert. Um sich selbst vor Ort ein Bild zu machen, fahren die Problemlöser nach Zeglin, wo sie Zeugen werden, als es zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen Maik Peters und dem diensteifrigen Kontrolleur kommt….
Nachdem sich die Wogen etwas geglättet haben, lädt Maik Peters Franzi und Janis ein, am nächsten Tag eine geplante touristische Angeltour zu begleiten..
Gesagt, getan, doch als die beiden Radioreporter am nächsten Tag frühmorgens in Zeglin eintreffen, fehlt von Maik Peters jede Spur…
…nach akribischer Suche findet man ihn dann in seine eigenen Fischernetze verhangen tot im Hafenbecken liegend auf. Schon ein kurzer Blick genügt Franzi und sie ist sich sicher, Maik Peters wurde ermordet, denn auf seiner Brust ist das Wort Rache eingeritzt sein Gesicht wurde mit Angelhaken verunstaltet….
Ab jetzt geht die Handlung richtig los und ganz besonders Franzi hat sich auf die Fahne geschrieben, herauszubekommen, wer den Fischer getötet hat. Allerdings hat sie da nicht mit dem zuständigen Kommissar Kay Lorenz gerechnet, denn der lässt sich nicht gern in die Karten schauen…
Das Buch liest sich leicht, ist sehr unterhaltsam und mit Lokalkolorit und Mundart angereichert, was mir gut gefallen hat. Allerdings hat mich die Autorin auch etwas „an der Nase herumgeführt“, denn da ich die Insel Usedom schon sehr oft und ausgiebig bereist habe, konnte ich den Ort Zeglin nicht erinnern und auch durch das im Cover-Innenteil abgebildete Kartenmaterial nicht real einordnen. Im abschließenden „Danke“ erlöste mich die Autorin dann aber mit dem Hinweis, dass dieser Ort fiktiv ist und daher auf keiner Karte zu finden ist!
Ich kann nur sagen, es war schön in die Landschaft und die Handlung einzutauchen und dem neuen „Ermittler-Team“ bei ihren Wortgefechten zuzuhören sowie der spannenden Handlung zu folgen. Lange Zeit bleibt der Mordfall ungelöst, obwohl reichlich Verdächtige ihr Unwesen treiben und Franzi selbst in Lebensgefahr gerät. Ich vergebe hier die volle Punktzahl und bin gespannt wie es in der angekündigten Fortsetzung der Reihe weitergeht!
Fazit: Gelungenes spannendes, mit Lokalkolorit, Mundart und einer guten Prise Humor angereichertes Krimi-Debüt! Bitte weiter so!
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Johanna Mo: Finsterhaus

Heyne

Im August letzten Jahres habe ich das Debüt der Reihe mit dem Titel „Nachttod“ gelesen, wo die Polizistin Hanna Duncker sich auf ihre Heimatinsel Öland hatte versetzten lassen und im Revier in Kalmar ihren Dienst antritt. Ihren dortigen Vorgesetzten kennt sie bereits aus ihrer Jugend, denn Ove Hultmark war der Ermittler, der ihren Vater vor über 15 Jahren wegen Mordes hinter Schloss und Riegel gebracht hatte.
Hanna bildet mit Erik Lindgren ein etwas ungleiches Team, das sich erst einmal „finden“ muss. Besonders Hanna ist nicht gut in zwischenmenschlicher Kommunikation im Gegensatz zu Erik. Sie hat aber auch mit Anfeindungen wegen ihrer familiären Vergangenheit zu kämpfen, weswegen sie einen etwas schwierigen Start in der Handlung hat.
Obwohl ich mit der „Figur“ Hanna auch noch so meine Schwierigkeiten hatte und die Handlung eher in Richtung Sozialdrama eingestufte, fand ich das Debüt lesenswert und wollte die angekündigte Fortsetzung der Reihe abwarten.
Die ist nun mit „Finsterhaus“ erschienen:
Anfänglich ist Hanna mit dem „Fall“ ihres verstorbenen Vaters beschäftigt, dessen Ermittlungsakten sie nun einsehen kann. Ein alter Freund ihres Vaters hatte sie durch eine Bemerkung aufhorchen lassen, weswegen sie die Akten ganz genau überprüfen will…
Doch das muss erst einmal warten, denn das Team hat einen neuen Fall:
Der 43jährige Thomas Ahlström und sein 14 Monate alter Sohn Hugo werden von der Ehefrau/Mutter als vermisst gemeldet. Sie kam zurück aus Göteburg und ihr Mann wollte sie gemeinsam mit dem kleinen Hugo von der Bahn abholen, doch die beiden tauchten nicht auf und es fehlt seitdem jede Spur von ihnen….
In einer großangelegten Suchaktion von Polizei und einer großen Gruppe von Freiwilligen wird jeder Stein umgedreht um Vater und Sohn zu finden….
Aus unterschiedlichen Perspektiven wird der Leser mitgenommen um nach den Vermissten zu suchen. Gleich zu Beginn des Buches gibt es eine eigenständige Sichtweise, die die Autorin mit „Der letzte Tag“ überschrieben hat, die dann ab und an in die Gesamthandlung eingewoben ist, so dass man letztendlich am Schluss genau erfährt, was sich zugetragen hat. Bis es soweit ist, dauert es etwas und eine Reihe von Verdächtigen rücken in den Fokus der Ermittler.  Auch Thomas Ahlström scheint ein paar Geheimnisse gehabt zu  haben, die es aufzudecken gilt und die zu einem leerstehenden Haus führen…
Insgesamt hat die „Figur“ der Hanna positive Fortschritte gemacht. Das Buch liest sich gut und die Geschichte wird spannend und wendungsreich erzählt. Nur die Suche nach den Vermissten gestaltet sich zeitweise etwas zäh und verdrängt die anfängliche Aufarbeitung von Hannas „privaten Ermittlungen“. Aber ich gehe davon aus, da noch eine Fortsetzung geplant ist, dass die Autorin sich dies dann für das nächste Buch aufgehoben hat.
Obwohl die Autorin kleine Infos zur vorherigen Rahmenhandlung im aktuellen Buch eingestreut hat, kann ich nur jedem Leser empfehlen, die Reihe von Beginn an zu lesen, dann kann man die Zusammenhänge noch viel besser nachvollziehen.
Da sich das Abwarten gelohnt hat und die Hauptfigur sich positiv entwickelt hat, vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und bin gespannt wie es weitergeht!
Fazit: Deutliche Steigerung zum Debüt, so dass man gespannt sein darf, wie es weitergeht!
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Arno Strobel: Mörderfinder – Die Macht des Täters – Paperback/Hörbuch

Fischer    argon

Im letzten Jahr startete Arno Strobels neue Thriller-Reihe mit dem Titel „Mörderfinder – Die Spur der Mädchen“, die ich in der Hörbuchfassung genossen hatte, die von Dietmar Wunder vorgetragen wurde. Buch Nr. 1 der Reihe hatte ich als spannend, wendungsreich und nervenaufreibend eingestuft.
Nun ist mit Buch Nr. 2 die Fortsetzung „Mörderfinder – Die Macht des Täters“ erschienen. Die Lesung der Hörbuchversion hat zu meiner großen Freude wieder Dietmar Wunder (er leiht ja als Synchronsprecher Daniel Craig oder auch Adam Sandler seine Stimme) übernommen. Beide Ausgaben liegen mir vor, so dass ich mal auf diese oder jene Art der spannenden Handlung folgen konnte.
Wie auch zu Beginn der Reihe wird der ehemalige Polizist und Fallanalytiker Max Bischoff –  der neben seinen Vorträgen an der Polizeihochschule auch als Privatermittler tätig ist – um Hilfe gebeten einen fragenaufwerfenden Kriminalfall zu untersuchen.
Diesmal ist es Katharina Baumann, eine Ex-Kollegin, die ihn kontaktiert, da ihr Neffe Leon sich das Leben genommen hat, denn man hatte ihm im Vorfeld des Mordes beschuldigt. Obwohl alle bisherigen Fakten dafür sprechen und die Polizei davon ausgeht, dass Leon die Tat gegangen hat und sein Freitod einem Schuldeingeständnis gleichkommt, durchforstet Max kurze Zeit später die Fallakten…
Obwohl auch Max auf den ersten Blick keine anderen Schlüsse zieht, sagt ihm sein Bauchgefühl etwas anderes, denn alles passt einfach zu gut zusammen. Im weiteren Verlauf ereignen sich mehrere brutale/bizarre Morde, die nichts mit der Tat von Leon zu tun haben, aber bei genauem Betrachten, tauchen „Botschaften“ auf, die alles in ein ganz anderes Licht rücken….
Welche „Macht des Täters“ in diesem Thriller für Spannung sorgt, werde ich nicht verraten, denn dazu ist die Fortsetzung zu spannend gelungen, fesselnd und wendungsreich!
Aber ganz besonders genossen habe ich die Hörbuchfassung. Dietmar Wunder ist es einmal mehr gelungen durch seine ganz besondere Vortragsart die passende Atmosphäre aufkommen zu lassen, so dass man schnell in die Handlung „eintaucht“. Da er jedem Mitwirkenden eine andere Stimmnuance gibt, kann man die Figuren gut unterscheiden, was allerdings auch dazu führt, dass einem die Nackenhaare hochstehen, wenn dann „das Böse“ zu Wort kommt!
Arno Strobel präsentiert hier dem Leser/Zuhörer einige falsche Fährten und Verdächtige, doch wenn man meint, des Rätsels Lösung erfasst zu haben, dem sei gesagt, der Autor hat hier noch eine unvorhersehbare Wendung parat, so dass der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten wird, was mir gut gefallen hat.
Fazit: Arno Strobel und Diemar Wunder bilden eine perfekte Kombination in Sachen spannende Thriller, der eine schreibt, der andere lässt durch seine wandelbare Stimme die Handlung lebendig werden und man bekommt Lese- oder Hörgenuss vom Feinsten, weswegen es hier insgesamt die volle Punktzahl gibt!
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Ragnar Jónasson: Schneeblind

btb

Der isländische Autor ist mir bereits von der spannenden Thriller-Trilogie um Kommissarin „Hulda“ bekannt, deren Nachfolger Helgi dann in „Frost“ seinen Einstand gab.
Mit „Schneeblind“ startet die „Dark-Iceland-Reihe“, wo der junge Polizist Ari aus Reykjavik nun seine erste Stelle in Siglufjördur, einem kleinen abgelegenen Örtchen im nördlichen Island antritt. Er trifft dort mitten im Winter ein und Dunkelheit und anhaltender Schneefall trüben die Stimmung. Seine beiden neuen Kollegen kennen die Menschen und Gepflogenheiten des Ortes gut und Kriminalität ist kaum vorhanden, doch die vorherrschende Ruhe trügt auf den ersten Blick.
Die Geschichte entwickelt sich langsam und stetig. Zwar twitcht der Autor erzähltechnisch zeitlich etwas hin- und her, was aber immer durch Zeit- und Ortsangaben kenntlich gemacht wurde, so dass das richtige Einordnen keine Schwierigkeiten bereitet.
Anfangs lernt man die mitwirkenden Personen etwas näher kennen, die hier in der Rahmen-, aber auch Kriminalhandlung auftauchen.
In ruhiger Erzählweise schreitet das Geschehen voran und man kann sich die winterliche  Dunkelheit und die vorherrschende Wetterlage mit ihren Hindernissen durch die bildhaft geschilderte Szenerie gut vorstellen:
Die örtliche Theatergruppe ist mitten in den Proben für ein Stück, dass demnächst aufgeführt werden soll. Während einer Pause kommt ein dort mitwirkender älterer Schriftsteller, der über die Landesgrenzen bekannt ist, durch einen Treppensturz ums Leben. Dieses Ereignis wird von Aris Kollegen als Unfall eingestuft, Ari hat da aber so seine Bedenken, denn der Tote war als streitsüchtig bekannt und hatte das eine oder andere Geheimnis, das seinen Tod bald in ein ganz anderes Licht rückt…
Damit nicht genug, bald findet man in der eisigen Kälte eine junge bewusstlose Frau im Schnee liegen, der sich an einigen Stellen schon rot gefärbt hat. Sie ist nur spärlich bekleidet und blutet am Körper aus mehreren Schnittwunden, weswegen ihr Leben am seidenen Faden hängt…
Was es mit diesen beiden Vorkommnissen auf sich hat und ob hier Verbrechen begangen worden sind, bleibt hier unerzählt, das kann der Autor viel besser!
Dies ist insgesamt ein leiser, unaufaufgeregt erzählter Thriller.  Die Charaktere sind gut gezeichnet, aber Sympathiepunkte konnte ich für keinen hier vergeben, denn so richtig hinter die Fassade kann man bei keinem blicken. Die Szenerie wird anschaulich beschrieben, so dass man gut ins Geschehen eintauchen kann. Über der Gesamthandlung schwebt eine düstere beklemmende Atmosphäre, die sich auch nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen nicht merklich ändert.
So ganz fesseln konnte mich der Beginn der Reihe noch nicht, weshalb ich hier drei von fünf möglichen Punkten vergebe und ich erst noch das nachfolgende Buch abwarten möchte, wie sich die Rahmenhandlung weiter entwickelt.
Fazit: Ruhiger Thriller-Reihen-Auftakt, dem noch das gewisse Etwas fehlt, weswegen es hier drei von fünf Punkten gibt
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Nadine Matheson: Jigsaw Man – Der tote Priester

Lübbe

Das Thriller-Debüt der Autorin mit dem Titel „Jigsaw Man – Im Zeichen des Killers“ habe ich im Dezember 2020 gelesen. Dort hatte die Leiterin der Londoner Spezialeinheit Serial Crime Unit DI Anjelica Henley mit ihrem Team den ersten Einsatz, der ihr einiges abverlangt hatte.
Jetzt im nachfolgenden Buch „ Jigsaw Man – Der tote Priester“ kämpft sie immer noch mit den Nachwirkungen, weswegen sie widerstrebend therapeutische Hilfe angenommen hat. Doch kaum hat sie zu einem dieser Gespräche platzgenommen, wird sie auch schon wieder an einen Tatort gerufen und ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass es kein einfacher Fall sein wird….
Dieses Gefühl bestätigt sich recht schnell, denn in einer kleinen Kirche wird die Leiche von Pastor Caleb Annam gefunden, der offenbar ermordet wurde. Er liegt unterhalb des Altars in seinem Blut, das aus unzähligen Wunden auf Brust und Rücken ausgetreten ist.
Während der Durchsuchung der angrenzenden Kirchenräume entdeckt DI Henley einen in bis auf die Knochen abgemagerten jungen Mann, der mehr tot als lebendig ist und mit einer dicken Stahlkette gefesselt auf einer dreckigen Matratze liegt…
Nun heißt es die Identität des jungen Mannes herauszubekommen und wer ihn in der Kirche gefangen gehalten hat; wusste der Pastor davon oder war er gar dafür verantwortlich und wurde er deswegen getötet?
Fragen über Fragen, die im Verlauf der Handlung gestellt und auch beantwortet werden. Bis es allerdings soweit ist, braucht man als Leser schon etwas Durchhaltevermögen, denn durch das ausschweifende Leben des Pastors gibt es reichlich Verdächtige, Verdachtsmomente und bald mehr Tote und auch ähnliche Folteropfer wie den jungen Mann, den DI Henley halbtot aufgefunden hatte.
Dies Buch liest sie gut, startet zwar etwas langsam, was sich aber im weiteren Geschehen verflüchtigt. Die Szenerien werden bildhaft geschildert und sind nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete. Allerdings wirft die Autorin „bröckchenweise“ Namen/Szenerien aus dem ersten Buch in die aktuelle Handlung ein, erklärt dem Leser zum besseren Verständnis aber leider nicht zufriedenstellend die Zusammenhänge, was schade ist.
Durch einige Wendungen wird die Spannung gehalten und man gut unterhalten. Außerdem ist es Nadine Matheson gelungen im Vergleich zum Debüt ihren Erzählstil und den Gesamtaufbau des Buches zu verbessern, weswegen ich insgesamt vier von fünf möglichen Punkten vergebe und eine weitere Fortsetzung durchaus lesen würde.
Nur eins ist mir noch aufgefallen bzw. irritiert mich etwas: Der aktuelle Buchtitel ist wieder mit „Jigsaw Man“ übertitelt – diese namensgebende Figur des ersten Bandes – , taucht hier im Inhalt überhaupt nicht auf. Außerdem ist im diesem Thriller das Mordopfer ein Pastor und im Titel heißt es „Der tote Priester“!? Aber dies nur am Rande
Fazit: Deutliche Steigerung zum Debüt, weswegen es für diesen wendungsreichen Thriller vier von fünf möglichen Punkten gibt!
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